Wirtschaftsprüfung

  • Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) hat ihre Prüfungsschwerpunkte 2020 vorgestellt. Darüber informiert die WPK.

    DPR: Prüfungsschwerpunkte 2020

    WPK, Mitteilung vom 18.11.2019

    Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) hat am 18.11.2019 ihre Prüfungsschwerpunkte 2020 der Öffentlichkeit vorgestellt:

    1. Ausgewählte Aspekte der Anwendung von IFRS 16 Leasingverhältnisse*
    2. „Follow up“ von ausgewählten Aspekten der Anwendung von
      • IFRS 9 Finanzinstrumente (nur bei Kreditinstituten)
      • IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden (bei Nicht-Finanzinstituten)
    3. Ausgewählte Aspekte der Anwendung von IAS 12 Ertragsteuern (inkl. Anwendung von IFRIC 23 Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung)*
    4. Wertminderungstest beim Geschäfts- oder Firmenwert sowie bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer, insbesondere Marken – IAS 36
      • Bestimmung der sachgerechten Ebene des Wertminderungstests (Segmentgrenzen IAS 36.80 (b), zahlungsmittelgenerierende Einheit (ZGE) statt einzelnem Vermögenswert IAS 36.22; IAS 36.66)
      • Ermittlung des Nutzungswerts mit Hilfe plausibler Annahmen und unter Berücksichtigung des speziellen Risikos des Vermögenswerts bzw. der ZGE (IAS 36.30 ff.; IAS 36.A17 (a))
      • Ermittlung des beizulegendenZeitwerts abzüglich der Kosten der Veräußerung aus der Perspektive eines unabhängigen Marktteilnehmers (IFRS 13.22) und unter Beachtung der Fair-Value-Hierarchie (IFRS 13.72 ff.); ggf. Erfordernis einer Kalibrierung der Inputparameter anhand des Transaktionspreises beim erstmaligen Ansatz (IFRS 13.64)
      • Auswirkungen von IFRS 16 auf den Wertminderungstest beim Geschäfts- oder Firmenwert
    5. Konzernlagebericht
      • Darstellung der Auswirkungen von IFRS 16 auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (§ 315 Abs. 1 Satz 1 HGB)
      • Darstellung und Berechnung von bedeutsamsten Leistungsindikatoren unter Berücksichtigung der Erstanwendung von IFRS 16, insbesondere Bereinigung von Effekten bei alternativen Leistungskennziffern, Anfertigung einer Überleitungsrechnung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (§ 315 Abs. 1 Satz 2 und 3 HGB)

    * Fußnote

    Für eine ausführliche Darstellung des Prüfungsschwerpunkts vgl. www.esma.europa.eu .

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  • Die Änderungsrichtlinie (EU) 2018/843 zur Vierten EU-Geldwäscherichtlinie (EU) 2015/849 ist bis zum 10. Januar 2020 in nationales Recht umzusetzen. Das Bundesverwaltungsamt hat der WPK seine Rechtsauffassung zu bestimmten, im Regierungsentwurf enthaltenen Neuregelungen sowie zu verschiedenen bereits geltenden Regelungen im Zusammenhang mit dem Transparenzregister mitgeteilt und um Verbreitung im Berufsstand gebeten.

    Bekämpfung der Geldwäsche: Schreiben des Bundesverwaltungsamts zur Auslegung geldwäscherechtlicher Vorschriften

    WPK, Mitteilung vom 15.11.2019

    Die Änderungsrichtlinie (EU) 2018/843 zur Vierten EU-Geldwäscherichtlinie (EU) 2015/849 ist bis zum 10. Januar 2020 in nationales Recht umzusetzen. Dem Bundestag liegt ein entsprechender Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Beschlussfassung vor.

    Das Bundesverwaltungsamt, die zuständige Behörde für Bußgeldverfahren wegen Verstößen gegen die Mitteilungspflichten zum Transparenzregister (§ 56 Abs. 1 Nr. 52 bis 56 GwG), hat der WPK mit Schreiben vom 4. November 2019 seine Rechtsauffassung zu bestimmten, im Regierungsentwurf enthaltenen Neuregelungen sowie zu verschiedenen bereits geltenden Regelungen im Zusammenhang mit dem Transparenzregister mitgeteilt und um Verbreitung im Berufsstand gebeten.

    Das Schreiben ist nachfolgend abrufbar. Zur Meldepflicht gegenüber dem Transparenzregister bei Kommanditgesellschaften (Punkt 6 des Schreibens) hatte die WPK unter Bezugnahme auf ein vom Bundesverwaltungsamt geführtes Ordnungswidrigkeitenverfahren bereits einen Hinweis veröffentlicht ( „Neu auf WPK.de“ vom 26. Juni 2019 und WPK Magazin 3/2019, Seite 34 ).

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  • Die WPK hat die Softwareübersicht des Digitalisierungskompasses um drei neue Softwarelösungen zur Abschlussprüfung erweitert. Es handelt sich um ein Programm zur Datenanalyse, eine Datenaustauschplattform und eine Analysesoftware für die Belegprüfung.

    WPK-Digitalisierungskompass: Softwareübersicht für die Abschlussprüfung um neue Programme erweitert

    WPK, Mitteilung vom 13.11.2019

    Die Softwareübersicht des Digitalisierungskompasses wurde um drei neue Softwarelösungen zur Abschlussprüfung erweitert. Es handelt sich um ein Programm zur Datenanalyse, eine Datenaustauschplattform und eine Analysesoftware für die Belegprüfung.

    Dr. Reiner Veidt, Geschäftsführer der WPK: „Der Trend der steigenden Softwareunterstützung für den Berufsstand scheint sich zu verstetigen. Der Abschlussprüfermarkt wird für Softwareunternehmen zunehmend interessanter. Die weitere Entwicklung bleibt spannend. Insbesondere die Frage, wie benutzerfreundlich und verständlich die neuen Softwarelösungen sind und ob und wie sie mit anderen Programmen zusammenarbeiten. Ist dies gegeben, bieten sich für WP-/vBP-Praxen neue Möglichkeiten, ihre Geschäftsprozesse gezielt zu digitalisieren.“

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  • Die WPK hat ihre Analyse des deutschen Wirtschaftsprüfungsmarktes für das Jahr 2018 veröffentlicht. Sie zeigt eine stetig steigende Zahl der im Berufsregister der WPK eingetragenen Netzwerke und der ihnen angeschlossenen Wirtschaftsprüferpraxen. Ende 2018 waren 822 Wirtschaftsprüfungspraxen (2017: 803, 2016: 745) in 424 Netzwerken (2017: 411, 2016: 371) registriert.

    Zahl der in Netzwerken tätigen Wirtschaftsprüfer nimmt zu

    Wirtschaftsprüferkammer legt erstmals Untersuchung zur externen Rotation vor

    WPK, Mitteilung vom 13.11.2019

    Die Wirtschaftsprüferkammer (WPK) hat ihre Analyse des deutschen Wirtschaftsprüfungsmarktes für das Jahr 2018 veröffentlicht. Sie zeigt eine stetig steigende Zahl der im Berufsregister der WPK eingetragenen Netzwerke und der ihnen angeschlossenen Wirtschaftsprüferpraxen. Ende 2018 waren 822 Wirtschaftsprüfungspraxen (2017: 803, 2016: 745) in 424 Netzwerken (2017: 411, 2016: 371) registriert.

    Darüber hinaus hat die WPK zwischen 2017 und 2018 40 Prüferwechsel bei kapitalmarktorientierten Unternehmen festgestellt. In 18 Fällen fand eine Rotation in der Gruppe der „Big Four“-Gesellschaften untereinander statt. Darin enthalten sind auch vier HDAX-Unternehmen. Vier Mandate bleiben innerhalb der Gruppe von Gesellschaften mittlerer Größe. Sieben Mandate wechselten von einer kleineren zu einer größeren WP-Praxis; elf Abschlussprüfungsmandate rotierten von einer größeren zu einer kleineren Gesellschaft. Die Abschlussprüfungen wechselten also in beide Richtungen.

    443 Wirtschaftsprüferpraxen prüften Abschlüsse von 2.605 dem Kapitalmarkt nahe stehenden Unternehmen. 71 dieser Praxen haben Abschlussprüfungen bei 1.005 Unternehmen von öffentlichem Interesse im Sinne des § 319a HGB durchgeführt.

    Der Gesamtumsatz der Wirtschaftsprüfungspraxen, die Unternehmen von öffentlichem Interesse im Sinne des § 319a Handelsgesetzbuch (HGB) prüften, beträgt circa 8 Mrd. Euro. Davon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen circa 1,9 Mrd. Euro. Bei den Prüfungen kapitalmarktorientierter Unternehmen sind Honorare von etwa 560 Mio. Euro angefallen. Dabei verteilen sich 96,2 % der Honorare für Abschlussprüfungsleistungen auf die „Big Four“-Gesellschaften Deloitte, Ernst & Young, KPMG und PricewaterhouseCoopers. Zwischen 2017 und 2018 ist dieser Anteil gleich geblieben und gegenüber 2016 leicht gestiegen.

    Weitere Untersuchungsergebnisse:

    • Die Zahl der kapitalmarktorientierten Unternehmen im Sinne von § 264d HGB ist weiterhin rückläufig.
    • Die Reihenfolge der 20 umsatzstärksten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften hat sich geringfügig geändert.
    • Die Bereitschaft zur Registrierung als gesetzlicher Abschlussprüfer und damit die Teilnahme am Qualitätskontrollverfahren nimmt mit der Größe der WP-Praxis zu.
    • Die Anzahl der als Abschlussprüfer registrierten WP-Praxen ist von 3.699 im Jahr 2016 auf 3.230 Praxen im Jahr 2018 zurückgegangen.

    „Die Analyse der WPK bietet detaillierte Einblicke in die aktuelle Struktur des Wirtschaftsprüfungsmarktes in Deutschland“, sagt Dr. Reiner Veidt, Geschäftsführer der WPK. „Grundlage sind Daten aus dem Berufsregister, die in dieser Form exklusiv der WPK vorliegen. Sie werden von uns um weitere empirisch ermittelte Daten ergänzt“, so Veidt weiter. Quellen dieser Daten sind dabei die Veröffentlichungen im Bundesanzeiger, die von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht bereit gestellten Unternehmenslisten sowie die Transparenzberichte der Prüfer der Unternehmen von öffentlichem Interesse.

    Betrachtet werden die Größenstrukturen von Wirtschaftsprüfungspraxen und die Mandatsverteilungen bei Abschlussprüfungen von Unternehmen, die dem Kapitalmarkt nahe stehen. Außerdem werden Entwicklung und Struktur der Abschlussprüferhonorare und der Umsatzerlöse bei Abschlussprüfern der Unternehmen von öffentlichem Interesse nach § 319a HGB analysiert. Methodisch wird auf nachweislich im Jahr 2018 beendete Abschlussprüfungen sowie auf die in den Transparenzberichten enthaltenen Finanzinformationen abgestellt.

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  • Die WPK hat gegenüber dem BMWi zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2018/958 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 28. Juni 2018 Stellung genommen.

    Zum Referentenentwurf eines Verhältnismäßigkeitsrichtlinie-Umsetzungsgesetzes

    WPK, Mitteilung vom 12.11.2019

    Die WPK hat mit Schreiben vom 8. November 2019 gegenüber dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2018/958 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 28. Juni 2018 über eine Verhältnismäßigkeitsprüfung vor Erlass neuer Berufsreglementierungen (Verhältnismäßigkeitsrichtlinie) durch öffentlich-rechtliche Körperschaften (Verhältnismäßigkeitsrichtlinie-Umsetzungsgesetz) Stellung genommen.

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  • Das Deutsche Rechnungslegungs Standards Committee e.V. (DRSC) hat den Deutschen Rechnungslegungs Änderungsstandards Nr. 10 (DRÄS 10) verabschiedet. Die Änderungen betreffen hauptsächlich DRS 25 Währungsumrechnung im Konzernabschluss und stellen die Regelungen zu Inflationsbereinigung durch Indexierung klar. Darauf weist die WPK hin.

    Rechnungslegung

    DRÄS 10 zu Änderungen an DRS 25 und weiteren Standards verabschiedet

    WPK, Mitteilung vom 12.11.2019

    Am 17. Oktober 2019 verabschiedete das Deutsche Rechnungslegungs Standards Committee e.V. (DRSC) den Deutschen Rechnungslegungs Änderungsstandards Nr. 10 (DRÄS 10). Die Änderungen betreffen hauptsächlich DRS 25 Währungsumrechnung im Konzernabschluss und stellen die Regelungen zu Inflationsbereinigung durch Indexierung klar.

    Weitere redaktionelle Änderungen an

    • DRS 16 Halbjahresfinanzberichterstattung,
    • DRS 19 Pflicht zur Konzernrechnungslegung und Abgrenzung des Konsolidierungskreises und
    • DRS 23 Kapitalkonsolidierung

    wurden infolge des Zweiten Gesetzes zur Novellierung von Finanzmarktvorschriften aufgrund europäischer Rechtsakte (Zweites Finanzmarktnovellierungsgesetz – 2. FiMaNoG) vorgenommen.

    Auf der Internetseite des DRSC stehen eine Pressemitteilung und eine detaillierte Darstellung der gegenüber dem Entwurf vorgenommenen materiellen Änderungen zur Verfügung.

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  • Die WPK stellt ihren Mitgliedern ein weiteres Hilfsmittel zur Verfügung. Es handelt sich um einen Erhebungsbogen zur Feststellung von verstärkten Sorgfaltspflichten nach dem Geldwäschegesetz. Hiermit können beispielsweise Feststellungen zu einem erhöhten Geldwäscherisiko oder zur Eigenschaft als politisch exponierte Person (PEP) dokumentiert werden.

    Bekämpfung der Geldwäsche: Erhebungsbogen zur Feststellung von verstärkten Sorgfaltspflichten

    WPK, Mitteilung vom 06.11.2019

    Die WPK stellt ihren Mitgliedern ein weiteres Hilfsmittel zur Verfügung. Es handelt sich um einen Erhebungsbogen zur Feststellung von verstärkten Sorgfaltspflichten nach dem Geldwäschegesetz. Hiermit können beispielsweise Feststellungen zu einem erhöhten Geldwäscherisiko oder zur Eigenschaft als politisch exponierte Person (PEP) dokumentiert werden.

    Der Bogen tritt neben die beiden bestehenden Erhebungsbögen für natürliche und für juristische Personen. Alle drei Erhebungsbögen sind, zusammen mit einer „Kurzdarstellung der Pflichtenlage nach dem Geldwäschegesetz“, auf der Homepage der WPK abrufbar.

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  • Die WPK hat in Kooperation mit dem Institut Österreichischer Wirtschaftsprüfer und EXPERTsuisse den neuen IESBA Code of Ethics 2018 übersetzt.

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  • Die Kommission für Qualitätskontrolle unterrichtet regelmäßig über ihre Tätigkeit. Die WPK hat die wichtigsten Beratungen aus der Sitzung am 22. Oktober 2019 zusammengefasst.

    Bericht über die Sitzung der Kommission für Qualitätskontrolle

    WPK, Mitteilung vom 05.11.2019

    Die Kommission für Qualitätskontrolle unterrichtet regelmäßig über ihre Tätigkeit. Im Folgenden sind die wichtigsten Beratungen aus der Sitzung am 22. Oktober 2019 zusammengefasst.

    Registrierung als Prüfer für Qualitätskontrolle

    Die mit dem APAReG eingeführten neuen Anforderungen an die Aufrechterhaltung der Registrierung als Prüfer für Qualitätskontrolle (Nachweise über die Tätigkeit im Bereich gesetzlicher Abschlussprüfungen und der speziellen Fortbildungen) führten dazu, dass Prüfer für Qualitätskontrolle, die keine Qualitätskontrollen durchführten, im Jahr 2019 auf Ihre Registrierung verzichteten.

    Zum 30. September 2019 waren noch rund 1.200 Prüfer für Qualitätskontrolle registriert.

    Angesichts der Tatsache, dass in den Jahren 2017 und 2018 nur 242 Prüfer für Qualitätskontrolle tätig waren, stehen den Praxen unverändert ausreichend Prüfer für Qualitätskontrolle zur freien Auswahl zur Verfügung.

    WPO-Änderungen im Bereich der Qualitätskontrolle

    Die Kommission für Qualitätskontrolle hat in Abstimmung mit dem Vorstand der WPK mögliche Änderungen von Vorschriften zur Qualitätskontrolle beraten. Diese werden, mit anderen Vorschlägen zu Änderung der WPO, dem BMWi vorgelegt. Die Änderungen sollen mögliche Gestaltungen zur Vermeidung von Qualitätskontrollen oder die Reduzierung des Qualitätskontrollaufwandes durch Löschungen und Wiedereintragung sowie das Verschieben gesetzlicher Abschlussprüfungen zwischen verschiedenen Rechtsträgern vermeiden. Auch wird eine Regelung zur „Fortgeltung von Maßnahmen und angeordneten Qualitätskontrollen nach der Löschung einer Praxis“ vorgeschlagen. Darüber hinaus erfolgen eher redaktionelle Änderungen.

    Aufsicht der WPK nach dem GwG

    Die Kommission für Qualitätskontrolle hat sich mit der Frage befasst, inwiefern Feststellungen in einer Qualitätskontrolle zum Themenbereich Geldwäsche an den Vorstand weitergegeben werden können, da die sogenannte Firewall entfallen ist. Sie beschloss, den Vorstand grundsätzlich auch über Einzelfeststellungen von erheblicher Bedeutung aus diesem Bereich zu informieren.

    Aus den Abteilungen der Kommission für Qualitätskontrolle

    In der Sitzung wurde die Auswertung von drei Qualitätskontrollen abgeschlossen, von denen zwei gemischte Praxen (Prüfer von Unternehmen von öffentlichem Interesse) betrafen. Daneben wurde über Widersprüche gegen die Anordnung einer Sonderprüfung beziehungsweise die Erteilung von Auflagen beraten. Ferner wird die Vorstandsabteilung „Berufsaufsicht“ nach vier Qualitätskontrollen in zwei Fällen über Einzelfeststellungen von erheblicher Bedeutung wegen nicht durchgeführter Inventurbeobachtung sowie in zwei anderen Fällen über die Prüfung ohne Prüfungsberechtigung informiert.

    Erstmalig wurde nach der Eintragung eines Drittstaatenprüfers über die Anordnung einer Qualitätskontrolle beraten. Des Weiteren wurde der Widerspruch einer Praxis gegen die Löschung als gesetzlicher Abschlussprüfer behandelt und in einem weiteren Fall der Rechtsträgerwechsel über die Eintragung als gesetzlicher Abschlussprüfer.

    Aufsicht über Prüfer für Qualitätskontrolle

    Die Kommission für Qualitätskontrolle führt die Aufsicht über die Prüfer für Qualitätskontrolle durch. Sie hat zwei weitere Aufsichten über Prüfer für Qualitätskontrolle abgeschlossen, da die Aufsichten keinen Handlungsbedarf ergaben. In einem Fall handelte es sich bereits um die zweite Aufsicht. Insgesamt fanden im Jahr 2019 bislang vier Aufsichten statt.

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  • Die WPK stellt ihren Mitgliedern eine möglichst umfassende Übersicht zu den Tätigkeiten zur Verfügung, die dem Berufsstand der WP/vBP vorbehalten sind (Vorbehaltsaufgaben). Aufgrund des sehr umfangreichen gesetzlichen Regelungswerks in Deutschland – insbesondere auch auf Landesebene – erhebt die Übersicht keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

    Übersicht über die Vorbehaltsaufgaben des WP/vBP

    WPK, Mitteilung vom 30.10.2019

    Die WPK stellt ihren Mitgliedern eine möglichst umfassende Übersicht zu den Tätigkeiten zur Verfügung, die dem Berufsstand der WP/vBP vorbehalten sind (Vorbehaltsaufgaben). Aufgrund des sehr umfangreichen gesetzlichen Regelungswerks in Deutschland – insbesondere auch auf Landesebene – erhebt die Übersicht keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

    Nachfolgend noch einige Hinweise zum Vorgehen:

    • Der Begriff „Vorbehaltsaufgabe“ ist weder in der WPO noch in der Berufssatzung WP/vBP definiert, lässt sich jedoch aus § 48 Abs. 1 Satz 1 WPO ableiten. Danach sind WP/vBP zur Siegelführung verpflichtet, wenn sie Erklärungen abgeben, die ihnen gesetzlich vorbehalten sind. § 19 Abs. 1 Satz 1 BS WP/vBP wiederholt diesen Grundsatz.
    • Rechtsnormen von untergeordneter Bedeutung bleiben in der Übersicht unberücksichtigt (z. B. Landwirtschafts-Altschuldenverordnung).
    • Sofern das Prüfungsrecht auch einem Prüfungsverband oder einer Prüfungsstelle zusteht (d. h. nicht nur einem WP), wird die Leistung grundsätzlich als Vorbehaltsaufgabe eingestuft.
    • •Hingegen liegt keine Vorbehaltsaufgabe vor, wenn neben WP auch sonstige Personen (wie z. B. Sachverständige), die öffentlich bestellt oder zugelassen worden sind, als geeignete Prüfer genannt sind (z. B. § 18 HeimsicherungsV).
    • Die Prüfung von Jahresabschlüssen kommunaler Einrichtungen oder Betriebe erfolgt in der Regel durch die Rechnungsprüfungsämter, in einigen Bundesländern können auch Wirtschaftsprüfer hiermit beauftragt werden.

    Die Übersicht hat rein unterstützende Funktion und kann eine einzelfallabhängige Befassung mit dem Thema Vorbehaltsaufgabe nicht ersetzen.

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  • Am 25.10.2019 verabschiedete das Deutsche Rechnungslegungs-Standards Committee e.V. den Deutschen Rechnungslegungs-Änderungsstandards Nr. 9. Die Änderungen betreffen DRS 17 Berichterstattung über die Vergütung der Organmitglieder sowie DRS 20 Konzernlagebericht und ergeben sich aus dem noch nicht in Kraft getretenen Gesetz zur Umsetzung der Zweiten Aktionärsrechte-Richtlinie. Darauf weist die WPK hin.

    DRSC: DRÄS 9 zu Änderungen an DRS 17 und DRS 20 infolge des ARUG II verabschiedet

    WPK, Mitteilung vom 30.10.2019

    Am 25. Oktober 2019 verabschiedete das Deutsche Rechnungslegungs-Standards Committee e.V. (DRSC) den Deutschen Rechnungslegungs-Änderungsstandards Nr. 9 (DRÄS 9). Die Änderungen betreffen DRS 17 Berichterstattung über die Vergütung der Organmitglieder sowie DRS 20 Konzernlagebericht und ergeben sich aus dem noch nicht in Kraft getretenen Gesetz zur Umsetzung der Zweiten Aktionärsrechte-Richtlinie, kurz ARUG II. Die Fachausschüsse des DRSC gehen allerdings davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit von Änderungen am Gesetzesentwurf mit Auswirkungen auf DRS 17 und DRS 20 sehr gering ist.

    Die Änderungen an DRS 17 und DRS 20 stehen unter dem Vorbehalt, dass die im Regierungsentwurf (BT-Drucksache 19/9739 vom 29. April 2019) enthaltenen Änderungen betreffend den (Konzern-)Anhang und (Konzern-)Lagebericht deckungsgleich in das endgültige ARUG II einfließen. Da noch ungewiss ist, welchen Erstanwendungszeitpunkt das Gesetz vorsehen wird, enthält DRÄS 9 insoweit kein konkretes Datum.

    Die materiellen Änderungen betreffen im Wesentlichen:

    • Aufhebung der in DRS 17 (geändert 2010) speziell für börsennotierte Mutterunternehmen formulierten Transparenzvorgaben,
    • Erweiterung des Inhalts der in DRS 20 geregelten Konzernerklärung zur Unternehmensführung und
    • Aktualisierung der Verweise auf Paragrafen des Wertpapierhandelsgesetzes.

    Auf der Internetseite des DRSC steht eine detaillierte Darstellung der gegenüber dem Entwurf vorgenommenen Änderungen zur Verfügung. Weiterführende Informationen können Sie zudem der Sitzungsunterlage des IFRS-Fachausschusses des DRSC entnehmen.

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  • Im Oktober 2019 hat das BMF die erste Nationale Risikoanalyse veröffentlicht. Verpflichtete des Geldwäschegesetzes, also auch WP/vBP, müssen bei der Erstellung ihrer eigenen Risikoanalyse die Ergebnisse der Nationalen Risikoanalyse berücksichtigen und ihre eigene Risikoanalyse gegebenenfalls anpassen. Darauf weist die WPK hin.

    Bekämpfung der Geldwäsche: Nationale Risikoanalyse ist zu beachten

    WPK, Mitteilung vom 28.10.2019

    Im Oktober 2019 hat das Bundesministerium der Finanzen die erste Nationale Risikoanalyse veröffentlicht. Verpflichtete des Geldwäschegesetzes, also auch WP/vBP, müssen bei der Erstellung ihrer eigenen Risikoanalyse die Ergebnisse der Nationalen Risikoanalyse berücksichtigen (vgl. § 5 Abs. 1 Satz 2 GwG) und ihre eigene Risikoanalyse gegebenenfalls anpassen.

    • Allgemein als größte Risikofelder im Bereich der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung werden in der Nationalen Risikoanalyse bewertet: anonyme Transaktionsmöglichkeiten, der Immobiliensektor, der Bankensektor (insbesondere im Rahmen des Korrespondenzbankgeschäfts und der internationalen Geldwäsche), grenzüberschreitende Aktivitäten und das Finanztransfergeschäft wegen der hohen Bargeldintensität.
    • Speziell sollten WP/vBP vor allem im Bereich Treuhand- und Anderkonten aufmerksam sein, da hier ein besonderes Geldwäscherisiko herrscht, vor allem im Zusammenhang mit Barzahlungen und Zahlungen aus dem Ausland/Risikoländern (vgl. 5.5.). Ein erhöhtes Geldwäscherisiko wurde auch bei sogenannten Share Deals festgestellt (vgl. 5.1.). Sofern WP/vBP in diesem Bereich bei Transaktionen eingebunden oder in der Ausgestaltung beratend tätig sind, sollten sie besonders wachsam sein. Ein besonderes Augenmerk sollte zudem auf das Risiko des Einsatzes von sogenannten Strohmannkonstruktionen gelegt werden, insbesondere im Immobilienbereich (vgl. 5.5.). Deswegen ist die korrekte Ermittlung des wirtschaftlich Berechtigten von essentieller Bedeutung.

    Im Dezember 2017 startete Deutschland seine erste Risikoanalyse im Bereich „Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung“, an der unter der Federführung des Bundesministeriums der Finanzen 35 Behörden des Bundes und der Länder beteiligt waren. Die Analyse dient dazu, bestehende sowie zukünftige Risiken bei der Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung in Deutschland zu erkennen und diese zu mindern. Das Risikobewusstsein soll bei allen Akteuren im öffentlichen wie im privatwirtschaftlichen Bereich weiter geschärft und der Informationsaustausch weiter intensiviert werden. Die Ergebnisse der Nationalen Risikoanalyse werden auch in der Gesetzgebung berücksichtigt.

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  • Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA (European Securities and Markets Authority) hat die gemeinsamen europäischen Prüfungsschwerpunkte (European Common Enforcement Priorities) für 2020 veröffentlicht, die kapitalmarktorientierte Unternehmen und deren Abschlussprüfer bei der Erstellung und Prüfung der IFRS-Abschlüsse für 2019 besonders berücksichtigen sollten. Darüber informiert die WPK.

    ESMA: Prüfungsschwerpunkte für 2020 veröffentlicht

    WPK, Mitteilung vom 24.10.2019

    Am 22. Oktober 2019 hat die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA (European Securities and Markets Authority) die gemeinsamen europäischen Prüfungsschwerpunkte (European Common Enforcement Priorities) für 2020 veröffentlicht, die kapitalmarktorientierte Unternehmen und deren Abschlussprüfer bei der Erstellung und Prüfung der IFRS-Abschlüsse für 2019 besonders berücksichtigen sollten.

    Bei den Prüfungsschwerpunkten handelt es sich um

    • spezielle Fragen im Zusammenhang mit der Anwendung von IFRS 16 Leasingverhältnisse (insb. hinsichtlich der Bestimmung der Mietdauer und des Abzinsungssatzes),
    • die Fortentwicklung der bereits in 2018 in Kraft getretenen Standards IFRS 9 Finanzinstrumente und IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden,
    • die Anwendung von IAS 12 Ertragsteuern hinsichtlich nicht genutzter steuerlicher Verluste.

    Darüber hinaus befasst sich die ESMA unter anderem mit

    • den Ausführungen zu nichtfinanziellen Informationen mit Schwerpunkt auf Umweltaspekten,
    • spezifischen Aspekten der ESMA-Leitlinien für alternative Leistungskennzahlen („Alternative Performance Measures“),
    • dem Umsetzungsstand hinsichtlich der Einführung des harmonisierten elektronischen Formats für die jährliche Finanzberichterstattung („European SingleReporting Format“ kurz ESEF) für Abschlüsse für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen, und
    • den unternehmerischen Herausforderungen im Zusammenhang mit dem bevorstehenden „Brexit“.

    Weitergehende Informationen zu den Prüfungsschwerpunkten sind auf der Internetseite der ESMA (PDF) verfügbar.

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