Wirtschaftsprüfung

  • Seit dem 1. Februar ist das Vereinigte Königreich nicht mehr Mitglied der Europäischen Union. Britische Abschlussprüfer gelten jedoch bis zum 31. Dezember 2020 als EU-Abschlussprüfer. Die WPK erläutert, wie der Status britischer Prüfer nach dem Brexit herzuleiten ist.

    WPK, Mitteilung vom 17.02.2020

    Seit dem 1. Februar ist das Vereinigte Königreich nicht mehr Mitglied der Europäischen Union. Britische Abschlussprüfer gelten jedoch bis zum 31. Dezember 2020 als EU-Abschlussprüfer.

    Rechtlicher Hintergrund

    Im europäischen Recht, insbesondere der Abschlussprüferrichtlinie und der Abschussprüferverordnung, im deutschen Recht, etwa der Wirtschaftsprüferordnung, und in untergesetzlichen Regelwerken, etwa Standards, wird vielfach zwischen EU-Abschlussprüfern und ausländischen Prüfern – zum Beispiel Drittstaatsprüfern – unterschieden.

    Der Status britischer Prüfer nach dem Brexit ist folgendermaßen herzuleiten:

    Europarecht

    Wegen der unabsehbaren Folgen des EU-Austritts haben die Europäische Union und das Vereinigte Königreich im Abkommen über den Austritt des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland aus der Europäischen Union und der Europäischen Atomgemeinschaft vereinbart, dass, sofern in diesem Abkommen nichts anderes bestimmt ist,

    • Unionsrecht während des Übergangszeitraums für das Vereinigte Königreich sowie im Vereinigten Königreich gilt (Art. 127 Abs. 1)
    • während des Übergangszeitraums alle Bezugnahmen auf Mitgliedstaaten in dem nach Absatz 1 geltenden Unionsrecht, einschließlich der Durchführung und Anwendung durch die Mitgliedstaaten, das Vereinigte Königreich einschließen (Art. 127 Abs. 6).

    Für Abschlussprüfer trifft das Abkommen keine abweichenden Bestimmungen.

    Der Übergangszeitraum beginnt am 1. Februar 2020 und endet am 31. Dezember 2020 (Art. 126). Eine Verlängerung des Übergangszeitraums ist möglich (Art. 132).

    Kraft dieser Vereinbarung gilt das Vereinigte Königreich damit weiterhin als Mitgliedstaat der Europäischen Union und gelten britische Abschlussprüfer als EU-Abschlussprüfer.

    Bundesrecht

    Das Bundesrecht differenziert an verschiedenen Stellen zwischen EU- oder EWR-Abschlussprüfern und ausländischen Prüfern. Die Wirtschaftsprüferordnung stellt Wirtschaftsprüfer und EU-Abschlussprüfer beispielsweise in § 28 WPO gleich; Angehörige ausländischer Prüferberufe hingegen nicht.

    Um Unsicherheiten zu vermeiden, hat der Bundesgesetzgeber den Gedanken des Abkommens übernommen.

    Nach § 1 Brexit-Übergangsgesetz gilt das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland während des im Austrittsabkommen vereinbarten Übergangszeitraums im Bundesrecht als Mitglied der Europäischen Union.

    Damit gelten britische Abschlussprüfer bis zum Ablauf des Übergangszeitraums als EU-Abschlussprüfer.

    Landesrecht und untergesetzliches Recht

    Soweit untergesetzliches Recht – etwa Standards etc. – zwischen EU-Abschlussprüfern und ausländischen Prüfern – etwa Drittstaatsprüfern – unterscheidet, gibt es bisher wohl keine dem Abkommen oder dem Brexit-Übergangsgesetz vergleichbaren Regelungen. Der Grundsatz der europarechtskonformen Auslegung und die Einheit der Rechtsordnung gebieten aber eine entsprechende Auslegung und Anwendung.

    Die WPK hatte die Auswirkungen eines Brexit auf den deutschen Berufsstand im WPK Magazin 1/2019 umfangreich dargestellt.

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  • Die WPK hat das WPK Magazin 1/2020 veröffentlicht.

    WPK, Mitteilung vom 14.02.2020

    Das WPK Magazin 1/2020 ist erschienen und steht zum Herunterladen als PDF sowie in der kostenlosen WPK Magazin App zur Verfügung.

    Über das komplette Heft hinaus stehen ergänzende Inhalte zu folgendem Beitrag des Hefts zum Download bereit:

    • S.26 – Stellungnahmen der WPK – Übertragung der Aufsicht über Finanzanlagenvermittler auf die BaFin – WPK setzt sich für die weitere Prüfung von Finanzanlagendienstleistern durch den Berufsstand ein

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  • Die Kommission für Qualitätskontrolle unterrichtet über die wichtigsten Beratungen aus der Sitzung am 31. Januar 2020.

    WPK, Mitteilung vom 04.02.2020

    Die Kommission für Qualitätskontrolle unterrichtet regelmäßig über ihre Tätigkeit. Im Folgenden sind die wichtigsten Beratungen aus der Sitzung am 31. Januar 2020 zusammengefasst.

    Am 17. Januar 2020 begann die 7. Amtsperiode der Kommission für Qualitätskontrolle. Wie in der vergangenen Amtsperiode besteht die Kommission aus 15 Mitgliedern. Sie hat ihre Geschäftsordnung mit redaktionellen Änderungen bestätigt und zur Organisation ihrer Aufgaben folgende entscheidungsbefugte Abteilungen gebildet

    • “Qualitätskontrollberichte I”
    • “Qualitätskontrollberichte II”
    • “Qualitätskontrollbericht III”
    • “Prüferauswahl und Registrierung von Prüfern für Qualitätskontrolle”
    • “Registereintragung und Anordnung von Qualitätskontrollen”
    • “Aus- und Fortbildung”
    • “Aufsicht”

    Die Besetzung der Abteilungen ist auf der Internetseite der WPK einsehbar.

    Tätigkeitsbericht der Kommission für Qualitätskontrolle für 2019

    Die Kommission für Qualitätskontrolle hat einen ersten Entwurf ihres Tätigkeitsberichtes für 2019 beraten. Die Beratungen werden in der kommenden Sitzung am 24. März 2020 fortgesetzt. Der Tätigkeitsbericht wird nach Billigung durch die APAS auf der Internetseite der WPK veröffentlicht.

    Durchsetzung wirksamer Qualitätskontrollen

    Die Kommission für Qualitätskontrolle hat vor dem Hintergrund der von der APAS formulierten kritischen Erfolgsfaktoren des Qualitätskontrollverfahrens (siehe Jahresberichte der APAS 2017 und 2018) und ihren aus Untersuchungen bei Prüfern für Qualitätskontrolle (Aufsicht) beziehungsweise Teilnahmen an Qualitätskontrollen gewonnen Erfahrungen über die konzeptionelle Weiterentwicklung dieser Instrumente beraten. Die Beratungen werden in den kommenden Sitzungen fortgeführt.

    Aus den Abteilungen der Kommission für Qualitätskontrolle

    Die Kommission für Qualitätskontrolle beriet in zwei Vorgängen über eine Information des Vorstandes. Ein Vorgang betraf einen möglichen Verstoß gegen das GwG, der andere eine gesetzliche Jahresabschlussprüfung, die ohne die erforderlichen Voraussetzungen (§ 319 Abs. 1 Satz 3 HGB) durchgeführt wurde. Der Vorstand wird über beide Vorgänge informiert.

    Des Weiteren wurde über die Konsequenzen von Untersuchungen der Kommission für Qualitätskontrolle bei zwei Prüfern für Qualitätskontrolle beraten. Beide Untersuchungen wurden mit Hinweisen an die Prüfer für Qualitätskontrolle abgeschlossen. Bei einem Prüfer für Qualitätskontrolle wurde beschlossen, die nächste Untersuchung bereits innerhalb eines Jahres durchzuführen.

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  • Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) hat ihren Tätigkeitsbericht 2019 vorgelegt. Im Jahr 2019 hat sie 86 Prüfungen (Vorjahr: 84) abgeschlossen, davon 79 Stichprobenprüfungen, sechs Anlassprüfungen und eine Prüfung, die auf Verlangen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) durchgeführt wurde. Darüber berichtet die WPK.

    WPK, Mitteilung vom 31.01.2020

    Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) hat ihren Tätigkeitsbericht 2019 vorgelegt. Dazu teilt sie in einer Presseinformation vom 30. Januar 2020 mit:

    Im Jahr 2019 hat die DPR 86 Prüfungen (Vorjahr: 84) abgeschlossen, davon 79 Stichprobenprüfungen, sechs Anlassprüfungen und eine Prüfung, die auf Verlangen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) durchgeführt wurde.

    Insgesamt lag die Fehlerquote im Jahr 2019 mit 20 % über dem Niveau des Vorjahres. Der Anstieg der Fehlerquote ist insbesondere dadurch begründet, dass mehr Anlassprüfungen als im Vorjahr abgeschlossen wurden, bei denen zudem in allen Fällen eine fehlerhafte Rechnungslegung festgestellt wurde. Ähnlich wie im Vorjahr haben 79 % der Unternehmen der Fehlerfeststellung der DPR zugestimmt.

    Im Rahmen des Enforcement der neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 15 und IFRS 9 kam es bislang nicht zur Feststellung einer fehlerhaften Rechnungslegung, es wurden aber Hinweise zur künftigen Rechnungslegung gegeben.

    Die Nachschau für das Jahr 2018 wurde erneut mit positiven Ergebnissen abgeschlossen: Die festgestellten Fehler wurden im nachfolgenden Abschluss, soweit erkennbar, korrigiert. Die von der DPR erteilten Hinweise wurden, wie in den vergangenen Jahren, von den Unternehmen umgesetzt.

    Vertreter der DPR haben sich auch im Jahr 2019 stark in der sich stetig intensivierenden europäischen Zusammenarbeit engagiert, insbesondere in den Bereichen APM und CSR-Berichterstattung.

    Angesichts der hohen Wertansätze von Geschäfts- und Firmenwerten in deutschen Konzernabschlüssen wird der Goodwill Impairment Test im Jahr 2020 wieder im Fokus der DPR-Prüfungen stehen. Das für Anfang 2020 angekündigte “Discussion Paper” des IASB zu dieser Thematik wird von der DPR mit Interesse erwartet.

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  • Die Wirtschaftsprüferkammer hat auf der Grundlage der zuletzt veröffentlichten Transparenzberichte eine Liste der Unternehmen von öffentlichem Interesse im Sinne des § 319a Abs. 1 HGB zusammengestellt.

    WPK, Mitteilung vom 31.01.2020

    Auf der Grundlage der zuletzt veröffentlichten Transparenzberichte hat die Wirtschaftsprüferkammer die nachfolgend zur Verfügung stehende Liste der Unternehmen von öffentlichem Interesse im Sinne des § 319a Abs. 1 HGB zusammengestellt.

    Die Wirtschaftsprüferkammer übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit, Richtigkeit und letzte Aktualität der Angaben.

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  • Die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex hat die neue Fassung des Kodex beim BMJV zur Prüfung eingereicht. Wesentliche inhaltliche Neuerungen betreffen insbesondere die Einführung von Grundsätzen zur Information über die wesentlichen rechtlichen Vorgaben für verantwortungsvolle Unternehmensführung. Darauf weist die WPK hin.

    WPK, Mitteilung vom 28.01.2020

    Am 23. Januar 2020 hat die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex die neue Fassung des Kodex beim Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz zur Prüfung eingereicht. In Kraft treten wird der Kodex, sobald er im Bundesanzeiger veröffentlicht ist.

    Wesentliche inhaltliche Neuerungen gegenüber der bisherigen 2017er-Fassung des Kodex betreffen insbesondere die Einführung von Grundsätzen zur Information über die wesentlichen rechtlichen Vorgaben für verantwortungsvolle Unternehmensführung. Einen Schwerpunkt setzt die Regierungskommission darüber hinaus in der Konkretisierung der Anforderungen an die Unabhängigkeit von Anteilseignern im Aufsichtsrat. So gibt die Kommission mit einem Kriterienkatalog Hilfestellung für die Beantwortung der Frage, wann ein Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat als nicht mehr unabhängig angesehen werden kann.

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  • Das International Accounting Standards Board (IASB) hat am 23. Januar 2020 Änderungen an IAS 1 betreffend einer begrenzten Anpassung der Beurteilungskriterien für die Klassifizierung von Schulden als kurzfristig oder langfristig verabschiedet. Darüber berichtet die WPK.

    WPK, Mitteilung vom 28.01.2020

    Das International Accounting Standards Board (IASB) hat am 23. Januar 2020 Änderungen an IAS 1 betreffend einer begrenzten Anpassung der Beurteilungskriterien für die Klassifizierung von Schulden als kurzfristig oder langfristig verabschiedet.

    Die Änderungen in IAS 1 betreffen nur den Ausweis von Schulden in der Darstellung der finanziellen Lage, nicht jedoch den Betrag oder Zeitpunkt der Erfassung von Vermögenswerten, Schulden, Aufwendungen oder Erträge oder entsprechende Angaben.

    Aufgrund der Änderungen wird vor allem erreicht, dass

    • die Klassifizierung als langfristige Schuld von den Rechten des Unternehmens zum Abschlussstichtag abhängt, die Erfüllung der Schuld um mindestens zwölf Monate nach Ende des Berichtszeitraums zu verschieben. Dieses Recht muss substanziell sein. Außerdem müssen etwaige Bedingungen für die Ausübung eines solchen Rechts am Abschlussstichtag erfüllt sein, anderenfalls handelt es sich um eine kurzfristige Schuld;
    • die tatsächliche Absicht des Managements, die Schuld innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag zu erfüllt, für die Klassifikation einer Schuld unerheblich ist und
    • sich die Erfüllung auf die Übertragung von Barmitteln, Eigenkapitaltiteln oder sonstigen Vermögenswerten oder Leistungen an die Gegenpartei bezieht.

    Die Änderungen sind ab dem 1. Januar 2022 anzuwenden. Eine vorzeitige Anwendung der Änderungen ist zulässig, setzt jedoch ein EU-Endorsement voraus.

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  • Der Vorstand der WPK informiert regelmäßig über seine Tätigkeit. Im Überblick sind Informationen zu den wichtigsten Beratungsergebnissen aus der Sitzung am 23.01.2020 zusammengefasst.

    WPK, Mitteilung vom 28.01.2020

    Der Vorstand der WPK informiert regelmäßig über seine Tätigkeit. Im Folgenden sind Informationen zu den wichtigsten Beratungsergebnissen aus der Sitzung am 23. Januar 2020 zusammengefasst.

    Vorschläge des IDW zur Änderung des Berufsrechts der Wirtschaftsprüfer

    Das IDW hat dem BMWi mit Schreiben vom 19. Dezember 2019 diverse Vorschläge zur Änderung des Berufsrechts der Wirtschaftsprüfer übersandt (unter anderem zur Öffnung des Gesellschafterkreises von WPG für Personen aus anderen Fachgebieten). Der Vorstand hat die Vorschläge des IDW im Einzelnen erörtert, mit den Regelungsvorschlägen der WPK abgeglichen und geprüft, ob weiterer Handlungsbedarf besteht.

    Gesetz zur Einführung einer Pflicht zur Mitteilung grenzüberschreitender Steuergestaltungen

    Nach dem Inkrafttreten des Gesetzes hat der Vorstand Bilanz gezogen, inwieweit die berufspolitischen Ziele der WPK im Gesetzgebungsverfahren erreicht worden sind. Dies ist ganz überwiegend der Fall.

    So konnten Meldepflichten für Abschlussprüfer sowie für nationale Steuergestaltungen verhindert werden. Zudem wurde erreicht, dass eine Verordnungsermächtigung zur Festlegung nicht meldepflichtiger Sachverhalte in das Gesetz aufgenommen wurde. Fallgestaltungen zur Aufnahme in eine entsprechende Whitelist wurden dem Finanzausschuss des Deutschen Bundestages bereits übermittelt. Zum Übergang der Mitteilungspflicht auf den Nutzer bei einem nicht von der Schweigepflicht entbundenen Intermediär wurde lediglich ein Kompromiss in das Gesetz aufgenommen. Auch insoweit ist es aber gelungen, der beruflichen Verschwiegenheit Geltung zu verschaffen.

    Jahresbericht “Die WPK 2019”

    Der Vorstand hat das Rahmenkonzept für den Jahresbericht 2019 der WPK beraten und beschlossen.

    Kammerversammlung 2020

    Der Vorstand hat den aktualisierten Projektplan zur zentralen Kammerversammlung am 15. Mai 2020 in Berlin erörtert. Als Gastredner haben Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg) und Prof. Dr. Bernhard Pellens (Ruhr-Universität Bochum) zugesagt. Die Einladungen wurden in der zweiten Kalenderwoche dieses Jahres versendet. Daneben ist eine News mit Details zur Kammerversammlung sowie zum Get-together im GOLVET Restaurant am Vorabend auf der WPK-Internetseite am 8. Januar 2020 erschienen und wurde im WPK-Newsletter vom 9. Januar 2020 gestreut. Parallel hierzu finden weitere Werbemaßnahmen statt.

    Veröffentlichung einer Liste der Unternehmen von öffentlichem Interesse

    Als Serviceleistung für den Berufsstand und die interessierte Öffentlichkeit hat sich der Vorstand auf eine Anfrage aus dem Berufsstand hin dafür ausgesprochen, eine Liste der Unternehmen von öffentlichem Interesse zu veröffentlichen. Die Liste ist retrospektiv, ihr liegen Transparenzberichte zu Grunde und sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit/Richtigkeit.

    Prüfungsausschüsse Prüfungsfachwirt (WPK)

    Die WPK hatte Ende 2019 auf Ihrer Internetseite einen Aufruf veröffentlicht, um Mitglieder für die neu einzurichtenden Prüfungsausschüsse für die Prüfung zum Fachwirt Wirtschaftsprüfung (WPK) zu gewinnen. Hierzu haben sich 64 Interessenten aus dem Berufsstand gemeldet, die als Beauftragte der Arbeitgeber aktiv werden möchten.

    Der Vorstand hat in der Sitzung einen Kriterienkatalog für die von der WPK zu benennenden Berufsangehörigen entwickelt, welcher der Auswahlentscheidung zugrunde gelegt werden soll.

    Die ersten (schriftlichen) Prüfungen sollen in der Woche vom 23. bis zum 27. November 2020 stattfinden. Die WPK wird in den nächsten Tagen ein Merkblatt zu der Prüfung veröffentlichen.

    Neue digitale Angebote der WPK

    Die WPK-Geschäftsstelle hat die folgenden digitalen Angebote entwickelt und auf der WPK-Internetseite bzw. im internen Mitgliederbereich “Meine WPK” eingestellt:

    • Beitragsermäßigung wegen hohen Alters beantragen
    • Mitgliedsbescheinigung ausstellen
    • Bestellung/Wiederbestellung WP/vBP beantragen
    • Beauftragung einer Qualitätskontrolle mitteilen
    • Tätigkeit als gesetzlicher Abschlussprüfer anzeigen
    • Prüfervorschlag für eine Qualitätskontrolle einreichen
    • Netzwerk melden

    Der Vorstand bewertet diese digitalen Angebote positiv. Dieses Serviceangebot für den Berufsstand bringt auch für die WPK-Geschäftsstelle Effizienzgewinne. Die digitalen Angebote sollen weiter ausgebaut werden.

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  • Am 22. Januar 2020 hat das Bundeskabinett den Regierungsentwurf eines Gesetzes zur weiteren Umsetzung der Transparenzrichtlinie-Änderungsrichtlinie im Hinblick auf ein einheitliches elektronisches Format für Jahresfinanzberichte (sog. ESEF-UG) beschlossen. Die WPK weist auf die Veränderungen gegenüber dem Referentenentwurf hin.

    Kritik an der Aufstellungslösung wurde vernommen – nun doch Offenlegungslösung
    WPK, Mitteilung vom 28.01.2020

    Am 22. Januar 2020 hat das Bundeskabinett den Regierungsentwurf eines Gesetzes zur weiteren Umsetzung der Transparenzrichtlinie-Änderungsrichtlinie im Hinblick auf ein einheitliches elektronisches Format für Jahresfinanzberichte (sog. ESEF-UG) beschlossen und am Folgetag veröffentlicht.

    Die wesentlichen Veränderungen gegenüber dem Referentenentwurf:

    • Anstelle der ursprünglich in § 264 HGB vorgesehenen Aufstellungslösung hat sich das BMJV nun doch für eine weniger in den Aufstellungsprozess der Unternehmen eingreifende Offenlegungslösung entschieden (§ 328 HGB-E).
    • Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung ist nun in § 317 Abs. 3b HGB-E explizit auch eine Prüfung des Offenlegungsformats vorgesehen. Aus der Gesetzesbegründung ergibt sich, dass der Abschlussprüfer insoweit zu beurteilen hat, ob die Wiedergaben in allen wesentlichen Belangen “ESEF-konform” erstellt worden sind.
    • In einem besonderen Abschnitt des Bestätigungsvermerks ist über das Ergebnis der Prüfung zu berichten (§ 322 Abs. 1 HGB-E).
    • Die ursprünglich vorgesehene elektronische Signatur von Bilanzeid und Abschluss wird nicht weiter verfolgt. Stattdessen ist nun eine schriftliche Entsprechenserklärung beizufügen, die dann Bestandteil der ESEF-Offenlegung werden soll.

    Zudem wird in der Begründung zum Regierungsentwurf eingeräumt, dass die im Referentenentwurf geschätzten Kosten für die Unternehmen deutlich zu gering ausgefallen sind. Folglich legt die Bundesregierung in ihrer Ex-ante-Betrachtung die jeweils oberen Schätzwerte der ESMA zugrunde.

    Zusätzliche Prüfungskosten waren in der Kostenschätzung des Referentenentwurfs nicht angesetzt. Aufgrund der Rückmeldungen der Organisationen wird im Regierungsentwurf nun ein voraussichtlicher durchschnittlicher Mehraufwand je Prüfung in Höhe von 25.000 Euro geschätzt.

    Zum Hintergrund

    Mit Wirkung zum 1. Januar 2020 müssen kapitalmarktorientierte Unternehmen ihre Jahresfinanzberichte im ESEF-Format erstellen. Damit sollen die Jahresfinanzberichte leichter zugänglich gemacht, analysiert und verglichen werden können.

    Im Referentenentwurf war ursprünglich vorgesehen, dass Inlandsemittenten bereits den handelsrechtlichen Jahresabschluss sowie den Lagebericht nach Maßgabe der ESEF-Verordnung aufzustellen haben.

    Die WPK hat am 11. Oktober 2019 gegenüber dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) und dem Bundesministerium der Finanzen (BMF) eine Stellungnahme zum Referentenentwurf abgegeben. Darin weist die WPK darauf hin, dass der Referentenentwurf einen Paradigmenwechsel darstellt, da die Anforderungen für das Offenlegungsformat der nach dem WpHG zu veröffentlichenden Jahresfinanzberichte bereits für die Aufstellung handelsrechtlicher Abschlüsse und Lageberichte vorgeschrieben werden sollen. Sowohl für die betroffenen Unternehmen als auch deren Abschlussprüfer wäre dies mit erheblichen Belastungen verbunden.

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