Wirtschaftsprüfung

  • Die Bundesregierung hat anlässlich der Corona-Krise ein weiteres Programm aufgelegt, um mittelständische Unternehmen in Deutschland mit weitreichenden Kredithilfen zu unterstützen. Das neue Programm „KfW-Schnellkredit 2020“ wird zu 100 % von der Haftung freigestellt. Dazu weist die WPK auf Einzelheiten hin.

    Noch schnellere Unterstützung mittelständischer Unternehmen mit dem neuen Programm „KfW-Schnellkredit 2020“

    WPK, Mitteilung vom 07.04.2020

    Die Bundesregierung hat am 6. April 2020 ein weiteres Programm aufgelegt, um mittelständische Unternehmen in Deutschland mit weitreichenden Kredithilfen zu unterstützen. Auf der Basis des am 3. April 2020 von der EU-Kommission veröffentlichten angepassten Beihilfenrahmens (Temporary Framework) führt die Bundesregierung KfW-Schnellkredite für den Mittelstand ein.

    Das Programm wendet sich an kleine und mittlere Unternehmen, die jetzt sehr schnell Unterstützung benötigen und auf andere Bedingungen abstellt als die anderen Hilfen der Bundesregierung, die weiterhin bestehen bleiben.

    Das neue Programm „KfW-Schnellkredit 2020″ wird zu 100 % von der Haftung freigestellt. Damit schafft die Bundesregierung die Voraussetzungen dafür, dass die Kredite rasch und unkompliziert von den Hausbanken bereitgestellt werden können.

    Die KfW-Schnellkredite für den Mittelstand umfassen im Kern folgende Maßnahmen:

    Unter der Voraussetzung, dass ein mittelständisches Unternehmen im Jahr 2019 oder im Durchschnitt der letzten drei Jahre einen Gewinn ausgewiesen hat, soll ein „Sofortkredit“ mit folgenden Eckpunkten gewährt werden:

    • Der Schnellkredit steht mittelständischen Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten zur Verfügung, die mindestens seit 1. Januar 2019 am Markt aktiv gewesen sind.
    • Das Kreditvolumen pro Unternehmen beträgt bis zu drei Monatsumsätzen des Jahres 2019, maximal 800.000 Euro für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl über 50 Mitarbeitern, maximal 500.000 Euro für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl von bis zu 50.
    • Das Unternehmen darf zum 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten gewesen sein und muss zu diesem Zeitpunkt geordnete wirtschaftliche Verhältnisse aufweisen.
    • Zinssatz von aktuell 3 % mit einer Laufzeit von zehn Jahren.
    • Die Bank erhält eine Haftungsfreistellung von 100 % durch die KfW, abgesichert durch eine Garantie des Bundes.
    • Die Kreditbewilligung erfolgt ohne weitere Kreditrisikoprüfung durch die Bank oder die KfW. Hierdurch kann der Kredit schnell bewilligt werden.

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  • In einem gemeinsamen Schreiben an Bundesfinanzminister Olaf Scholz haben der Präsident der BStBK, Prof. Dr. Hartmut Schwab, und der Präsident der WPK, Gerhard Ziegler, im Rahmen eines 9 Punkte-Plans gefordert, das Maßnahmenpaket der Bundesregierung anlässlich der Corona-Krise schnell und bürokratiearm auszuweiten.

    Coronavirus: 9 Punkte-Plan der BStBK und der WPK

    WPK, Mitteilung vom 07.04.2020

    In einem gemeinsamen Schreiben an Bundesfinanzminister Olaf Scholz haben der Präsident der Bundessteuerberaterkammer (BStBK), Prof. Dr. Hartmut Schwab, und der Präsident der Wirtschaftsprüferkammer (WPK), Gerhard Ziegler, am 07.04.2020 im Rahmen eines 9 Punkte-Plans gefordert, das Maßnahmenpaket der Bundesregierung schnell und bürokratiearm auszuweiten.

    Bei vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen komme es aufgrund der Coronakrise zu erheblichen Beeinträchtigungen im Betriebsablauf und zu existenzgefährdenden Liquiditätsengpässen. Dadurch würden zahlreiche Arbeitsplätze gefährdet.

    Die Präsidenten begrüßen ausdrücklich das Schreiben des BMF und den gleichlautenden Erlass der obersten Finanzbehörden der Länder vom 19. März 2020 zu den steuerlichen Maßnahmen zur Berücksichtigung der Auswirkungen des Coronavirus als richtigen und wichtigen Schritt, um die wirtschaftlichen Folgen für Unternehmen abzumildern.

    Liquidität und Überleben kleiner und mittelständischer Unternehmen sichern

    Mit den von der BStBK und der WPK angeregten zusätzlichen Maßnahmen im Rahmen des 9 Punkte-Planes soll kurzfristig die Liquidität und mittelfristig das Überleben insbesondere kleiner und mittelständischer Unternehmen gesichert werden. Ziel müsse es in dieser angespannten Situation sein, den Handlungsspielraum für Unternehmen zu stabilisieren und für einen begrenzten Zeitraum gesetzliche Grundlagen zu schaffen, die gewährleisten, dass Unternehmen, ihre Berater und die Finanzverwaltung arbeitsfähig bleiben.

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  • Am 27.03.2020 wurde das „Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht“ im Bundesgesetzblatt verkündet. Es enthält unter anderem Regelungen zur Abmilderung der Folgen der aktuellen Coronavirus-Pandemie im Hinblick auf das Insolvenzrecht, das Gesellschaftsrecht und auf Kleinstunternehmen. Die WPK weist hierzu auf Einzelheiten hin.

    Gesetz zur Abmilderung der Folgen im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht in Kraft getreten

    WPK, Mitteilung vom 03.04.2020

    Am 27. März 2020 wurde das „Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht“ im Bundesgesetzblatt verkündet. Es enthält unter anderem Regelungen zur Abmilderung der Folgen der aktuellen Coronavirus-Pandemie im Hinblick auf das Insolvenzrecht, das Gesellschaftsrecht und auf Kleinstunternehmen.

    Regelungen für insolvenzgefährdete Unternehmen

    Die Pflicht zur Insolvenzantragstellung ist unter Einhaltung bestimmter Voraussetzungen bis zum 30. September 2020 ausgesetzt. Dies gilt nur dann, wenn die Insolvenzreife auf den Folgen der Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus beruht oder wenn keine Aussichten darauf bestehen, eine bestehende Zahlungsunfähigkeit zu beseitigen.

    Bei zwischen dem 28. März 2020 und dem 28. Juni 2020 gestellten Gläubigerinsolvenzanträgen setzt die Eröffnung des Insolvenzverfahrens voraus, dass der Eröffnungsgrund bereits am 1. März 2020 vorlag.

    Für die Zeit der Aussetzung wird das Zahlungsverbot derart gelockert, dass den jeweiligen Betrieben die Aufrechterhaltung des ordnungsgemäßen Geschäftsbetriebs ermöglicht wird.

    Die neuen Regelungen gelten rückwirkend zum 1. März 2020.

    Erleichterungen im Gesellschaftsrecht

    Damit die derzeitigen Versammlungsverbote nicht zur Einschränkung oder gar zum Wegfall der Handlungsunfähigkeit führen, wurden Erleichterungen zur Beschlussfassung durch Organe von Kapitalgesellschaften, Genossenschaften, Vereinen und Wohnungseigentümergemeinschaften geschaffen.

    Für die Eintragung einer Umwandlung genügt es, wenn die Bilanz maximal zwölf Monate zuvor aufgestellt wurde.

    Publikumsgesellschaften (AG, KGaA, SE) wird ermöglicht, die Hauptversammlung 2020 rein virtuell abzuhalten.

    Die Regelungen hierzu gelten ab dem 27. März 2020.

    Erleichterungen für Kleinstunternehmen

    Kleinstunternehmen werden bestimmte Leistungsverweigerungsrechte eingeräumt. Dies gilt für „alle wesentlichen Dauerschuldverhältnisse“. Damit sind diejenigen gemeint, die zur Eindeckung mit Leistungen zur angemesseneren Fortsetzung des Erwerbsbetriebes erforderlich sind.

    Auch können Vermieter ein Mietverhältnis über Grundstücke oder über Räume nicht allein aus dem Grund kündigen, dass der Mieter im Zeitraum vom 1. April 2020 bis 30. Juni 2020 trotz Fälligkeit die Miete nicht leistet, sofern die Nichtleistung auf den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie beruht.

    Die Regelungen hierzu gelten ab dem 1. April 2020.

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  • Die WPK weist darauf hin, dass die neue Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde und dass sich die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex neu aufgestellt hat.

    Neuer Kodex im Bundesanzeiger veröffentlicht – Neue Zusammensetzung der Kommission

    WPK, Mitteilung vom 02.04.2020

    Am 20. März 2020 wurde die neue Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex im Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Neuerungen waren bereits unter „Neu auf WPK.de“ vom 28. Januar 2020 dargestellt.

    Darüber hinaus gab die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex bekannt, dass sie sich unter der Führung von Prof. Rolf Nonnenmacher nach Abschluss der Reform des Kodex mit Wirkung zum 1. April 2020 neu aufgestellt hat. Die Namen der neuen Mitglieder sind der Pressemitteilung auf der Internetseite der Regierungskommission zu entnehmen.

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  • In einem Schreiben an den Deutschen Bundestag und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales regt die WPK an, die Zahlungen von Insolvenzgeld temporär von drei auf sechs Monate zu verlängern.

    Coronavirus: WPK regt Verlängerung der Insolvenzgeldzahlungen an

    WPK, Mitteilung vom 30.03.2020

    In einem Schreiben an den Deutschen Bundestag und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales regt die WPK an, die Zahlungen von Insolvenzgeld temporär von drei auf sechs Monate zu verlängern.

    Die WPK begrüßt den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Abmilderung der Folgen der Coronavirus-Pandemie im Insolvenzrecht als einen wichtigen und notwendigen Baustein, um die deutsche Wirtschaft in dieser schwierigen Phase zu stärken und Arbeitsplätze zu sichern. Es ist allerdings zu befürchten, dass trotz Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bis zum 30. September 2020 dennoch viele klein- und mittelständische Unternehmen allein aufgrund der Pandemie den Gang in die Insolvenz antreten müssen.

    Eine Verlängerung der Insolvenzgeldzahlungen kann in diesen Fällen Unternehmen mit positiven Sanierungsaussichten eine Betriebsfortführung erleichtern, was zu einem höheren Anteil erfolgreicher Sanierungen führen sollte. Zudem erhöht diese Maßnahme die Sicherheit für die Arbeitnehmer.

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  • Die Kommission für Qualitätskontrolle informiert über die wichtigsten Beratungen aus der als Telefonkonferenz durchgeführten Sitzung am 24. März 2020

    Bericht über die Sitzung der Kommission für Qualitätskontrolle am 24. März 2020

    WPK, Mitteilung vom 27.03.2020

    Die Kommission für Qualitätskontrolle unterrichtet regelmäßig über ihre Tätigkeit. Im Folgenden sind die wichtigsten Beratungen aus der als Telefonkonferenz durchgeführten Sitzung am 24. März 2020 zusammengefasst.

    Tätigkeitsbericht der Kommission für Qualitätskontrolle für 2019

    Die Kommission für Qualitätskontrolle hat ihren Tätigkeitsbericht für 2019 abschließend beraten. Der Bericht wird nach Billigung durch die Abschlussprüferaufsichtsstelle auf der Internetseite der WPK veröffentlicht, Vorstand und Beirat erhalten ihn zur Kenntnis.

    Die Kommission für Qualitätskontrolle wertete 2019 insgesamt 413 Qualitätskontrollberichte aus (Vorjahr: 710) und beschloss nach 56 Qualitätskontrollen (rund 14 %, Vorjahr: 11 %) Maßnahmen (Auflagen, Sonderprüfungen und Löschungen als Abschlussprüfer aus dem Berufsregister).

    Im Jahr 2019 wurden 144 Praxen als gesetzlicher Abschlussprüfer in das Berufsregister eingetragen. 206 Praxen wurden als Abschlussprüfer aus dem Berufsregister gelöscht, davon 161 Praxen nach Verzicht auf die Eintragung.

    Die Vorstandsabteilung Berufsaufsicht wurde im Jahr 2019 nach 17 Qualitätskontrollen und anderen Vorgängen informiert. Die Informationen betrafen überwiegend fachliche Fehlleistungen sowie das Prüfen ohne Befugnis.

    Hinweise der Kommission für Qualitätskontrolle

    Der Ausschuss der Kommission für Qualitätskontrolle „Grundsätze QK“ berichtete über seine Beratungen der Entwürfe der Hinweise der Kommission für Qualitätskontrolle zur „Berichterstattung über eine Qualitätskontrolle“ sowie zur „Durchführung und Dokumentation über eine Qualitätskontrolle“. An dieser Sitzung nahmen auch Vorstandsmitglieder als Gäste teil. Der Ausschuss plant, die Entwürfe der Hinweise nach seiner nächsten Sitzung der Kommission für Qualitätskontrolle zur Beratung und Beschlussfassung vorzulegen.

    Im Weiteren plant der Ausschuss „Grundsätze QK“, den Hinweis der Kommission für Qualitätskontrolle zur „Prüfung eines Qualitätssicherungssystems unter besonderer Berücksichtigung kleiner Praxen“ zu überarbeiten.

    Fristen des Qualitätskontrollverfahrens

    Aufgrund der derzeitigen Ausgangsbeschränkungen hat die Kommission für Qualitätskontrolle beraten, wie mit Fristen des Qualitätskontrollverfahrens – vorbehaltlich der weiteren, konkreten Entwicklung – verfahren werden soll. Hierzu wird auf die aktuelle Berichterstattung der WPK zum Coronavirus (SARS‑CoV‑2) verwiesen.

    Aus den Abteilungen der Kommission für Qualitätskontrolle

    In der Sitzung war für drei gemischte Praxen (Prüfer eines Unternehmens von öffentlichem Interesse) über den Abschluss der Auswertung des Qualitätskontrollberichtes beziehungsweise die Anordnung der nächsten Qualitätskontrolle nach einer Anzeige der wesentlichen Änderung von Art und Umfang der prüferischen Tätigkeit zu beraten.

    Darüber hinaus beriet die Kommission für Qualitätskontrolle über die Löschungen von Eintragungen als gesetzlicher Abschlussprüfer aus dem Berufsregister wegen wesentlicher Mängel des Qualitätssicherungssystems und nach einem Widerruf des Prüfungsurteils durch den Prüfer für Qualitätskontrolle. Weiter wurde über einen Widerspruch gegen die Bemessung der Frist für die nächste Qualitätskontrolle beraten.

    Aufsicht über Prüfer für Qualitätskontrolle

    Die Kommission für Qualitätskontrolle führt die Aufsicht über die Prüfer für Qualitätskontrolle durch. Sie hat über die Ergebnisse von zwei Aufsichten beraten. Die Prüfer für Qualitätskontrolle erhalten Hinweise im Hinblick auf ihr prüferisches Vorgehen (Nachvollziehen und Würdigung der Entscheidungen und Feststellungen des Abschlussprüfers) und auf eine Verbesserung der Dokumentation ihrer Prüfungshandlungen sowie ihrer Prüfungsfeststellungen und deren Würdigung.

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  • Die WPK weist auf die vom Bundesverband der Freien Berufe zusammengestellten Übersichten der bundesweiten und länderspezifischen Hilfen für Freiberufler in der Corona-Krise hin.

    Coronavirus: BFB-Übersichten zu bundesweiten und länderspezifischen Hilfen für Freiberufler

    WPK, Mitteilung vom 27.03.2020

    Der Bundesverband der Freien Berufe (BFB) hat am 26. März 2020 Übersichten der bundesweiten und länderspezifischen Hilfen für Freiberufler in der Corona-Krise zur Verfügung gestellt.

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  • Die WPK hat das Bundesamt für Justiz und dem Bundesjustizministerium gebeten, mit Fristversäumnissen bei Offenlegungsfristen unbürokratisch umzugehen.

    Coronavirus: WPK regt unbürokratischen Umgang mit Verstößen gegen Offenlegungspflichten nach § 325 HGB an

    WPK, Mitteilung vom 26.03.2020

    Am 25. März 2020 hat die WPK das Bundesamt für Justiz und dem Bundesjustizministerium gebeten, mit Fristversäumnissen bei Offenlegungsfristen unbürokratisch umzugehen.

    Mitglieder haben uns darauf aufmerksam gemacht, dass dieser Tage bei zahlreichen Mandantenunternehmen die mit der Androhung eines Ordnungsgelds gesetzte Sechswochenfrist zur Nachholung ihrer gesetzlichen Pflicht zur Offenlegung verstreicht. Dies hat nach dem – elektronisch automatisierten und nicht durch ein behördliches Ermessen ausgestalteten – Verfahrensgang die Festsetzung des Ordnungsgelds unter erneuter Fristsetzung und Androhung eines Ordnungsgelds zur Folge.

    Aufgrund der aktuell sehr angespannten Lage infolge der allgemeinen Gesundheitsgefährdung durch die Corona-Pandemie ist es den weitaus meisten Unternehmen derzeit nicht möglich, eine fristgerechte Offenlegung zu gewährleisten.

    Der Gesetzgeber sieht für derartige Fälle einer unverschuldeten Hinderung der Verpflichteten die antragsgebundene Möglichkeit einer Wiedereinsetzung in den vorigen Stand vor (§ 335 Abs. 5 HGB). Daher setzt sich die WPK dafür ein, die Widereinsetzungsregeln möglichst unbürokratisch anzuwenden.

    Die WPK schlägt vor, auf das Antragserfordernis zur Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu verzichten, indem für die Hochphase der Corona-Pandemie eine umfassende Unmöglichkeit der Erfüllung der Offenlegungspflichten fingiert und danach allgemein eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gewährt wird. Die versäumte Offenlegung wäre binnen sechs Wochen nach Wegfall des Hindernisses nachzuholen (§ 335 Abs. 5 Satz 6 HGB). Hier böte sich dann an, zu gegebener Zeit den Zeitpunkt öffentlich bekannt zu geben, an dem vom Wegfall des Hindernisses auszugehen ist. Da das gesamte Bundesgebiet betroffen ist, läge ein bundesweit einheitliches Datum nahe.

    Sollte dieser Weg nicht gangbar sein, sollte eine andere, möglichst unbürokratische Lösung gefunden werden.

    Aus Sicht der WPK ist es wichtig zu vermeiden, dass automatisiert weitere Fristen in Gang gesetzt sowie Ordnungsgelder festgesetzt und vollstreckt werden. Auch gilt es, die Verfahrenskosten zu vermeiden.

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  • Die Kommission für Qualitätskontrolle informiert über Auswirkungen des Coronavirus auf das Qualitätskontrollverfahren.

    Coronavirus: Auswirkungen auf das Qualitätskontrollverfahren und die Fortbildung der Prüfer für Qualitätskontrolle

    WPK, Mitteilung vom 25.03.2020

    Die Kommission für Qualitätskontrolle informiert über Auswirkungen des Coronavirus auf das Qualitätskontrollverfahren:

    Fristen für die Durchführung von Qualitätskontrollen

    Aufgrund der derzeitigen Ausgangsbeschränkungen kann für eine Praxis die Situation eintreten, dass deren Qualitätskontrolle aus diesem Grund nicht fristgerecht durchgeführt werden kann.

    Die Kommission für Qualitätskontrolle möchte darauf hinweisen, dass die Rechtslage eine Verlängerung der Frist für eine Qualitätskontrolle über sechs Jahre hinaus nicht vorsieht, auch nicht im Billigkeitswege.

    Die Kommission für Qualitätskontrolle empfiehlt Praxen, deren Qualitätskontrolle bis zum 30. Juni 2020 abzuschließen ist, und die aufgrund der aktuellen Lage die Qualitätskontrolle nicht fristgerecht durchführen können, sich an die WPK zu wenden. Bitte stimmen Sie sich zuvor mit Ihrem Prüfer für Qualitätskontrolle ab.

    Fristüberschreitungen für bis zu drei Monate nach der für Ihre Praxis angeordneten Frist wird die Kommission für Qualitätskontrolle tolerieren, sofern diese Fristüberschreitungen auf die derzeitigen Ausgangsbeschränkungen zurückzuführen sind.

    Fortbildung der Prüfer für Qualitätskontrolle

    Prüfer für Qualitätskontrolle müssen alle drei Jahre eine spezielle Fortbildung absolvieren und dies der Kommission für Qualitätskontrolle nachweisen. Die derzeitigen Ausgangsbeschränkungen können zu Absagen von Fortbildungsveranstaltungen und deren Verlegung auf einen späteren Zeitpunkt führen, sodass Prüfer für Qualitätskontrolle vereinzelt ihre Pflicht zur Fortbildung aus diesem Grund nicht fristgerecht erfüllen können.

    Die Kommission für Qualitätskontrolle hat beschlossen, dass Prüfer für Qualitätskontrolle, die aufgrund der Absage oder Verlegung einer speziellen Fortbildungsveranstaltung unverschuldet nicht zeitgerecht ihrer Fortbildungsverpflichtung nachkommen können, diese innerhalb von sechs Monaten nach Ablauf ihres Dreijahreszeitraums nachholen können. Diese nachgeholte Fortbildung wird dem dann bereits abgelaufenen Dreijahreszeitraum angerechnet. Sie kann dann allerdings nicht mehr für den sich anschließenden Dreijahreszeitraum berücksichtigt werden.

    Fortbildungsveranstaltungen der WPK für Prüfer für Qualitätskontrolle

    Die Ausbildungsveranstaltungen der Kommission für Qualitätskontrolle am 25. und 26. Mai 2020 sowie die Fortbildungsveranstaltung am 26. Mai 2020 finden aus heutiger Sicht statt. Bitte informieren Sie sich jedoch auf unserer Internetseite , ob die Veranstaltungen angesichts aktueller Entwicklungen verlegt werden müssen.

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  • Um das Coronavirus einzudämmen, wird die Nutzung von Homeoffice empfohlen. WP-/vBP-Praxen stehen hierbei vor der Herausforderung, die Arbeitsfähigkeit zu erhalten und gleichzeitig die Datensicherheit zu gewährleisten. Da zurzeit allerdings kurzfristig Lösungen für mobiles Arbeiten geschaffen werden müssen, können nicht alle Anforderungen für IT-Sicherheit vollständig umgesetzt werden. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt einfache Maßnahmen, die ohne größeren Aufwand einen Grundstein für IT-Sicherheit im mobilen Arbeiten bilden können. Darauf weist die WPK hin.

    Coronavirus: Sicheres Arbeiten im Homeoffice

    WPK, Mitteilung vom 23.03.2020

    Um das Coronavirus einzudämmen, sind zwischenmenschliche Kontakte so weit wie möglich zu unterbinden. Eine hierfür empfohlene Maßnahme ist – wenn möglich – die Nutzung von Homeoffice. WP-/vBP-Praxen stehen hierbei vor der Herausforderung, die Arbeitsfähigkeit zu erhalten und gleichzeitig die Datensicherheit zu gewährleisten. Da zurzeit allerdings kurzfristig Lösungen für mobiles Arbeiten geschaffen werden müssen, können nicht alle Anforderungen für IT-Sicherheit vollständig umgesetzt werden.

    Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt folgende einfache Maßnahmen, die ohne größeren Aufwand einen Grundstein für IT-Sicherheit im mobilen Arbeiten bilden können:

    Klar geregelt

    Treffen Sie deutliche, unmissverständliche und verbindliche Regelungen zur IT-Sicherheit und zur Sicherheit Ihrer Daten in Papierform. Kommunizieren Sie diese schriftlich an alle Beteiligten.

    Hier gibt es nichts zu sehen

    Ergreifen Sie an ihrem Heimarbeitsplatz Maßnahmen, mit denen sich ein Sicherheitsniveau erreichen lässt, das mit einem Büroraum vergleichbar ist. Verschließen Sie Türen, wenn Sie den Arbeitsplatz verlassen, geben Sie Dritten keine Chancen durch einsehbare oder gar geöffnete Fenster.

    Eindeutige Verifizierung

    Sorgen Sie für eindeutige Kontaktstellen und Kommunikationswege, die von den Beschäftigten verifiziert werden können.

    Vorsicht Phishing

    Es können vermehrt Phishing-E-Mails auftreten, die die aktuelle Situation ausnutzen und versuchen werden, Ihre sensiblen Daten mit Hinweis auf Remote-Zugänge, das Zurücksetzen von Passwörtern etc. abzugreifen.

    VPN

    Idealerweise greifen Sie über einen sicheren Kommunikationskanal (zum Beispiel kryptografisch abgesicherte Virtual Private Networks, kurz: VPN) auf interne Ressourcen der Institution zu. Sofern Sie bisher keine sichere und skalierbare VPN-Infrastruktur haben, informieren Sie sich über mögliche Lösungen.

    Die aufgeführten Hinweise tragen der kurzfristigen Entwicklung um das Coronavirus Rechnung und sollten mittelfristig stetig weiterentwickelt und verbessert werden. Weitere Informationen hierzu stehen auf der Internetseite des BSI zur Verfügung.

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  • Die WPK hat das Bundesumweltministerium gebeten, sich bei den Landesvollzugsbehörden dafür einzusetzen, dass etwaige bußgeldbewährte Fristversäumnisse, die bei der Hinterlegung bzw. Vorlage von Nachweisen drohen, nicht zu Sanktionen führen.

    WPK, Mitteilung vom 19.03.2020

    Die WPK hat das Bundesumweltministerium gebeten, sich bei den Landesvollzugsbehörden dafür einzusetzen, dass etwaige bußgeldbewährte Fristversäumnisse, die bei der Hinterlegung bzw. Vorlage von Nachweisen drohen, nicht zu Sanktionen führen.

    Die WPK verweist auf eine Verlautbarung der BaFin vom 18. März 2020, die es Prüfern gestattet, vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie zunächst von Vor-Ort-Prüfungen abzusehen und mit der mitteilt wird, dass mögliche Fristverstöße von der BaFin nicht verfolgt werden.

    Anlass war eine E-Mail der “Zentrale Stelle Verpackungsregister” vom 17. März 2020 an Prüfer von Vollständigkeitserklärungen und Mengenstromnachweisen nach dem Verpackungsgesetz. Die E-Mail ließ das gebotene Augenmaß im Umgang mit der aktuellen Corona-Pandemie vermissen. So wurde u. a. darauf verwiesen, dass es sich um gesetzliche Fristen handele und eine verspätete Hinterlegung beziehungsweise Vorlage Ordnungswidrigkeiten darstellen, die von den Landesvollzugsbehörden mit einer Geldbuße geahndet werden können.

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  • Das International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) hat den ersten vollständigen Entwurf der unverbindlichen Leitlinien zur Anwendung des ISAE 3000 bei erweiterter externer Berichterstattung (Extended External Reporting – EER) veröffentlicht. Darauf weist die WPK hin.

     

    Entwurf unverbindlicher Leitlinien zur erweiterten externen Berichterstattung (Extended External Reporting – EER) veröffentlicht

    WPK, Mitteilung vom 18.03.2020

    Am 13. März 2020 hat das International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) den ersten vollständigen Entwurf der unverbindlichen Leitlinien zur Anwendung des ISAE 3000 bei erweiterter externer Berichterstattung (Extended External Reporting – EER) veröffentlicht.

    Zum Entwurf des ersten Teils der Leitlinien (Phase 1) hatte die WPK am 12. Juni 2019 eine Stellungnahme abgegeben. Darin begrüßt die WPK die Überlegungen des IAASB grundsätzlich, da die Leitlinien eine Hilfestellung für den Berufsstand bei der Anwendung des ISAE 3000 darstellen, der gegenwärtig der einzige Standard für die Durchführung betriebswirtschaftlicher Prüfungen ist. Allerdings wurde darauf hingewiesen, dass die bereits in Phase 1 sehr umfangreichen Leitlinien nicht zu einer weiteren Erhörung der Komplexität bei der Anwendung des ISAE 3000 führen dürften und dass zahlreiche Ausführungen möglicherweise als zusätzliche Anforderungen wahrgenommenen werden könnten.

    Ähnliche Kritikpunkte wurden von zahlreichen weiteren Teilnehmern geäußert. Dies hat das IAASB zu umfangreichen Anpassungen veranlasst. Dazu zählen beispielsweise die

    • sprachliche Überarbeitung und verbesserte graphische Aufarbeitung,
    • Verbreiterung des Anwendungsspektrums,
    • Verschiebung von Hintergrundinformationen (nun in Supplement A),
    • Beschränkung auf kürzere Beispiele in den Leitlinien; längere und zusätzliche Beispiele sind nun in Supplement B verortet und
    • Einführung von Verweisen auf bestehende Anforderungen im Standard, anstatt diese Anforderungen in den Leitlinien zu wiederholen.

    Stellungnahmen können gegenüber dem IAASB bis zum 13. Juli 2020 abgegeben werden. Die Unterlagen sind auf der Internetseite des IAASB erhältlich.

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  • Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht schafft aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie temporär die Möglichkeit, von Vor-Ort-Prüfungen abzusehen. Mögliche Fristverstöße werden in diesen Fällen von der BaFin nicht verfolgt. Das berichtet die WPK.

     

    BaFin: Prüfer können vorerst von Vor-Ort-Prüfungen absehen

    WPK, Mitteilung vom 18.03.2020

    Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) schafft aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie temporär die Möglichkeit, von Vor-Ort-Prüfungen (wie zum Beispiel im Rahmen der Jahresabschlussprüfung nach § 28 ff. KWG) abzusehen. Mögliche Fristverstöße werden in diesen Fällen von der BaFin nicht verfolgt.Die BaFin weist in ihrer Mitteilung ausdrücklich darauf hin, dass die Verpflichtung zur Durchführung gesetzlicher Prüfungen fortbesteht und zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen ist. Zudem haben die Unternehmen und Prüfer zunächst alle Möglichkeiten zur Durchführung einer Fernprüfung zu nutzen, bevor eine Prüfung unterbrochen wird. Eine förmliche Unterbrechungsanzeige ist in diesen Fällen allerdings nicht erforderlich.

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  • Der Vorstand der WPK informiert über die wichtigsten Beratungsergebnissen aus der Sitzung am 12. März 2020.

     

    Bericht über die Vorstandssitzung der WPK am 12. März 2020

    WPK, Mitteilung vom 16.03.2020

    Der Vorstand der WPK informiert regelmäßig über seine Tätigkeit. Im Folgenden sind Informationen zu den wichtigsten Beratungsergebnissen aus der Sitzung am 12. März 2020 zusammengefasst.

    Auswirkungen des Coronavirus

    Die Coronavirus-Pandemie (SARS‑CoV‑2) wird Einfluss auf die Aufstellung und Prüfung der Abschlüsse von Unternehmen haben. Die WPK wird sich beim Gesetzgeber dafür einsetzen, dass dadurch verursachte Fristversäumnisse nicht zu Sanktionen führen.

    Sitzungen von WPK-Gremien sollen zunächst für den Zeitraum bis 19. April 2020 grundsätzlich als Videokonferenzen durchgeführt werden. Teilnehmer sollen aber auch persönlich zugegen sein können, sofern gewünscht. Für die aktuell anstehenden Sitzungen von Gremien wird es jeweils gesonderte Informationen geben.

    Vorbereitung der Kammerversammlung am 15. Mai 2020

    Im Bewusstsein seiner gesamtgesellschaftlichen Verantwortung und in Sorge um die Gesundheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer beschloss der Vorstand vor dem Hintergrund der sich verdichtenden Meldungen zur Verbreitung der aktuellen Coronavirus-Pandemie, die Kammerversammlung am 15. Mai 2020 und das Vorabend-Get-together abzusagen (siehe dazu auch „Neu auf WPK.de“ vom 16. März 2020 ).

    Mitarbeiter-Beteiligungsmodell für Wirtschaftsprüfungsgesellschaften

    Der Vorstand der WPK hatte sich bereits in seiner Sitzung am 23. Januar 2020 mit dem Vorschlag des IDW zur Öffnung des Gesellschafterkreises befasst. Der IDW-Vorschlag sieht eine sehr weitgehende Öffnung für eine Beteiligung von Berufsfremden vor. In der aktuellen Sitzung des WPK-Vorstandes wurden die europäische Rechtslage und die Situation in anderen Mitgliedstaaten näher beleuchtet und ausgelotet, ob und wie ein Beteiligungsmodell für in der Gesellschaft Tätige (Mitarbeiter) befürwortet werden kann. Der Vorstand wird seine Beratungen in der nächsten Sitzung am 14. Mai 2020 fortsetzen.

    Zusammenführung der Prüferberufe

    Der Vorstand der WPK beriet das Ergebnis der IDW-Umfrage zur Zusammenführung der Prüferberufe. Er hält weiterhin an dem Projekt fest.

    Aktualisierung der Verlautbarung der WPK zur Anwendung der ISA

    Der Vorstand der WPK hat sich mit einer Vorlage des Ausschusses Rechnungslegung und Prüfung zur Anwendbarkeit der ISA in Deutschland befasst. Auf Grundlage der Beratungen wird die WPK eine aktualisierte Verlautbarung veröffentlichen ( „Neu auf WPK.de“ vom 13. März 2020 ).

    Beiratswahlen 2022

    Der Vorstand beschloss einen Aufruf zu starten, mit dem die Mitglieder nach Kandidaten für die unabhängige Wahlkommission befragt werden sollen. Aus den so gewonnenen Vorschlägen sollen dann die Mitglieder der unabhängigen Wahlkommission bestimmt werden.

    Innenrevision 2019

    Der Vorstand hat den Bericht zur Internen Revision bei der WPK für das Jahr 2019 zur Kenntnis genommen. Die Interne Revision kam zu dem Ergebnis, dass die Abläufe der WPK in den einzelnen Prüffeldern unter Berücksichtigung der gegebenen Hinweise und Empfehlungen ordnungsgemäß, wirtschaftlich und zweckmäßig sind. In wenigen Einzelfällen erfolgen Empfehlungen zur Optimierung von Prozessabläufen.

    Entwurf des Jahresabschlusses der WPK 2019 nebst Lagebericht

    In der Sitzung wurde der Entwurf des Jahresabschlusses beraten. Auf dieser Grundlage hat der Vorstand den Jahresabschluss der WPK für das Jahr 2019 nebst Lagebericht aufgestellt.

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  • Die WPK hat gegenüber dem Deutschen Bundestag zum Regierungsentwurf zur weiteren Umsetzung der Transparenzrichtlinie-Änderungsrichtlinie im Hinblick auf ein einheitliches elektronisches Format für Jahresfinanzberichte (ESEF) Stellung genommen.

     

    Regierungsentwurf des ESEF-Umsetzungsgesetzes – WPK spricht sich für nachgelagerte Prüfung aus

    WPK, Mitteilung vom 12.03.2020

    Die WPK hat am 6. März 2020 gegenüber dem Deutschen Bundestag zum Regierungsentwurf zur weiteren Umsetzung der Transparenzrichtlinie-Änderungsrichtlinie im Hinblick auf ein einheitliches elektronisches Format für Jahresfinanzberichte (ESEF) Stellung genommen.Ausdrücklich begrüßt die WPK, dass von der ursprünglichen Aufstellungslösung Abstand genommen wurde und nun eine Offenlegungslösung vorgesehen ist, die den etablierten Aufstellungsprozess unberührt lassen soll.

    Bei genauer Betrachtung zeigen sich allerdings einige Hürden bei der Umsetzung, die in der Stellungnahme näher erläutert werden:

    • Zeitliche Verdichtung des Aufstellungs- und Prüfungsprozesses
    • Keine Sicherstellung der Einreichung eines geprüften ESEF-Formats
    • Unverträglichkeit von Bestätigungsvermerk mit traditionellem Abschluss
    • Konsequenzen bei Beanstandung des Offenlegungsformats
    • Unklarheiten in der technischen Umsetzung

    Nach Überzeugung der WPK könnten diese Hürden verhältnismäßig einfach dadurch aus dem Weg geräumt werden, dass im Rahmen der Abschlussprüfung die Möglichkeit einer „nachgelagerten Prüfung“ der elektronischen Wiedergabe des geprüften Abschlusses zum Zweck der Offenlegung eingeräumt wird.

    Eine nachgelagerte Prüfung vermeidet insbesondere die weitere zeitliche und materielle Verdichtung des ohnehin straffen Aufstellungs- und Prüfungsprozesses. Darüber stellt die nachgelagerte Prüfung sicher, dass das ESEF-konforme Berichtspaket auch tatsächlich in der geprüften Form offengelegt wird.

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  • Die WPK verabschiedete am 4. Dezember 2019 die erste Änderung der Berufssatzung WP/vBP nach deren Neufassung im Jahr 2016. Die damit verbundenen Änderungen sind am 6. März 2020 in Kraft getreten.

     

    Erste Änderung der Berufssatzung WP/vBP am 6. März 2020 in Kraft getreten

    WPK, Mitteilung vom 10.03.2020

    Der Beirat verabschiedete am 4. Dezember 2019 die erste Änderung der Berufssatzung WP/vBP nach deren Neufassung im Jahr 2016. Die damit verbundenen Änderungen sind am 6. März 2020 in Kraft getreten. Die neue Fassung ist unter „ WPK > Rechtsvorschriften “ abrufbar (in zwei Versionen: mit und ohne Änderungsmodus).

    Eine Zusammenfassung der inhaltlichen Änderungen finden Sie darüber hinaus in der aktuellen Ausgabe des WPK Magazins 1/2020, Seite 8 .

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  • Die Abschlussprüferaufsichtsstelle (APAS) hat am 4. März 2020 die Verlautbarung Nr. 10 zur zuständigen Behörde im Sinne von Art. 12 Abs. 1 der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 (AP-VO) veröffentlicht. Darauf weist die WPK hin.

    APAS: Verlautbarung Nr. 10 zur „zuständigen Behörde“ i. S. v. Art. 12 Abs. 1 der Verordnung (EU) Nr. 537/2014

    WPK, Mitteilung vom 09.03.2020

    Die Abschlussprüferaufsichtsstelle (APAS) hat am 4. März 2020 auf ihrer Internetseite die Verlautbarung Nr. 10 zur zuständigen Behörde im Sinne von Art. 12 Abs. 1 der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 (AP-VO) veröffentlicht.

    Damit stellt die APAS klar, dass sie nicht zuständige Behörde im Sinne von Art. 12 Abs. 1 AP-VO ist und dass die in dieser Vorschrift enthaltene Option von der Bundesrepublik Deutschland nicht ausgeübt wurde. Nach der Option hätten die Mitgliedstaaten vorsehen können, dass die für die Beaufsichtigung des Abschlussprüfers beziehungsweise der Prüfungsgesellschaft zuständige Behörde in bestimmten Fällen (siehe unten) zu unterrichten wäre.

    Zusätzlich stellt die APAS klar, dass der Abschlussprüfer im Einzelfall zu beurteilen hat, ob für die Beaufsichtigung des Unternehmens zuständige Behörden bestehen und diese entsprechend zu unterrichten sind. Eine Mitteilung an die APAS befreit nicht von dieser Unterrichtungspflicht des Art. 12 Abs. 1 AP-VO.

    Zum Hintergrund

    Nach Art. 12 Abs. 1 AP-VO hat der Abschlussprüfer eines Unternehmens von öffentlichem Interesse oder eines anderen Unternehmens, das mit einem Unternehmen von öffentlichem Interesse eine enge Verbindung hat, die zuständige Behörde umgehend zu unterrichten, falls er bei Durchführung der Abschlussprüfung Kenntnis erhält, die

    • einen wesentlichen Verstoß gegen die Rechts- oder Verwaltungsvorschriften,
    • eine wesentliche Gefährdung oder wesentliche Bedenken hinsichtlich der Fortführung der Tätigkeit des Unternehmens von öffentlichem Interesse oder
    • die Verweigerung der Abgabe eines Prüfungsurteils über die Abschlüsse oder die Abgabe eines versagenden oder eingeschränkten Prüfungsurteils

    zur Konsequenz haben kann.

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