Wirtschaft

  • Die deutsche Wirtschaft ist zum Jahresbeginn gewachsen: Wie das Statistische Bundesamt bereits in seiner Schnellmeldung mitgeteilt hatte, war das BIP im 1. Quartal 2019 um 0,4 % höher als im 4. Quartal 2018. Zuletzt war die deutsche Wirtschaftsleistung mit -0,2 % im 3. und 0,0 % im 4. Quartal 2018 leicht rückläufig bzw. stagnierte.

    Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 1. Quartal 2019

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 23.05.2019

    Bruttoinlandsprodukt, 1. Quartal 2019

    • +0,4 % zum Vorquartal (preis-, saison- und kalenderbereinigt)
    • +0,6 % zum Vorjahresquartal (preisbereinigt)
    • +0,7 % zum Vorjahresquartal (preis- und kalenderbereinigt)

    Die deutsche Wirtschaft ist zum Jahresbeginn gewachsen: Wie das Statistische Bundesamt bereits in seiner Schnellmeldung am 15. Mai 2019 mitgeteilt hatte, war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im 1. Quartal 2019 – preis-, saison- und kalenderbereinigt – um 0,4 % höher als im 4. Quartal 2018. Zuletzt war die deutsche Wirtschaftsleistung mit -0,2 % im 3. und 0,0 % im 4. Quartal 2018 leicht rückläufig beziehungsweise stagnierte.

    Wachstumsimpulse zum Vorquartal vor allem aus dem Inland

    Positive Impulse kamen im Vorquartalsvergleich (preis-, saison- und kalenderbereinigt) vor allem aus dem Inland: In Ausrüstungen wurde 1,2 % mehr investiert als im 4. Quartal 2018. Die Bauinvestitionen stiegen sogar um 1,9 %. Zudem steigerten die privaten Haushalte ihre Konsumausgaben um 1,2 %. Einen ähnlich starken Anstieg der privaten Konsumausgaben gab es zuletzt 2011. Die staatlichen Konsumausgaben hingegen waren rückläufig (-0,3 %).

    Die Nachfrage aus dem Ausland ist ebenfalls gestiegen. Den vorläufigen Berechnungen zufolge wurden insgesamt 1,0 % mehr Waren und Dienstleistungen exportiert als im 4. Quartal 2018. Die Importe erhöhten sich im selben Zeitraum etwas schwächer (+0,7 %).

    Bruttoinlandsprodukt auch im Vorjahresvergleich gestiegen

    Im Vorjahresvergleich war das preisbereinigte BIP im 1. Quartal 2019 um 0,6 % höher (kalenderbereinigt: 0,7 %) als ein Jahr zuvor. Im 4. Quartal 2018 hatte das preisbereinigte BIP um 0,9 % (kalenderbereinigt: 0,6 %) und im 3. Quartal 2018 um 1,1 % (kalenderbereinigt: 1,1 %) höher gelegen als in den jeweiligen Vorjahresquartalen.

    Rückgang der Arbeitsproduktivität

    Die Wirtschaftsleistung im 1. Quartal 2019 wurde von 44,9 Millionen Erwerbstätigen erbracht, das waren 481.000 Personen oder 1,1 % mehr als ein Jahr zuvor (siehe Pressemitteilung 190/19 vom 17.05.2019).

    Die gesamtwirtschaftliche Arbeitsproduktivität – gemessen als preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigenstunde – ist im 1. Quartal 2019 nach vorläufigen Berechnungen gegenüber dem Vorjahr um 0,8 % gesunken. Je Erwerbstätigen gerechnet fiel der Rückgang der Arbeitsproduktivität mit -0,5 % etwas geringer aus. Im Durchschnitt wurden je Erwerbstätigen etwas mehr Arbeitsstunden geleistet als ein Jahr zuvor. Dies ergaben erste vorläufige Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit.

    Wachstumsimpulse auch im Vorjahresvergleich aus dem Inland

    Auch im Vorjahresvergleich kamen die Wachstumsimpulse im 1. Quartal 2019 vor allem aus dem Inland: Die privaten Konsumausgaben stiegen um 1,1 %, die staatlichen Konsumausgaben um 1,4 %. In Ausrüstungen wurde preisbereinigt 2,3 % mehr investiert als im 1. Quartal 2018. Die Bauinvestitionen legten deutlich um 5,3 % zu. Insgesamt war die inländische Verwendung um 1,6 % höher als ein Jahr zuvor.

    Im 1. Quartal 2019 wurden vorläufigen Berechnungen zufolge 1,5 % mehr Waren und Dienstleistungen exportiert als im 1. Quartal 2018. Im selben Zeitraum stiegen auch die Importe, der Anstieg fiel mit 4,1 % aber deutlich stärker aus.

    Bruttowertschöpfung im Verarbeitenden Gewerbe rückläufig

    Auf der Entstehungsseite des Bruttoinlandsprodukts war die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im 1. Quartal 2019 mit Ausnahme des Verarbeitenden Gewerbes (-2,4 %) in allen Wirtschaftsbereichen höher als ein Jahr zuvor: Die größten Zuwachsraten gab es im Baugewerbe (+4,6 %), der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei (+4,7 %) und im Bereich der Information und Kommunikation (+3,1 %). Insgesamt war die preisbereinigte Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche um 0,5 % höher als im 1. Quartal 2018.

    Arbeitnehmerentgelt kräftig gestiegen

    In jeweiligen Preisen gerechnet waren das Bruttoinlandsprodukt und das Bruttonationaleinkommen im 1. Quartal 2019 um 2,7 % höher als im 1. Quartal 2018. Das Volkseinkommen, das sich aus dem Arbeitnehmerentgelt sowie den Unternehmens- und Vermögenseinkommen zusammensetzt, nahm insgesamt um 2,2 % zu. Dabei entwickelten sich die beiden Komponenten sehr unterschiedlich: Während das Arbeitnehmerentgelt um 4,7 % höher war als im 1. Quartal 2018, gingen die Unternehmens- und Vermögenseinkommen nach ersten vorläufigen Berechnungen um 2,6 % zurück. Die Bruttolöhne und -gehälter der Arbeitnehmer waren um 4,6 %, die Nettolöhne und -gehälter um 4,9 % höher als vor einem Jahr. Im Durchschnitt je Arbeitnehmer stiegen die Löhne und Gehälter weniger stark (brutto um 3,1 % und netto um 3,5 %), da auch die Anzahl der Arbeitnehmer im Vergleich zum Vorjahresquartal zunahm (+1,4 %). Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte erhöhte sich um 3,2 % und damit stärker als die privaten Konsumausgaben in jeweiligen Preisen (+2,4 %).

    Überarbeitung der bisherigen Ergebnisse

    Neben der Erstberechnung des 1. Quartals 2019 wurden auch die bisher veröffentlichten Ergebnisse des letzten Jahres überarbeitet und, soweit erforderlich, neu verfügbare statistische Informationen in die Berechnungen der Ergebnisse einbezogen. Wie bereits in der Schnellmeldung vom 15. Mai 2019 berichtet, ergaben sich dabei für das Bruttoinlandsprodukt keine Änderungen der bisherigen Ergebnisse. In einzelnen Komponenten des BIP kann es – ebenso wie bei den saison- und kalenderbereinigten Reihen – wie üblich zu geänderten Ergebnissen kommen.

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  • 33 Mio. der insgesamt 39,5 Mio. erwerbstätigen Internetnutzer ab 16 Jahren in Deutschland arbeiteten 2018 mit Computern oder computergesteuerten Geräten und Maschinen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, schätzten 91 % dieser Gruppe ihre IT-Kompetenzen mindestens als ausreichend für ihre berufliche Tätigkeit ein.

    Digitale Arbeitswelt: 33 Mio. Erwerbstätige nutzen Computer oder computergesteuerte Geräte

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 22.05.2019

    33 Millionen der insgesamt 39,5 Millionen erwerbstätigen Internetnutzerinnen und -nutzer ab 16 Jahren in Deutschland arbeiteten 2018 mit Computern oder computergesteuerten Geräten und Maschinen. Wie das Statistische Bundesamt anhand von Ergebnissen der Erhebung zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in privaten Haushalten weiter mitteilt, schätzten 91 % dieser Gruppe ihre IT-Kompetenzen mindestens als ausreichend für ihre berufliche Tätigkeit ein.

    Zu den bei der Arbeit genutzten digitalen Geräten und Maschinen gehören Computer, Laptops, Smartphones, Tablets sowie andere computergesteuerte Geräte oder Maschinen, etwa in Produktions- und Beförderungsanlagen oder Fahrzeugen.

    Große Mehrheit schätzt IT-Kompetenzen mindestens als ausreichend ein

    56 % der 33 Millionen Erwerbstätigen, die bei der Arbeit digitale Geräte und Maschinen nutzten, bewerteten ihre Kompetenzen im Umgang mit Computern, Software oder Anwendungen als ausreichend für ihre berufliche Tätigkeit. 35 % waren darüber hinaus der Ansicht, dass ihre Kompetenzen höher liegen als für die derzeitigen Aufgaben erforderlich. 9 % gaben an, weitere Schulungsmaßnahmen zu benötigen, um mit ihren Aufgaben gut zurechtzukommen.

    Nutzung digitaler Geräte und Maschinen verändert die tägliche Arbeit

    Für 22 % der 33 Millionen Erwerbstätigen, die bei der Arbeit digitale Geräte und Maschinen nutzten, haben sich wesentliche Arbeitsschritte durch die Einführung neuer Software oder computergesteuerter Geräte geändert. 38 % mussten die Nutzung neuer Software oder Geräte für die Arbeit erlernen. Für 20 % hat sich durch die Nutzung von Computern oder computergesteuerten Geräten der Zeitaufwand für wiederkehrende Aufgaben reduziert. Für 15 % hatte sich der Zeitaufwand hingegen erhöht.

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  • Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte waren im April 2019 um 2,5 % höher als im April 2018. Im März 2019 hatte die Jahresveränderungsrate bei +2,4 % gelegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, stiegen die Erzeugerpreise gegenüber dem Vormonat um 0,5 %.

    Erzeugerpreise April 2019: +2,5 % gegenüber April 2018

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 20.05.2019

    Erzeugerpreise gewerblicher Produkte, April 2019

    • +0,5 % zum Vormonat
    • +2,5 % zum Vorjahresmonat

    Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte waren im April 2019 um 2,5 % höher als im April 2018. Im März 2019 hatte die Jahresveränderungsrate bei +2,4 % gelegen. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, stiegen die Erzeugerpreise gegenüber dem Vormonat um 0,5 %.

    Die Preisentwicklung bei Energie wirkte sich auch im April 2019 am stärksten auf die Entwicklung der Erzeugerpreise insgesamt aus. Energieprodukte waren um 6,6 % teurer als ein Jahr zuvor. Gegenüber dem Vormonat März 2019 stiegen diese Preise um 1,0 %.

    Ohne Berücksichtigung von Energie waren die Erzeugerpreise um 1,3 % höher als im April 2018. Gegenüber März 2019 stiegen sie um 0,3 %.

    Gebrauchsgüter waren im April 2019 um 1,6 % teurer als im April 2018 (+0,2 % gegenüber März 2019) und Investitionsgüter um 1,5 % (+0,1 % gegenüber März 2019).

    Verbrauchsgüter waren im April 2019 um 1,5 % teurer als im April 2018. Gegenüber dem Vormonat März 2019 stiegen diese Preise um 1,1 %. Nahrungsmittel waren 1,8 % teurer als im Vorjahresmonat. Besonders stark stiegen die Preise für Schweinefleisch und verarbeitete Kartoffeln. Beide Produkte kosteten 15,9 % mehr als ein Jahr zuvor. Während Schweinefleisch sich gegenüber dem Vormonat März 2019 um 18,4 % verteuerte, war der Preisanstieg für Kartoffeln mit einem Plus von 0,3 % eher moderat. Backwaren kosteten 3,9 % mehr als ein Jahr zuvor. Billiger als im April 2018 waren insbesondere Butter (-15,5 %) und Zucker (-15,3 %). Kaffee kostete 3,6 % weniger als ein Jahr zuvor.

    Vorleistungsgüter waren im April 2019 um 1,0 % teurer als im April 2018. Gegenüber dem Vormonat März 2019 stiegen diese Preise um 0,2 %. Einen besonders hohen Preisanstieg gegenüber dem Vorjahresmonat wies Getreidemehl mit einem Plus von 10,1 % auf, jedoch waren die Preise gegenüber dem Vormonat März 2019 rückläufig (-0,7 %). Erzeugnisse aus Beton, Zement und Gips kosteten 4,5 % mehr als ein Jahr zuvor. Billiger als ein Jahr zuvor waren vor allem Sekundärrohstoffe (-6,5 %), Blei, Zink, Zinn und Halbzeug daraus (-5,3 %) sowie elektronische Bauelemente und Leiterplatten (-3,8 %). Metalle waren um 0,2 % billiger als im April 2018.

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  • Die Schwarmfinanzierung (Crowdfunding) in Deutschland verzeichnet auch nach Einführung des Kleinanleger-Schutzgesetzes ein hohes Wachstum. In den 30 Monaten nach Inkrafttreten des Gesetzes 2015 konnten die Schwarmfinanzierer 279 Millionen Euro vermitteln. In den 30 Monaten davor waren es lediglich 70 Millionen. Das geht aus einer Studie des ifo Instituts und der Universität Bremen für das Bundesfinanzministerium hervor.

    Schwarmfinanzierungen nehmen stark zu

    ifo Institut, Pressemitteilung vom 16.05.2019

    Die Schwarmfinanzierung in Deutschland verzeichnet auch nach Einführung des Kleinanleger-Schutzgesetzes ein hohes Wachstum. In den 30 Monaten nach Inkrafttreten des Gesetzes 2015 konnten die Schwarmfinanzierer 279 Millionen Euro vermitteln. In den 30 Monaten davor waren es lediglich 70 Millionen. Das geht aus einer Studie des ifo Instituts und der Universität Bremen für das Bundesfinanzministerium hervor.

    Insgesamt wurden zwischen 2011 und April 2018 Finanzierungen in Höhe von 364 Millionen Euro vermittelt. Die Wachstumsrate betrug satte 197 Prozent pro Jahr. „Die Befürchtung, das Gesetz werde diese Finanzierungsart bremsen, hat sich nicht bewahrheitet“, sagt Christa Hainz, stellvertretende Leiterin des ifo Zentrums für Internationalen Institutionenvergleich und Migrationsforschung. Lars Hornuf, Professor für Finanzdienstleistungen und Finanztechnologie in Bremen, ergänzt, dass er „gleichzeitig noch viel Verbesserungspotenzial“ sieht. „Zum Beispiel könnten die Anlagen an einem Sekundärmarkt handelbar gemacht werden.“

    Unter Schwarmfinanzierung (englisch Crowdfunding) versteht man eine Form der Finanzierung über eine Gruppe von Internetnutzern.

    Das Wachstum in den letzten Jahren wurde vor allem von den Immobilienfinanzierungen getrieben, auf die mittlerweile 220 Millionen Euro entfallen.

    Im Beobachtungszeitraum kam es bei 73 der insgesamt 743 erfolgreichen Finanzierungsrunden zu Insolvenzen, die meisten jedoch vor Inkrafttreten des Gesetzes.

    Auch die im Gesetz erlaubten Ausnahmen und Befreiungen zeigen ihre Wirkung. Mittlerweile werden überwiegend Darlehen mit Erfolgsbeteiligung und vor allem Nachrangdarlehen als Vermögensanlagen verwendet. Außerdem kommen mehr Emittentinnen in die Nähe des Grenzwertes von 2,5 Millionen Euro. Auch werden häufiger Anlagebeträge von exakt 1.000 Euro investiert, bis zu denen keine Selbstauskunft über die Einkommens- und Vermögensverhältnisse nötig ist.

    Bei sozialen und gemeinnützigen Projekten werden die Ausnahmeregelungen kaum angewendet, da andere Befreiungsvorschriften eine einfachere Entbindung von der Prospektpflicht ermöglichen.

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  • Für den Mittelstand in Deutschland stellt der europäische Binnenmarkt die wichtigste Exportregion dar: Von den rund 345.000 KMU verkauften 68,7 % im Jahr 2017 sowohl Waren innerhalb der EU als auch in Drittländer – und 34,5 % von ihnen ausschließlich in den EU-Raum. Insgesamt entfielen über die Hälfte der Exportumsätze von exportierenden KMU auf den europäischen Binnenmarkt. Gemessen an ihrem Gesamtumsatz lag der Exportanteil in die europäischen Nachbarstaaten bei 11,6 %.

    Unsicherheiten im Staatenverbund gefährden wirtschaftlichen Erfolg aller Unternehmen

    EU-Raum ist Exportregion Nr. 1 für den Mittelstand

    IfM Bonn, Pressemitteilung vom 16.05.2019

    Für den Mittelstand in Deutschland stellt der europäische Binnenmarkt die wichtigste Exportregion dar: Von den rund 345.000 kleinen und mittleren Exportunternehmen (KMU) verkauften 68,7 % im Jahr 2017 sowohl Waren innerhalb der EU als auch in Drittländer – und 34,5 % von ihnen ausschließlich in den EU-Raum. Insgesamt entfielen über die Hälfte der Exportumsätze von exportierenden KMU auf den europäischen Binnenmarkt. Gemessen an ihrem Gesamtumsatz lag der Exportanteil in die europäischen Nachbarstaaten bei 11,6 %.

    Ähnlich wichtig ist der benachbarte Euro-Raum für die größten Familienunternehmen in Deutschland: Gut jeden fünften Euro des Gesamtumsatzes setzten sie in 2015 nach eigenen Angaben im europäischen Binnenmarkt um. „Der Mittelstand in Deutschland profitiert insgesamt im großen Ausmaß von den Rahmenbedingungen des europäischen Binnenmarktes, wie beispielsweise vom freien Handel. Für die mittelständischen Unternehmen ist die Stabilität des Staatenbundes daher von großer Bedeutung“, mahnt Prof. Dr. Friederike Welter (IfM Bonn/Universität Siegen). Das IfM Bonn definiert den Mittelstand durch die Einheit von Eigentum und Leitung. Entsprechend zählen kleine und mittlere Unternehmen zum Mittelstand, wenn sie in keiner Abhängigkeit zu einem anderen Unternehmen stehen. Zugleich zählen aber auch große Familienunternehmen zum Mittelstand, wenn mindestens 50 % der Unternehmensanteile in den Händen der Eigentümer liegen und sie der Geschäftsführung angehören.

    KMU sind in Deutschland größer als im EU-Durchschnitt

    Verglichen mit den kleinen und mittleren Unternehmen in den EU-Nachbarstaaten, sind die KMU in Deutschland größer: Im Durchschnitt beschäftigen sie 7,5 Mitarbeiter. Europaweit liegt die durchschnittliche Beschäftigtenzahl bei 3,9 Mitarbeitern.

    Durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten je KMU

    Allerdings ist die KMU-Unternehmensdichte hierzulande deutlich niedriger als in den anderen EU-Mitgliedsstaaten: Während sich in Deutschland knapp 3.000 KMU auf 100.000 Einwohner finden, sind es im EU-Durchschnitt fast 4.800. Besonders hoch ist die KMU-Dichte in der Tschechischen Republik (9.700 KMU), in Portugal (8.400 KMU) und in der Slowakei (8.000 KMU).

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  • Die deutsche Wirtschaft ist im ersten Quartal deutlich gewachsen. Zuvor hatte sie im zweiten Halbjahr 2018, auch aufgrund von Sondereffekten, mehr oder weniger stagniert. Das Bruttoinlandsprodukt erhöhte sich im ersten Quartal um 0,4 %. Das teilt das BMWi mit.

    Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Mai 2019

    BMWi, Pressemitteilung vom 15.05.2019

    • Die deutsche Wirtschaft ist im ersten Quartal 2019 deutlich gewachsen. Die starke Binnenwirtschaft trotzte der unruhigen globalen Konjunktur. Während die Wertschöpfung in den Dienstleistungsbereichen teilweise stark ausgeweitet wurde, ging sie im Produzierenden Gewerbe zurück.
    • Die Erzeugung in der Industrie ist im ersten Quartal geringfügig gesunken, die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe schwächten sich deutlich ab. Die konjunkturellen Perspektiven bleiben hier gedämpft. Das Baugewerbe verzeichnete hingegen Produktionszuwächse.
    • Die Einkommen steigen, unterstützt durch die Fiskalpolitik, und sorgen für eine rege Konsumnachfrage der privaten Haushalte.
    • Der Arbeitsmarkt zeigt sich robust: Die Erwerbstätigkeit nimmt weiter zu, die Arbeitslosigkeit ab. Die Dynamik dürfte sich aber etwas abschwächen.

    Die deutsche Wirtschaft ist im ersten Quartal deutlich gewachsen. Zuvor hatte sie im zweiten Halbjahr 2018, auch aufgrund von Sondereffekten, mehr oder weniger stagniert. Das Bruttoinlandsprodukt erhöhte sich im ersten Quartal um 0,4 %. Die starke Binnenwirtschaft trotzte im ersten Quartal dem gegenwärtig unruhigen außenwirtschaftlichen Umfeld. In den binnenwirtschaftlich orientierten Dienstleistungsbereichen wurde die Wertschöpfung teilweise kräftig ausgeweitet. Im stärker exportorientierten Produzierenden Gewerbe ging sie zurück. Auf der Nachfrageseite zeigten sich die Verbraucher zu Jahresbeginn außerordentlich konsumfreudig. Und die Unternehmen investierten nach Aussage des Statistischen Bundesamtes trotz ihrer gedämpften Geschäftsaussichten kräftig. Sowohl die Exporte als auch die Importe wurden ausgeweitet. Ihre Schwächephase hat die deutsche Wirtschaft mit dem guten Einstieg in das Jahr aber noch nicht überwunden. Dies dürfte erst nachhaltig erfolgen, wenn sich das außenwirtschaftliche Umfeld wieder etwas aufhellt und die Verunsicherung, verursacht insbesondere durch die Handelskonflikte, abnimmt. Gegenwärtig signalisieren die vorausschauenden Indikatoren noch eine merklich gedämpfte Industriekonjunktur.

    Die Weltwirtschaft befindet sich derzeit in einer Schwächephase. Der Welthandel geht seit November tendenziell zurück. Die globale Industrieproduktion war zuletzt ebenfalls sowohl in den entwickelten Volkswirtschaften als auch in den Schwellenländern rückläufig. Der Stimmungsindikator IHS Markit PMI für die globale Industrie ist seit einem Jahr abwärtsgerichtet. Im April 2019 fiel er auf den niedrigsten Stand seit Juni 2016. Das ifo Weltwirtschaftsklima hat sich für das zweite Quartal 2019 zwar verbessert, bleibt aber unterkühlt. Angesichts dieser Indikatorenlage und der Häufung globaler Risiken gehen die internationalen Organisationen von einer weniger dynamischen, aber weiterhin aufwärtsgerichteten globalen Entwicklung aus.

    Die gegenwärtig gedämpften Signale aus dem weltwirtschaftlichen Umfeld spiegeln sich in den deutschen Ausfuhren wider. Zwar nahmen die Exporte von Waren und Dienstleistungen im März saisonbereinigt und in jeweiligen Preisen um 1,8 % zu. Im Quartalsvergleich ergab sich jedoch ein schwaches Wachstum von 0,8 % bei nahezu stabilen Ausfuhrpreisen. Die Unternehmen gehen, gemessen an den ifo Exporterwartungen, weiterhin von keiner deutlichen Belebung aus. Insgesamt deuten die Indikatoren auf eine verhaltene Entwicklung der Ausfuhren in den kommenden Monaten hin. Die nominalen Importe von Waren und Dienstleistungen stiegen im März saisonbereinigt und in jeweiligen Preisen um 1,1 %. Im Quartalsvergleich ergab sich ein geringfügiges Plus von 0,1 %. Die Einfuhrpreise waren jedoch merklich niedriger als im Vorquartal, sodass die Importe preisbereinigt deutlicher zugelegt haben dürften.

    Die Produktion im Produzierenden Gewerbe stieg im Februar um 0,5 %. Dabei erhöhte sich Erzeugung sowohl in der Industrie (+0,4 %) als auch im Baugewerbe (+1,0 %). Im ersten Quartal insgesamt ergab sich gegenüber dem Vorquartal damit ein Produktionszuwachs im Produzierenden Gewerbe von 0,5 %. Während das Baugewerbe eine kräftige Zunahme der Erzeugung von 3,9 % verzeichnete, meldete die Industrie eine leichte Abnahme um 0,1 %. Innerhalb der Industrie konnte der Kfz-Bereich seine Produktion um 0,4 % ausweiten, in arbeitstagebereinigter Rechnung wurde das Vorjahresniveau aber immer noch deutlich unterschritten. In den kommenden Monaten dürfte die Industriekonjunktur gedämpft bleiben, worauf die Entwicklung z.B. von Auftragseingangs- und Stimmungsindikatoren hindeutet. Zwar nahmen die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im März gegenüber dem Vormonat um 0,6 % zu. Im ersten Quartal kam es gegenüber dem vierten Quartal 2018 jedoch zu einem kräftigen Auftragsminus von 4,1 %. Die Inlandsorders nahmen um 2,6 % ab und die Aufträge aus dem Ausland um 5,2 %. Das Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe trübte sich im April ein weiteres Mal ein. Die Hochkonjunktur im Baugewerbe dürfte hingegen anhalten.

    Im ersten Quartal 2019 haben die Einzelhandelsumsätze (ohne Kfz) kräftig um 1,7 % zugelegt, obwohl sie im März leicht um 0,2 % abnahmen. Auch die Kfz-Zulassungen der privaten Halter erholten sich im ersten Quartal von der WLTP-bedingten Flaute im zweiten Halbjahr 2018. Insgesamt dürften sich die privaten Konsumausgaben im ersten Quartal 2019 daher spürbar erhöht haben.

    Die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt hält an. Der Zuwachs bei der Erwerbstätigkeit lag im März mit saisonbereinigt 33.000 Personen etwas unter dem monatlichen Durchschnitt der zwölf Vormonate. Im Zuge der Frühjahrsbelebung stieg die Beschäftigung nach den Ursprungszahlen auf 44,9 Mio. Personen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nahm im Februar mit 48.000 Personen verlangsamt zu. Die Frühindikatoren deuten insgesamt auf einen moderateren Personalaufbau in den Unternehmen hin. Im April sank die Zahl der Arbeitslosen saisonbereinigt um 12.000 Personen. Nach den Ursprungszahlen ging sie auf 2,23 Mio. Personen und die Arbeitslosenquote auf 4,9 % zurück. Die Arbeitsmarktpolitik trug zum Rückgang der Arbeitslosigkeit bei, was sich in einem leichten Anstieg der Unterbeschäftigung ausdrückte. Die Langzeitarbeitslosigkeit nimmt im Trend spürbar ab; der Vorjahresstand wurde um knapp 13 % unterschritten. Die Wirtschaftskraft strukturschwacher Regionen bleibt eine Herausforderung.

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  • Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen lt. Statistischem Bundesamt im April 2019 um 2,0 % höher als im April 2018. Damit zog die Inflationsrate – gemessen am Verbraucherpreisindex (VPI) – kräftig an, im März 2019 hatte sie bei +1,3 % gelegen. Im Vergleich zum Vormonat März 2019 stieg der Verbraucherpreisindex im April 2019 um 1,0 %.

    Verbraucherpreise April 2019: +2,0 % gegenüber April 2018

    Hohe Energiepreise und Kalendereffekt treiben die Inflationsrate

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 14.05.2019

    Verbraucherpreisindex, April 2019

    • +2,0 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
    • +1,0 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

    Harmonisierter Verbraucherpreisindex, April 2019

    • +2,1 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
    • +1,0 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

    Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im April 2019 um 2,0 % höher als im April 2018. Damit zog die Inflationsrate – gemessen am Verbraucherpreisindex (VPI) – kräftig an, im März 2019 hatte sie bei +1,3 % gelegen. Im Vergleich zum Vormonat März 2019 stieg der Verbraucherpreisindex im April 2019 um 1,0 %.

    Im April 2019 verteuerten sich die Energieprodukte gegenüber April 2018 um 4,6 % und wirkten damit erhöhend auf die Gesamtteuerung. Von April 2018 bis April 2019 erhöhten sich die Preise für leichtes Heizöl um 9,4 % und für Kraftstoffe um 5,4 %. Deutlich teurer als ein Jahr zuvor waren auch Fernwärme (+5,3 %), Erdgas (+3,2 %) und Strom (+3,0 %). Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Inflationsrate im April 2019 bei +1,7 % gelegen.

    Zudem wurde die Inflationsrate für April 2019 vor allem durch die Preiserhöhung bei Pauschalreisen (+11,2 %) beeinflusst. Diese ist in erster Linie auf den Kalendereffekt durch die im Vergleich zum Vorjahr späte Lage von Ostern in diesem Jahr zurückzuführen. Auch für die Fahrt mit dem Fernbus (+13,6 %), für Flugtickets (+6,1 %) und Bahntickets (+3,4 %) mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher binnen Jahresfrist deutlich mehr bezahlen.

    Die Preise für Nahrungsmitteln erhöhten sich von April 2018 bis April 2019 mit +0,8 % unterdurchschnittlich. Erheblich teurer als ein Jahr zuvor war im April 2019 Gemüse (+9,7 %). Weitere Preiserhöhungen gab es unter anderem bei Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchten (+2,6 %) sowie bei Brot und Getreideerzeugnissen (+2,3 %). Diesen Preisanstiegen stand jedoch ein starker Preisrückgang bei Obst (-8,4 %) gegenüber. Binnen Jahresfrist gingen auch die Preise für Speiseöle und Speisefette (-1,9 %), Molkereiprodukte und Eier (-1,3 %) sowie Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren (-1,0 %) zurück.

    Die Preise für Waren insgesamt erhöhten sich von April 2018 bis April 2019 um 1,8 %. Neben den deutlichen Preisanstiegen für Energieprodukte (+4,6 %) verteuerten sich auch Zeitungen und Zeitschriften (+4,8 %) sowie Tabakwaren (+3,6 %). Einige Waren wurden demgegenüber auch deutlich günstiger (zum Beispiel Geräte der Unterhaltungselektronik: -6,8 %; Telefone: -6,7 %).

    Im Vergleich zu den Waren erhöhten sich die Preise für Dienstleistungen insgesamt im April 2019 gegenüber dem Vorjahr mit +2,1 % überdurchschnittlich, maßgeblich bestimmt durch den Preisanstieg für Reiseleistungen. Zudem verteuerten sich Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+5,0 %), Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+4,3 %) sowie Gaststättendienstleistungen (+2,6 %). Bedeutsam für die Preisentwicklung der Dienstleistungen war auch die Preiserhöhung bei Nettokaltmieten (+1,4 %), da private Haushalte einen großen Teil ihrer Konsumausgaben dafür aufwenden.

    Veränderung im April 2019 gegenüber dem Vormonat März 2019

    Im Vergleich zum März 2019 stieg der Verbraucherpreisindex im April 2019 kräftig um 1,0 %. Verantwortlich hierfür sind vor allem die gestiegenen Preise für Pauschalreisen (+15,9 %). Auch die Preise für die Personenbeförderung mit dem Fernbus (+14,8 %), dem Flugzeug (+3,6 %) und der Bahn (+3,4 %) lagen im April 2019 deutlich über dem Niveau des Vormonats. Zudem stiegen im April 2019 die Preise für Kraftstoffe um 4,9 %. Energie insgesamt verteuerte sich im Vergleich zum Vormonat um 2,1 %.

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  • Die Verkaufspreise im Großhandel lagen im April 2019 um 2,1 % höher als im April 2018. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, hatte der Anstieg gegenüber dem Vorjahr im März 2019 bei +1,8 % und im Februar 2019 bei +1,6 % gelegen.

    Großhandelspreise im April 2019: +2,1 % gegenüber April 2018

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 14.05.2019

    Großhandelsverkaufspreise, April 2019

    • +0,6 % zum Vormonat
    • +2,1 % zum Vorjahresmonat

    Die Verkaufspreise im Großhandel lagen im April 2019 um 2,1 % höher als im April 2018. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, hatte der Anstieg gegenüber dem Vorjahr im März 2019 bei +1,8 % und im Februar 2019 bei +1,6 % gelegen. Im Vormonatsvergleich waren die Preise für die auf Großhandelsebene verkauften Waren im April 2019 um 0,6 % höher.

    Den größten Einfluss auf die Gesamtentwicklung im Vergleich zum Vorjahresmonat hatte im April 2019 die Preissteigerung im Großhandel mit Mineralölerzeugnissen mit einem Plus von 7,8 % (+2,8 % gegenüber März 2019).

    Überdurchschnittlich gestiegen sind gegenüber April 2018 auch die Preise im Großhandel mit Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermitteln (+9,8 %) sowie mit Obst, Gemüse und Kartoffeln (+6,2 %). Auch für lebende Tiere musste im April 2019 mehr gezahlt werden als vor einem Jahr (+6,1 %).

    Dagegen waren insbesondere die Preise für Datenverarbeitungsgeräte, periphere Geräte und Software (-3,3 %) auf Großhandelsebene niedriger als im April 2018.

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  • Im Februar 2019 meldeten die deutschen Amtsgerichte 1.579 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 2,8 % weniger als im Februar 2018.

    Februar 2019: 2,8 % weniger Unternehmensinsolvenzen als im Februar 2018

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 09.05.2019

    Im Februar 2019 meldeten die deutschen Amtsgerichte 1.579 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 2,8 % weniger als im Februar 2018.

    Die meisten Unternehmensinsolvenzen gab es im Februar 2019 mit 282 Fällen (Februar 2018: 276) im Wirtschaftsbereich Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen). Unternehmen des Baugewerbes stellten 248 Insolvenzanträge (Februar 2018: 306). Im Gastgewerbe wurden 183 Insolvenzanträge gemeldet (Februar 2018: 195).

    Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte für Februar 2019 auf rund 2,0 Milliarden Euro. Im Februar 2018 hatten sie bei 3,6 Milliarden Euro gelegen.

    Zusätzlich zu den Unternehmensinsolvenzen meldeten 6.879 übrige Schuldner im Februar 2019 Insolvenz an (-4,6 % gegenüber dem Vorjahresmonat). Darunter waren 5.151 Insolvenzanträge von Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie 1.403 Insolvenzanträge von ehemals selbständig Tätigen, die ein Verbraucher- bzw. ein Regelinsolvenzverfahren durchlaufen.

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  • Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe im März im Vergleich zum Vormonat um 0,5 % gestiegen. Die Industrieproduktion nahm um 0,4 % zu. Die Produktion im Baugewerbe wurde um 1,0 % ausgeweitet. Das berichtet das BMWi.

    Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im März 2019

    BMWi, Pressemitteilung vom 08.05.2019

    Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe im März im Vergleich zum Vormonat um 0,5 % gestiegen. Die Industrieproduktion nahm um 0,4 % zu. Die Produktion im Baugewerbe wurde um 1,0 % ausgeweitet.

    Im ersten Quartal ergab sich im Vergleich zum Vorquartal eine Ausweitung der Produktion im Produzierenden Gewerbe um 0,5 %. Das Baugewerbe verzeichnete im gleichen Zeitraum einen kräftigen Zuwachs (+3,9 %) und die Industrie eine leichte Abnahme ihres Ausstoßes (-0,1 %). Die Kfz-Industrie konnte ihre Produktion im ersten Quartal zwar um 0,4 % steigern, blieb damit aber noch deutlich unter dem Produktionsniveau zu Beginn des letzten Jahres.

    Neben der nur verhaltenen Zunahme der Industrieproduktion waren die Auftragseingänge aus dem In- und Ausland im ersten Quartal merklich rückläufig. Auch das Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe trübte sich weiter ein. Daher ist weiterhin von einer gedämpften Industriekonjunktur in den kommenden Monaten auszugehen. Das Baugewerbe hingegen meldet seit Jahresbeginn kräftige Produktionszuwächse und befindet sich weiter in der Hochkonjunktur.

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  • Das ifo Weltwirtschaftsklima hat sich leicht erholt. Der Indikator stieg im zweiten Quartal von -13,1 auf -2,4 Punkte, nachdem er zuvor viermal zurückgegangen war. Die Erwartungen für die kommenden Monate haben sich deutlich aufgehellt.

    ifo Weltwirtschaftsklima leicht erholt

    ifo Institut, Pressemitteilung vom 08.05.2019

    Das ifo Weltwirtschaftsklima hat sich leicht erholt. Der Indikator stieg im zweiten Quartal von -13,1 auf -2,4 Punkte, nachdem er zuvor viermal zurückgegangen war. Die Erwartungen für die kommenden Monate haben sich deutlich aufgehellt. Dagegen hat sich die Beurteilung der aktuellen Lage nur leicht verschlechtert. Im Jahresverlauf dürfte sich damit die Weltkonjunktur allmählich wieder festigen. Die Weltwirtschaft dürfte den Experten zufolge in diesem Jahr mit 3,4 Prozent wachsen.Das Wirtschaftsklima erholte sich in nahezu allen Weltregionen, da sich die Konjunkturerwartungen aufhellten. In den meisten Schwellen- und Entwicklungsländern beurteilten die Experten die aktuelle Wirtschaftslage besser als zuletzt. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften verschlechterte sich dagegen die Einschätzung zur aktuellen Lage. Nur in Lateinamerika trübte sich das Wirtschaftsklima weiter ein, da die Lagebeurteilung und der Ausblick auf die kommenden Monate ungünstiger ausfielen.Im Jahresverlauf dürfte sich die konjunkturelle Dynamik des privaten Konsums, der Investitionen und des Welthandels leicht erholen. Anders als noch vor drei Monaten erwarten die Experten keinen Zinsanstieg mehr. Eine zunehmende Einkommensungleichheit ist das am häufigsten genannte Problem für die Weltwirtschaft.

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  • Die europäische Wirtschaft dürfte 2019 im siebten Jahr in Folge wachsen, für Deutschland erwartet die EU-Kommission 2019 ein Wachstum von 0,5 %, für 2020 1,5 %. Das BIP in der EU wird voraussichtlich um 1,4 % und im Euroraum um 1,2 % wachsen.

    Frühjahrsprognose 2019: Wachstum setzt sich in moderaterem Tempo fort

    EU-Kommission, Pressemitteilung vom 07.05.2019

    Die europäische Wirtschaft dürfte 2019 im siebten Jahr in Folge wachsen, für Deutschland erwartet die Kommission 2019 ein Wachstum von 0,5 Prozent, für 2020 1,5 Prozent. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der EU wird voraussichtlich um 1,4 Prozent und im Euroraum um 1,2 Prozent wachsen. Angesichts fortbestehender globaler Unsicherheiten dürfte die europäische Wirtschaft von binnenwirtschaftlichen Kräften getragen werden. Das zeigt die aktuelle Frühjahrsprognose, die die Europäische Kommission am 07.05.2019 veröffentlicht hat.Die jüngste Verlangsamung des Weltwirtschaftswachstums und des Welthandels, die mit hoher handelspolitischer Unsicherheit einhergeht, drückt die Aussichten für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in den Jahren 2019 und 2020. Eine Rolle spielt auch die anhaltende Schwäche des verarbeitenden Gewerbes, insbesondere in Ländern mit Problemen in der Automobilindustrie.Valdis Dombrovskis, Vizepräsident der EU-Kommission, erklärte: „Die europäische Wirtschaft erweist sich angesichts ungünstigerer außenwirtschaftlicher Bedingungen und handelspolitischer Spannungen als widerstandsfähig. Das Wachstum dürfte sich in allen EU-Mitgliedstaaten fortsetzen und im nächsten Jahr beleben, was durch eine robuste Binnennachfrage, stetige Beschäftigungszuwächse und niedrige Finanzierungskosten unterstützt wird. Doch der Ausblick bleibt mit deutlichen Abwärtsrisiken behaftet. In der Außenwirtschaft wären dies vor allem eine weitere Zuspitzung der Handelskonflikte und Schwächen in aufstrebenden Märkten, insbesondere China. In Europa sollten wir die Möglichkeit eines „No-Deal-Brexit“, politische Unsicherheit und die Gefahr, dass die Verquickung zwischen Banken und Staaten erneut zum Problem wird, aufmerksam im Blick behalten.“

    Pierre Moscovici‚ EU-Kommissar für Wirtschafts- und Finanzangelegenheiten, sagte: „Die europäische Wirtschaft wird 2019 und 2020 weiter wachsen. Die Wachstumsraten werden in allen Mitgliedstaaten positiv bleiben, und auch an der Beschäftigungsfront rechnen wir weiterhin mit guten Nachrichten und steigenden Löhnen. Die europäische Wirtschaft bietet dem ungünstigeren weltwirtschaftlichen Umfeld und der fortbestehenden Unsicherheit also die Stirn. Allerdings sollten wir darauf vorbereitet sein, die Wirtschaft über weitere wachstumsfördernde Reformen hinaus stärker zu unterstützen, wenn es nötig ist. Vor allem müssen wir einen Rückfall in Protektionismus verhindern, der die sozialen und wirtschaftlichen Spannungen in unserer Gesellschaft nur noch verschärfen würde.“

    BIP-Verlangsamung erreicht 2019 die Talsohle

    Da Welthandel und Weltwirtschaftswachstum sich im Vergleich zum lebhaften Tempo von 2017 in diesem und im nächsten Jahr verlangsamen dürften, wird das Wirtschaftswachstum in Europa ausschließlich von der Binnenwirtschaft getragen. In Europa haben gegenwärtig mehr Menschen eine Arbeit als je zuvor, und das Beschäftigungswachstum dürfte sich fortsetzen, wenn auch in geringerem Tempo. Zusammen mit steigenden Löhnen, niedriger Inflation, günstigen Finanzierungsbedingungen und unterstützenden Fiskalmaßnahmen in einigen Mitgliedstaaten dürfte dies die Binnennachfrage beleben.

    Im Ergebnis dürfte das BIP in diesem Jahr in der EU um 1,4 Prozent und im Euroraum um 1,2 Prozent wachsen. 2020 dürften widrige binnenwirtschaftliche Faktoren verebben und die Wirtschaftstätigkeit außerhalb der EU wieder an Schwung gewinnen, was durch eine Lockerung der weltweiten Finanzierungsbedingungen und politische Impulse in einigen aufstrebenden Volkswirtschaften unterstützt werden dürfte. Das BIP-Wachstum wird der Prognose zufolge im nächsten Jahr leicht anziehen und in der EU 1,6 Prozent und im Euroraum 1,5 Prozent erreichen. Auf die Zahlen für 2020 wirkt sich auch positiv aus, dass das Jahr mehr Arbeitstage aufweist.

    Arbeitslosigkeit sinkt weiter

    Obwohl sich das Wachstum gegen Ende 2018 verlangsamte, hat sich die Arbeitsmarktlage weiter verbessert. Auch wenn die Arbeitslosigkeit in einigen Mitgliedstaaten noch immer zu hoch ist, war sie im März 2019 mit 6,4 Prozent in der EU so niedrig wie nie zuvor seit Beginn der monatlichen Datenreihen zur Arbeitslosigkeit im Januar 2000. Im Euroraum ist die Arbeitslosigkeit aktuell so niedrig wie seit 2008 nicht mehr.

    Es wird erwartet, dass sich das Beschäftigungswachstum in den nächsten beiden Jahren verlangsamen wird, da das moderatere Wirtschaftswachstum seinen Tribut fordert und befristete fiskalische Maßnahmen in einigen Mitgliedstaaten allmählich auslaufen. In der EU dürfte die Arbeitslosenquote 2019 weiter zurückgehen und 2020 auf 6,2 Prozent sinken. Im Euroraum wird sich die Arbeitslosenquote der Prognose zufolge 2019 auf 7,7 Prozent und 2020 auf 7,3 Prozent verringern und damit niedriger sein als bei Einsetzen der Krise im Jahr 2007.

    Weiterhin niedrige Inflation

    Die Inflation dürfte in der EU in diesem Jahr auf 1,6 Prozent sinken, bevor sie 2020 auf 1,7 Prozent anzieht. Im Euroraum ist die Teuerungsrate von 1,9 Prozent im letzten Quartal 2018 auf 1,4 Prozent im ersten Quartal 2019 zurückgegangen, was auf den langsameren Anstieg der Energiepreise zurückzuführen war. Da sich der Energiepreisanstieg in den kommenden Quartalen weiter abschwächen dürfte und es kaum Anzeichen dafür gibt, dass das höhere Lohnwachstum den fundamentalen Preisauftrieb befeuert hat, wird für den Euroraum sowohl für 2019 als auch für 2020 mit einer Inflationsrate (harmonisierter Verbraucherpreisindex) von 1,4 Prozent gerechnet.

    Öffentliche Verschuldung dürfte trotz geringeren Wachstums weiter sinken

    Die öffentliche Schuldenquote wird der Prognose zufolge 2019 und 2020 in den meisten Mitgliedstaaten rückläufig sein, da die Defizite niedrig bleiben und das nominale BIP-Wachstum weiterhin über dem durchschnittlichen Zinssatz für ausstehende Schuldtitel liegt. Unter der Annahme einer unveränderten Politik wird prognostiziert, dass sich die öffentliche Schuldenquote für die EU von 81,5 Prozent des BIP 2018 auf 80,2 Prozent 2019 und 78,8 Prozent 2020 vermindert. Die Schuldenquote für den Euroraum insgesamt dürfte von 87,1 Prozent im Jahr 2018 auf 85,8 Prozent im Jahr 2019 und 84,3 Prozent im Jahr 2020 sinken.

    Das gesamtstaatliche Defizit für die EU dürfte sich von 0,6 Prozent des BIP im Jahr 2018 auf 1 Prozent in den Jahren 2019 und 2020 erhöhen. Für den Euroraum wird ebenfalls damit gerechnet, dass sich das Defizit von 0,5 Prozent des BIP im Jahr 2018 auf 0,9 Prozent im Jahr 2019 erhöht und 2020 unter der Annahme einer unveränderten Politik auf diesem Stand verharrt. Der diesjährige Anstieg ist vor allem auf ein langsameres BIP-Wachstum und eine expansive Finanzpolitik einiger Mitgliedstaaten zurückzuführen.

    Risiken für den Ausblick weiterhin ausgeprägt

    Der Ausblick bleibt mit ausgeprägten Abwärtsrisiken behaftet. In der Weltwirtschaft ist das Risiko protektionistischer Maßnahmen nach wir vor hoch, und die aktuelle Verlangsamung des globalen BIP-Wachstums und des Welthandels könnte länger anhalten als erwartet, insbesondere falls das Wachstum in China enttäuschen sollte. Zu den Risiken in Europa gehören ein „No-Deal-Brexit“ und die Möglichkeit, dass sich die vorübergehenden Verwerfungen, die derzeit das verarbeitende Gewerbe belasten, länger hinziehen könnten. Außerdem besteht das Risiko, dass größere politische Unsicherheit und weniger wachstumsfreundliche Maßnahmen zu einem Rückzug der privaten Investitionen führen. Auf der positiven Seite könnten sich der private Verbrauch und die privaten Investitionen in der EU robuster zeigen als erwartet, wobei es insbesondere darauf ankommt, wie sensibel das Vertrauen der Unternehmer und Verbraucher auf Unsicherheit und binnenwirtschaftlichen Gegenwind reagiert. Positive Zusatzeffekte könnten sich einstellen, wenn Länder mit haushaltspolitischem Spielraum stärkere fiskalpolitische Maßnahmen ergreifen als angenommen und wachstumsfördernde Reformen hinzukommen.

    Rein technische Annahmen für 2019 beim Vereinigten Königreich

    Vor dem Hintergrund des geplanten EU-Austritts des Vereinigten Königreichs beruhen die Prognosen für 2019 und 2020 auf der rein technischen Annahme, dass die Handelsströme zwischen der EU-27 und dem Vereinigten Königreich unverändert bleiben. Dies dient einzig und allein Prognosezwecken und lässt das Verfahren nach Artikel 50 unberührt.

    Die nächste Prognose der Europäischen Kommission wird die Sommerprognose 2019 mit aktualisierten BIP- und Inflationsprognosen sein.

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  • Nachdem die Unternehmen der Informationswirtschaft in Deutschland bereits verhalten ins Jahr 2019 gestartet waren, hat sich die konjunkturelle Lage in den ersten drei Monaten nochmals etwas abgekühlt. Diese Entwicklung ist am ZEW Stimmungsindikator Informationswirtschaft abzulesen. Von 66,4 Punkten im letzten Quartal 2018 geht er im ersten Quartal 2019 auf einen Stand von 64,0 Punkten zurück.

    Stimmung trübt sich weiter ein

    ZEW, Pressemitteilung vom 07.05.2019

    Nachdem die Unternehmen der Informationswirtschaft in Deutschland bereits verhalten ins Jahr 2019 gestartet waren, hat sich die konjunkturelle Lage in den ersten drei Monaten nochmals etwas abgekühlt. Diese Entwicklung ist am ZEW Stimmungsindikator Informationswirtschaft abzulesen. Von 66,4 Punkten im letzten Quartal 2018 geht er im ersten Quartal 2019 auf einen Stand von 64,0 Punkten zurück. Der Stimmungsindikator ist das Ergebnis einer Umfrage bei Unternehmen der Informationswirtschaft, die das ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung im März 2019 durchgeführt hat.Der Rückgang des Stimmungsindikators ist insbesondere auf die negative Entwicklung bei der Geschäftslage zurückzuführen. Der entsprechende Teilindikator gibt im ersten Quartal 2019 im Vergleich zum Vorquartal um 8,1 Punkte nach und liegt jetzt bei 60,1 Punkten.

    Im Gegensatz zur Geschäftslage haben sich die Erwartungen mit Blick auf die konjunkturelle Entwicklung im zweiten Quartal 2019 leicht verbessert. Der Teilindikator für die Geschäftserwartungen erreicht aktuell einen Stand von 68,1 Punkten. Im Saldo rechnen etwa 41 Prozent der Unternehmen mit steigenden Umsätzen und 32 Prozent mit einer steigenden Nachfrage nach eigenen Produkten und Dienstleistungen.

    Der Wirtschaftszweig Informationswirtschaft setzt sich aus den Teilbranchen Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT), Mediendienstleister und wissensintensive Dienstleister zusammen.

    Bei den Unternehmen der IKT-Branche hat sich das konjunkturelle Klima zum zweiten Mal in Folge etwas abgekühlt. Der Stimmungsindikator für die Teilbranche verliert im Vergleich zum Vorquartal zwei Punkte, erreicht damit aber einen immer noch recht hohen Stand von 70,9 Punkten. Im Vergleich zum Vorquartal haben sich die Geschäftserwartungen in der IKT-Branche deutlich verbessert. Ausgehend von einem bereits hohen Niveau steigt der entsprechende Teilindikator um 7,1 Punkte und erreicht einen Stand von 77,7 Punkten.

    Bei den Mediendienstleistern verschlechtert sich die konjunkturelle Stimmung

    Die Einschätzung der Geschäftslage hat sich in der IKT-Branche im Vergleich zum Vorquartal dagegen deutlich eingetrübt.

    Die konjunkturelle Stimmung bei den Mediendienstleistern hat sich seit dem Vorquartal verschlechtert. Nach einem Rückgang um 2,9 Punkte fällt der Stimmungsindikator zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahren wieder unter die kritische Marke von 50 Punkten. Demnach schätzt eine geringe Mehrheit der Mediendienstleister die konjunkturelle Stimmung negativ ein. Ausschlaggebend dafür sind die pessimistischen Geschäftserwartungen. Der entsprechende Teilindikator verliert 11,7 Punkte und erreicht einen Stand von lediglich 46,6 Punkten. Der Teilindikator für die Geschäftslage verharrt mit einem Stand von 48,5 Punkten ebenfalls unterhalb der 50-Punkte-Grenze.

    Das konjunkturelle Klima bei den wissensintensiven Dienstleistern hat sich im ersten Quartal 2019 abermals leicht eingetrübt. Der Stimmungsindikator geht von 64,2 Punkten im Vorquartal auf aktuell 62,3 Punkte zurück. Der Rückgang ergibt sich aus einer negativen Entwicklung des Teilindikators für die Geschäftslage, der sich um 7,8 Punkte verschlechtert und einen Stand von 59,2 Punkten erreicht. Dieser Rückgang kann nicht durch die verbesserte Einschätzung der Geschäftserwartungen kompensiert werden.

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  • Wie das BMWi mitteilt, stiegen die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im März gegenüber dem Vormonat um 0,6 %, nachdem sie sich im Februar um 4,0 % verringert hatten.

    Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im März 2019

    BMWi, Pressemitteilung vom 07.05.2019

    Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stiegen die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im März gegenüber dem Vormonat um 0,6 %, nachdem sie sich im Februar um 4,0 % verringert hatten. Während sich die Bestellungen aus dem Euroraum um 8,6 % und die Auslandsbestellungen aus dem Nicht-Euroraum im März um 1,4 % erhöhten, nahmen die Inlandsaufträge um 4,2 % ab. Der Anteil an Großaufträgen war für einen März überdurchschnittlich. Bereinigt um Großaufträge wurden 1,9 % weniger Aufträge gemeldet.

    Für das erste Quartal insgesamt ergab sich ein Orderminus für das Verarbeitende Gewerbe von 4,1 %. Die Kfz-Industrie verzeichnete dabei eine Abnahme um 5,3 % und der Maschinenbau von 7,3 %. Die Bestellungen im Verarbeitenden Gewerbe aus dem Inland nahmen um 2,6 % ab. Aus dem Euroraum und dem Nicht-Euroraum gingen 2,1 % bzw. 7,2 % weniger Aufträge ein.

    Der leichte Orderzuwachs im März geht nicht zuletzt auf Großaufträge zurück. Insgesamt spricht die Auftragslage im Verarbeitenden Gewerbe dafür, dass die Industriekonjunktur in den kommenden Monaten gedämpft bleibt.

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  • Die jährliche Inflation im Euroraum im April 2019 wird auf 1,7 % geschätzt, gegenüber 1,4 % im März 2019. Dies geht aus einer von Eurostat veröffentlichten Schnellschätzung hervor.

    Jährliche Inflation im Euroraum auf 1,7 % gestiegen

    Eurostat, Pressemitteilung vom 03.05.2019

    Die jährliche Inflation im Euroraum im April 2019 wird auf 1,7 % geschätzt, gegenüber 1,4 % im März 2019. Dies geht aus einer von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlichten Schnellschätzung hervor.

    Im Hinblick auf die Hauptkomponenten der Inflation im Euroraum wird erwartet, dass Energie im April die höchste jährliche Rate aufweist (5,4 %, gegenüber 5,3 % im März), gefolgt von Dienstleistungen (1,9 %, gegenüber 1,1 % im März), Lebensmitteln, Alkohol und Tabak (1,5 %, gegenüber 1,8 % im März) und Industriegütern ohne Energie (0,2 %, gegenüber 0,1 % im März).

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  • Das BMWi-Förderprogramm „go-digital“ unterstützt kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die Beratungsleistungen für die Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse, die digitale Markterschließung und zur IT-Sicherheit in Anspruch nehmen wollen.

    Digitalisierungs-Beratung: Startschuss für die „go-digital“-Beraterlandkarte für KMU

    BMWi, Pressemitteilung vom 30.04.2019

    Mittelständische Unternehmen, die eine geförderte Beratung aus dem Programm „go-digital“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Anspruch nehmen möchten, können ab sofort online auf einer interaktiven Beraterlandkarte nach passenden Beraterinnen und Berater in ihrer Region suchen: Kontaktdaten, Ansprechpartner und Hintergrundinformationen zum Leistungsspektrum stehen per Mausklick bereit.

    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier: „Für unsere Unternehmen und ihre Beschäftigten aber auch für die künftige Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft insgesamt ist entscheidend, dass insbesondere kleine und mittlere Unternehmen den Anschluss an die Digitalisierung erfolgreich hinbekommen. Mit unserem unbürokratischen Förderprogramm „ go-digital “ unterstützen wir sie dafür bedarfsgerecht vor Ort.“

    Das BMWi-Förderprogramm „go-digital“ unterstützt kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die Beratungsleistungen für die Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse, die digitale Markterschließung und zur IT-Sicherheit in Anspruch nehmen wollen. Nachdem ein Unternehmen das geeignete Beratungsunternehmen über die Beraterlandkarte gefunden hat, muss es mit diesem lediglich noch einen Beratervertrag abschließen. Um alles Weitere, d. h. die Antragstellung und das weitere administrative Prozedere, kümmert sich das Beratungsunternehmen. Das BMWi übernimmt bis zu 50 Prozent der Beratungskosten. Der Bedarf ist groß: Bereits jetzt gehen ca. 200 Förderanträge im Monat ein, Tendenz steigend. Auch die Zahl der vom BMWi autorisierten Beratungsunternehmen entwickelt sich mit mittlerweile 700 stetig nach oben.

    Die Beraterlandkarte finden Sie hier . Sie wird fortlaufend aktualisiert und ergänzt.

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  • Ein einheitlicher Markt, der den freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen, Kapital und Personen gewährleistet: Die EU-Kommission soll nun einen Aktionsplan zur Verwirklichung dieser Vision erarbeiten. Nach Auffassung des DIHK kommt es darauf an, Bürokratie und Behinderungen im Binnenmarkt abzubauen, Informationen, Ansprechpartner und Online-Verwaltungsverfahren zur Verfügung zu stellen, neue Regeln unternehmensfreundlich zu gestalten sowie bestehende einheitlich und konsequent anzuwenden.

    Die Vollendung des europäischen Binnenmarkts – eine Daueraufgabe

    DIHK, Mitteilung vom 02.05.2019

    Der EU-Binnenmarkt ist der Kern der europäischen Integration. Das Ziel: ein einheitlicher Markt, der den freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen, Kapital und Personen gewährleistet. Eine solche Vision zu verwirklichen, ist eine politische Daueraufgabe. Der Europäische Rat hat die Kommission aufgefordert, bis März 2020 einen neuen Aktionsplan zu erarbeiten.

    Binnenmarkt vorantreiben

    Denn Marktzugangshürden zwischen EU-Mitgliedstaaten sind nach wie vor Alltag für Unternehmen. Sie werden bei manchen Tätigkeiten, etwa bei der Arbeitnehmerentsendung, sogar eher höher. Zentrales Ziel für die neue Legislatur des Europäischen Parlaments und die neue Kommission sollte es daher sein, Diskriminierungen und Behinderungen im Binnenmarkt abzubauen. Aus Sicht der Unternehmen gilt es, Anzeige-, Melde-, Statistik- oder Nachweispflichten deutlich abzubauen – wie etwa die Registrierungen für die Entsorgung von Verpackungen bzw. Elektroschrott – und komplexe administrative Verfahren zu vereinfachen. Laut aktuellem IHK-Unternehmensbarometer zur Europawahl sind außerdem EU-weit einheitliche Vorschriften hilfreich – etwa bei technischen Standards im Warenverkehr.

    Online-Angebote zur Verfügung stellen

    Im EU-Ausland tätige Unternehmen brauchen einen einfachen Zugang zu geschäftsrelevanten Informationen und Verfahren der anderen Mitgliedstaaten. Dabei ist der Ausbau des Portals „Ihr Europa“ im Rahmen des „Single Digital Gateway“ ein guter Anfang. Jedoch muss hier an vielen Stellen grundlegend nachgebessert werden. Darüber hinaus sollten die Betriebe künftig möglichst alle Verwaltungsverfahren, die beim grenzüberschreitenden Wirtschaften relevant sind, online durchführen können. So lassen sich Aufwand und Bürokratiekosten senken. Wichtig ist auch, die Portale für elektronische Behördendienste, die sogenannten „Einheitlichen Ansprechpartner“, im Gastland zu verbessern. Gleichzeitig wäre es wichtig, einen Ansprechpartner im Heimatland zur Verfügung zu stellen, der bei der Tätigkeit im EU-Ausland unterstützt. Bei der Umsatzsteuer sollte im B2C-Bereich die sogenannte „einzige Anlaufstelle“ für die Unternehmen die gesamte Kommunikation mit den Steuerverwaltungen der anderen Mitgliedstaaten übernehmen. Sie müsste rechtsverbindlich sämtliche Informationen über Steuersätze, Ausnahmeregelungen und Verfahrensvorschriften bieten. Voraussetzung dafür wäre eine laufend aktualisierte und verlässliche Datenbank in allen Amtssprachen der EU.

    Bestehende Regeln einheitlich und konsequent anwenden

    Recht ist ein Standortfaktor. Daher müssen EU-Rechtsvorschriften richtig und schnell umgesetzt, einheitlich angewendet und konsequent durchgesetzt werden. Nur so lassen sich gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle europäischen Unternehmen sicherstellen. Der Fokus sollte auf der Umsetzung bestehender Rechtsvorschriften liegen, statt zu schnell neue Regelungsvorschläge vorzulegen. Dazu gehört, dass europäisches Recht von nationalen Behörden und Gerichten selbstverständlich und nicht als Fremdkörper angewandt wird. Nicht zuletzt: Bis zum Jahresende sollen auf Druck der Kommission die Investitionsschutzabkommen zwischen den Mitgliedstaaten beendet werden. Die dadurch entstehende gefährliche Rechtsschutzlücke für den Schutz von Investitionen im Binnenmarkt ist aus Sicht vieler Unternehmen nur durch einen neuen, verbindlichen Streitbeilegungsmechanismus zu schließen.

    Unternehmensfreundliche Regeln schaffen

    Bei jeder neu eingeführten Regulierung ist vorab zu prüfen, wie sie wirkt und welchen konkreten Mehrwert sie bringt – gerade für kleine und mittlere Unternehmen. Informations-, Berichts- und Dokumentationspflichten sollten bei neuen EU-Gesetzen auf das Notwendige begrenzt und auf ihre Praktikabilität hin überprüft werden. Notwendige Neuregelungen sollten möglichst durch einen Abbau von Regelungen an anderer Stelle kompensiert werden. Eine Rechtsangleichung fördert den Binnenmarkt insbesondere dann, wenn der wirtschaftliche Nutzen für die Unternehmen die Kosten überwiegt, die durch die neuen Regelungen entstehen. Im Verbraucherrecht darf der Verbraucher nicht entmündigt werden; Vertragsfreiheit zwischen den Unternehmen selbst und ihren Kunden ist die Grundlage des Binnenmarktes. Mit den geplanten Sammelklagen schließlich droht weiterhin das Entstehen einer privaten Klageindustrie.

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  • Die Anzahl der Fusionen und Übernahmen (Mergers & Acquisitions, M&A) mit deutscher Beteiligung ist seit dem Jahreswechsel 2018/2019 leicht zurückgegangen. Damit setzt sich lt. ZEW die bereits im vierten Quartal 2018 bei M&A zu beobachtende Schwächephase auch im neuen Jahr fort.

    Schwächephase bei M&A mit deutscher Beteiligung setzt sich 2019 fort

    ZEW, Pressemitteilung vom 03.05.2019

    Die Anzahl der Fusionen und Übernahmen (Mergers & Acquisitions, M&A) mit deutscher Beteiligung ist seit dem Jahreswechsel 2018/2019 leicht zurückgegangen. Damit setzt sich die bereits im vierten Quartal 2018 bei M&A zu beobachtende Schwächephase auch im neuen Jahr fort. Insbesondere der November 2018 präsentierte sich enttäuschend mit dem geringsten Monatswert bei Fusionen und Übernahmen seit zwei Jahren und dem zweitniedrigsten Wert seit sechs Jahren – nur im November 2016 waren noch weniger Fusionen und Übernahmen zu verzeichnen. Doch auch der Dezember 2018 und der Start ins neue Jahr 2019 verliefen wenig schwungvoll und konnten den schwachen Herbst nicht ausgleichen.

    Diese Entwicklung ist am aktuellen ZEW-ZEPHYR M&A-Index, der die Anzahl der monatlich getätigten M&A-Transaktionen in Deutschland widerspiegelt, deutlich ablesbar. Der Index wird vom ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim auf Basis der Zephyr-Datenbank von Bureau van Dijk erhoben.

    Nachdem der gleitende Zwölfmonatsdurchschnitt bis August 2018 leicht auf 116 Punkte angestiegen ist, gibt der Wert seither wieder nach und stand im Januar 2019 bei nur noch 109 Punkten.

    Die mit Abstand größte Transaktion im zurückliegenden Halbjahr war mit 28 Milliarden Euro die Übernahme des spanischen Mautstraßen-Betreibers Abertis durch die deutsche Hochtief AG mit Sitz in Essen. Hochtief ist jedoch wiederum selbst Teil der italienischen Atlantia Holding, hinter der die Benetton-Familie steht. Ein Transaktionsvolumen von knapp mehr als einer Milliarde Euro verzeichnete die Übernahme der SSN Group AG aus dem schweizerischen Zug durch die Berliner Consul Real Estate AG, die dadurch ihre Position als größter deutscher Immobilienentwickler stärkt.

    Knapp unter einem Transaktionsvolumen von einer Milliarde Euro blieb hingegen die Übernahme der CIT RAIL Holding Europe durch die Hamburger VTG AG. Der Zugwaggonvermieter erweitert seinen Wagenpark damit auf 94.000 Waggons weltweit.

    „Die M&A-Aktivitäten in Deutschland haben sich in den vergangenen Monaten leicht abgeschwächt. Das passt durchaus in das generelle konjunkturelle Bild, wobei es sich allerdings nur um eine leichte Abschwächung handelt und nicht um einen Konjunktureinbruch“, sagt Dr. Niklas Dürr, Wissenschaftler im ZEW-Forschungsbereich „Innovationsökonomik und Unternehmensdynamik“ und Projektleiter für den halbjährlich erscheinenden M&A-Report.

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  • Die deutschen Unternehmen werden zurückhaltender beim Beschäftigungsaufbau. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im April auf 101,5 Punkte gefallen, nach 101,6 Punkten im März. Insgesamt wird die Zahl der Beschäftigten in Deutschland jedoch weiter steigen. Wichtigste Stütze bleibt der Dienstleistungssektor.

    ifo Beschäftigungsbarometer gibt minimal nach

    ifo Institut, Pressemitteilung vom 26.04.2019

    Die deutschen Unternehmen werden zurückhaltender beim Beschäftigungsaufbau. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im April auf 101,5 Punkte gefallen, nach 101,6 Punkten im März. Insgesamt wird die Zahl der Beschäftigten in Deutschland jedoch weiter steigen. Wichtigste Stütze bleibt der Dienstleistungssektor.

    Der Rückgang des Barometers im Verarbeitenden Gewerbe setzt sich unvermindert fort. Inzwischen wollen mehr Unternehmen die Zahl der Mitarbeiter verringern als erhöhen. Trotz anhaltender Hochkonjunktur im Baugewerbe werden die Unternehmen auch zurückhaltender beim Personalaufbau. Im Dienstleistungssektor sollen wieder verstärkt zusätzliche Mitarbeiter eingestellt werden. Gleiches gilt für den Handel.

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  • Arbeitgeber des deutschen Produzierenden Gewerbes und wirtschaftlicher Dienstleistungen bezahlten im Jahr 2018 durchschnittlich 35 Euro für eine geleistete Arbeitsstunde. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lag das Arbeitskostenniveau in Deutschland damit innerhalb der EU wie im Jahr zuvor auf Rang 6. Dänemark hatte mit 44,70 Euro die höchsten Arbeitskosten je geleistete Stunde, Bulgarien mit 5,30 Euro die niedrigsten.

    Arbeitskosten in der EU 2018: Deutschland weiterhin Sechster

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 29.04.2019

    Arbeitgeber des deutschen Produzierenden Gewerbes und wirtschaftlicher Dienstleistungen bezahlten im Jahr 2018 durchschnittlich 35,00 Euro für eine geleistete Arbeitsstunde. Wie das Statistische Bundesamt anlässlich des Internationalen Tags der Arbeit am 1. Mai weiter mitteilt, lag das Arbeitskostenniveau in Deutschland damit innerhalb der Europäischen Union (EU) wie im Jahr zuvor auf Rang 6. Dänemark hatte mit 44,70 Euro die höchsten Arbeitskosten je geleistete Stunde, Bulgarien mit 5,30 Euro die niedrigsten.

    Arbeitskosten in Deutschland insgesamt 32 % über dem EU-Durchschnitt

    Gemessen am EU-Durchschnitt von 26,60 Euro zahlten deutsche Arbeitgeber des Produzierenden Gewerbes und wirtschaftlicher Dienstleistungen 32 % mehr für eine Stunde Arbeit. In den EU-Mitgliedstaaten mit den höchsten Arbeitskosten (Spitzengruppe: Dänemark, Luxemburg, Belgien, Schweden, Frankreich und Deutschland) kostete sie mit 36,30 Euro durchschnittlich 36 % mehr. Anders in den Ländern mit den geringsten Arbeitskosten (Aufholende Länder: Bulgarien, Rumänien, Litauen, Lettland, Polen und Ungarn). Hier kostete eine Arbeitsstunde 8,50 Euro und damit 68 % weniger als im EU-Durchschnitt.

    Abstand zwischen EU-Spitzengruppe und aufholenden Ländern verringert sich

    Insgesamt betrugen die Arbeitskosten in der Spitzengruppe mehr als das Vierfache (427 %) des Wertes der aufholenden Länder. Dieser Abstand hat sich seit dem Jahr 2004, als erstmals vergleichbare Zahlen für alle relevanten Mitgliedstaaten vorlagen, allerdings mehr als halbiert. Damals betrugen die durchschnittlichen Arbeitskosten in der Spitzengruppe mit 28,00 Euro noch fast das Achtfache (772 %) des Niveaus der Kontrastgruppe von 3,60 Euro.

    Diese Annäherung der relativen Arbeitskosten resultiert daraus, dass in Ländern mit niedrigen Arbeitskosten die Wachstumsraten bereits seit vielen Jahren deutlich über denen der Länder mit bereits hohen Arbeitskosten liegen. Dies wird deutlich beim Vergleich zwischen Deutschland und Bulgarien: Während die Arbeitskosten je geleistete Stunde in Deutschland von 2004 bis 2018 um 30 % stiegen, haben sie sich in Bulgarien mehr als verdreifacht (+231 %).

    Arbeitsstunde in der deutschen Industrie 48 % teurer als im EU-Durchschnitt

    Im Verarbeitenden Gewerbe, das besonders stark im internationalen Wettbewerb steht, kostete eine Arbeitsstunde in Deutschland 2018 durchschnittlich 40,00 Euro. Beschränkt auf diesen Wirtschaftsbereich lag Deutschland im EU-Vergleich auf Rang 4. Eine Stunde Arbeit in der deutschen Industrie war damit 48 % teurer als im EU-Durchschnitt (27,00 Euro). Bei den marktbestimmten Dienstleistungen lag Deutschland mit Arbeitskosten von 32,40 Euro pro Arbeitsstunde europaweit auf dem 9. Platz (22 % über dem EU-Durchschnitt).

    Deutschland bei Lohnnebenkosten auf Rang 14 innerhalb der EU

    Arbeitskosten setzen sich aus den Bruttoverdiensten und den Lohnnebenkosten zusammen. Im Jahr 2018 zahlten die Arbeitgeber in Deutschland in Branchen des Produzierenden Gewerbes und der wirtschaftlichen Dienstleistungen auf 100,00 Euro Bruttoverdienst zusätzlich 27,00 Euro Lohnnebenkosten. Damit lagen die Lohnnebenkosten in Deutschland unter dem EU-Durchschnitt von 30,00 Euro. Im EU-weiten Ranking lag Deutschland im Mittelfeld auf Platz 14. Auf 100,00 Euro Lohn wurden in Schweden (48 Euro) die höchsten Lohnnebenkosten gezahlt, in Malta (8,00 Euro) die niedrigsten.

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  • Die Unternehmen hierzulande brauchen international erfahrene Mitarbeiter und Nachwuchskräfte. Seine Zielmarke für Auslandserfahrung in der Beruflichen Bildung – bis 2020 soll die Mobilitätsquote zehn Prozent betragen – wird Deutschland aber voraussichtlich verfehlen, zumal der Brexit die Lage zu verschärfen droht. Der DIHK mahnt deshalb, die Berufliche Bildung im EU-Bildungsprogramm ERASMUS+ zu stärken, die Rahmenbedingungen für Ausbildungsbetriebe zu verbessern und die Beratung ausbauen.

    Betriebliche Auslandserfahrung in der Berufsbildung fördern

    DIHK, Pressemitteilung vom 25.04.2019

    In Deutschland hängt circa jeder vierte Arbeitsplatz direkt oder indirekt vom Export ab. Deshalb brauchen die Betriebe auslandserfahrene und fremdsprachenversierte Mitarbeiter und Nachwuchskräfte. Lern- und Arbeitserfahrungen – insbesondere junger Menschen – im Ausland sind vor diesem Hintergrund ein wichtiger Beitrag zur Fachkräftesicherung. Sie fördern nicht nur das Erlernen und Verstehen von Sprache und Kultur des Gastlandes, sondern auch die Persönlichkeitsentwicklung.

    Deutschland verfehlt nationale Zielmarke für Auslandserfahrung in der Beruflichen Bildung

    Der Deutsche Bundestag hatte 2013 als nationales Ziel beschlossen, dass bis 2020 zehn Prozent der Absolventen der Beruflichen Bildung Auslandserfahrungen machen sollen. 2018 lag die nationale Mobilitätsquote schätzungsweise bei sechs Prozent. Das heißt: Deutschland wird sein nationales Mobilitätsziel voraussichtlich verfehlen. Aufgrund des Brexit und bürokratischer Hürden drohen die Zahlen künftig sogar eher wieder zu sinken. Denn das Vereinigte Königreich (UK) ist mit rund 7.600 ERASMUS+-Auslandsstipendien im Jahr 2018 das wichtigste Zielland für deutsche Auszubildende. Die bei einem Ausscheiden von UK aus ERASMUS+ wegfallenden deutschen Azubi-Auslandspraktika werden sich voraussichtlich nicht durch andere Länder auffangen lassen.

    Berufliche Bildung in ERASMUS+ stärken

    Während ein Auslandssemester im Studium schon fast selbstverständlich ist, sind Auslandsaufenthalte in der Berufsbildung eher noch die Ausnahme. Umso wichtiger, dass die Berufliche Bildung in den bildungspolitischen Initiativen der EU einen höheren Stellenwert erhält. Das greifen auch die Kommissionsvorschläge zur Weiterführung des EU-Bildungsprogrammes ERASMUS+ für den Zeitraum 2021-2027 auf. In Deutschland läuft etwa jeder zweite Auslandsaufenthalt in der Beruflichen Bildung über ERASMUS+. Die vom DIHK kritisierte „Hochschullastigkeit“ des Programms wurde zumindest finanziell zugunsten der Beruflichen Bildung relativiert. Dennoch sind für die Hochschulbildung im Zeitraum von 2017 bis 2027 künftig 8,6 Milliarden Euro für die Berufliche Bildung aber nur 5,2 Milliarden vorgesehen, um die grenzüberschreitende Mobilität in der Beruflichen Bildung europaweit zu stärken.

    Rahmenbedingungen für Ausbildungsbetriebe verbessern und Beratung ausbauen

    Gleichzeitig gilt es, Mobilitätshemmnisse weiter abzubauen. Um den betrieblichen Erfordernissen und auch den individuellen Möglichkeiten von Auszubildenden gerecht zu werden, sollte ERASMUS+ sowohl kurze als auch längere Aufenthalte im Ausland fördern. Die Antragstellung muss erleichtert werden und das ganze Jahr durchgängig möglich sein. Zudem sollte das neue EU-Bildungsprogramm auch sprachliche und interkulturelle Vorbereitungsmaßnahmen mit systematischer Lernbegleitung für Auszubildende fördern. Neben der Finanzierung dürfen aber auch unterstützende Informations- und Beratungsstrukturen im Bereich der Beruflichen Bildung nicht fehlen. Durch eine klare rechtliche Verankerung im Berufsbildungsgesetz haben sich die Rahmenbedingungen für Auslandsaufenthalte bereits verbessert. Außerdem bietet das Bundeswirtschaftsministerium mit dem Bundesprogramm „Berufsbildung ohne Grenzen“ seit 2009 auch bei den Kammern angesiedelte betriebliche Beratung und Unterstützung. Wichtig ist es, diese Strukturen aus Finanzierungsprogrammen und betrieblicher Begleitung zu stärken und enger zu verzahnen. Nur so kann mittelfristig eine in den Betrieben etablierte Mobilitätskultur dazu beitragen, Attraktivität wie auch auf Internationalisierung des nationalen Berufsbildungssystems voranzubringen.

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