Wirtschaft

  • Die Konsumstimmung der europäischen Verbraucher verbesserte sich im 2. Quartal 2018 leicht. Im Juni erreicht das GfK Konsumklima für die EU-28-Staaten 23,2 Zähler und lag damit um 2,6 Punkte über dem Wert vom März. Die Anschaffungsneigung sank im EU-Durchschnitt zwar leicht, gleichzeitig nahm aber auch die Sparneigung ab, wodurch mehr Geld für den Konsum verfügbar ist.

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  • Für die Wirtschaft ist eine funktionierende Infrastruktur lebenswichtig. Doch immer mehr Unternehmen klagen inzwischen über Mängel, zeigt eine Studie des IW Köln. Am schlechtesten ist der Zustand in NRW, doch auch der Süden kämpft mit Missständen.

    Holprige Straßen, schwache Kabel und langsames Internet

    IW Köln, Pressemitteilung vom 16.07.2018

    Für die Wirtschaft ist eine funktionierende Infrastruktur lebenswichtig. Doch immer mehr Unternehmen klagen inzwischen über Mängel, zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft. Am schlechtesten ist der Zustand in NRW, doch auch der Süden kämpft mit Missständen.

    Schlaglöcher, marode Brücken und langsames Internet: Rund zwei Drittel der deutschen Unternehmen werden regelmäßig von Infrastrukturmängeln behindert. 16 Prozent sprechen sogar von deutlichen Beeinträchtigungen. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Damit hat sich die Situation seit der letzten Umfrage im Jahr 2013 noch mal merklich verschlechtert. Damals gaben 58 Prozent der Firmen an, durch Infrastrukturmängel beeinträchtigt zu werden. 10 Prozent sprachen von starken Problemen.

    Die größten Schwierigkeiten machen marode Straßen und Brücken, die zu vielen Staus und damit längeren Transportzeiten führen – rund drei Viertel aller befragten Firmen leiden darunter. Besonders betroffen ist das Baugewerbe, hier fühlen sich rund 80 Prozent aller Unternehmen beeinträchtigt. Aber auch zahlreiche Dienstleistungsbetriebe haben zu kämpfen. „Die Wirtschaft ist auf eine möglichst reibungslose Logistik angewiesen. Die mangelhafte Infrastruktur ist dabei Sand im Getriebe“, sagt IW-Wissenschaftler Thomas Puls. Besonders beklagenswert ist der Zustand in Nordrhein-Westfalen, zeigt die IW-Studie. Doch auch in Baden-Württemberg gibt es immer öfter Probleme: Rund 70 Prozent der dortigen Betriebe fühlen sich inzwischen beeinträchtigt.

    Im Osten bremsen dagegen vor allem mangelhafte Kommunikationsnetze die Wirtschaft. Rund 70 Prozent aller in Ostdeutschland befragten Betriebe fühlt sich hierdurch inzwischen eingeschränkt. In Baden-Württemberg sind es sogar 75 Prozent. Auch hier haben sich die Werte seit 2013 merklich verschlechtert. „Gerade im zukunftsweisenden Bereich der Kommunikation darf ein Land wie Deutschland nicht hinterherhinken, die Politik muss dringend nachbessern“, mahnt Puls.

    Um die gröbsten Mängel zu beseitigen, müssen Länder und Kommunen vor allem mehr Bauingenieure einstellen. „In den vergangenen Jahren wurden zu viele Stellen abgebaut, die Bauämter kommen nicht mit der Planung hinterher“, sagt Puls.

    Für die Studie befragten die Wissenschaftler im Rahmen der jährlichen IW-Konjunkturumfrage mehr als 2.800 Unternehmen.

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  • Die deutsche Wirtschaft setzt ihren Aufschwung fort. Keine Hochkonjunktur, aber solides Wachstum. Dementsprechend bleibt das Risiko konjunktureller Turbulenzen in den nächsten drei Monaten moderat und hat sich zuletzt kaum verändert. Das signalisiert der IMK-Konjunkturindikator der Hans-Böckler-Stiftung.

    Wachstum trotz Handelsstreits robust, Rezessionsrisiko nahezu unverändert

    Hans-Böckler-Stiftung, Pressemitteilung vom 13.07.2018

    Die deutsche Wirtschaft setzt ihren Aufschwung fort. Keine Hochkonjunktur, aber solides Wachstum. Dementsprechend bleibt das Risiko konjunktureller Turbulenzen in den nächsten drei Monaten moderat und hat sich zuletzt kaum verändert. Das signalisiert der Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung. Für den Zeitraum von Juli bis Ende September weist das Frühwarninstrument, das die aktuellsten verfügbaren Daten über die Wirtschaftslage bündelt, eine mittlere Rezessionswahrscheinlichkeit von 18,3 Prozent aus. Im Juni hatte das Rezessionsrisiko bei 16,5 Prozent gelegen. Der nach dem Ampelsystem arbeitende Indikator liegt damit weiter sicher im „grünen Bereich“ (Rezessionswahrscheinlichkeit unter 30 Prozent).

    Den geringfügigen Anstieg beim Rezessionsrisiko erklärt das IMK in erster Linie mit der fortdauernden Eintrübung des ifo-Geschäftsklimaindex, hinzu kommen leicht nachgebende Aktienkurse. Positiv wirken dagegen die zuletzt deutlichen Zuwächse bei Industrieproduktion und Auftragseingängen sowie das weiterhin sehr günstige Finanzierungsumfeld für deutsche Unternehmen.

    „Trotz der anhaltenden geopolitischen Unsicherheitsfaktoren erweist sich die deutsche Konjunktur nach wie vor als robust“, erklärt IMK-Konjunkturexperte Peter Hohlfeld. „Offensichtlich haben die immer wieder aufflackernden protektionistischen Tendenzen bislang nur begrenzten Einfluss auf die Realwirtschaft.“ Das Düsseldorfer Institut geht von einem anhaltenden moderaten Aufschwung aus, der im Kern von der Binnenwirtschaft getragen wird. Für 2018 und 2019 rechnen die Forscher in ihrer aktuellen Prognose jeweils mit 2,1 Prozent Wirtschaftswachstum. Die weiterhin gute Beschäftigungsentwicklung und spürbar steigende Löhne sind wichtige Faktoren dafür, so das IMK.

    In den IMK-Konjunkturindikator fließen zahlreiche Daten aus der Real- und der Finanzwirtschaft ein. Darüber hinaus berücksichtigt das Instrument Stimmungsindikatoren. Das IMK nutzt dabei die Industrieproduktion als Referenzwert für eine Rezession, weil diese rascher auf einen Nachfrageeinbruch reagiert als das Bruttoinlandsprodukt (BIP).

    Der IMK-Konjunkturindikator wird monatlich aktualisiert.

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  • Die deutsche Konjunktur hat sich lt. BMWi im Mai beschleunigt. Bis dahin hat die Wirtschaftsleistung im laufenden Jahr nur vergleichsweise verhalten zugenommen. Das Bruttoinlandsprodukt erhöhte sich im ersten Quartal vor dem Hintergrund einer geringen Dynamik von wichtigen deutschen Absatzmärkten und aufgrund vorübergehender nationaler Sondereffekte lediglich um 0,3 %.

    Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Juli 2018

    BMWi, Pressemitteilung vom 13.07.2018

    • Die deutsche Wirtschaft nimmt im Mai Fahrt auf. Der Aufschwung setzt sich leicht beschleunigt fort. Die außenwirtschaftlichen Risiken und die Verunsicherung der Wirtschaft bleiben jedoch hoch.
    • Das Produzierende Gewerbe hat seine Erzeugung im Mai kräftig ausgeweitet. Bei den industriellen Auftragseingängen gibt es Entspannung, aber noch keine Entwarnung. Das Baugewerbe befindet sich in der Hochkonjunktur.
    • Die Einkommen steigen und die Konsumnachfrage der privaten Haushalte bleibt rege. Auch der Handel zeigt sich weiter zuversichtlich.
    • Die hohe Nachfrage nach Arbeitskräften in weiten Teilen der Wirtschaft lässt die Erwerbstätigkeit weiter zunehmen. Die Beschäftigung in strukturschwachen Gebieten und die Langzeitarbeitslosigkeit bleiben gleichzeitig Herausforderungen.

    Die deutsche Konjunktur hat sich im Mai beschleunigt. Bis dahin hat die Wirtschaftsleistung im laufenden Jahr nur vergleichsweise verhalten zugenommen. Das Bruttoinlandsprodukt erhöhte sich im ersten Quartal vor dem Hintergrund einer geringen Dynamik von wichtigen deutschen Absatzmärkten und aufgrund vorübergehender nationaler Sondereffekte lediglich um 0,3 %. Auch im April konnte die Industrieproduktion noch nicht Tritt fassen. Erst im Mai kam es zur erwarteten Belebung. Vielleicht brauchte die Wirtschaft diese Zeit, um die neue außen- und handelspolitische Tonlage einzuschätzen und ihre erste, abwartende Reaktion zu überwinden. Trotz dieser Störungen ist die deutsche Wirtschaft unverändert in guter Verfassung. Die Baukonjunktur ist ausgezeichnet und in den Dienstleistungsbereichen werden weiterhin Arbeitskräfte gesucht und eingestellt. Insgesamt deuten die aktuellen Konjunkturindikatoren darauf hin, dass die deutsche Wirtschaftsleistung nunmehr wieder etwas stärker zunimmt als im Vorquartal. Abgesehen von dem Damoklesschwert der internationalen Handelspolitik sind die Perspektiven daher durchaus positiv. Diese Gemengelage spiegelt auch das weiterhin positive ifo Geschäftsklima für die Gesamtwirtschaft wider: Hier stehen geerdete Erwartungen weiterhin hervorragend guten Lagebeurteilungen gegenüber.

    Der Aufschwung der Weltwirtschaft verlor im ersten Quartal vorübergehend etwas an Schwung. Hierauf weisen Indikatoren für den globalen Handel und die Industrieproduktion hin. Bei unterschiedlicher Entwicklung in den Schwellenländern beruht die verlangsamte Dynamik der globalen Wirtschaft vor allem auf einem geringeren Wachstum in den entwickelten Volkswirtschaften. Während der IHS Markit Global Composite PMI seit April wieder anstieg, verschlechterte sich der ifo Index zum Weltwirtschaftsklima für das zweite Quartal 2018. Auch der OECD Composite Leading Indicator für die OECD-Staaten, der insbesondere Wendepunkte anzeigen soll, setzte im Mai seinen seit Ende letzten Jahres anhaltenden Abwärtstrend fort. Während er für den Euroraum, unter anderem auch für Deutschland, ein geringeres konjunkturelles Momentum signalisiert, zeichnet sich für die USA eine Stärkung ab. Die OECD rechnet in ihrer jüngsten Prognose mit einem Anstieg des Welt-BIP um 3,8 % im Jahr 2018 und um 3,9 % im Jahr 2019.

    Die deutschen Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen haben zu Jahresbeginn unter dem weniger dynamischen außenwirtschaftlichen Umfeld gelitten. Im April und Mai haben sie aber wieder zugenommen. Sie stiegen im Mai saisonbereinigt und in jeweiligen Preisen um 1,4 % nach 0,8 % im April. Allerdings zogen auch die Ausfuhrpreise an. Die ifo Exporterwartungen im Verarbeitenden Gewerbe sind im Juni – im Zuge der aktuellen Zolldebatte – den siebten Monat in Folge gefallen. Die nominalen Importe von Waren und Dienstleistungen nahmen im Mai mit einem saisonbereinigten Plus von 0,8 % weniger stark zu. Sie dürften jedoch angesichts der steigenden Binnennachfrage auch im weiteren Jahresverlauf aufwärtsgerichtet bleiben.

    Nach einer unsteten und schwachen Industrieproduktion in den letzten Monaten kam es im Mai zu kräftigen Produktionssteigerungen. Die Erzeugung in der Industrie nahm um 2,7 % zu. Allerdings wurde dies durch die Konstellation von Feier- und Brückentagen etwas unterstützt. Aber auch im Zweimonatsvergleich April/Mai gegenüber Februar/März stieg die Industrieproduktion um 0,5 % an. Die Produktion im Baugewerbe wurde mit +3,1 % im Mai abermals erheblich ausgeweitet. Auch bei den Auftragseingängen im Verarbeitenden Gewerbe konnte die viermonatige Negativserie durch ein kräftiges Plus von 2,6 % im Mai gestoppt werden. Dabei war der Anteil an Großaufträge sogar unterdurchschnittlich. Im Zweimonatsvergleich Februar/März gegenüber April/Mai ergab sich gleichwohl noch ein Auftragsminus von 0,8 %. Während sich die Bestelltätigkeit aus dem Nicht-Euroraum im gleichen Zeitraum um 3,6 % erhöhte, gingen die Bestellungen aus dem Inland um 1,5 % und vor allem die aus dem Euroraum um 6,0 % zurück. Nach wie vor verfügt das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland aber über ein sehr gutes Auftragspolster; im April lag die Reichweite bei 5,6 Monaten. Das Geschäftsklima des Verarbeitenden Gewerbes hat sich laut ifo Konjunkturtest etwas eingetrübt, liegt aber weiterhin über dem langjährigen Durchschnitt. Die Industriekonjunktur dürfte daher in den kommenden Monaten moderat aufwärtsgerichtet bleiben. Die Risiken insbesondere durch eine mögliche Eskalation der Handelskonflikte bleiben aber gegenwärtig.

    Die privaten Konsumausgaben expandierten nach einer kleinen Durststrecke im ersten Quartal 2018 mit einem Wachstum von 0,4 % wieder stärker. Die Nettolöhne und -gehälter stiegen saisonbereinigt um 1,7 % und damit so stark wie seit drei Jahren nicht mehr. Auch am aktuellen Rand setzt sich das Lohnwachstum fort, im Juni lagen die Tariflöhne 2,4 % über ihrem Vorjahreswert. Zusammen mit der anhaltend guten Beschäftigungsentwicklung dürften die privaten Konsumausgaben daher auch im zweiten Quartal ein Konjunkturtreiber bleiben. Weitere Indikatoren für den privaten Konsum senden allerdings lediglich gemischte Signale. Die Umsätze im Einzelhandel gingen im Mai um 2,1 % zurück, die Zahl der Neuzulassungen von Kraftfahrzeugen, insbesondere bei den privaten Haltergruppen, ist deutlich höher als vor einem Jahr. Während sich das ifo Geschäftsklima für den Handel im Juni wieder etwas eingetrübt hat, stabilisiert sich das Konsumklima im Juli auf hohem Niveau.

    Die insgesamt positiven Entwicklungen am Arbeitsmarkt halten an. Die Frühindikatoren signalisieren eine starke Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften. Im Mai nahm die Erwerbstätigkeit saisonbereinigt um 37.000 Personen zu; auf Jahressicht lag der Beschäftigungszuwachs weiter bei 1,3 %. Im April war der Anstieg bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, nach den dämpfenden Sonderfaktoren im Vormonat, wie erwartet wieder kräftiger (+60.000 Personen). Die Zahl der Arbeitslosen sank im Juni saisonbereinigt etwas stärker als in den beiden Vormonaten um 15.000 Personen und lag nach den Ursprungszahlen unter der Marke von 2,3 Mio. Personen. Die schrittweise Verringerung der Arbeitslosigkeit dürfte sich fortsetzen. Die Eindämmung der Langzeitarbeitslosigkeit und die Stärkung der Beschäftigung in strukturschwachen Gebieten bleiben langfristig Herausforderungen.

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  • Laut KfW hat sich das Finanzierungsklima der Unternehmen in Deutschland im zurückliegenden Jahr nochmals verbessert und somit ein neues Allzeithoch erreicht. In der Unternehmensbefragung 2018 berichten nur 12,5 % der befragten Firmen von Schwierigkeiten beim Kreditzugang (-2,6 % gegenüber dem Vorjahr).

    Unternehmensbefragung 2018: Stimmung auf dem Kreditmarkt unverändert gut

    KfW, Pressemitteilung vom 12.07.2018

    • Finanzierungsklima der Unternehmen in Deutschland erneut auf Allzeithoch
    • Anteil der Unternehmen, die über Schwierigkeiten beim Kreditzugang berichten, auf Tiefststand
    • Bankkredite weiterhin wichtige Finanzierungsquelle, aber: weniger Unternehmen führen Kreditverhandlungen
    • Unternehmen sorgen sich um Fachkräftemangel und nachlassende Konjunktur

    Das Finanzierungsklima der Unternehmen in Deutschland hat sich im zurückliegenden Jahr nochmals verbessert und somit ein neues Allzeithoch erreicht. In der Unternehmensbefragung 2018, die die KfW gemeinsam mit Spitzenverbänden sowie Fach- und Regionalverbänden der deutschen Wirtschaft durchführt, berichten nur 12,5 % der befragten Firmen von Schwierigkeiten beim Kreditzugang (-2,6 % gegenüber dem Vorjahr). Dies ist der niedrigste Wert seit dem Jahr 2012. Demgegenüber geben 54,3 % der Unternehmen an, dass der Kreditzugang „leicht“ sei. Allerdings sind junge und kleine Unternehmen wie bisher häufiger von Schwierigkeiten beim Kreditzugang betroffen als große Unternehmen. So melden 24,4 % der kleinen Unternehmen (bis 1 Mio. EUR Umsatz) Schwierigkeiten beim Kreditzugang. Das sind rund 14-mal so viele wie unter den Unternehmen mit über 50 Mio. EUR Umsatz. Junge Unternehmen (weniger als sechs Jahre alt) berichten mit 25,9 % noch häufiger über Schwierigkeiten bei der Kreditaufnahme.

    Bankkredite sind unverändert eine wichtige Finanzierungsquelle: 52,2 % der Unternehmen haben im letzten Jahr Kreditverhandlungen geführt. Allerdings hat sich dieser Anteil in den zurückliegenden Jahren verringert. Am häufigsten werden Investitionskredite für Maschinen, Anlagen, Fahrzeuge oder Einrichtungen mit 49,6 % nachgefragt. Auf den Positionen zwei und drei rangieren wie im Vorjahr Immobilienkredite (40,3 %) sowie Betriebsmittelkredite (32,9 %).

    „Nie war der Zugang zu Krediten für die Unternehmen in Deutschland so einfach wie aktuell. Sorgen vor einer zu hohen Verschuldung der Unternehmen wie in vielen anderen Ländern muss man sich in Deutschland jedoch nicht machen. Im internationalen Vergleich ist der Schuldenstand der Unternehmen in Deutschland niedrig, ihre Kreditwürdigkeit hingegen hoch. Vor allem die hohe politische Unsicherheit steht einer Investitionsoffensive im Weg“, kommentiert der Chefvolkswirt der KfW, Dr. Jörg Zeuner, die Ergebnisse der Unternehmensbefragung 2018.

    Das insgesamt sehr gute Finanzierungsklima spiegelt sich in den Ratingnoten der Unternehmen wider, die sich erneut auf breiter Front verbessert haben. Gut 32 % der Unternehmen melden Verbesserungen ihrer Ratingnote gegenüber 7,3 % mit Verschlechterungsmeldungen. Der Saldo (Verbesserungs- abzüglich Verschlechterungsmeldungen) nimmt gegenüber dem Vorjahr um 4 Punkte zu. Auch dies ist positiv zu bewerten, da die Kreditinstitute ihre Kreditentscheidung und -konditionen an den Ratingnoten orientieren.

    Dem guten Finanzierungsklima zum Trotz sehen die Unternehmen auch Einschränkungen ihrer Geschäftstätigkeit: Sorgen bereiten ihnen vor allem der drohende Fachkräftemangel (79,6 %) und das Nachlassen der Konjunktur (52,0 %). Große Unternehmen sowie Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes fürchten einen wachsenden Protektionismus, internationale Krisen, ungünstige Wechselkurse oder Handelssanktionen deutlich mehr als eine Verschlechterung des Finanzierungsumfeldes.

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  • Zeichnet sich eine Region durch eine besonders hohe Anzahl an Gründungen aus, bedeutet dies nicht automatisch, dass sich auch das Wirtschaftswachstum überdurchschnittlich entwickelt. Dies zeigt eine Studie des IfM Bonn.

    Auf die Qualität der Gründung kommt es an

    IfM Bonn, Pressemitteilung vom 12.07.2018

    Die beste Gründungsförderung sind wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen

    Zeichnet sich eine Region durch eine besonders hohe Anzahl an Gründungen aus, bedeutet dies nicht automatisch, dass sich auch das Wirtschaftswachstum überdurchschnittlich entwickelt. „Sehr anschaulich zeigt sich dieser Effekt anhand verschiedener Metropolen: Hier finden sich zwar deutlich höhere Startup-Raten als in den ländlichen Gebieten. Aufgrund des Wettbewerbsdrucks sind jedoch viele Neugründungen nicht bestandsfest. Unter Umständen verdrängen sie auch etablierte Unternehmen, ohne dass sich hierdurch Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung ergeben“, erläutert Hans-Jürgen Wolter, der mit seinem Team den Einfluss des Gründungsgeschehens auf das regionale Wirtschaftswachstum untersucht hat.

    Nach Ansicht der IfM-Wissenschaftler ist daher die landläufige Vorstellung nicht generell zutreffend, nach der ein „Mehr“ an Gründungen per se gut für die wirtschaftliche Entwicklung einer Region sei. Zwar zeigte die Datenauswertung, dass es sowohl Kreise gibt, in denen ein aktives Gründungsgeschehen mit einem hohen Wachstum bzw. wenige Gründungen mit niedrigem Wachstum einhergehen. Zugleich gibt es aber auch zahlreiche Regionen, in denen das Wachstum trotz regem Gründungsgeschehen dauerhaft unterdurchschnittlich bleibt. Ebenso finden sich aber auch Kreise, die trotz geringer Startup-Raten wirtschaftlich sehr gut dastehen.

    Aus diesem Grund ist nach Ansicht der IfM-Wissenschaftler eine intensiv betriebene Gründungspolitik, die nicht die Qualität der Neugründungen berücksichtigt, kritisch zu sehen. Stattdessen empfiehlt Hans-Jürgen Wolter wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen zu schaffen: „Dazu gehört nicht nur, dass die Infrastruktur gut ausgebaut ist, sondern auch, dass die öffentlichen Verwaltungen personell so gut ausgestattet sind, dass die Anträge der Unternehmen zeitnah bearbeitet werden.“

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  • Mit 2,1 Prozent in diesem und 2 Prozent im nächsten Jahr dürften sowohl die EU als auch der Euroraum 2018 und 2019 weiterhin ein kräftiges Wachstum verbuchen. Die Wachstumsdynamik hat nach fünf kraftvollen Quartalen in Folge in der ersten Jahreshälfte 2018 nachgelassen, sodass die Wachstumserwartung gegenüber dem Frühjahr nun um 0,2 Prozentpunkte heruntergeschraubt wurde. In der zweiten Jahreshälfte dürfte das Wachstum dann wieder etwas anziehen. Zu diesem Ergebnis kommt die von der EU-Kommission vorgelegte Zwischenprognose Sommer 2018.

    Robustes Wirtschaftswachstum bei zunehmender Unsicherheit

    EU-Kommission, Pressemitteilung vom 12.07.2018

    Mit 2,1 Prozent in diesem und 2 Prozent im nächsten Jahr dürften sowohl die EU als auch der Euroraum 2018 und 2019 weiterhin ein kräftiges Wachstum verbuchen. Die Wachstumsdynamik hat nach fünf kraftvollen Quartalen in Folge in der ersten Jahreshälfte 2018 nachgelassen, sodass die Wachstumserwartung gegenüber dem Frühjahr nun um 0,2 Prozentpunkte heruntergeschraubt wurde. In der zweiten Jahreshälfte dürfte das Wachstum dann wieder etwas anziehen, da sich die Arbeitsmarktlage und die Finanzen der privaten Haushalte weiter verbessern, die Verbraucher nach wie vor zuversichtlich sind und die Geldpolitik konjunkturfreundlich bleibt. Zu diesem Ergebnis kommt die am 12.07.2018 von der Kommission vorgelegte Zwischenprognose Sommer 2018.

    Valdis Dombrovskis, Vizepräsident für den Euro und den sozialen Dialog, außerdem zuständig für Finanzstabilität, Finanzdienstleistungen und die Kapitalmarktunion, erklärte: „Mit dem für dieses Jahr für den Euroraum und die EU28 prognostizierten Wachstum von 2,1 Prozent verzeichnet Europa nach wie vor eine solide Konjunktur. Die gegenüber Mai erfolgte Abwärtskorrektur beim BIP-Wachstum zeigt jedoch, dass ein ungünstiges außenwirtschaftliches Umfeld wie die zunehmenden handelspolitischen Spannungen mit den USA das Vertrauen dämpfen und das Wirtschaftswachstum belasten können. Die wachsenden außenwirtschaftlichen Risiken zeigen einmal mehr, dass wir die Widerstandsfähigkeit unserer Volkswirtschaften und des Euroraums insgesamt erhöhen müssen.“

    Pierre Moscovici, EU-Kommissar für Wirtschafts- und Finanzangelegenheiten, Steuern und Zoll, sagte: „Angesichts der nach wie vor akkomodierenden Geldpolitik und der weiterhin rückläufigen Arbeitslosigkeit geht die Prognose für Europa von einem robusten Wachstum aus. Die gegenüber dem Frühjahr geringfügige Abwärtskorrektur spiegelt die Auswirkungen der gespannten Handelsbeziehungen und der politischen Unsicherheit auf das Vertrauen sowie die steigenden Energiepreise wider. Unsere Prognose geht für die Jahre 2018 und 2019 von anhaltendem Wachstum aus, wenngleich eine Ausweitung der protektionistischen Maßnahmen ein klares Abwärtsrisiko darstellt. Handelskriege kennen keine Sieger, nur Verlierer.“

    Weiter solide Fundamentalfaktoren, aber bei nachlassendem Wachstum

    Die fundamentalen Voraussetzungen für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum sind in der EU und im Euroraum nach wie vor gegeben. Dass sich die Wachstumsraten abschwächen, ist zum Teil auf vorübergehende Faktoren zurückzuführen, doch könnten die zunehmenden handelspolitischen Spannungen, die höheren Ölpreise und die politische Ungewissheit in einigen Mitgliedstaaten ebenfalls eine Rolle gespielt haben.

    Global betrachtet bleibt das Wachstum solide, doch nehmen die Wachstumsunterschiede zwischen den Ländern und Regionen zu.

    Energiepreise führen zu höherer Inflationsprognose

    Da die Ölpreise seit dem Frühjahr steigen, wird in diesem Jahr nunmehr mit einer Teuerungsrate von durchschnittlich 1,9 Prozent in der EU und 1,7 Prozent im Euroraum gerechnet, womit die Inflationsprognose gegenüber dem Frühjahr in beiden Fällen um 0,2 Prozentpunkte heraufgesetzt wurde. Die Inflationsprognose für 2019 wurde für den Euroraum um 0,1 Prozentpunkt auf 1,7 Prozent angehoben, für die EU jedoch bei 1,8 Prozent belassen.

    Prognose mit erheblichen Abwärtsrisiken behaftet

    Auch wenn sich das jüngste kraftvolle Wachstum als robust erwiesen hat, bleibt die Prognose doch mit erheblichen Abwärtsrisiken behaftet, die seit dem Frühjahr noch zugenommen haben.

    Im Basisszenario wird keine weitere Eskalation im Handelsstreit angenommen. Sollten die Spannungen jedoch zunehmen, würde sich dies nachteilig auf den Handel und die Investitionen niederschlagen und in allen beteiligten Ländern zu Wohlstandsverlusten führen. Weitere Risiken bestehen darin, dass durch die Rückkehr zur geldpolitischen Normalität übermäßige Schwankungen an den Finanzmärten ausgelöst werden oder sich andere geopolitische Risiken bewahrheiten könnten.

    Rein technische Annahmen für 2019 beim Vereinigten Königreich

    Da die Verhandlungen über die genauen Bedingungen des Brexit noch nicht abgeschlossen sind, beruhen unsere Prognosen für 2019 auf der rein technischen Annahme, dass die Handelsbeziehungen zwischen der EU-27 und dem Vereinigtes Königreich unverändert bleiben. Dies dient einzig und allein Prognosezwecken und lässt die laufenden Gespräche im Rahmen des Verfahrens nach Artikel 50 unberührt.

    Hintergrund

    Die Prognose beruht auf einer Reihe technischer Annahmen für Wechselkurse, Zinssätze und Rohstoffpreise mit Stichtag 28. Juni 2018. Bei allen anderen Eingangsdaten wurden Informationen bis einschließlich 3. Juli berücksichtigt.

    Ab diesem Jahr legt die Europäische Kommission anstelle der drei umfassenden jährlichen Prognosen, die sie seit 2012 im Frühjahr, Herbst und Winter veröffentlicht hatte, jedes Jahr wieder zwei umfassende Prognosen (im Frühjahr und Herbst) und zwei Zwischenprognosen (im Winter und Sommer) vor. Die Zwischenprognosen enthalten jährliche und vierteljährliche BIP- und Inflationszahlen für das laufende und das folgende Jahr für alle Mitgliedstaaten und das Euro-Währungsgebiet sowie die aggregierten Zahlen für die EU insgesamt. Durch die Rückkehr zum alten Prognose-Rhythmus werden die Prognosen der Kommission zeitlich wieder mit denen anderer Organisationen (wie der Europäischen Zentralbank, des Internationalen Währungsfonds oder der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)) zusammenfallen.

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  • Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im Juni 2018 um 2,1 % höher als im Juni 2017. Damit lag die Inflationsrate – gemessen am Verbraucherpreisindex – den zweiten Monat in Folge über zwei Prozent (Mai 2018: +2,2 %).

    Inflation

    Verbraucherpreise Juni 2018: +2,1 % gegenüber Juni 2017

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 12.07.2018

    Inflationsrate zum zweiten Mal in Folge über zwei Prozent

    Verbraucherpreisindex, Juni 2018

    • +2,1 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
    • +0,1 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

    Harmonisierter Verbraucherpreisindex, Juni 2018

    • +2,1 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
    • +0,1 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

    Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im Juni 2018 um 2,1 % höher als im Juni 2017. Damit lag die Inflationsrate – gemessen am Verbraucherpreisindex – den zweiten Monat in Folge über zwei Prozent (Mai 2018: +2,2 %). Zuvor hatte es eine Inflationsrate über zwei Prozent im Februar 2017 gegeben (+2,2 %). Im Vergleich zum Vormonat Mai 2018 stieg der Verbraucherpreisindex im Juni 2018 um 0,1 %. Das Statistische Bundesamt bestätigt somit seine vorläufigen Gesamtergebnisse vom 28. Juni 2018.

    Maßgeblich beeinflusst wurde die Inflationsrate im Juni 2018 durch die Preisentwicklung der Energieprodukte. Der Preisanstieg bei Energie gegenüber dem Vorjahresmonat fiel mit +6,4 % noch höher aus als im Mai 2018 (+5,1 %). Insbesondere verteuerte sich von Juni 2017 bis Juni 2018 leichtes Heizöl um 30,3 %, im Wesentlichen bedingt durch die vergleichsweise niedrigen Preise vor einem Jahr (statistischer Basiseffekt). Teurer als ein Jahr zuvor waren zudem Kraftstoffe (+11,3 %). Die Preisänderungen für die anderen Energieprodukte fielen deutlich schwächer aus (zum Beispiel Strom: +1,2 %; Umlagen von Zentralheizung und Fernwärme: +0,9 %; Gas: -1,6 %). Ohne Berücksichtigung der Preise für Energie hätte die Inflationsrate im Juni 2018 bei +1,6 % gelegen.

    Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich von Juni 2017 bis Juni 2018 mit +3,4 % überdurchschnittlich. Die Teuerungsarate für Nahrungsmittel lag damit den dritten Monat in Folge über drei Prozent. Die Preiserhöhungen im Juni 2018 gegenüber dem Vorjahresmonat betrafen alle Nahrungsmittelgruppen. Teurer als ein Jahr zuvor waren vor allem Speisefette und Speiseöle (+14,4 %, darunter Butter: +26,1 %). Auch für Obst (+7,2 %) sowie für Molkereiprodukte und Eier (+4,8 %) mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher deutlich mehr bezahlen. Ohne Berücksichtigung der Preise für Nahrungsmittel und Energie hätte die Inflationsrate im Juni 2018 bei +1,4 % gelegen.

    Die Preise für Waren insgesamt lagen im Juni 2018 um 2,8 % über dem Niveau des Vorjahresmonats, maßgeblich bestimmt durch die Preisanstiege bei Energie (+6,4 %) und bei Nahrungsmitteln (+3,4 %). Auch andere Waren verteuerten sich binnen Jahresfrist deutlich, zum Beispiel Zeitungen und Zeitschriften (+4,8 %), Bier (+4,1 %) sowie Tabakwaren (+3,7 %). Günstiger wurden unter anderem Geräte der Unterhaltungselektronik (-4,9 %) und Informationsverarbeitungsgeräte (-4,5 %).

    Die Preise für Dienstleistungen insgesamt erhöhten sich im Juni 2018 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,5 % und damit weniger stark als die Preise für Waren. Bedeutsam für die Preiserhöhung bei Dienstleistungen waren die Nettokaltmieten (+1,6 %), da private Haushalte einen großen Teil ihrer Konsumausgaben dafür aufwenden. Zudem gab es nennenswerte Preiserhöhungen bei Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+3,2 %), bei Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+3,1 %) sowie bei Dienstleistungen für Verpflegung in Restaurants, Cafés und Straßenverkauf (+2,2 %). Günstiger für die Verbraucherinnen und Verbraucher waren unter anderem Flugtickets (-4,2 %) und Telekommunikationsdienstleistungen (-0,7 %).

    Veränderung im Juni 2018 gegenüber dem Vormonat Mai 2018

    Im Vergleich zum Mai 2018 stieg der Verbraucherpreisindex im Juni 2018 um 0,1 %. Deutliche Preiserhöhungen binnen Monatsfrist gab es saisonbedingt bei Flugtickets (+2,7 %), Pauschalreisen (+2,5 %) und Beherbergungsdienstleistungen (+1,4 %).

    Im Vormonatsvergleich stiegen zudem die Energiepreise um 0,5 %. Insbesondere für Kraftstoffe (+1,5 %, darunter Superbenzin: +1,5 %; Dieselkraftstoff: +1,6 %) mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher mehr bezahlen. Die Preise für Haushaltsenergie insgesamt blieben nahezu unverändert (-0,1 %, darunter Gas -0,6 %; Strom: 0,0 %; Umlage für Zentralheizung und Fernwärme: +0,4 %).

    Die Preise für Nahrungsmittel gingen im Juni 2018 gegenüber dem Vormonat um 0,3 % zurück. Im Einzelnen fiel die Preisentwicklung hierfür unterschiedlich aus: Billiger wurde vor allem Obst und Gemüse (jeweils -1,7 %). Etwas günstiger für die Verbraucherinnen und Verbraucher waren auch Fleisch und Fleischwaren (-0,3 %). Teurer wurden hingegen Speisefette und Speiseöle (+3,0 %), vor allem kostete Butter erneut mehr (+4,8 % gegenüber Mai 2018). Darüber hinaus gab es im Vormonatsvergleich Preisrückgänge bei Bekleidungsartikeln (-2,9 %) sowie bei Schuhen und Schuhzubehör (-1,3 %), teilweise durch erste Rabatte auf die Frühjahrs- und Sommerware.

    Harmonisierter Verbraucherpreisindex für Deutschland

    Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für Deutschland lag im Juni 2018 um 2,1 % über dem Stand von Juni 2017. Damit wurde der für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) wichtige Schwellenwert von zwei Prozent erneut überschritten (Mai 2018: +2,2 %). Im Vergleich zum Mai 2018 stieg der HVPI im Juni 2018 um 0,1 %. Die vorläufigen Ergebnisse für den HVPI vom 28. Juni 2018 wurden damit bestätigt.

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  • Im April 2018 meldeten die deutschen Amtsgerichte 1.729 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 9,9 % mehr als im April 2017.

    Insolvenzen

    April 2018: 9,9 % mehr Unternehmensinsolvenzen als im April 2017

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 12.07.2018

    Im April 2018 meldeten die deutschen Amtsgerichte 1.729 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 9,9 % mehr als im April 2017. Die registrierten Insolvenzen von Unternehmen dürften auch deshalb relativ stark zugenommen haben, weil im April 2018 aufgrund der Lage der Osterfeiertage den Gerichten mehr Arbeitstage zur Verfügung gestanden hatten als im April 2017 und deshalb mehr Insolvenzanträge bearbeitet werden konnten.Im Baugewerbe gab es im April 2018 mit 313 Fällen die meisten Unternehmensinsolvenzen. 307 Insolvenzanträge stellten Unternehmen des Wirtschaftsbereichs Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen). Im Bereich der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen wurden 188 und im Gastgewerbe 182 Insolvenzanträge gemeldet.Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte für April 2018 auf rund 1,8 Milliarden Euro. Im April 2017 hatten sie bei 1,3 Milliarden Euro gelegen.

    Zusätzlich zu den Unternehmensinsolvenzen meldeten 7.579 übrige Schuldner im April 2018 Insolvenz an (+4,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat). Darunter waren 5.584 Insolvenzanträge von Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie 1.627 Insolvenzanträge von ehemals selbstständig Tätigen, die ein Regel- beziehungsweise ein Verbraucherinsolvenzverfahren durchlaufen.

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  • Laut KfW Research werden die Kosten der Digitalisierung von den Unternehmen aktuell als zu hoch eingeschätzt. Um Kosten zu sparen, suchen die Unternehmen nach neuen und günstigeren Produktionsstandorten in Asien oder Afrika.

    Digitalisierung in der Textil-, Bekleidungs- und Schuhindustrie – eine Gefahr für die Schwellen- und Entwicklungsländer?

    KfW Research, Mitteilung vom 09.07.2018

    Im Rahmen der Debatten über Digitalisierung der Arbeitswelt werden hier die Risiken dieser Entwicklung für die Schwellen- und Entwicklungsländer diskutiert. Exemplarisch setzt sich dieser Fokus mit der Textil-, Bekleidungs- und Schuhindustrie auseinander. Diese Industrie hat gerade in ärmeren Ländern eine hohe volkswirtschaftliche Bedeutung. Insgesamt lässt sich festhalten, dass aktuell das Risiko einer Abwanderung der Textil-, Bekleidungs- und Schuhindustrie aus den Schwellen- und Entwicklungsländern kurz- bis mittelfristig gering ist. Die Kosten der Digitalisierung werden von den Unternehmen aktuell als zu hoch eingeschätzt. Um Kosten zu sparen, suchen die Unternehmen nach neuen und günstigeren Produktionsstandorten in Asien oder Afrika.

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  • Die Konjunkturerwartungen für Deutschland sind lt. ZEW im Juli 2018 um 8,6 Punkte auf einen neuen Wert von minus 24,7 Punkten gesunken.

    Konjunkturerwartungen: Erneute Verschlechterung des Ausblicks

    ZEW, Pressemitteilung vom 10.07.2018

    Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland sind im Juli 2018 um 8,6 Punkte auf einen neuen Wert von minus 24,7 Punkten gesunken. Dies ist der niedrigste Wert seit August 2012. Der langfristige Durchschnitt (23,2 Punkte) wird erheblich unterschritten. Seit Anfang des Jahres sind die Erwartungen um beachtliche 45,1 Punkte gesunken. Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland ist um 8,2 Punkte auf einen Stand von 72,4 Punkten zurückgegangen.

    „Die aktuelle Umfrageperiode wird von größeren politischen Unsicherheitsfaktoren geprägt. Vor allem die Befürchtung einer Eskalation des internationalen Handelskrieges mit den Vereinigten Staaten belastet den konjunkturellen Ausblick. Die positiven Neuigkeiten zur Industrieproduktion, den Auftragseingängen sowie zum Arbeitsmarkt werden von den erwarteten negativen Wirkungen auf den Außenhandel deutlich überkompensiert“, kommentiert ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach, Ph.D..

    Die Erwartungen der Finanzmarktexperten/-innen an die Konjunkturentwicklung in der Eurozone sinken ebenfalls deutlich. Der Erwartungsindikator für die Eurozone liegt aktuell bei minus 18,7 Punkten, 6,1 Punkte unterhalb des Niveaus vom Juni. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum sinkt um 3,7 Punkte auf einen Wert von 36,2 Punkten. Damit verschlechtert sich der Konjunkturausblick für das gesamte Eurogebiet für die kommenden sechs Monate ganz erheblich. Entsprechend des schwächeren konjunkturellen Ausblicks für Deutschland und das Eurogebiet lassen auch die Inflationserwartungen verglichen mit dem Vormonat deutlich nach.

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  • Etablierte Mittelständler kennen den Markt und verfügen über innovative Produkte, junge Startups setzen auf frische Ideen und neueste digitale Technologien. Wenn beide zusammenkommen, profitieren davon sowohl die Unternehmen als auch die deutsche Wirtschaft. Soweit die Theorie. In der Praxis fehlt es Unternehmen quer durch alle Branchen lt. Bitkom an Kontakten mit Startups.

    Mittelstand hat kaum Kontakt zu Startups

    Bitkom, Pressemitteilung vom 10.07.2018

    • Zwei Drittel der Mittelständler arbeiten nicht mit Startups zusammen
    • Vor allem Großunternehmen entwickeln gemeinsam mit Startups Produkte
    • Große Mehrheit der Startups ist offen für eine Zusammenarbeit

    Etablierte Mittelständler kennen den Markt und verfügen über innovative Produkte, junge Startups setzen auf frische Ideen und neueste digitale Technologien. Wenn beide zusammenkommen, profitieren davon sowohl die Unternehmen als auch die deutsche Wirtschaft. Soweit die Theorie. In der Praxis fehlt es Unternehmen quer durch alle Branchen an Kontakten mit Startups. 6 von 10 Unternehmen (61 Prozent) ab 20 Mitarbeitern geben an, dass sie überhaupt nicht mit Startups zusammenarbeiten. Unter den Mittelständlern mit 50 bis 499 Mitarbeitern beträgt der Anteil sogar 66 Prozent. Dagegen verzichten nur 4 von 10 Unternehmen (41 Prozent) mit 500 oder mehr Beschäftigten auf die Zusammenarbeit mit Startups. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage zum Stand der Digitalisierung der deutschen Wirtschaft unter 604 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „Gerade der Mittelstand tut sich noch häufig schwer damit, die Digitalisierung aktiv zu gestalten und für das eigene Unternehmen zu nutzen. Startups können hierbei eine wichtige Unterstützung sein – und sie können zugleich von den Erfahrungen und Kontakten der etablierten Unternehmen profitieren“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

    Rund jedes dritte Unternehmen (30 Prozent) kooperiert lose mit Startups, etwa durch Zusammenarbeit bei Gründerwettbewerben. Jedes zehnte Unternehmen (10 Prozent) gibt an, mit Startups gemeinsam Produkte oder Dienstleistungen zu entwickeln. Bei den kleineren Unternehmen mit 20 bis 49 Mitarbeitern beträgt der Anteil allerdings nur 6 Prozent, im Mittelstand mit 50 bis 499 Mitarbeitern sind es 11 Prozent und bei größeren Unternehmen ab 500 Mitarbeitern sogar 22 Prozent. Und nur 9 Prozent der Unternehmen sind finanziell an Startups beteiligt – und auch hier zeigt sich je nach Größe ein eklatanter Unterschied. Während nur 6 Prozent der Unternehmen mit 20 bis 49 Mitarbeitern Startup-Beteiligungen halten, sind es im Mittelstand mit 50 bis 499 Mitarbeitern bereits 19 Prozent und bei den großen Unternehmen ab 500 Mitarbeitern sogar rund jedes zweite (48 Prozent). Berg: „Gerade kleinere Unternehmen sollten den Versuch wagen, Kooperationen mit Startups einzugehen. Es gibt inzwischen fast überall in Deutschland entsprechende Orte und Gelegenheiten der Vernetzung und nicht zuletzt die Digital-Hub-Initiative der Bundesregierung.“

    Die große Mehrheit der Startups arbeitet bereits mit etablierten Unternehmen zusammen, wie eine Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 300 Startup-Gründern zeigt. So geben 3 von 5 (60 Prozent) Gründern an, dass gemeinsam Produkte oder Dienstleistungen entwickelt werden, 2 von 5 (43 Prozent) arbeiten auf andere Art, etwa bei Gründerwettbewerben lose mit etablierten Unternehmen zusammen. Und immerhin sind an jedem fünften Startup (21 Prozent) etablierte Unternehmen finanziell beteiligt. Nur 14 Prozent sagen, dass es gar keine Zusammenarbeit gibt – und 4 Prozent wollten oder konnten dazu keine Angaben machen.

    Startups, die nicht mit etablierten Unternehmen zusammenarbeiten, begründen dies am häufigsten damit, dass sie unabhängig bleiben wollen (48 Prozent). Rund jedes Dritte (36 Prozent) sieht in einer Kooperation keinen Mehrwert, rund jedes Vierte (29 Prozent) hat kein konkretes Projekt, bei dem sich eine Zusammenarbeit anbietet. Rund jeder fünfte Gründer (21 Prozent) gibt allerdings auch an, dass etablierte Unternehmen kein Interesse an einer Zusammenarbeit hätten, 17 Prozent sagen, dass sie keinerlei Kontakt zu ihnen hätten. Und 14 Prozent der Gründer verweisen darauf, dass sie keine Zeit für solche Kooperationen hätten, 7 Prozent fehlt es an den notwendigen finanziellen Mitteln.

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  • Gute Jobaussichten für Datenschutzexperten: Auf dem Arbeitsmarkt sind sie derzeit gefragt wie selten. So geben lt. Bitkom sechs von zehn Unternehmen (61 Prozent) in Deutschland an, dass die Rekrutierung von Datenschutzexperten sehr schwierig ist.

    Unternehmen beklagen Mangel an Datenschutzexperten

    Bitkom, Pressemitteilung vom 09.07.2018

    • 61 Prozent haben Probleme bei Personalsuche
    • Fast die Hälfte investiert in Aus- und Weiterbildung

    Gute Jobaussichten für Datenschutzexperten: Auf dem Arbeitsmarkt sind sie derzeit gefragt wie selten. So geben sechs von zehn Unternehmen (61 Prozent) in Deutschland an, dass die Rekrutierung von Datenschutzexperten sehr schwierig ist. Ähnlich viele Unternehmen (57 Prozent) sagen: Der Markt für Personal im Bereich Datenschutz ist nahezu leergefegt. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung unter mehr als 500 Unternehmen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „Die Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung hat den Bedarf an qualifiziertem Personal rapide ansteigen lassen“, sagt Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung. Die neuen Vorschriften würden die Unternehmen noch monatelang beschäftigen und sorgten für langfristigen Mehraufwand. „Mit der kommenden E-Privacy-Verordnung steht den Unternehmen die nächste regulatorische Datenschutzherausforderung noch bevor.“

    Viele Unternehmen bekämpfen den Fachkräftemangel, indem sie hohe Summen in die Aus- und Weiterbildung ihres Datenschutzpersonals investieren. Nahezu die Hälfte (44 Prozent) gibt dies an. Mit den eigenen Mitarbeitern im Bereich Datenschutz sind hingegen fast alle Unternehmen zufrieden. Neun von zehn (88 Prozent) stimmen der Aussage zu, dass ihre Mitarbeiter über die notwendigen Fähigkeiten und Kenntnisse verfügen, um stets konform mit geltendem Recht zu sein. Dehmel: „Unternehmen stehen vor einer großen Herausforderung. Sie müssen die neuen Datenschutzregeln bestmöglich umsetzen, finden aber derzeit kaum geeignetes Personal oder qualifizierte Berater.“ Dies sei bedenklich, denn bei Verstößen gegen geltendes Datenschutzrecht drohten hohe Bußgelder.

    Seit dem 25. Mai 2018 die ist die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) vollumfänglich gültig. Die DS-GVO sieht erweiterte Informationspflichten und strengere Vorgaben für die Einwilligung bei der Verarbeitung personenbezogener Daten vor. Entsprechend müssen Unternehmen ihre Datenschutzerklärungen und die Einwilligungserklärungen anpassen. Darüber hinaus gibt es neue Meldepflichten bei Datenpannen und neue Portabilitätsvorschriften. Unter dem Stichwort „Privacy by Design“ muss der Datenschutz bei der Entwicklung neuer Produkte und Dienste berücksichtigt werden.

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  • Anfang 2019 sollen die Frequenzen für den neuen Mobilfunkstandard 5G vergeben werden. Angesichts der enormen Bedeutung dieser Technik für den Standort – beispielsweise mit Blick auf die Industrie 4.0, Mobilitätsdienste, vernetztes Fahren oder auch die Energieversorgung – mahnt der DIHK, frühzeitig geeignete Rahmenbedingungen für eine zukunftsfähige, flächendeckende Mobilfunkversorgung zu definieren. Diese Entscheidungen hätten weitreichende Auswirkungen auf die Volkswirtschaft und die gesamte Gesellschaft.

    5G-Internet wichtig für Deutschlands Wirtschaft

    DIHK, Mitteilung vom 05.07.2018

    Der neue Mobilfunkstandard 5G ermöglicht zahlreiche neue Anwendungen: beispielsweise in der Industrie 4.0, für Mobilitätsdienste, für vernetztes Fahren oder für die Steuerung dezentraler Netze etwa in der Energieversorgung. Die Funkfrequenzen sollen deshalb nach dem Koalitionsvertrag der aktuellen Bundesregierung „nur gegen flächendeckende Versorgung“ vergeben werden. Doch was bedeutet das konkret? Der Koalitionsvertrag fokussiert hier auf Bundesfernstraßen und – in zeitlicher Perspektive abgestuft – auch auf das nachgeordnete Straßennetz und Bahnstrecken. Das wird allerdings nicht reichen.

    Konvergenter flächendeckender Netzausbau als Leitlinie

    Eine flächendeckende Versorgung mit 5G-Mobilfunk erfordert eine vorausschauende, aufeinander abgestimmte Planung des Netzausbaus im Fest- und Mobilfunknetz. Auch die Mobilfunk-Sendemasten benötigen einen Glasfaseranschluss, sodass die Glasfasernetze zu den (potenziellen) 5G-Sendemasten weiter in die Fläche hinein gebaut werden müssen. Dieser Netzausbau wird sich für die Unternehmen, die die Funkfrequenzen ersteigern, nicht überall lohnen. Deshalb sollte vor der für Anfang 2019 geplanten Frequenzvergabe in einem Masterplan ein mehrstufiges Verfahren für den effektiven Netzausbau insbesondere in der Fläche festgelegt werden. Eine flächendeckende Mobilfunkversorgung bietet Chancen für ländliche und strukturschwache Regionen, Standortnachteile zu überwinden.

    Anforderungen der Unternehmen stärker berücksichtigen

    Nach Lesart des Koalitionsvertrages zielt der Ausbau der 5G-Netze in erster Linie auf den Massenmarkt ab. Volkswirtschaftlicher Mehrwert wird aber vor allem dann generiert, wenn Unternehmen überall 5G-basierte Anwendungen nutzen können. Die Mobilfunknetze sollten deshalb bedarfsgerecht der anwendenden Wirtschaft in den Regionen zur Verfügung stehen. Nur dann können Unternehmen darauf zeitnah innovative Geschäftsmodelle mit einem Mehrwert für die gesamte deutsche Volkswirtschaft entwickeln.

    Vergabebedingungen mit Augenmaß ausgestalten

    Auf der anderen Seite wird der Aufbau der 5G-Netze von den Telekommunikationsnetzbetreibern enorme Investitionen erfordern. Um den Marktteilnehmern Planungssicherheit zu gewährleisten, sollten Bund und Länder unter Einbeziehung der Wirtschaft rechtzeitig vor dem eigentlichen Frequenzvergabeverfahren die Rahmenbedingungen definieren. Sie sollten flexibel gestaltet sein und künftige Marktentwicklungen nicht verhindern. Bei der Frequenzvergabe sollte das Augenmerk deshalb nicht allein auf staatlicher Gewinnmaximierung liegen.

    Damit sich Deutschland schnell zu einem Leitmarkt für 5G entwickelt, sind dabei auch in ausreichendem Maß Frequenzen für lokale und betriebliche Anwendungen in verschiedenen Wirtschaftsbereichen (z. B. für industrielle Anwendungen) erforderlich. Diese können für zahlreiche Testumgebungen genutzt und auf Antrag von der Bundesnetzagentur vergeben werden. Die Bundesnetzagentur, die für die Frequenzvergabe zuständig ist, hat sich schon darauf eingestellt. Nur durch eine sinnvolle Kombination von nationalem Rollout und bedarfsgerechter, priorisierter Versorgung von Wirtschaftsstandorten in der Fläche – auch durch lokale Frequenzen – kann Deutschland zu einem 5G-Leitmarkt werden.

    Bund, Länder und Bundesnetzagentur stehen vor der großen Herausforderung, jetzt geeignete Rahmenbedingungen für eine zukunftsfähige, flächendeckende Mobilfunkversorgung festzulegen. Diese Entscheidungen haben weitreichende Auswirkungen auf die Volkswirtschaft und die gesamte Gesellschaft.

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  • Im Juni 2018 ist das Geschäftsklima im deutschen Mittelstand zum fünften Mal in Folge gesunken. Das Geschäftsklima geht um -0,3 Zähler auf 13,8 Saldenpunkte zurück. Die anstehende Verschärfung des Handelskonflikts mit den USA scheint im Mittelstand lt. KfW nur wenig zusätzliche Verunsicherung auszulösen.

    Geschäftsklima im Mittelstand trotzt Handelskonflikt

    KfW, Pressemitteilung vom 06.07.2018

    • Geschäftsklima im Mittelstand gibt im Juni nur leicht nach
    • Großunternehmen blicken mit Sorge auf politische Krisen
    • Branchenvergleich mit wenigen Ausreißern nach oben

    Die Stimmung im deutschen Mittelstand bleibt im Juni nahezu unverändert. Das Geschäftsklima geht um -0,3 Zähler auf 13,8 Saldenpunkte zurück. Damit zeigen sich die kleinen und mittleren Unternehmen von der letzten Verschärfung im Handelskonflikt mit den USA bislang unbeeindruckt. Die Geschäftserwartungen steigen um 0,2 Zähler auf 2,5 Saldenpunkte. Die aktuelle Geschäftslage bewerten die deutschen Mittelständler mit 25,7 Saldenpunkten trotz eines erneuten Rückgangs um -1,0 Zähler noch immer als ausgezeichnet. Ganz anders ist die Stimmung unter den Großunternehmen: Das Geschäftsklima bei ihnen lässt im Juni deutlich um -3,0 Zähler auf 10,3 Saldenpunkte nach. Die Bewertung der Geschäftslage verbucht einen Rückgang um -2,6 Zähler auf 24,1 Saldenpunkte. Die Geschäftserwartungen sind mit nunmehr -2,2 Saldenpunkten gar unterdurchschnittlich.

    „Die Einschätzungen des deutschen Mittelstands und der Großunternehmen divergieren zunehmend. Die Großunternehmen beobachten die politischen Auseinandersetzungen mit den USA zu Recht mit wachsender Sorge. Für sie rücken strategische Entscheidungen etwa über den Produktionsstandort oder den Umbau von Wertschöpfungsketten immer näher. Darin liegt die eigentliche Gefahr des Handelsstreits“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. „Die Mittelständler sehen dagegen vorerst noch die gute Binnenkonjunktur“, stellt Zeuner fest und ergänzt: „Eine Verschlechterung der Stimmung in den nächsten Monaten wäre für mich keine Überraschung angesichts der vielen politischen Herausforderungen für Deutschland und die europäische Gemeinschaft.“ Schließlich habe auch der Konflikt um die Asylpolitik innerhalb der Bundesregierung zum Umfragezeitpunkt noch keine Rolle gespielt.

    Im Branchenvergleich setzt sich die hervorragende Stimmung großer Bauunternehmen fort. Das Klima im mittelständischen Baugewerbe lässt etwas nach. Umgekehrt verhält es sich bei den Dienstleistern. Hier entwickelt sich das Klima unter den Mittelständlern positiv. Die Großunternehmen des Dienstleistungssektors melden eine deutliche Stimmungseintrübung. Die stets schwankungsanfälligen Großunternehmen im Einzel- und Großhandel verzeichnen durchschnittliche negative Veränderungen. Im Verarbeitenden Gewerbe kommt es bei großen und mittelständischen Unternehmen zu einer leichten Verschlechterung des Geschäftsklimas.

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  • Im Mai 2018 wurden von Deutschland Waren im Wert von 109,1 Mrd. Euro exportiert und Waren im Wert von 89,4 Mrd. Euro importiert. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren damit die deutschen Exporte im Mai 2018 um 1,3 % niedriger und die Importe um 0,8 % höher als im Mai 2017.

    Deutsche Exporte im Mai 2018: -1,3 % zum Mai 2017

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 09.07.2018

    Exporte, Mai 2018

    • 109,1 Milliarden Euro
    • +1,8 % zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)
    • -1,3 % zum Vorjahresmonat

    Importe, Mai 2018

    • 89,4 Milliarden Euro
    • +0,7 % zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)
    • +0,8 % zum Vorjahresmonat

    Außenhandelsbilanz, Mai 2018:

    • 19,7 Milliarden Euro
    • 20,3 Milliarden Euro (kalender- und saisonbereinigt)

    Leistungsbilanz der Deutschen Bundesbank, Mai 2018

    • 12,6 Milliarden Euro

    Im Mai 2018 wurden von Deutschland Waren im Wert von 109,1 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 89,4 Milliarden Euro importiert. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, waren damit die deutschen Exporte im Mai 2018 um 1,3 % niedriger und die Importe um 0,8 % höher als im Mai 2017. Kalender- und saisonbereinigt nahmen die Exporte gegenüber April 2018 um 1,8 % und die Importe um 0,7 % zu.

    Die Außenhandelsbilanz schloss im Mai 2018 mit einem Überschuss von 19,7 Milliarden Euro ab. Im Mai 2017 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz +21,8 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag der Außenhandelsbilanzüberschuss im Mai 2018 bei 20,3 Milliarden Euro.

    Unter Berücksichtigung der Salden für Warenhandel einschließlich Ergänzungen zum Außenhandel (+21,5 Milliarden Euro), Dienstleistungen (-1,6 Milliarden Euro), Primäreinkommen (-7,4 Milliarden Euro) und Sekundäreinkommen (+0,1 Milliarden Euro) schloss -nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank -die Leistungsbilanz im Mai 2018 mit einem Überschuss von 12,6 Milliarden Euro ab. Im Mai 2017 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 15,2 Milliarden Euro ausgewiesen.

    In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Mai 2018 Waren im Wert von 65,7 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 51,8 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber Mai 2017 stiegen die Exporte in die EU-Länder um 2,4 % und die Importe aus diesen Ländern um 2,9 %. In die Länder der Eurozone wurden im Mai 2018 Waren im Wert von 40,8 Milliarden Euro (+0,1 %) geliefert und Waren im Wert von 32,9 Milliarden Euro (+0,6 %) aus diesen Ländern bezogen. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im Mai 2018 Waren im Wert von 24,9 Milliarden Euro (+6,5 %) exportiert und Waren im Wert von 18,9 Milliarden Euro (+7,0 %) von dort importiert.

    In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im Mai 2018 Waren im Wert von 43,4 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 37,6 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber Mai 2017 nahmen die Exporte in die Drittländer um 6,4 % ab, die Importe von dort sanken um 1,9 %.

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  • Während des Studiums eine tolle Idee und dann noch vor dem Abschluss das Startup auf die Beine stellen: Das Klischee einer Startup-Gründung ist in der Realität die absolute Ausnahme, wie eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 300 deutschen Startups ergeben hat.

    Heute Studi, morgen CEO – bei Startup-Gründern die Ausnahme

    Bitkom, Pressemitteilung vom 06.07.2018

    • Nur eine Minderheit der Startups wird von Studierenden oder Schülern gegründet
    • Kaum jemand gründet sein Startup aus der Arbeitslosigkeit heraus
    • Breite Zustimmung für die Einführung einer Gründerzeit

    Während des Studiums eine tolle Idee und dann noch vor dem Abschluss das Startup auf die Beine stellen: Das Klischee einer Startup-Gründung ist in der Realität die absolute Ausnahme, wie eine Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 300 deutschen Startups ergeben hat. Lediglich 11 Prozent aller Startups wurden von den Gründern noch während des Studiums auf den Weg gebracht, nur in den seltensten Fällen gingen die Gründer noch zur Schule (1 Prozent). Und auch direkt im Anschluss an das Studium wurden nur 12 Prozent der Startups gegründet. Die große Mehrheit der Gründer wagt den Schritt zum Startup erst mit Berufserfahrung: 43 Prozent aus einem Anstellungsverhältnis heraus, 27 Prozent aus einer selbstständigen Tätigkeit. Und gerade einmal 4 Prozent der Gründer waren arbeitslos, als sie sich für ihr Startup entschieden haben. „Viele Gründer verfügen über eine gehörige Portion Erfahrung in jenem Bereich, in dem sie mit ihrem Startup tätig sind. Oft sind sie im alten Beruf an Grenzen gestoßen oder haben erkannt, was man mit digitalen Technologien besser machen kann – und setzen das dann um“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Eine Startup-Gründung ist für die allermeisten kein Notnagel, sondern eine bewusste unternehmerische Entscheidung.“

    Entsprechend befürwortet eine große Mehrheit der Startups die Einführung der im Koalitionsvertrag in Aussicht gestellten Gründerzeit. In der Gründerzeit sollen Arbeitnehmer ihre wöchentliche Arbeitszeit ohne größeren Verdienstausfall reduzieren können, um sich so finanziell abgesichert ihrem Startup widmen zu können. Vorbild dabei ist die Familienpflegezeit. Zwei Drittel der Gründer (64 Prozent) sagen, eine solche Gründerzeit wäre für ihr eigenes Startup hilfreich. „Ein wichtiger Baustein, um die Gründungskultur zu fördern, ist es, den Übergang von einer Beschäftigung in die Selbstständigkeit zu erleichtern. Die Große Koalition hat mit einer Gründerzeit ein Modell dafür vorgeschlagen. Jetzt gilt es, diese Idee rasch in die Praxis umzusetzen“, so Berg.

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  • Wie das BMWi mitteilt, hat die Produktion im Produzierenden Gewerbe nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Mai im Vergleich zum Vormonat um 2,6 % zugenommen. Sowohl in der Industrie als auch im Baugewerbe zog die Produktion kräftig an (+2,7 % bzw. +3,1 %).

    Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im Mai 2018

    BMWi, Pressemitteilung vom 06.07.2018

    Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat die Produktion im Produzierenden Gewerbe im Mai im Vergleich zum Vormonat um 2,6 % zugenommen. Sowohl in der Industrie als auch im Baugewerbe zog die Produktion kräftig an (+2,7 % bzw. +3,1 %). Innerhalb der Industrie verzeichneten die Produzenten von Investitionsgütern einen Zuwachs von 0,9 %. Weitaus deutlichere Steigerungen wurden aus den Bereichen Vorleistungsgüter (+3,0 %) und Konsumgüter (+6,5 %) gemeldet.Im Zweimonatsvergleich April/Mai gegenüber Februar/März ergab sich ein Anstieg der Produktion im Produzierenden Gewerbe von 0,7 %. Während die Industrieproduktion um 0,5 % ausgeweitet wurde, gab es im Baugewerbe eine stärkere Zunahme um 3,3 %.

    Durch die Konstellation der Feier- und Brückentage wurden die Ergebnisse im April etwas unter- und im Mai etwas überzeichnet. Im Mittel der Monate April/Mai liegt der Ausstoß des Produzierenden Gewerbes um 0,4 % und der Industrie um 0,2 % oberhalb der durchschnittlichen Monatsergebnisse des ersten Quartals. Die hohen Auftragsbestände und die umfangreichen Auftragseingänge im Mai sprechen dafür, dass die Konjunktur im Produzierenden Gewerbe moderat aufwärtsgerichtet bleibt.

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  • Der Mindestlohn nützt nicht nur Geringverdienern, sondern auch der Gesamtwirtschaft: Er stärkt den Konsum und sorgt so für stabiles Wachstum, von dem auch die Staatskasse profitiert. Das wird in Zukunft so bleiben, vor allem, wenn der Staat die zusätzlichen Einnahmen auch zeitnah wieder ausgibt. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Untersuchung der Hans-Böckler-Stiftung.

    Mindestlohn nützt der Gesamtwirtschaft: Höherer Konsum, stärkeres Wachstum, mehr Staatseinnahmen

    Hans-Böckler-Stiftung, Pressemitteilung vom 03.07.2018

    Der Mindestlohn nützt nicht nur Geringverdienern, sondern auch der Gesamtwirtschaft: Er stärkt den Konsum und sorgt so für stabiles Wachstum, von dem auch die Staatskasse profitiert. Das wird in Zukunft so bleiben, vor allem, wenn der Staat die zusätzlichen Einnahmen auch zeitnah wieder ausgibt. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Untersuchung des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung.

    Die Erfahrungen mit der gesetzlichen Lohnuntergrenze sind nach rund dreieinhalb Jahren gut: Löhne im Niedriglohnsektor sind deutlich gestiegen, vor der Einführung verbreitete Warnungen, der Mindestlohn werde massenhaft Beschäftigung kosten, haben sich nicht bewahrheitet. Wie sind die Aussichten für die Zukunft? Das untersucht ein Report, den Dr. Alexander Herzog-Stein, Patrick Nüß, Dr. Ulrike Stein und Dr. Rudolf Zwiener vom IMK gemeinsam mit Prof. Dr. Camille Logeay von der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Technik erstellt haben. Er basiert auf einer breiter angelegten Studie, die das IMK und das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung im Auftrag der Mindestlohnkommission erstellt haben. Die Ökonomen haben für einen Zeitraum von zehn Jahren Szenarien mit und ohne Mindestlohn durchgerechnet und verglichen. So lässt sich noch genauer abschätzen, was der Mindestlohn bislang bewirkt hat – und welche weiteren langfristigen gesamtwirtschaftlichen Effekte zu erwarten sind.

    Der Analyse zufolge ist die Lohnuntergrenze ein Wachstumsverstärker. Das Bruttoinlandsprodukt fällt in dem Szenario mit Mindestlohn durchgehend 0,25 Prozent höher aus. Der Grund: Nicht nur die Löhne der unmittelbar betroffenen Beschäftigten steigen deutlich – im Schnitt um 18 Prozent. Es gibt auch „Spillover-Effekte“ auf die angrenzenden Gehaltsgruppen. Die gesamtwirtschaftliche Lohnsumme erhöht sich dadurch nach zwei Jahren um gut ein Prozent, nach zehn Jahren um zwei Prozent. Da die Konsumquote im unteren Bereich der Lohnverteilung, wo die Steigerungen anfallen, vergleichsweise hoch ist, legt der private Verbrauch um 0,5 bis 0,7 Prozent zu – was sich in einer höheren Wirtschaftsleistung niederschlägt.

    Die Wachstumseffekte fallen auch deshalb so positiv aus, weil die Beschäftigung weitestgehend stabil bleibt. Der Studie zufolge dürften zwar Minijobs weggefallen sein. Sie wurden aber zu einem erheblichen Teil umgewandelt in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, sodass sich am Arbeitsvolumen insgesamt nichts änderte. Leichte Änderungen gibt es dagegen beim Preisniveau, das anfänglich 0,2 Prozent, nach zehn Jahren 0,5 Prozent höher liegt. Angesichts der immer noch bestehenden Unterschreitung der Zielinflationsrate der EZB sei dieser Effekt aber zu begrüßen, so die Forscher. Auch der Fiskus profitiert: Die steigenden Steuereinnahmen lassen die Defizitquote sinken.

    In einem weiteren Szenario haben die Wissenschaftler zusätzlich untersucht, was passiert, wenn der Staat die entstehenden Mehreinnahmen für höhere Ausgaben nutzt, wie es in der Realität seit 2015 der Fall war. Wächst der Staatsverbrauch so um ein Prozent zusätzlich, fällt der Wachstumseffekt sogar doppelt so hoch aus. Auch die Beschäftigung liegt dann merklich über dem Szenario ohne Mindestlohn.

    Laut Studie war der gesetzliche Mindestlohn notwendig zur Absicherung einer „makroökonomisch orientierten Lohnpolitik“. Eine solche Lohnpolitik schöpft den Verteilungsspielraum aus, der sich aus dem trendmäßigen Produktivitätswachstum und der Zielinflationsrate ergibt. Dass entsprechende Lohnsteigerungen lange nicht erreicht wurden, dürfte nach Einschätzung der Ökonomen mit dem Rückgang der Tarifbindung und der Arbeitsmarktpolitik im letzten Jahrzehnt in Deutschland zusammenhängen. Der Mindestlohn verhindert jetzt aber ein Ausfransen der Lohnverteilung nach unten und stabilisiert so das Tarifsystem. Wenn es auf dieser Basis gelingen sollte, eine makroökonomisch orientierte Lohnpolitik durchzusetzen, steigt der private Konsum innerhalb von 10 Jahren um zusätzlich 4,8 Prozent. Die Lohnquote würde gegenüber der Entwicklung in der Vergangenheit steigen, das Staatsdefizit weiter sinken.

    Das Fazit der Wissenschaftler: Der Mindestlohn sei ein Gewinn für die Volkswirtschaft. Vorteilhafte Auswirkungen seien bereits jetzt nachweisbar: „Er hat mit dazu beigetragen, dass Deutschland auf einen stabileren Wachstumskurs eingeschwenkt ist, der nicht nur auf Exporterfolgen, sondern auch auf einem stabilen Wachstum der Binnennachfrage beruht.“

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  • Wie das BMWi mitteilt, sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Mai gegenüber dem Vormonat um 2,6 % gestiegen. Dies ging vor allem auf Bestellungen von Investitions- und Konsumgütern zurück, die mit 4,7 % und 4,9 % kräftig zulegten.

    Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Mai 2018

    BMWi, Pressemitteilung vom 05.07.2018

    Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Mai gegenüber dem Vormonat um 2,6 % gestiegen. Dies ging vor allem auf Bestellungen von Investitions- und Konsumgütern zurück, die mit 4,7 % und 4,9 % kräftig zulegten. Während die Bestellungen aus dem Inland mit 4,3 % und aus dem Euroraum mit 6,7 % ein deutliches Plus verzeichneten, kam es zu einem leichten Rückgang bei den Bestellungen aus dem Nicht-Euroraum um 1,3 %. Der Anteil an Großaufträgen war für einen Mai unterdurchschnittlich.

    Im Zweimonatsvergleich Februar/März gegenüber April/Mai ergab sich ein Auftragsminus von 0,8 %. Während sich die Bestelltätigkeit aus dem Nicht-Euroraum um 3,6 % erhöhte, gingen die Bestellungen aus dem Inland um 1,5 % und die aus dem Euroraum um 6,0 % zurück.

    Das kräftige Auftragsplus im Mai beendete eine viermonatige Negativserie. Diese ist vor dem Hintergrund des außergewöhnlichen Aufwuchs im zweiten Halbjahr 2017 zu sehen (+4,8 % ggü. 1. Halbjahr). Die Schwäche der globalen Wirtschaft im ersten Quartal und die Verunsicherung durch die Handelspolitik haben ebenfalls beitragen. Der Auftragsbestand ist weiterhin sehr hoch und das Geschäftsklima trotz Eintrübung deutlich besser als im langjährigen Durchschnitt. Die Industriekonjunktur dürfte daher in den kommenden Monaten moderat aufwärtsgerichtet bleiben.

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  • Der Aufschwung im Euroraum dürfte sich in diesem Jahr fortsetzen, wenn auch mit geringerem Tempo als noch 2017. Die Risiken für die Konjunktur haben zugenommen. Das geht aus der Prognose der drei Forschungsinstitute ifo, KOF und Istat hervor. Sie erwarten ein Wachstum des BIP von 0,4 Prozent im zweiten und dritten Vierteljahr und eine Beschleunigung auf 0,5 Prozent im vierten.

    Aufschwung im Euroraum intakt, aber Risiken wachsen

    ifo Institut, Pressemitteilung vom 03.07.2018

    Der Aufschwung im Euroraum dürfte sich in diesem Jahr fortsetzen, wenn auch mit geringerem Tempo als noch 2017. Die Risiken für die Konjunktur haben zugenommen. Das geht aus der Prognose der drei Forschungsinstitute ifo, KOF und Istat aus München, Zürich und Rom hervor. Sie erwarten ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,4 Prozent im zweiten und dritten Vierteljahr und eine Beschleunigung auf 0,5 Prozent im vierten. Das ergäbe 2018 eine Jahresrate von 2,1 Prozent.

    Der Haupttreiber sind die Investitionen in Ausrüstungen und Bauten, die vor dem Hintergrund niedriger Zinsen um je 0,5 Prozent im zweiten und dritten Quartal steigen werden und um 0,6 Prozent im vierten. Der Verbrauch der privaten Haushalte wird um jeweils 0,3 Prozent in jedem Quartal wachsen. Die Inflation wird infolge Energiepreisanstiegs zunächst zulegen, von 1,7 Prozent im zweiten Vierteljahr auf 2,0 Prozent im dritten. Gegen Jahresende schwächt sie sich dann wieder auf 1,7 Prozent ab. Für das Gesamtjahr ergibt sich damit ein Preisanstieg von 1,7 Prozent.

    Derzeit dominieren die konjunkturellen Abwärtsrisiken. Die politischen Spannungen im Euroraum und der sich ausbreitende Protektionismus könnten eine Fortsetzung des Aufschwungs gefährden. Die Prognose wurde getroffen unter der Annahme von 75 Dollar pro Fass Nordsee-Öl und 1,17 Dollar pro Euro.

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  • Das ifo Institut hat vor einem überzogenen Konjunktur-Pessimismus in Deutschland gewarnt. Seit Mai steigen die Auftragseingänge in der Industrie wieder, wie aus den aktuellen Befragungen des ifo Instituts hervorgeht.

    Auftragseingänge in der deutschen Industrie steigen wieder

    ifo Institut, Pressemitteilung vom 02.07.2018

    Das ifo Institut hat vor einem überzogenen Konjunktur-Pessimismus in Deutschland gewarnt. „Seit Mai steigen die Auftragseingänge in der Industrie wieder, wie aus den aktuellen Befragungen des ifo Instituts hervorgeht. Damit konnte der starke Rückgang, der seit Jahresbeginn zu beobachten war, gestoppt werden. Die wieder anziehende Nachfrage nach deutschen Produkten deutet darauf hin, dass die Industrie-Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte wieder an Schwung gewinnen dürfte“, sagt Timo Wollmershäuser, Leiter der ifo Konjunkturforschung und -prognosen.

    Die bei den monatlichen ifo Konjunktur-Umfragen erfasste Veränderung des Auftragsbestandes, die aus über 3 000 Meldungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes berechnet wird, weist einen sehr engen Zusammenhang mit dem monatlichen Auftragseingangsindex des Statistischen Bundesamtes auf. Der Vorteil der amtlichen Statistik ist, dass sie als Voll-Erhebung bei Betrieben mit mehr als 50 Beschäftigten den tatsächlichen Wert aller monatlichen Bestellungen erfasst. Der große Vorteil der ifo Konjunkturumfragen ist ihre zeitnahe Verfügbarkeit, sodass frühzeitig konjunkturelle Entwicklungen abschätzbar sind. Während die Auswertung der ifo Unternehmensmeldungen aus der ersten Monatshälfte bereits gegen Ende desselben Monats vorliegt, erfolgt die Veröffentlichung des Bundesamtes in der Regel erst zu Beginn des übernächsten Monats.

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  • Trotz gestiegener Risiken durch die Handelskonflikte der USA und die neue populistische Regierung in Italien prognostiziert das IMK der Hans-Böckler-Stiftung, dass sich der solide Aufschwung der deutschen Konjunktur nur leicht gebremst fortsetzt. Für 2018 und 2019 erwarten die Konjunkturforscher eine Zunahme des BIP um jeweils 2,1 Prozent im Jahresdurchschnitt.

    Aufschwung geht leicht gebremst weiter

    Hans-Böckler-Stiftung, Pressemitteilung vom 29.06.2018

    • IMK prognostiziert jeweils 2,1 Prozent BIP-Wachstum für 2018 und 2019
    • Verschuldung sinkt unter Maastricht-Grenze, Zeit für Investitionen

    Trotz gestiegener Risiken durch die Handelskonflikte der USA und die neue populistische Regierung in Italien prognostiziert das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung, dass sich der solide Aufschwung der deutschen Konjunktur nur leicht gebremst fortsetzt. Für 2018 und 2019 erwarten die Konjunkturforscher eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um jeweils 2,1 Prozent im Jahresdurchschnitt. Gegenüber der Vorhersage vom März senkt das IMK seine Prognose für dieses Jahr um 0,3 Prozentpunkte und für 2019 um lediglich 0,1 Prozentpunkt. Stärkste Säule des Aufschwungs bleibt bei spürbaren Reallohnzuwächsen der private Konsum, doch auch die Investitionen entwickeln sich kräftig. Der Trend auf dem Arbeitsmarkt ist weiter positiv: Obwohl das Arbeitskräfteangebot durch Zuwanderung gewachsen ist, geht die Arbeitslosigkeit kontinuierlich zurück: auf 5,3 Prozent im Jahresmittel 2018 und 5,1 Prozent 2019. Da auch die öffentliche Hand vom Aufschwung profitiert, dürfte die gesamtstaatliche Verschuldung bereits Ende 2018 zum ersten Mal seit 2002 wieder unter der Maastricht-Grenze von 60 Prozent des BIP liegen.

    Angesichts von sprudelnden Steuereinnahmen empfiehlt das IMK, die öffentlichen Investitionen deutlich anzuheben und sich dabei den Bereichen Bildung und Begrenzung des Klimawandels höchste Priorität zu geben. „Der aktuelle Aufschwung bietet die Gelegenheit, Aufgeschobenes anzupacken“, erklären die Düsseldorfer Forscher. Wenn Deutschland die Binnennachfrage durch mehr öffentliche Investitionen längerfristig weiter stärke, „würde sich das nicht nur in einer höheren inländischen Produktion, einer höheren Lebensqualität und verbesserten Investitionsbedingungen niederschlagen, sondern auch in höheren Importen.“ Dadurch trügen Investitionen dazu bei, den gefährlich hohen deutschen Leistungsbilanzüberschuss zu reduzieren, der von vielen Ökonomen und internationalen Organisationen wie der OECD kritisiert wird.

    „Unsere Prognose fällt spürbar optimistischer als die der meisten anderen Konjunkturforscher“, sagt Gustav A. Horn, der wissenschaftliche Direktor des IMK. „Wir sehen natürlich auch, dass die Risiken durch Donald Trumps Protektionismus-Poker gewachsen sind. Wir sind aber überzeugt, gute Argumente für unseren Optimismus zu haben. Denn erstens wirken in der Weltwirtschaft auch weiterhin positive Faktoren. Die internationale Konjunktur ist lebhaft und die großen Zentralbanken, insbesondere die EZB, betreiben eine wachstumsfördernde Politik mit Augenmaß. Es gibt bislang keine Einbrüche beim Export, sondern nur etwas weniger Zunahme. Zweitens ist die deutsche Wirtschaft schlicht deutlich robuster als im vergangenen Jahrzehnt: Das Wachstum stützt sich wesentlich auch auf die Binnennachfrage. Deshalb schlägt eine erhöhte Unsicherheit im Außenhandel viel weniger durch. Das haben wir in den vergangenen Jahren deutlich gesehen.“

    Kerndaten der Prognose für 2018 und 2019

    Arbeitsmarkt

    Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland nimmt weiter kräftig zu – um mehr als 570.000 Personen oder 1,3 Prozent im Jahresdurchschnitt 2018 und weitere 1,2 Prozent im Jahresmittel 2019. Die Arbeitslosigkeit sinkt: Für 2018 prognostizieren die Forscher einen Rückgang um etwa 160.000 Personen, sodass im Jahresdurchschnitt rund 2,37 Millionen Menschen ohne Job sein werden. Für 2019 erwartet das IMK, dass die Arbeitslosenzahl um jahresdurchschnittlich knapp 70.000 auf etwa 2,3 Millionen Personen sinkt.

    Außenhandel

    Auch der Euroraum befindet sich im Aufschwung: 2018 und 2019 wächst das BIP in der Währungsunion um je 2,2 Prozent. Die Konjunktur in den USA, China und anderen Schwellenländern bleibt ebenfalls insgesamt dynamisch, die deutschen Exporteure verfügen über eine hohe preisliche Wettbewerbsfähigkeit. Daher geht das IMK davon aus, dass die deutschen Ausfuhren nach einer Wachstumsdelle in diesem Jahr (Zunahme um durchschnittlich 2,8 Prozent) 2019 wieder deutlich anziehen und um 4,2 Prozent im Jahresmittel zulegen werden. Die Importe wachsen in diesem Jahr um durchschnittlich 2,9 Prozent, 2019 dann um 5,3 Prozent. Der hohe deutsche Leistungsbilanzüberschuss wird in diesem Jahr noch einmal etwas steigen und 2019 nahezu unverändert sein.

    Investitionen

    Bei hoher Auslastung und weiterhin günstigen Finanzierungsbedingungen investieren die Unternehmen kräftig: 2018 steigen die Ausrüstungsinvestitionen um durchschnittlich 5,8 Prozent, 2019 sind es 6,7 Prozent im Jahresdurchschnitt. Auch bei den Bauinvestitionen bleibt die Dynamik kräftig. Sie nehmen 2018 um 3,2 Prozent und 2019 um 2,8 Prozent zu. Dabei kommt es zu einer Verlagerung: Die Investitionen in den Wohnbau schwächen sich angesichts hoher und weiter steigender Immobilienpreise ab, während der Wirtschaftsbau einhergehend mit der dynamischen Ausweitung der Ausrüstungen stärker zulegt.

    Einkommen und Konsum

    Die verfügbaren Einkommen wachsen 2018 und 2019 real um durchschnittlich 1,8 Prozent. Bei nahezu konstanter Sparquote nehmen die realen privaten Konsumausgaben um 1,7 und 1,8 Prozent zu. Damit trägt der private Konsum in diesem Jahr 0,9 Prozentpunkte zum BIP-Wachstum von 2,1 Prozent bei. Im kommenden Jahr ist es ein Prozentpunkt von 2,1 Prozent.

    Inflation und öffentliche Finanzen

    Die allgemeine Preisentwicklung in Deutschland nähert sich bei deutlich steigendem Ölpreis dem EZB-Inflationsziel von knapp unter zwei Prozent an, erreicht es aber erneut nicht: 2018 steigen die Verbraucherpreise um 1,7 und 2019 um 1,6 Prozent.

    Der von der Binnennachfrage getragene Aufschwung sorgt weiterhin für starke Steuereinnahmen und Einnahmeüberschüsse bei Gebietskörperschaften und Sozialkassen: In beiden Jahren beträgt der gesamtstaatliche Finanzierungssaldo jeweils knapp 50 Milliarden Euro.

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  • Die EU will den grünen Finanzmarkt durch eine Aufweichung der Eigenkapitalvorschriften für grüne Anleihen, sog. Green Bonds, stärker fördern. Das könnte zu einer Blase führen, zeigt das IW Köln in einer Studie. Anstatt auf ein schnelles Wachstum zu drängen, sollte die EU erst einmal auf die geplanten einheitlichen Standards für grüne Anleihen setzen.

    Green Bonds: Klare Kriterien für einen echten Markt

    IW Köln, Pressemitteilung 28.06.2018

    Die Europäische Kommission will den grünen Finanzmarkt durch eine Aufweichung der Eigenkapitalvorschriften für grüne Anleihen, sog. Green Bonds, stärker fördern. Das könnte zu einer Blase führen, zeigt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in einer Studie. Anstatt auf ein schnelles Wachstum zu drängen, sollte die EU erst einmal auf die geplanten einheitlichen Standards für grüne Anleihen setzen.

    Erneuerbare Energien ausbauen, saubere Mobilität fördern oder Gebäude sanieren: Umweltschutz kostet viel Geld. Öffentliche Mittel allein reichen nicht aus, um die festgelegten Klimaschutzziele zu erreichen. Die EU setzt deshalb bei der Finanzierung von Umweltprojekten verstärkt auf Green Bonds. Allerdings wurde im vergangenen Jahr weltweit lediglich ein Volumen von 157 Milliarden US-Dollar an grünen Anleihen ausgegeben. Zum Vergleich: Das gesamte Umlaufvolumen von Anleihen betrug 2017 mehr als 23 Billionen US-Dollar. Um die angestrebten klimaverträglichen Gesamtinvestitionen von bis zu 7 Billionen US-Dollar pro Jahr zu finanzieren, müssten sich die Anleiheemissionen also um das 45-Fache erhöhen. Alleine zur Deckung von zusätzlich notwendigen Investitionen zur Einhaltung der Klimaziele müssten jährlich 4,5-mal mehr Green Bonds ausgegeben werden.

    Um den Markt für grüne Investitionen weiter zu stärken, plant die Europäische Kommission deshalb, die Eigenkapitalvorschriften für Banken durch einen grünen Unterstützungsfaktor für grüne Investitionen aufzuweichen: Bislang müssen die Banken, wenn sie beispielsweise Green Bonds erwerben, genauso viel Eigenkapital für unerwartete Verluste bereithalten, wie für herkömmliche Anleihen, künftig sollen geringere Eigenkapitalanforderungen gelten.

    Eine Sonderbehandlung der Green Bonds kann jedoch zu einer Schieflage am Finanzmarkt und einer spekulativen Blase führen, warnt das IW in einer Studie. Zerplatzt diese Blase, wäre das nicht nur schädlich für den Finanzsektor – auch die Klimaziele wären schwerer erreichbar, da viele Anleger kein Geld in Umweltprojekte investieren, wenn sie dabei zuvor Geld verloren haben.

    Anstatt auf ein schnelles Wachstum des Green-Bond-Marktes zu setzen, sollte die EU lieber ein organisches Wachstum anstreben und auf die Kräfte des Marktes vertrauen. Sie sollte deshalb nicht die Eigenkapitalvorschriften aufweichen und sich stattdessen darauf beschränken, gleiche Standards für Green Bonds festzulegen. „Nur wenn einheitlich geregelt ist, was sich hinter Green Bonds verbirgt, kann mit den grünen Anleihen auch international gehandelt werden“, erklärt IW-Finanzexperte Markus Demary. Hierfür muss die EU-Kommission eindeutige Kriterien festlegen, was ein Green Bond ist und in welche Projekte die eingesammelten Gelder investiert werden dürfen. „Neben erneuerbaren Energien und sauberen Mobilitätsprojekten können das Investitionen in Biodiversität oder nachhaltiges Abfallmanagement sein“, so IW-Umweltökonomin Adriana Neligan.

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  • Wichtig ist für Health-Startups, dass sie lt. Bitkom mit ihren digitalen Angeboten Zugang zu geeigneten Vergütungsstrukturen haben. Zurzeit erreichen nur einige wenige Startups eine Vergütung durch Selektivverträge mit einzelnen Krankenkassen. Damit Digital-Health-Lösungen bei Patienten in der Breite ankommen, braucht es aber definierte Wege in die Regelversorgung.

    Startups sorgen für Innovationen im Gesundheitswesen

    Bitkom, Pressemitteilung vom 28.06.2018

    • Berg: „Organisationen im Gesundheitswesen sollten sich gegenüber innovativen Ansätzen öffnen“
    • Health-Startups brauchen Wege in die Regelversorgung

    Zum Treffen am 28.06.2018 von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit Health-Startups in Berlin erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg:

    „Wir begrüßen sehr, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die große Innovationskraft von Startups im Gesundheitswesen erkannt hat und nutzen will. Der digitale Stillstand im deutschen Gesundheitswesen muss überwunden werden. Dazu braucht es geeignete Fördermaßnahmen. Wichtig ist für Health-Startups, dass sie mit ihren digitalen Angeboten Zugang zu geeigneten Vergütungsstrukturen haben. Zurzeit erreichen nur einige wenige Startups eine Vergütung durch Selektivverträge mit einzelnen Krankenkassen. Damit Digital-Health-Lösungen bei Patienten in der Breite ankommen, braucht es aber definierte Wege in die Regelversorgung. Selektivverträge sind dafür nicht ausreichend.

    Viele Health-Startups stehen außerdem vor der finanziellen Herausforderung, durch Studien den Nachweis über den Nutzen ihrer digitalen Anwendungen zu bringen. Dass Gesundheitslösungen ihren Nutzen durch Studien unter Beweis stellen müssen, ist wichtig. Damit wir aber mehr digitale Lösungen in die Versorgung bekommen und sich somit der Nutzen auch bei den Patienten entfalten kann, sollten Erprobungsmöglichkeiten weiterentwickelt werden, die auch für Startups funktionieren. So müssten etwa Umfang und Formalitäten von Anträgen angepasst werden. Denkbar wären hier beispielsweise Stufenverfahren, die mehr Flexibilität ermöglichen und von einer räumlich und zeitlich begrenzten Erprobung schrittweise ausgeweitet werden.

    Startups sind oft die Treiber von innovativen Entwicklungen, und die Organisationen im Gesundheitswesen sollten sich gegenüber innovativen Ansätzen stärker öffnen. Startups haben oft Schwierigkeiten, die richtigen Ansprechpartner zu finden. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte macht vor, wie es funktionieren kann und hat ein Innovationsbüro eingerichtet.“

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  • Die Inflationsrate in Deutschland wird im Juni 2018 voraussichtlich 2,1 % betragen. Wie das Statistische Bundesamt nach bisher vorliegenden Ergebnissen mitteilt, steigen die Verbraucherpreise gegenüber Mai 2018 voraussichtlich um 0,1 %.

    Verbraucherpreise im Juni 2018 voraussichtlich um 2,1 % höher als im Juni 2017

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 28.06.2018

    Verbraucherpreisindex, Juni 2018:

    • +2,1 % zum Vorjahresmonat (vorläufig)
    • +0,1 % zum Vormonat (vorläufig)

    Harmonisierter Verbraucherpreisindex, Juni 2018:

    • +2,1 % zum Vorjahresmonat (vorläufig)
    • +0,1 % zum Vormonat (vorläufig)

    Die Inflationsrate in Deutschland – gemessen am Verbraucherpreisindex – wird im Juni 2018 voraussichtlich 2,1 % betragen. Wie das Statistische Bundesamt nach bisher vorliegenden Ergebnissen weiter mitteilt, steigen die Verbraucherpreise gegenüber Mai 2018 voraussichtlich um 0,1 %.

    Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex für Deutschland hat sich im Juni 2018 im Vorjahresvergleich voraussichtlich um 2,1 % erhöht, gegenüber Mai 2018 steigt er voraussichtlich um 0,1 %.

    Die endgültigen Ergebnisse für Juni 2018 werden am 12. Juli 2018 veröffentlicht.

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  • Automatisierung und Digitalisierung führen nicht dazu, dass Beschäftigte ausschließlich kreative Aufgaben übernehmen, während Maschinen die Routinetätigkeiten abarbeiten. Eine Studie des IW Köln zeigt: Auch der Arbeitsalltag von Akademikern ist zunehmend durch Routine geprägt. Im Hinblick auf befürchtete negative Beschäftigungseffekte der Digitalisierung könnte das eine gute Nachricht sein.

    Akademiker erledigen immer mehr Routinearbeit

    IW Köln, Pressemitteilung vom 22.06.2018

    Automatisierung und Digitalisierung führen nicht dazu, dass Beschäftigte ausschließlich kreative Aufgaben übernehmen, während Maschinen die Routinetätigkeiten abarbeiten. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt: Auch der Arbeitsalltag von Akademikern ist zunehmend durch Routine geprägt. Im Hinblick auf befürchtete negative Beschäftigungseffekte der Digitalisierung könnte das eine gute Nachricht sein.

    Als Gewinner des digitalen Wandels gelten Programmierer, Datenwissenschaftler und jene, die ihr Geld mit Fähigkeiten verdienen, die eine Maschine nicht so schnell ersetzen kann. Die Erwartung, dass umgekehrt Routinetätigkeiten aus dem Arbeitsalltag verschwinden, bestätigt sich bislang jedoch nicht. Die IW-Untersuchung auf Basis von sechs Erwerbstätigenbefragungen des Bundesinstituts für Berufsbildung zeigt, dass die Jobs von Beschäftigten mit Hochschulabschluss zunehmend durch Routine geprägt sind: Im Jahr 1979 gaben nur 18 Prozent der befragten Akademiker an, häufig Routinetätigkeiten auszuüben, 2012 – dem Jahr der aktuellsten Befragung – waren es 23 Prozent.

    „Mit der zunehmenden Automatisierung steigen die Anforderungen zwar insgesamt, gleichzeitig müssen Hochqualifizierte aber auch immer mehr Routineaufgaben bewältigen“, sagt IW-Experte Michael Zibrowius. Dazu gehörten beispielsweise die regelmäßige Pflege von Datenbanken oder die tägliche Überprüfung der korrekten Einstellung einer Fertigungsmaschine. Auch bei den Beschäftigten anderer Qualifikationsniveaus ist der Routineanteil gestiegen. Von den Erwerbstätigen ohne Berufsabschluss üben inzwischen 64 Prozent häufig Routinetätigkeiten aus, 1979 waren es 54 Prozent.

    Aus dieser Entwicklung lässt sich allerdings nicht ableiten, dass die Arbeit einfacher geworden ist – auch sehr komplexe Tätigkeiten können routiniert ablaufen, wenn sie immer wieder in ähnlicher Form ausgeführt werden. Das gilt zum Beispiel für den parallelen Umgang mit mehreren Computerprogrammen. „Die aktuell gute Arbeitsmarktlage zeigt, dass mehr Routine im Job keineswegs den Arbeitsplatz gefährden muss. Auch in Zeiten des digitalen Wandels gibt es weiterhin Bedarf für menschliche Routinearbeit“, so Zibrowius.

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  • Das von KfW Research für Deutschland geschätzte Kreditneugeschäft der Banken mit Unternehmen und Selbstständigen (ohne Wohnungsbau und Finanzunternehmen) ist im ersten Quartal 2018 so stark gewachsen wie seit beinahe 10 Jahren nicht mehr. Es nahm gegenüber dem Vorjahreszeitraum um +5,6 % zu.

    Wachstum des Kreditneugeschäfts hat den Zenit erreicht

    KfW, Pressemitteilung vom 26.06.2018

    • Kreditneugeschäft mit Unternehmen und Selbständigen legt im ersten Quartal mit +5,6 % deutlich zu
    • Aussichten trüben sich aufgrund nachlassender Konjunkturdynamik ein
    • KfW Research erwartet für weiteren Jahresverlauf weiteres Wachstum, jedoch mit moderateren Raten

    Das von KfW Research für Deutschland geschätzte Kreditneugeschäft der Banken mit Unternehmen und Selbstständigen (ohne Wohnungsbau und Finanzunternehmen) ist im ersten Quartal 2018 so stark gewachsen wie seit beinahe 10 Jahren nicht mehr. Es nahm gegenüber dem Vorjahreszeitraum um +5,6 % zu (gleitende Zuwachsrate über zwei Quartale). Damit beschleunigte sich das Wachstum des Kreditgeschäfts nochmals im Vergleich zu den letzten drei Monaten 2017, als es +4,4 % betrug. Zuletzt hatte das Kreditneugeschäft mit Unternehmen und Selbständigen im Herbst 2008 stärker als jetzt zu Jahresbeginn zugelegt. Für die Entwicklung im weiteren Jahresverlauf haben sich die Aussichten etwas eingetrübt. Die Wirtschaft hat an Schwung verloren, die Risiken für die Konjunktur und damit auch den Kreditmarkt nehmen zu.

    „Beim Kreditwachstum ist der Zenit erreicht“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. „Die nachlassende Wirtschaftsdynamik der letzten Monate hierzulande und in der gesamten Eurozone sowie die gestiegenen politischen Unsicherheiten wie die Sorgen um die transatlantischen Handelsbeziehungen oder den zukünftigen Kurs der neuen italienischen Regierung dürften sich früher oder später in nachlassender Investitionsfreude der Unternehmen niederschlagen. Das wiederum dürfte die Kreditnachfrage dämpfen.“

    Trotz des Dynamikverlusts und der veränderten Risikolage bleibe das wirtschaftliche Umfeld aber nach wie vor gut. „Die deutsche Wirtschaft wächst bei immer enger werdenden Kapazitäten weiterhin wohl sogar noch über ihrem Potenzial. Das heißt: Selbst Erweiterungsinvestitionen erscheinen neben Ersatz- oder Rationalisierungsinvestitionen aktuell nach wie vor sinnvoll. Bei immer noch ausgezeichnetem Finanzierungsumfeld werden wir in den kommenden Monaten daher weiter ein Wachstum beim Kreditneugeschäft mit Unternehmen und Selbständigen sehen, allerdings mit moderateren Raten als bisher“, so Zeuner.

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  • Das ifo Geschäftsklima hat sich verschlechtert. Der Index ist im Juni auf 101,8 Punkte gesunken, nach 102,3 Punkten im Mai 2018.

    ifo Geschäftsklimaindex sinkt im Juni 2018

    ifo Institut, Pressemitteilung vom 25.06.2018

    Das ifo Geschäftsklima hat sich verschlechtert. Der Index ist im Juni auf 101,8 Punkte gesunken, nach 102,3 Punkten (durch Saisonbereinigung korrigiert) im Mai. Die Unternehmer waren weniger zufrieden mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Die Erwartungen bleiben jedoch unverändert leicht optimistisch. Der Rückenwind für die deutsche Wirtschaft flaut ab.

    Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Index erneut gesunken. Dies war auf eine schlechtere Lageeinschätzung zurückzuführen. Die Erwartungen der Unternehmen blieben hingegen unverändert leicht optimistisch. Die Produktion soll in den kommenden Monaten ausgeweitet werden.

    Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima verschlechtert. Die Dienstleister waren auf hohem Niveau etwas weniger zufrieden mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Auch ihre Erwartungen für die kommenden Monate nahmen sie etwas zurück.

    Im Handel ist der Index merklich gesunken. Die sehr gute Lageeinschätzung nahmen die Händler etwas zurück. Der Ausblick auf die kommenden Monate ist erstmals seit Februar 2015 leicht pessimistisch. Im Einzelhandel war der Rückgang der Indikatoren deutlich stärker ausgeprägt als im Großhandel.

    Im Bauhauptgewerbe gab der Geschäftsklimaindex etwas nach. Die Bauunternehmer waren weniger zufrieden mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Ihre Erwartungen blieben hingegen unverändert leicht optimistisch.

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  • Weltweit lässt sich lt. KfW Research ein struktureller Wandel hin zu Dienstleistungen beobachten, der sich auch im internationalen Handel zeigt. Rund ein Viertel der globalen Exporte sind Dienstleistungen. Auch in Deutschland, das im europäischen Vergleich noch immer stark industriell geprägt ist, spielen Dienstleistungen eine wachsende Rolle. Sie machten zuletzt fast 70 % der Wirtschafts­leistung und rund 18 % der Exporte Deutschlands aus.

    Internationaler Dienstleistungshandel – auch der deutsche Mittelstand ist aktiv

    KfW, Pressemitteilung vom 21.06.2018

    Weltweit lässt sich ein struktureller Wandel hin zu Dienstleistungen beobachten, der sich auch im internationalen Handel zeigt. Rund ein Viertel der globalen Exporte sind Dienstleistungen. Auch in Deutschland, das im europäischen Vergleich noch immer stark industriell geprägt ist, spielen Dienstleistungen eine wachsende Rolle. Sie machten zuletzt fast 70 % der Wirtschaftsleistung und rund 18 % der Exporte Deutschlands aus.

    Im Mittelstand machen Dienstleister fast drei Viertel aller Unternehmen aus. Kleinere Unternehmen sind relativ stärker von restriktiver Regulierung im Dienstleistungshandel betroffen und könnten von einem Abbau von Handelsschranken besonders profitieren. Positiv auf ihre Exportaktivitäten dürfte sich auch die fortschreitende Digitalisierung auswirken.

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  • Das Preisniveau der privaten Konsumausgaben in Deutschland lag im Jahr 2017 um 5,0 % über dem Durchschnitt der 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, war jedoch das Preisniveau in den meisten direkten Nachbarstaaten weiterhin höher als in Deutschland.

    Preisniveau in Deutschland 5,0 % über EU-Durchschnitt

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 22.06.2018

    Das Preisniveau der privaten Konsumausgaben in Deutschland lag im Jahr 2017 um 5,0 % über dem Durchschnitt der 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU). Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, war jedoch das Preisniveau in den meisten direkten Nachbarstaaten weiterhin höher als in Deutschland. Lediglich in Polen und der Tschechischen Republik waren die Lebenshaltungskosten deutlich niedriger.

    Am teuersten innerhalb der EU war es in Dänemark, wo das Preisniveau um 41,5 % über dem Durchschnitt aller 28 Mitgliedstaaten lag. Mit einigem Abstand folgen Luxemburg (+26,9 %), Schweden (+25,5 %), Irland (+25,4 %) und Finnland (+22,2 %). Am günstigsten innerhalb der EU bleibt es in Bulgarien: Hier mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher für den Erwerb eines repräsentativen Warenkorbs etwa halb so viel zahlen (-51,6 %) wie im EU-Durchschnitt.

    Bei den europäischen Staaten außerhalb der EU mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher in Island (+66,0 %), in der Schweiz (+59,0 %) und in Norwegen (+42,7 %) noch tiefer in die Tasche greifen als in Dänemark. Sehr viel niedriger waren die Lebenshaltungskosten in Mazedonien, wo die Preise mit -53,0 % deutlich unter dem EU-Durchschnitt und damit auf einem vergleichbaren Niveau mit Bulgarien lagen.

    Diese Angaben basieren auf vorläufigen Ergebnissen zu Kaufkraftparitäten und vergleichenden Preisniveaus, die das Statistische Amt der Europäischen Union (Eurostat) am 20. Juni 2018 veröffentlicht hat.

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  • Die Konjunkturforscher des IfW Kiel revidieren ihre Vorhersage für die Zuwachsrate des BIP für das laufende Jahr um 0,5 Prozentpunkte nach unten, auf nun 2 Prozent.

    IfW-Konjunkturprognose: Dämpfer für Deutschland nur temporär

    IfW Kiel, Pressemitteilung vom 21.06.2018

    Die Konjunkturforscher des Instituts für Weltwirtschaft (IfW Kiel) revidieren ihre Vorhersage für die Zuwachsrate des BIP für das laufende Jahr um 0,5 Prozentpunkte nach unten, auf nun 2 Prozent. Grund ist vor allem ein Dämpfer in der Produktion zu Jahresbeginn, deren Ursachen auch, aber nicht nur im Handelskonflikt mit den USA liegen dürften. Für 2019 halten sie an ihrer Prognose von 2,3 Prozent fest und sehen Deutschland weiter in der Hochkonjunktur. Die Arbeitslosenquote dürfte auf unter 5 Prozent fallen, die Inflation bei rund 2 Prozent liegen.

    Trotz einer Revision der aktuellen Prognose für die Zuwachsrate des Bruttoinlandsproduktes (BIP) für 2018 sehen die Konjunkturforscher des Instituts für Weltwirtschaft (IfW Kiel) die deutsche Wirtschaft weiterhin in der Hochkonjunktur. „Die jüngste konjunkturelle Delle markiert noch nicht den Beginn des Abschwungs. Der Boom ist noch nicht ausgereizt, auch wenn das Ende näher rückt“, sagte Stefan Kooths, Leiter des Prognosezentrums am IfW Kiel.

    Zum Jahresbeginn haben sich insbesondere die Unternehmenserwartungen eingetrübt und die Auftragseingänge in der Industrie sowie die Exporte gingen deutlich zurück. Als Ursache sehen die IfW-Experten aber nicht alleine drohende und tatsächlich verhängte Strafzölle durch die USA, China und die EU. Auch die Grippewelle, viele Streiktage und eine hohe Anzahl an Ferientagen bremsten die wirtschaftliche Dynamik.

    Für das laufende Jahr revidieren die Konjunkturforscher ihre Prognose für die Zuwachsrate des BIP von 2,5 Prozent auf 2 Prozent nach unten. Für 2019 rechnen sie weiterhin mit einem BIP-Zuwachs von 2,3 Prozent. Insbesondere die hohen Einkommenszuwächse der privaten Haushalte und die Bauwirtschaft sorgen demnach für konjunkturelle Dynamik.

    „Die ruhigere Gangart der deutschen Wirtschaft im ersten Halbjahr gleicht einem Luftloch im konjunkturellen Höhenflug. Die Wirtschaftsleistung dürfte ab Mitte des Jahres vor allem aufgrund der starken Binnenkräfte und einer robusten Weltkonjunktur wieder beschleunigt anziehen. Damit rückt mehr und mehr die Frage ins Zentrum, wann die Produktionskapazitäten der deutschen Wirtschaft so überspannt sind, dass der Aufschwung Risse bekommt“, sagte Kooths.

    Binnenwirtschaft treibt Konjunktur

    Neben der anhaltend guten Lage am Arbeitsmarkt im laufenden und vor allem im kommenden Jahr sorgen die Abgabensenkungen und Leistungsausweitungen durch die Bundesregierung für hohe Einkommenszuwächse der privaten Haushalte. Dazu zählen die Mütterrente II, das Baukindergeld sowie diverse Investitions- und Förderprogramme in den Bereichen Infrastruktur, Bildung oder Arbeitsmarkt.

    Die Experten rechnen damit, dass die privaten Konsumausgaben im laufenden Jahr mit 1,6 Prozent und im kommenden Jahr mit starken 2,5 Prozent zulegen, einer der höchsten Werte seit der Wiedervereinigung. Die Arbeitslosenquote dürfte in diesem Jahr auf 5,2 Prozent, im nächsten Jahr auf 4,9 Prozent sinken, nach 5,7 Prozent im vergangenen Jahr.

    Bauunternehmen dürften ihre Kapazitäten aufgrund der anhaltend günstigen Geschäftsaussichten nach und nach ausweiten. Vor allem der Wohnungsbau dürfte dann dank steigender privater Einkommen und nach wie vor niedriger Zinsen stark zulegen, mit rund 4,5 Prozent in diesem und im nächsten Jahr.

    „Insbesondere im Bausektor sind die Überhitzungserscheinungen der deutschen Wirtschaft deutlich sichtbar. Es herrscht akute Personalknappheit und die Preise steigen kräftig“, sagte Kooths. Insgesamt ist für Deutschland aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Überauslastung der Produktionskapazitäten für 2018 und 2019 mit Inflationsraten von etwa 2 Prozent zu rechnen.

    Die Unternehmensinvestitionen werden voraussichtlich ihr vergleichsweise moderates Expansionstempo beibehalten, auch weil ein hohes Maß an Unsicherheit durch das internationale Umfeld für Zurückhaltung sorgt.

    Exporte legen wieder zu

    Nach einem deutlichen Rückgang der Ausfuhren zum Jahresbeginn, insbesondere in die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich, wo die Aufwertung des Euro dämpfend gewirkt haben dürfte, rechnen die IfW-Forscher wieder mit einer spürbaren Zunahme der Exporte. Dank einer robusten Konjunktur in den Absatzmärkten und einem schwächeren Außenwert des Euro ist mit einer Zunahme der Exporte von 3,4 Prozent im laufenden Jahr und 4,9 Prozent im kommenden Jahr zu rechnen.

    Der Überschuss in den öffentlichen Kassen dürfte leicht zurückgehen. Zwar kann sich die Bundesregierung auf einen neuen Rekordüberschuss freuen – die Konjunktur sorgt weiterhin für sprudelnde Einnahmen bei Sozialabgaben und Lohnsteuer. Noch stärker als die Einnahmen steigen allerdings die Ausgaben, insbesondere für Rentenzahlungen, wo eine allgemeine Rentenerhöhung, der Ausgleich zwischen Ost- und West-Renten, die Einführung von Mütterrente und Grundrente sowie verbesserte Leistungen der Erwerbsminderungsrente geplant sind.

    Erhebliche geopolitische Risiken können Konjunktur belasten

    „Die aktuelle konjunkturelle Lage ist allerdings erheblichen Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Von der Außenhandels- und Sicherheitspolitik der Vereinigten Staaten sowie von Unwägbarkeiten in der Europäischen Union gehen weiterhin erhebliche politische Risiken aus, welche die konjunkturelle Dynamik deutlich einbremsen können“, sagte Kooths.

    „Spürbare Zölle auf die Einfuhr von Autos und Autoteilen in die Vereinigten Staaten hätten aufgrund der hohen Bedeutung dieser Exporte für die Wirtschaft in einer Reihe von Ländern das Potenzial für beträchtliche negative Wirkungen auf die Produktion. Neben Mexiko und Kanada wären insbesondere Südkorea, Japan und Deutschland betroffen. Zudem haben sich die politischen Unsicherheiten im Euroraum erhöht, wozu insbesondere der Regierungswechsel in Italien beigetragen hat. Schließlich besteht weiter die Gefahr, dass es im Zuge der anstehenden Normalisierung der Geldpolitik zu einer plötzlichen Verunsicherung an den Kapitalmärkten kommt, die insbesondere Schwellenländer vor Probleme stellen könnte.“

    Weltwirtschaft: positiver Ausblick trotz erheblicher Risiken

    Nach einem verhaltenen Jahresstart für die Weltkonjunktur ist in den kommenden Monaten wieder mit einem kräftigeren Produktionsanstieg zu rechnen. Für 2018 reduzieren die Konjunkturforscher des IfW ihre Prognose für den Anstieg der Weltproduktion leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 3,8 Prozent, dieselbe Rate, wie sie für das vergangene Jahr verzeichnet wurde. Für 2019 rechnen sie unverändert mit einem Zuwachs von 3,6 Prozent. In der Folge ist mit einem spürbaren Anstieg der Kerninflation zu rechnen.

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  • Das Risiko, dass die deutsche Wirtschaft in den kommenden drei Monaten in konjunkturelle Turbulenzen gerät, ist erneut etwas zurückgegangen. Das signalisiert der Konjunkturindikator des IMK der Hans-Böckler-Stiftung.

    Risiko einer Rezession erneut gesunken

    Hans-Böckler-Stiftung, Pressemitteilung vom 21.06.2018

    Das Risiko, dass die deutsche Wirtschaft in den kommenden drei Monaten in konjunkturelle Turbulenzen gerät, ist erneut etwas zurückgegangen. Das signalisiert der Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung. Für den Zeitraum von Juni bis Ende August weist das Frühwarninstrument, das die aktuellsten verfügbaren Daten über die Wirtschaftslage bündelt, eine mittlere Rezessionswahrscheinlichkeit von 16,5 Prozent aus. Im Mai hatte das Rezessionsrisiko bei 27,3 Prozent gelegen. Der nach dem Ampelsystem arbeitende Indikator liegt damit sicher im „grünen Bereich“ (Rezessionswahrscheinlichkeit unter 30 Prozent).

    Nach einem kräftigen Anstieg der Rezessionswahrscheinlichkeit im April „hat sich die Situation nunmehr den zweiten Monat in Folge entspannt“, erklärt IMK-Konjunkturexperte Peter Hohlfeld. „Damit hat sich die Befürchtung, dass die deutsche Konjunktur vor dem Hintergrund protektionistischer Tendenzen und geopolitischer Spannungen in einen raschen Abschwung geraten könnte bisher nicht bestätigt.“ In den kommenden Monaten sei zwar eine erneute leichte Eintrübung wahrscheinlich. Alles in allem geht das IMK aber weiter von einem anhaltenden Aufschwung aus, der im Kern von der Binnenwirtschaft getragen wird. „Die deutsche Wirtschaft ist stabil aufgestellt, weil gute Arbeitsmarktdaten und steigende Löhne die Binnennachfrage antreiben“, sagt IMK-Direktor Prof. Dr. Gustav Horn. „Dadurch ist der Aufschwung weitaus unempfindlicher gegen weltwirtschaftliche Unsicherheiten als etwa im letzten Jahrzehnt.“

    Die aktuelle Entspannung beim Rezessionsrisiko erklärt das IMK vor allem mit dem weiterhin sehr günstigen Finanzierungsumfeld für deutsche Unternehmen, das sich im Indikator-Algorithmus positiv niederschlägt. Negative Signale bei den Auftragseingängen und vom ifo-Index gewichtet das Frühwarnsystem aktuell im Verhältnis weniger stark.

    In den IMK-Konjunkturindikator fließen zahlreiche Daten aus der Real- und der Finanzwirtschaft ein. Darüber hinaus berücksichtigt das Instrument Stimmungsindikatoren. Das IMK nutzt dabei die Industrieproduktion als Referenzwert für eine Rezession, weil diese rascher auf einen Nachfrageeinbruch reagiert als das Bruttoinlandsprodukt (BIP).

    Der IMK-Konjunkturindikator wird monatlich aktualisiert.

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  • Wenn ein Startup schnell wachsen und international expandieren soll, steigt der Kapitalbedarf. Derzeit denkt fast jedes vierte deutsche Startup (23 Prozent) lt. Bitkom über einen Börsengang nach, um das notwendige Geld zu beschaffen.

    Börsengang wird für Startups wieder interessanter

    Bitkom, Pressemitteilung vom 21.06.2018

    Wenn ein Startup schnell wachsen und international expandieren soll, steigt der Kapitalbedarf. Derzeit denkt fast jedes vierte deutsche Startup (23 Prozent) über einen Börsengang nach, um das notwendige Geld zu beschaffen. So geben 22 Prozent der Gründer an, dass der Gang aufs Parkett für sie in Zukunft vorstellbar ist, einige planen konkret einen Börsengang (1 Prozent). Das ist das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 300 Startups. Im vergangenen Jahr lag der Anteil derjenigen, die sich einen Börsengang vorstellen können, mit 14 Prozent deutlich darunter. 2016 war die Börse allerdings noch attraktiver und für 38 Prozent ein Thema. „Ein Börsengang bedeutet für ein Startup großen organisatorischen Aufwand und hohe Vorbereitungskosten. Ein solcher Schritt will reiflich überlegt sein“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.Grundsätzlich ausschließen möchten einen Börsengang nur 14 Prozent der Startups, damit liegt dieser Wert auf dem Niveau der Vorjahre (2017: 14 Prozent, 2016: 13 Prozent). 6 von 10 Startups (58 Prozent) geben an, dass ein Börsengang aktuell kein Thema für sie ist. Und 6 Prozent wollten oder konnten dazu keine Angaben machen. Im Durchschnitt benötigen Startups in Deutschland in den kommenden zwei Jahren 3,1 Millionen Euro frisches Kapital und damit deutlich mehr als noch 2017 mit 2,2 Millionen Euro.

    Als Alternative zu einem Börsengang gilt seit einiger Zeit ein sogenannter ICO, ein Initial Coin Offering. Dabei treten Geldgeber und Startups über die Blockchain-Technologie in Verbindung, die einen manipulationssicheren Austausch von Informationen ermöglicht. Eine Bank als zentrale Zwischeninstanz ist dabei nicht mehr nötig. Gleichzeitig erlaubt es die Blockchain-Architektur, die vom Startup gegen Bezahlung ausgegebenen Coins oder Tokens mit bestimmten Ereignissen zu koppeln, wie etwa einem bestimmten Datum oder einem bestimmten Unternehmenswert. Tritt das Ereignis ein, erfolgt automatisch eine Auszahlung. Aktuell planen 3 Prozent der Startups einen ICO, 12 Prozent halten die Coin-Ausgabe in Zukunft für denkbar. Jedes dritte Startup (37 Prozent) sagt aber auch, dass ein ICO aktuell kein Thema ist, jedes fünfte (20 Prozent) schließt einen solchen Weg der Kapitalbeschaffung grundsätzlich aus, 13 Prozent haben sich dazu noch keine Meinung gebildet oder wollen diese nicht äußern. Und 16 Prozent der Startups wissen gar nicht, was ein ICO ist. „Ein ICO ist deutlich weniger reguliert als ein Börsengang, das ist sowohl Chance als auch Herausforderung für Startups und Investoren. Umso wichtiger ist eine sorgfältige Planung und Durchführung, denn Startups betreten damit juristisch wie technologisch neue Pfade“, so Berg.

    Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 302 IT- und Internet-Startups in Deutschland befragt. Die Fragestellungen lauteten „Spielt das Thema Börsengang für euer Startup eine Rolle?“ und „Spielt das Thema Initial Coin Offering (ICO) für euer Startup eine Rolle?“

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  • IoT-Plattformen sind für die Industrie 4.0 von zentraler Bedeutung. Sie ermöglichen die Vernetzung und Interaktion verschiedenster Maschinen, Geräte und Anwendungen im Internet der Dinge. IoT-Plattformen sind damit technischer und betriebswirtschaftlicher Basis fast jeden datenbasierten Geschäftsmodells. 43 Prozent der deutschen Industrieunternehmen nutzen lt. Bitkom deshalb bereits heute eine IoT-Plattform.

    IoT-Plattformen sind in acht von zehn Unternehmen Thema

    Bitkom, Pressemitteilung vom 20.06.2018

    • Vier von zehn Unternehmen nutzen bereits IoT-Plattformen
    • Weitere 18 Prozent planen den Einsatz einer IoT-Plattform
    • Bedenken wegen Datensicherheit und Kosten

    IoT-Plattformen sind für die Industrie 4.0 von zentraler Bedeutung. Sie ermöglichen die Vernetzung und Interaktion verschiedenster Maschinen, Geräte und Anwendungen im Internet der Dinge. IoT-Plattformen sind damit technischer und betriebswirtschaftlicher Basis fast jeden datenbasierten Geschäftsmodells. 43 Prozent der deutschen Industrieunternehmen nutzen deshalb bereits heute eine IoT-Plattform. Das ergibt eine repräsentative Befragung von 553 Industrieunternehmen ab 100 Mitarbeitern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Demnach setzen 27 Prozent auf die IoT-Plattform eines externen Providers, kurz: Plattform as a Service – PaaS, 16 Prozent nutzen eine selbst programmierte IoT-Plattform. Weitere 18 Prozent der Unternehmen planen den Einsatz einer IoT-Plattform, in etwa ebenso viele (19 Prozent) diskutieren darüber. Für lediglich 19 Prozent der Unternehmen sind IoT-Plattformen aktuell und aus heutiger Perspektive auch künftig kein Thema. „Alle Industrieunternehmen werden früher oder später erkennen, dass IoT-Plattformen von strategischer Bedeutung für ihre zukünftigen Geschäftsmodelle sind. Unternehmen, die frühzeitig auf eine IoT-Plattform setzen und damit Erfahrungen sammeln, können sich einen wichtigen Wettbewerbsvorteil sichern“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

    Wenn IoT-Plattformen für ein Unternehmen kein Thema sind, liegt der Grund meist in Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit und -integrität (58 Prozent). Die Unternehmen fürchten, dass jemand ihre Daten über die Plattform stehlen beziehungsweise unbemerkt verändern kann. Vier von zehn Nicht-Nutzern von IoT-Plattformen (39 Prozent) geben an, dass ihnen die Kosten zu hoch sind. Auch fehlende personelle Ressourcen (25 Prozent) oder fehlendes Know-how (15 Prozent) sind häufig genannte Gründe. Dabei werden Nutzen und Wert einer IoT-Plattform von fast allen Nicht-Nutzern erkannt (95 Prozent). Auch Anwendungsfälle für IoT-Plattformen gibt es in so gut wie jedem Unternehmen (97 Prozent), in dem IoT-Plattformen auch künftig kein Thema sind. „In Bezug auf Datensicherheit und Datenintegrität teilen insbesondere kleinere Unternehmen noch viele Vorbehalte, die in den Anfängen der Industrie 4.0 auch viele große Hersteller hatten. Ein Erfahrungsaustausch zwischen kleineren und größeren Unternehmen, zum Beispiel zu Best Practices, kann helfen, Vorbehalte abzubauen und Vertrauen zu schaffen“, sagt Berg.

    Befragt man Unternehmen, weshalb sie ihre IoT-Plattform selbst entwickelt haben, verweisen vier von zehn (41 Prozent) vor allem auf die Möglichkeit, so ein eigenes Ökosystem mit entsprechenden Geschäftsbeziehungen aufbauen zu können. Beinahe ebenso viele (40 Prozent) haben Sorge, Wertschöpfung zu verlieren, wenn sie externe Provider beauftragen, ihnen eine Plattform zur Verfügung zu stellen. Bedenken hinsichtlich Datensicherheit und -hoheit spielen für jedes dritte selbstentwickelnde Unternehmen (34 Prozent) eine Rolle. 22 Prozent beklagen zu hohe Kosten für extern eingekaufte Plattformen, 19 Prozent wollen Abhängigkeiten vermeiden und 17 Prozent fehlt grundsätzlich das Vertrauen in die Dienstleister. Jedes siebte Unternehmen (15 Prozent) spricht außerdem von einem unübersichtlichen Angebotsmarkt.

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  • Immer mehr Erwerbstätige haben Sprachdefizite und andere Lücken in der Grundbildung. Das zeigt eine Studie des IW Köln.

    Grundbildung: Viele Beschäftigte haben große Schwächen

    IW Köln, Pressemitteilung vom 14.06.2018

    Immer mehr Erwerbstätige haben Sprachdefizite und andere Lücken in der Grundbildung. Das zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Die Gründe für die Zunahme liegen im starken Beschäftigungsaufbau der vergangenen Jahre und in der Zuwanderung. Um die Jobs der Betroffenen langfristig zu sichern, muss die Grundbildung am Arbeitsplatz gefördert werden.

    Der deutsche Arbeitsmarkt boomt. Das gilt auch für die sogenannten Helferberufe – also Tätigkeiten, die in der Regel keinen Berufsabschluss voraussetzen. Zwischen 2013 und 2017 ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in diesen Jobs von 4,1 Millionen auf 5 Millionen gestiegen. Viele von ihnen haben Lücken in der Grundbildung. Nach einer aktuellen Auswertung des IW von OECD-Daten aus dem Jahr 2012 verfügen rund 39 Prozent der Helfer nur über sehr geringe Lesekompetenzen, können also nur kurze Texte zu vertrauten Themen lesen und verstehen. Schlecht steht es auch um die mathematischen Kenntnisse: Knapp 44 Prozent der Beschäftigten in Helfertätigkeiten beherrschen nur einfachste mathematische Vorgänge wie Zählen oder Sortieren.

    Die Sprachdefizite kommen besonders häufig bei ausländischen Beschäftigten vor. Eine weitere IW-Untersuchung auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) mit Daten aus dem Jahr 2015 zeigt, dass knapp 16 Prozent der ausländischen Erwerbstätigen laut eigenen Angaben Defizite beim Sprechen, Lesen oder Schreiben haben. Von denen, die seit mindestens vier Jahren in Deutschland leben, sind es immer noch gut 13 Prozent. Beide Werte sind im Vergleich zum Jahr 2011 gestiegen. Besonders groß sind die Sprachdefizite wiederum im Helferbereich, wo 28 Prozent der ausländischen Beschäftigten Schwierigkeiten beim Sprechen, Lesen oder Schreiben haben.

    Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer in qualifizierten Tätigkeiten ist zwischen 2013 und 2017 von 1,5 Millionen auf 2,1 Millionen gestiegen, in Helfertätigkeiten von 800.000 auf 1,3 Millionen. Dementsprechend dürften auch die migrationsspezifischen Defizite im Vergleich zur SOEP-Erhebung 2015 weiter zugenommen haben. „Insbesondere im Hinblick auf die Digitalisierung, die auch an Geringqualifizierte neue Anforderungen stellt, müssen Unternehmen mit Unterstützung der Politik mehr für die Grundbildung der Beschäftigten tun“, sagt IW-Experte Wido Geis. Das betreffe besonders die Kommunikationsfähigkeit der Arbeitnehmer. „Auch im Helferbereich werden Sprachkompetenzen immer wichtiger. Arbeitsplatzbezogene Grundbildung ist deshalb entscheidend, um die Beschäftigung langfristig zu sichern.“

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  • Das ifo Institut hat seine Konjunkturprognose für Deutschland deutlich heruntergesetzt. Für das laufende Jahr erwarten die Forscher nur noch 1,8 Prozent Wachstum; im Frühjahr 2018 hatten sie noch mit 2,6 Prozent gerechnet.

    ifo Institut setzt Konjunkturprognose deutlich herunter

    ifo Institut, Pressemitteilung vom 19.06.2018

    Das ifo Institut hat seine Konjunkturprognose für Deutschland deutlich heruntergesetzt. Für das laufende Jahr erwarten die Forscher nur noch 1,8 Prozent Wachstum; im Frühjahr 2018 hatten sie noch mit 2,6 Prozent gerechnet.

    Für das kommende Jahr sagen sie ebenfalls nur noch 1,8 Prozent voraus, zuvor waren es 2,1 Prozent. „Die Wirtschaft hat sich in den ersten Monaten des Jahres deutlich schlechter entwickelt als gedacht. Das ifo Geschäftsklima ist zurückgegangen und die weltwirtschaftlichen Risiken haben deutlich zugenommen. Am deutschen Konjunkturhimmel brauen sich derzeit kräftige Gewitterwolken zusammen“, sagt ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. „Gleichwohl glauben wir, dass sich der deutsche Aufschwung fortsetzt, wenn auch nicht in demselben Tempo wie 2017.“

    Immerhin soll die Zahl der Arbeitslosen weiter sinken von 2,5 Millionen im vergangenen Jahr auf 2,3 Millionen im laufenden und auf 2,2 Millionen im kommenden. In Prozent der Erwerbspersonen sind das 5,7, dann 5,2 und schließlich 4,9. Die Zahl der Erwerbstätigen dürfte neue Rekorde erzielen und steigen von 44,3 Millionen über 44,8 Millionen in diesem auf 45,2 Millionen im kommenden Jahr. Die privaten Konsumausgaben werden 2018 nur um 1,3 Prozent steigen, aber im kommenden Jahr um 1,8 Prozent. Die Konsumausgaben des Staates steigen um 1,0 Prozent in diesem und um 1,9 Prozent im kommenden Jahr, die Exporte um 3,0 Prozent 2018 und um 4,1 Prozent 2019. Der Überschuss des Staates liegt bei 38,0 Milliarden Euro in diesem und bei 37,7 Milliarden im kommenden Jahr. Und der viel kritisierte Überschuss der Leistungsbilanz beläuft sich auf 267 und 268 Milliarden Euro. Damit verringert sich der Überschuss in Relation zum Bruttoinlandsprodukt von 7,9 auf 7,6 Prozent.

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  • Wie das BMAS mitteilt, hat die Bundesregierung in den vergangenen beiden Monaten die Rahmenbedingungen für die Verlängerung der Vergabe von Mikrokrediten im Rahmen des Mikrokreditfonds Deutschland bis 2021 geschaffen und die notwendigen Schritte für die Durchführung abgeschlossen.

    Bundesregierung verlängert Mikrokreditfonds Deutschland

    BMAS, Pressemitteilung vom 18.06.2018

    Die Bundesregierung hat in den vergangenen beiden Monaten die Rahmenbedingungen für die Verlängerung der Vergabe von Mikrokrediten im Rahmen des Mikrokreditfonds Deutschland bis 2021 geschaffen und die notwendigen Schritte für die Durchführung abgeschlossen.

    Bundesarbeitsminister Hubertus Heil sagte anlässlich der Verlängerung des Mikrokreditfonds Deutschland:

    „Für viele kleine Unternehmen kann ein kleiner Kredit schon eine große Hilfe sein. Deshalb hat die Bunderegierung entschieden, den Mikrokreditfonds Deutschland bis 2021 fortzusetzen. Unser Ziel ist es, weiterhin kleine Unternehmen und die damit verbundenen Arbeitsplätze in Deutschland zu unterstützen. Mikrokredite sind häufig die einzige Chance für Unternehmerinnen und Unternehmer, die keine Finanzierungen von Banken erhalten, ihr Unternehmen zu entwickeln.“

    Mit dem Mikrokreditfonds Deutschland sichert die Bundesregierung Mikrokredite in Höhe von bis zu 25.000 Euro an kleine Unternehmen mit wirtschaftlich tragfähigen Konzepten, die keine Bankfinanzierungen erhalten, ab. Im Rahmen des Programms wurden seit seiner Einrichtung im Jahr 2010 bisher rund 22.000 Mikrokredite mit einem Gesamtvolumen von etwa 139 Millionen Euro vergeben.

    Mikrokredite werden seit dem Jahr 2015 durch die GRENKE Bank auf vorherige Empfehlung eines zugelassenen Mikrofinanzinstituts vergeben. Die Mikrofinanzinstitute übernehmen die Betreuung der Kreditnehmenden vom Antrag bis zur endgültigen Tilgung der Mikrokredite. Kleinunternehmen können sich bei Interesse an einem Mikrokredit direkt an eines der über das gesamte Bundesgebiet verteilten Mikrofinanzinstitute wenden, um ihren Bedarf zu besprechen.

    Die gegenwärtigen Konditionen sehen Kredite mit einer Laufzeit von maximal vier Jahren und einer schrittweisen Erhöhung vor. Die Höhe des ersten Kredits ist auf maximal 10.000 Euro begrenzt. Durch weitere Kredite kann das Kreditobligo pro Kreditnehmenden auf insgesamt 25.000 Euro erhöht werden. Der aktuelle Zinssatz liegt bei 7,9 % p.a..

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