Wirtschaft

  • Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte waren im August 2019 um 0,3 % höher als im August 2018. Im Juli 2019 hatte die Jahresveränderungsrate bei +1,1 % gelegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, sanken die Erzeugerpreise gegenüber dem Vormonat um 0,5 %.

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  • Die Einführung und Ausgabe von digitalen Währungen wie Libra, wie sie der Online-Konzern Facebook plant, oder Bitcoin ohne strenge gesetzliche Auflagen wird von Finanzmarktexperten überwiegend kritisch gesehen: Rund 88 Prozent sind der Überzeugung, dass digitale Währungen ohne enge regulatorische Aufsicht eine Gefahr für die Finanzstabilität darstellen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des ZEW.

    Finanzmarktexperten halten digitale Währungen ohne strenge Aufsicht für gefährlich

    ZEW, Pressemitteilung vom 19.09.2019

    Die Einführung und Ausgabe von digitalen Währungen wie Libra, wie sie der Online-Konzern Facebook plant, oder Bitcoin ohne strenge gesetzliche Auflagen wird von Finanzmarktexperten/-innen überwiegend kritisch gesehen: Rund 88 Prozent sind der Überzeugung, dass digitale Währungen ohne enge regulatorische Aufsicht eine Gefahr für die Finanzstabilität darstellen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Sonderfrage im aktuellen ZEW-Finanzmarkttest, an dem sich 193 Finanzmarktexperten/-innen beteiligt haben. Die Umfrage hat das ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim im September 2019 durchgeführt.

    Selbst bei einer richtigen, an die Marktverhältnisse angepassten regulatorischen Ausgestaltung sehen nur 45 Prozent der Umfrageteilnehmer/innen in digitalen Währungen eine wohlfahrtsfördernde Innovation. Diese pessimistische Einschätzung zeigt sich auch in den Erwartungen der Finanzmarktexperten/-innen an die Nutzung digitaler Währung zum Ende des Jahres 2020 sowie Ende 2030.

    Für Ende des Jahres 2020 halten die Experten/-innen eine alltägliche Zahlungsmöglichkeit mit Libra, Bitcoin oder einer durch eine nationale Zentralbank emittierte digitale Währung in Deutschland für wenig wahrscheinlich. Im Durchschnitt wird diese Wahrscheinlichkeit mit Blick auf Deutschland von den Befragten für Bitcoin mit 13 Prozent, für Libra mit acht Prozent und für eine von einer Zentralbank aufgelegten digitalen Währung mit vier Prozent angegeben. Im Vergleich dazu bescheinigen die Umfrageteilnehmer/innen den USA, China und Kenia – in dem afrikanischen Land wird der digitale Finanz- und Geldtransfer-Service „M-Pesa“ seit mehreren Jahren genutzt – eine jeweils höhere Wahrscheinlichkeit für die alltägliche Nutzung digitaler Währungen.

    „Bemerkenswert an diesen Vorhersagen für 2020 ist, dass die Wahrscheinlichkeit der alltäglichen Nutzung jeweils am größten für Bitcoin und am kleinsten für eine digitale Zentralbankwährung ist, Libra rangiert jeweils dazwischen“, sagt Dr. Dominik Rehse, Leiter der ZEW-Nachwuchsforschungsgruppe „Design digitaler Märkte“, der die Sonderfrage erhoben und ausgewertet hat. Dieses Gefälle gilt neben Deutschland auch für die USA und Kenia, nicht aber für China. „Für 2020 messen die Finanzmarktexperten/-innen dem alltäglichen Einsatz einer digitalen chinesischen Zentralbankwährung eine ähnlich große Wahrscheinlichkeit bei, wie dem Einsatz der bereits heute nutzbaren Digitalwährung Bitcoin. Vermutlich steht dahinter die Erwartung, dass China in den kommenden Monaten eine staatliche digitale Währung emittieren könnte“, sagt Rehse.

    Für Ende des Jahres 2030 wird die Wahrscheinlichkeit, dass digitale Währungen das Hauptzahlungsmittel sein werden, von den Befragten im Durchschnitt mit 23 Prozent veranschlagt. Die jüngsten kritischen Äußerungen der Finanzministerien Deutschlands und Frankreichs scheinen die Erwartungen der Experten/-innen dabei nachdrücklich eingetrübt zu haben.

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  • Die deutsche Politik hat dem Umsatzsteuerbetrug im Online-Handel den Kampf angesagt. In- und ausländische Unternehmer, die ihre Waren auf Online-Marktplätzen verkaufen, müssen bis zum 1. Oktober eine Bescheinigung des Fiskus dafür vorlegen, dass sie in Deutschland steuerlich erfasst sind. Andernfalls laufen sie Gefahr, dass der Betreiber ihren Account schließt, um sein Haftungsrisiko zu minimieren. Der DIHK rät allen Betroffenen daher, sich schnellstmöglich mit ihrem Finanzamt in Verbindung zu setzen.

    5 vor 12 für Anbieter auf Online-Marktplätzen

    DIHK, Mitteilung vom 19.09.2019

    Anfang 2019 hat die Politik dem Umsatzsteuerbetrug im Online-Handel den Kampf angesagt. Umfangreiche Aufzeichnungspflichten und eine Haftungsregelung sollen Umsatzsteuerausfälle in Milliardenhöhe beim Handel mit Waren auf Online-Marktplätzen verhindern. Im Kern sollen die Betreiber solcher Plattformen für nicht abgeführte Umsatzsteuer ihrer Händler haften. Liegt dem Marktplatzbetreiber jedoch eine Bescheinigung des Finanzamtes vor, dass der entsprechende Anbieter in Deutschland steuerlich erfasst ist, entfällt diese Haftung grundsätzlich.

    Betriebe müssen sich rechtzeitig vorbereiten

    Hintergrund der „Bescheinigungslösung“ ist, dass sich in der Vergangenheit insbesondere Händler aus Drittstaaten häufig nicht für Umsatzsteuerzwecke in Deutschland registriert und die Umsatzsteuer auch nicht abgeführt haben. Das führte zu erheblichen Wettbewerbsnachteilen für deutsche Unternehmen, die ihren Pflichten ordnungsgemäß nachkamen. Denn sie sind in Deutschland registriert und unterstehen der Kontrolle des deutschen Fiskus. Die Vorlage einer Bescheinigung wäre für diese Unternehmen eigentlich nicht erforderlich. Das hatte der DIHK auch so gefordert.

    Weil das EU-Recht aber eine Diskriminierung von ausländischen Unternehmen verbietet, gilt die neue Bescheinigungspflicht für alle Marktteilnehmer auf elektronischen Plattformen – und damit auch für die etwa 300.000 deutschen Anbieter. Die Konsequenz: Der Nachweis muss dem Marktplatzbetreiber bis zum 1. Oktober 2019 vorliegen. Daran sollten sich die Unternehmen auch unbedingt halten, weil sie andernfalls Gefahr laufen, dass der Betreiber ihren Account schließt, um sein Haftungsrisiko zu minimieren. Betriebe, die über elektronische Marktplätze Waren anbieten, sollten sich also schnellstmöglich mit ihrem Finanzamt in Verbindung setzen und die entsprechende Bescheinigung beantragen, sofern sie das noch nicht getan haben.

    Auch Kleinunternehmer betroffen

    Das gilt auch für Kleinunternehmer, die bis zu einer bestimmten Umsatzgrenze von bürokratischen Pflichten entlastet sind. Auch sie müssen die Bescheinigung bei ihrem Finanzamt beantragen. Obwohl bei ihnen generell keine Umsatzsteuer erhoben wird, müssen sie diesen bürokratischen Weg beschreiten. Für EU-Händler, die unterhalb einer Lieferschwelle von 100.000 Euro bleiben, reicht es, gegenüber dem Marktplatz eine einfache Erklärung zu ihrem Status abzugeben. Sie sind in Deutschland nicht registrierungspflichtig, weil sie die Umsatzsteuer im Heimatstaat abführen. Eine solche einfache Erklärungspflicht wird der Fiskus den Kleinunternehmern nicht zugestehen. Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden, ist schwieriger als gedacht – und auch mit bürokratischem Aufwand für die Unternehmen verbunden.

    Digitale Lösung drängt

    Derzeit wird die Bescheinigung nur in Papierform erstellt – ein Anachronismus in der Welt des Online-Handels. Die Finanzverwaltung hat zwar ein digitales Verfahren angekündigt, die Einführung ist aber noch nicht in Sicht. Dabei ist für alle Beteiligten – Fiskus, Händler und Marktplatzbetreiber – eine deutliche Erleichterung zwingend notwendig. Ein automatisches Datenabrufverfahren sollte in Echtzeit den Abgleich der Registrierungsdaten über eine Schnittstelle ermöglichen.

    Kurzfristig ist aus DIHK-Sicht für die Fälle, in denen die Finanzämter trotz Antrag die Bescheinigung nicht rechtzeitig ausstellen können, eine Nichtbeanstandungsregelung der Finanzverwaltung wichtig. Das ist zwar ebenfalls bürokratisch, sichert aber den Händlern den Marktzugang und die Wettbewerbsfähigkeit – und darum ging es bei der Neuregelung.

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  • Der Nominallohnindex in Deutschland ist im 2. Quartal 2019 um rund 3,0 % gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, legten die Verbraucherpreise im selben Zeitraum um gut 1,6 % zu. Dies ergibt einen realen (preisbereinigten) Verdienstzuwachs von 1,3 %.

    2. Quartal 2019: Reallöhne um 1,3 % höher als im Vorjahresquartal

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 20.09.2019

    Der Nominallohnindex in Deutschland ist im 2. Quartal 2019 um rund 3,0 % gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, legten die Verbraucherpreise im selben Zeitraum um gut 1,6 % zu. Dies ergibt einen realen (preisbereinigten) Verdienstzuwachs von 1,3 %.

    Überdurchschnittlich stark gestiegen sind die Nominallöhne (Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen) beispielsweise in der Öffentlichen Verwaltung (+ 5,9 %), im Grundstücks- und Wohnungswesen (+4,7 %), im Baugewerbe sowie im Bereich Erziehung und Unterricht (jeweils +4,2 %).

    Deutlich geringer stiegen die nominalen Verdienste im Bereich Verkehr und Lagerei (+0,3 %) sowie im Verarbeitenden Gewerbe (+0,7 %).

    In der Unterscheidung nach Leistungsgruppen war der Verdienstzuwachs mit jeweils 3,2 % bei den Fachkräften und herausgehobenen Fachkräften am größten, gefolgt von den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in leitender Stellung (+2,8 %) und den angelernten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern (+2,5 %). Die Verdienste ungelernter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weisen mit 2,2 % die geringste Veränderungsrate auf.

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  • Im Jahr 2018 ist die Anzahl der Unternehmensgründungen in Deutschland gegenüber dem Vorjahr lt. ZEW deutlich zurückgegangen. Dieser Rückgang ist der stärkste seit 2014 und beträgt fast vier Prozent.

    Unternehmensgründungen 2018

    Gründungen in FuE-intensiven Industriezweigen gehen besorgniserregend zurück

    ZEW, Pressemitteilung vom 18.09.2019

    Im Jahr 2018 ist die Anzahl der Unternehmensgründungen in Deutschland gegenüber dem Vorjahr deutlich zurückgegangen. Dieser Rückgang ist der stärkste seit 2014 und beträgt fast vier Prozent (siehe Grafik). Bei rund 155.000 Unternehmensgründungen im Jahr 2018 sind das 6.000 Neugründungen weniger als noch 2017 und fast 60.000 weniger als vor zehn Jahren. Besorgniserregend sind insbesondere die rückläufigen Gründungszahlen in den Industriezweigen, die besonders intensiv Forschung und Entwicklung (FuE) betreiben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung des ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim für die gemeinsam mit Creditreform herausgegebene Zeitschrift „Junge Unternehmen“. Basis der Auswertung sind die aktuellen Zahlen aus dem Mannheimer Unternehmenspanel (MUP) des ZEW.

    Die geringere Anzahl an Gründungen im Jahr 2018 erklärt sich zum einen aus der nach wie vor guten Lage am Arbeitsmarkt und den dadurch guten Beschäftigungsmöglichkeiten. Aufgrund dieser günstigen Situation besteht kein großer Druck für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen. Zum anderen geht die Anzahl an potenziellen Gründerinnen und Gründern bereits seit einigen Jahren zurück, weil die gründungsstarken Altersklassen demographiebedingt stetig schrumpfen.

    Die Berechnungen des ZEW zeigen, dass der Rückgang der Gründungen nicht alle Branchengruppen der deutschen Wirtschaft gleichermaßen betrifft. So fällt etwa der Rückgang der Gründungstätigkeit im Handel mit zehn Prozent besonders hoch aus. Ursache hierfür könnte zum einen die Befürchtung einer sich eintrübenden Konjunktur sein, die über Nachfragerückgänge direkte Auswirkungen auf die Geschäftsmöglichkeiten im Handel hätte, zum anderen aber auch die aktuell schwierigeren globalen Handelsbedingungen, die für Gründungen, die auf Außenhandel setzen (Im- und Export), eher düstere Aussichten erwarten lassen.

    „Anlass zu Besorgnis gibt allerdings der deutliche Rückgang bei den Gründungen in den Industriebranchen und hier insbesondere in der FuE-intensiven Industrie“, sagt Dr. Georg Licht, Leiter des ZEW-Forschungsbereichs „Innovationsökonomik und Unternehmensdynamik“. „Denn der starke Rückgang der Gründungen in den FuE-intensiven Industriezweigen der Spitzentechnologie sowie der höherwertigen Technologie lässt sich im Gegensatz zum Handel mit den Bedingungen der allgemeinen Konjunkturlage und im globalen Handelsumfeld kaum erklären.“ Gerade die Gründungen in der FuE-intensiven Industrie weisen häufig einen höheren Grad der Spezialisierung auf und sehen sich daher naturgemäß einem kleineren Wettbewerbsumfeld gegenüber. Dies sollte sie eigentlich widerstandsfähiger gegenüber Einbrüchen der aggregierten Nachfrage machen. Gleichwohl wurden im Jahr 2018 nur noch etwas mehr als 1.100 Unternehmen und damit 15 Prozent weniger als im Vorjahr in den FuE-intensiven Industriebranchen gegründet.

    Entwicklung bei FuE-intensiven Start-ups ist nicht zufriedenstellend

    „Zwar ist ein Rückgang der Gründungstätigkeit in FuE-intensiven Industrien nicht per se ein Indikator für sinkende Innovationskraft einer Volkswirtschaft, vollzieht sich doch ein Großteil der Innovationsaktivitäten in Deutschland innerhalb etablierter Unternehmen. Jedoch sagt der Indikator viel darüber aus, in welchem Wettbewerbsumfeld diese etablierten Unternehmen stehen“, erklärt ZEW-Ökonom Dr. Johannes Bersch, der die Berechnungen zur Gründungstätigkeit durchgeführt hat. Viele neue Technologiefelder wurden erst durch Start-ups in den Markt gebracht und fanden erst danach entweder durch Aufkauf der Technologie oder Akquise des Start-ups ihren Weg in die etablierten Unternehmen. Sofern sich das deutsche Innovationssystem also nicht grundlegend hin zu einer noch stärkeren Rolle der etablierten Unternehmen entwickelt, ist die Entwicklung bei FuE-intensiven Start-ups mit Blick auf die globale Wettbewerbsstärke der deutschen Wirtschaft nicht zufriedenstellend.

    Im Gegensatz zur Industrie, dem Baugewerbe und dem Handel bleibt die Gründungstätigkeit in den Dienstleistungsbranchen im Vergleich zu den Vorjahren nahezu konstant. Dies könnte im Falle der sonstigen Dienstleistungen auf die relativ schwächere Eingebundenheit in globale Märkte zurückzuführen sein. Bei den technologieorientierten Dienstleistungen hingegen spielt vermutlich die zunehmende Digitalisierung und die große Bedeutung von Start-ups im Allgemeinen in diesem Marktumfeld die entscheidende Rolle.

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  • Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland steigen im September 2019 stark an und korrigieren damit den erheblichen Rückgang vom August. Die Erwartungen betragen aktuell minus 22,5 Punkte und sind somit um 21,6 Punkte gegenüber dem Vormonat angestiegen.

    ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland, September 2019

    Erwartungen steigen stark – Ausblick bleibt negativ

    ZEW-Indikator liegt bei minus 22,5 Punkten

    ZEW, Pressemitteilung vom 17.09.2019

    Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland steigen im September 2019 stark an und korrigieren damit den erheblichen Rückgang vom August. Die Erwartungen betragen aktuell minus 22,5 Punkte und sind somit um 21,6 Punkte gegenüber dem Vormonat angestiegen. Der Erwartungsindikator entspricht im September ungefähr dem Wert vom Juni, der minus 21,1 Punkte betrug. Der langfristige Durchschnitt der ZEW-Konjunkturerwartungen von 21,5 Punkten wird nach wie vor deutlich unterschritten.

    In der aktuellen Septemberumfrage hat sich die Einschätzung der konjunkturellen Lage für Deutschland um 6,4 Punkte verschlechtert. Der neue Wert für den Lageindikator beträgt minus 19,9 Punkte. Dies ist der niedrigste Wert seit Mai 2010.

    „Die Zunahme der ZEW-Konjunkturerwartungen bedeutet keine Entwarnung bezüglich der Entwicklung der deutschen Wirtschaft im kommenden halben Jahr. Die Aussichten bleiben weiterhin negativ. Die recht starken Befürchtungen der Finanzexperten/-innen vom Vormonat hinsichtlich einer weiteren Verschärfung des Handelskonflikts zwischen den USA und China haben sich jedoch nicht bewahrheitet. Es besteht noch Hoffnung, dass sich ein ungeordneter Austritt Großbritanniens aus der EU doch noch vermeiden lässt. Zudem versucht die Europäische Zentralbank durch eine weitere Lockerung der Geldpolitik die konjunkturellen Risiken im Eurogebiet zu reduzieren“, kommentiert ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach, Ph.D.

    Die Erwartungen der Finanzmarktexperten/-innen an die Konjunkturentwicklung in der Eurozone steigen ebenfalls stark an. Der Erwartungsindikator für das Eurogebiet liegt im September bei minus 22,4 Punkten und damit 21,2 Punkte höher als im Vormonat. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Eurogebiet sinkt leicht um 1,1 Punkte auf einen neuen Wert von minus 15,6 Punkten.

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  • Immer mehr Unternehmen achten auf ein familienfreundliches Arbeitsumfeld. Das zeigt eine vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte Studie des IW Köln. Für die Beschäftigten hat das einen positiven Effekt: Ihre Situation hat sich in den vergangenen Jahren verbessert.

    Deutsche Wirtschaft wird familienfreundlicher

    IW Köln, Pressemitteilung vom 17.09.2019

    Immer mehr Unternehmen achten auf ein familienfreundliches Arbeitsumfeld. Das zeigt eine vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Für die Beschäftigten hat das einen positiven Effekt: Ihre Situation hat sich in den vergangenen Jahren verbessert.

    Ein familienfreundliches Arbeitsumfeld macht Unternehmen für Beschäftigte attraktiver. Das erkennen auch immer mehr Geschäftsleitungen und Personalverantwortliche. Für 83 Prozent von ihnen sind familienfreundliche Maßnahmen wichtig – vor drei Jahren waren es noch 77 Prozent. Der zunehmende Fokus auf das Thema beeinflusst auch die Wahrnehmung der Beschäftigten: 39 Prozent von ihnen sind der Meinung, dass ihr Arbeitgeber eine ausgeprägte familienfreundliche Unternehmenskultur hat. 2015 waren es drei Prozentpunkte weniger. Das ergab eine Befragung von Unternehmen und Beschäftigten, die das IW bereits zum sechsten Mal gemacht hat.

    Für Väter werden die Bedingungen immer besser

    In acht von zehn Betrieben können die Beschäftigten ihre Arbeitszeiten individuell mit den Führungskräften abstimmen, um Familie und Beruf zu vereinbaren. Besonders die Väter sind in den vergangenen Jahren verstärkt in das Blickfeld geraten: Boten 2015 knapp 35 Prozent der Unternehmen spezielle Förderungen für Väter an, waren es 2018 bereits über die Hälfte. Die Unternehmen erweitern damit die Optionen, unterschiedliche Rollenbilder zu leben und Lebensmodelle zu wählen.

    Führungskräfte stehen in der Verantwortung

    Um den hohen Erwartungen in Zukunft auch gerecht zu werden, müssen vor allem die Personalverantwortlichen die Wünsche der Beschäftigten und den betrieblichen Erfolg vereinen. „Führungskräfte werden entweder als Beförderer oder Blockierer in Sachen Familienfreundlichkeit wahrgenommen“, sagt Studienautor Oliver Stettes. „Deswegen sollten sie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ermutigen, familienfreundliche Maßnahmen auch zu nutzen.“

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  • Die deutsche Wirtschaft kämpft immer noch mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Fast eineinhalb Jahre nach Geltungsbeginn haben zwar zwei Drittel der Unternehmen (67 Prozent) die neuen Datenschutzregeln mindestens zu großen Teilen umgesetzt. Dabei hat allerdings erst ein Viertel (25 Prozent) die Umsetzung der EU-DSGVO lt. Bitkom vollständig abgeschlossen.

    Zwei Drittel der Unternehmen haben DSGVO größtenteils umgesetzt

    Bitkom, Pressemitteilung vom 17.09.2019

    • Erst 25 Prozent melden vollständige Übernahme der neuen Regeln
    • 9 von 10 Unternehmen haben von der ePrivacy-Verordnung gehört
    • Brexit schürt Unsicherheit für Datentransfers

    Die deutsche Wirtschaft kämpft immer noch mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Fast eineinhalb Jahre nach Geltungsbeginn haben zwar zwei Drittel der Unternehmen (67 Prozent) die neuen Datenschutzregeln mindestens zu großen Teilen umgesetzt. Dabei hat allerdings erst ein Viertel (25 Prozent) die Umsetzung der DSGVO vollständig abgeschlossen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung unter mehr als 500 Unternehmen aus Deutschland, die der Digitalverband Bitkom im Rahmen seiner Privacy Conference vorgestellt hat. Weitere 24 Prozent haben die Verordnung teilweise umgesetzt, 6 Prozent stehen noch am Anfang. „Die Datenschutz-Grundverordnung trifft vor allem kleine und mittlere Unternehmen hart“, sagt Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung. „Nach wie vor bestehen große Unsicherheiten bei der Auslegung der neuen Regeln. Eine vollständige Umsetzung der DSGVO scheint vielen Unternehmen unmöglich.“ Rechtsunsicherheit und ein schwer abzuschätzender Umsetzungsaufwand sind für jeweils zwei Drittel der Unternehmen (68 Prozent) die größten Herausforderungen. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) beklagt fehlende Umsetzungshilfen, gut ein Drittel (37 Prozent) sieht fehlendes Fachpersonal als größte Herausforderung.

    DSGVO hat innovative Projekte verhindert

    Am aufwändigsten ist es für Unternehmen, die mit der Umsetzung der DSGVO zumindest begonnen haben, die neuen Informations- und Dokumentationspflichten zu erfüllen. Fast alle Befragten (97 Prozent) bestätigen einen hohen Aufwand. Die Katalogisierung der Prozesse ist für 93 Prozent sehr aufwändig, 86 Prozent geben dies für ihr Vertragsmanagement an. Die sogenannten Privacy-by-Design-Anforderungen zu erfüllen, bedeutet für 84 Prozent viel Arbeit. Ähnlich viele (82 Prozent) kämpfen wegen der Datenschutz-Grundverordnung mit hohen Aufwänden für den Betrieb ihrer Webseiten. Nicht nur der Aufwand ist hoch. Für viele haben die Datenschutzregeln auch enge Grenzen für Innovationen gesetzt. Jedes siebte Unternehmen (14 Prozent) sagt: In unserem Unternehmen sind neue, innovative Projekte aufgrund der Datenschutz-Grundverordnung gescheitert. „Wir müssen die Datenschutzregeln so weiterentwickeln, dass der Schutz der Privatsphäre und die Entwicklung innovativer datengetriebener Geschäftsmodelle in Einklang gebracht werden können. Datenschutz sollte kein lästiger Bremsklotz, sondern Leitplanke mit Orientierungsfunktion für datenbasierte Dienste sein“, so Dehmel.

    Nahezu alle Unternehmen (98 Prozent) fordern Nachbesserungen der DSGVO. Gleichzeitig sind fast ebenso viele (95 Prozent) der Meinung: Die DSGVO ist praktisch nicht komplett umsetzbar. Drei Viertel (74 Prozent) geben an, dass ihre Kunden genervt sind von zusätzlichen Infoblättern und Hinweisen. Drei von zehn Befragten (29 Prozent) finden, dass die DSGVO Innovationen innerhalb der EU verhindert. Und jedes sechste Unternehmen (16 Prozent)sagt sogar: Die DSGVO ist eine Gefahr für unser Geschäft. Demgegenüber stehen aber auch positiv Gestimmte. So sind fast zwei Drittel (64 Prozent) überzeugt, dass die DSGVO weltweit Maßstäbe für den Umgang mit Personendaten setzen wird. Mehr als die Hälfte (57 Prozent) glaubt, die DSGVO wird zu einheitlicheren Wettbewerbsbedingungen in der EU führen. Und ein Viertel (25 Prozent) sieht in der Datenschutz-Grundverordnung Vorteile für das eigene Unternehmen. „Die EU-Kommission wird die DSGVO im nächsten Jahr genau prüfen. Sie sollte Erleichterungen für KMUs vorsehen und auch die Datennutzung im Forschungsumfeld erleichtern. Im Innovationsumfeld und insbesondere für Schlüsseltechnologien wie Künstliche Intelligenz müssen die Rahmenbedingungen mit der Entwicklung Schritt halten. Wir brauchen hier die nötige Dynamik, um Datenschutz und Datenverarbeitung, Risikoabschätzungen und wirtschaftliche sowie gesellschaftliche Potenziale in Einklang zu bringen“, so Dehmel.

    Brexit bringt Unsicherheit für Datentransfers

    Darüber hinaus sehen sich Unternehmen mit Datenschutzherausforderungen durch den anstehenden Brexit konfrontiert. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) lässt Personendaten von externen Dienstleistern im Ausland verarbeiten. Von diesen sind es wiederum 11 Prozent, die dies in Großbritannien erledigen lassen. Die Konsequenz: Die überwiegende Mehrheit (84 Prozent) derer, die derzeit Personendaten in Großbritannien verarbeiten lassen, wollen dies nach dem Brexit nicht mehr tun. Dehmel: „Nach dem Brexit dürfen personenbezogene Daten nicht mehr ohne Weiteres nach Großbritannien übermittelt werden. Ohne Brexit-Deal müssen viele betroffene Unternehmen ihre Prozesse umgehend anpassen und neu aufsetzen. Das kann sich unmittelbar auf den Geschäftserfolg auswirken und die Wirtschaft in Deutschland insgesamt empfindlich treffen.“ Um weiterhin einen freien Datenverkehr zu garantieren, müsste die EU aus Sicht des Bitkom einen sogenannten Angemessenheitsbeschluss fassen. Im Falle des No-Deal-Szenarios würde solch ein Beschluss aber nicht rechtzeitig vorliegen.

    Großteil hat sich mit ePrivacy-Verordnung auseinandergesetzt

    Neben der Datenschutz-Grundverordnung müssen sich Unternehmen demnächst auf ein weiteres Regelwerk für den Datenschutz einstellen, die sogenannte ePrivacy-Verordnung. Diese Verordnung soll die DSGVO im Bereich der elektronischen Kommunikation ergänzen und wird derzeit auf EU-Ebene verhandelt. Den meisten Unternehmen ist diese Verordnung ein Begriff. So haben 90 Prozent bereits von der ePrivacy-Verordnung gehört, davon haben sich wiederum acht von zehn Unternehmen (79 Prozent) schon mit der Thematik auseinandergesetzt. Doch insgesamt steht die Wirtschaft der ePrivacy-Verordnung gespalten gegenüber. Drei Viertel (75 Prozent) derer, die sich bereits inhaltlich damit auseinandergesetzt haben, sagen: Die ePrivacy-Verordnung schafft einheitliche Wettbewerbsbedingungen für unterschiedliche Kommunikationsanbieter. Zwei Drittel (68 Prozent) meinen jedoch auch, dass die ePrivacy-Verordnung einen hohen Umsetzungsaufwand erzeugen wird. Ähnlich viele (63 Prozent) geben an, dass diese Verordnung zu neuen Unsicherheiten im Bereich des Datenschutzes führt. Und immerhin 21 Prozent meinen, dass die ePrivacy-Verordnung Innovationen verhindere. Dehmel: „Die EU muss aus den Erfahrungen der DSGVO lernen. Eine unklare und zu weit gefasste Verordnung provoziert Rechtsunsicherheit und Probleme bei der Umsetzung. Nach derzeitigem Stand gefährdet die ePrivacy-Verordnung die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen.“

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  • Der Zugang zu Finanzierungsinstrumenten wie beispielsweise Bankredite, Banküberziehungen oder Handelskredite ist für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in der Europäischen Union lt. IfM Bonn unterschiedlich gut.

    Guter Finanzierungszugang für KMU in Deutschland

    IfM Bonn empfiehlt, länderspezifische Finanzierungskultur bei europaweiten Fördermaßnahmen zu berücksichtigen

    IfM Bonn, Pressemitteilung vom 11.09.2019

    Der Zugang zu Finanzierungsinstrumenten wie beispielsweise Bankredite, Banküberziehungen oder Handelskredite ist für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in der Europäischen Union unterschiedlich gut: So ist der Anteil der KMU, die keine dieser Finanzierungsformen von einem Kreditgeber erhalten, in den Niederlanden und Spanien hoch. In Deutschland und Finnland sind dagegen nur wenige KMU von Finanzierungseinschränkungen tangiert. „Für alle EU-Staaten lässt sich jedoch gleichermaßen feststellen, dass insbesondere Kleinstunternehmen und innovative Unternehmen von einer Marktrationierung betroffen sind“, berichtet der Studienleiter Dr. Christian Schröder. Die häufigsten Gründe, warum KMU keinen Kredit erhalten, sind mangelnde Sicherheiten und zu hohe Zinskosten – trotz der aktuellen Niedrigzinsphase. Die IfM-Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen hatten für die Studie „Einflüsse auf die KMU Finanzierung – Ein Vergleich ausgewählter Euroländer“ den „Survey on the Access to Finance of Enterprises“ der Europäischen Kommission und der Europäischen Zentralbank ausgewertet.

    Bei der Analyse der Einflüsse auf die Unternehmensfinanzierung identifizierten die IfM-Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen noch ein weiteres Phänomen, das sie in ihrer Studie als „Selbstrationierung“ bezeichnen: „KMU verzichten nicht selten bereits im Vorfeld auf eine Kreditanfrage, weil sie eine Ablehnung befürchten. Der Grund hierfür könnte in zuvor erfolglos verlaufenen Kreditgesprächen liegen,“ berichtet Dr. Christian Schröder. Zudem lehnen aber auch viele Kleinstunternehmen bereits zugesagte Finanzierungen von sich aus ab, weil ihnen die Kosten hierfür zu hoch sind.

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  • Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer Schwächephase. Nach dem guten Einstieg in das laufende Jahr mit einer Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um preisbereinigt 0,4 % schwächte sich die gesamtwirtschaftliche Leistung im zweiten Quartal um 0,1 % ab. Ein stärkerer Abschwung oder gar eine ausgeprägte Rezession sind lt. BMWi gegenwärtig nicht zu erwarten. Allerdings zeichnet sich nach den Indikatoren auch noch keine konjunkturelle Trendwende zum Besseren ab.

    Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im September 2019

    BMWi, Pressemitteilung vom 13.09.2019

    • Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer Schwächephase. Die gedämpfte globale Industriekonjunktur beeinträchtigt die exportorientierte deutsche Wirtschaft. Ein stärkerer Abschwung zeichnet sich zwar nicht ab, die Indikatoren zeigen aber auch noch keine Trendwende an.
    • Die Produktion im Produzierenden Gewerbe wurde weiter eingeschränkt. Gleichzeitig sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe in der Tendenz weiter rückläufig. Die Konjunktur am Bau läuft demgegenüber weiterhin gut.
    • Die deutschen Ausfuhren entwickeln sich gegenwärtig seitwärts. Die staatlichen und privaten Konsumausgaben stützen die Konjunktur hingegen spürbar.
    • Am Arbeitsmarkt erfolgt der Beschäftigungsaufbau konjunkturbedingt langsamer, der Rückgang der insgesamt niedrigen Arbeitslosigkeit setzte sich zuletzt nicht fort.

    Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer Schwächephase. Nach dem guten Einstieg in das laufende Jahr mit einer Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um preisbereinigt 0,4 % schwächte sich die gesamtwirtschaftliche Leistung im zweiten Quartal um 0,1 % ab. Ein stärkerer Abschwung oder gar eine ausgeprägte Rezession sind gegenwärtig nicht zu erwarten. Allerdings zeichnet sich nach den Indikatoren auch noch keine konjunkturelle Trendwende zum Besseren ab. Die exportorientierte deutsche Industrie leidet weiter unter dem rückläufigen Welthandel und der stagnierenden globalen Industriekonjunktur. Dabei waren im zweiten Quartal vor allem die Ausfuhren in die Europäische Union und insbesondere in das Vereinigte Königreich merklich rückläufig. Die Binnenkonjunktur bleibt davon nicht unberührt, sie erweist sich bisher aber als recht robust. Wichtige binnenwirtschaftliche Auftriebskräfte wirken, wenn auch teilweise etwas abgeschwächt, fort. Die private und staatliche Konsumnachfrage sowie die nach Bauleistungen liefern verlässliche Impulse. Die Verunsicherung durch die Handelskonflikte und den Brexit-Prozess dauern zwar fort, die globale Wirtschaft stellt sich aber allmählich auf die neuen Verhältnisse ein und die Unternehmer werden weiter nach Chancen suchen.

    Die schwelenden Handelskonflikte und das schwierige geopolitische Umfeld dämpfen weiterhin die Weltkonjunktur. Im Juni folgten sowohl die globale Industrieproduktion als auch der Welthandel wieder ihrem seit Herbst 2018 abwärtsgerichteten Trend. Die Stimmung in der globalen Industrie verbesserte sich im August zwar leicht; der IHS Markit PMI unterschreitet allerdings weiterhin seine Wachstumsschwelle. Das unterkühlte ifo Weltwirtschaftsklima hat sich im dritten Quartal 2019 weiter eingetrübt. Angesichts der Ballung globaler Risiken gehen die internationalen Organisationen von einer wenig dynamischen, aber gleichwohl aufwärtsgerichteten Entwicklung für die Weltwirtschaft aus.

    Der schwächelnde Welthandel macht sich auch beim deutschen Außenhandel bemerkbar. Zwar stiegen sich die Exporte von Waren und Dienstleistungen von Juni auf Juli saisonbereinigt und in jeweiligen Preisen um 1,7 % und im Zweimonatsvergleich um 0,7 %, dieser Anstieg erfolgte aber von einem abgeschwächten Niveau aus. Ein Großteil der Unternehmen geht laut den ifo Exporterwartungen, die sich im August nur leicht gebessert haben, auch für die kommenden Monate von keinem Exportzuwachs aus. Die Importe von Waren und Dienstleistungen sanken im Juli saisonbereinigt und in jeweiligen Preisen um 0,8 %. Im Zweimonatsvergleich verringerten sie sich geringfügig um 0,1 %.

    Während die Baukonjunktur weiterhin auf hohen Touren läuft, setzt sich die Schwächephase in der Industrie sowie im Bereich Energie fort. Die Produktion im Produzierenden Gewerbe wurde im Juli erneut zurückgefahren (-0,6 %). Während die Erzeugung in der Industrie um 0,8 % abnahm, stieg die Produktion im Baugewerbe um 0,2 %. Im Zweimonatsvergleich ergab sich ein merklicher Rückgang des Ausstoßes in der Industrie um 1,3 % und der Energieerzeugung um 5,6 %. Dabei war der Rückgang in der Industrie über die Wirtschaftszweige breit verteilt. Im Baugewerbe zeigte sich auch beim Zweimonatsvergleich eine Seitwärtsbewegung (-0,2 %). Eine Erholung der Industriekonjunktur ist nach dem schwachen Start in das dritte Quartal vorerst nicht in Sicht. Schwelende internationale Handelskonflikte und eine schwache Auslandsnachfrage schlagen sich in wenig optimistischen Geschäftserwartungen nieder. Das Niveau der industriellen Auftragseingänge liegt aktuell spürbar unterhalb des Durchschnittswerts des Vorquartals (-1,7 %).

    Die privaten Konsumausgaben bleiben demgegenüber eine wichtige Stütze der binnenwirtschaftlichen Entwicklung. Nach einem sehr deutlichen Anstieg von 0,8 % im ersten Quartal erhöhten sie sich im zweiten Quartal weiter um 0,1 %. Die Umsätze im Einzelhandel ohne Kfz starteten allerdings verhalten in das dritte Quartal. Im Juli gaben sie im Vormonatsvergleich um 2,2 % nach. Die Neuzulassungen von Pkw bei privaten Haltergruppen fielen im zweiten Quartal als Reaktion auf die Nachholeffekte im ersten Quartal bescheidener aus, im Juli und August nahmen sie aber wieder zu. Das Geschäftsklima im Einzelhandel ist per Saldo weiter positiv und deutlich besser als der langjährige Durchschnitt, auch wenn es im August leicht nachgab.

    Der Beschäftigungsaufbau setzte sich zur Jahresmitte fort, angesichts der Konjunkturabkühlung jedoch deutlich gedrosselter. Nach einem durchschnittlichen Anstieg der saisonbereinigten Erwerbstätigkeit von 44.000 Personen pro Monat im letzten Winterhalbjahr erhöhte sie sich von Juni auf Juli nur noch um 14.000 Personen. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies in Ursprungszahlen aber immer noch einen Anstieg um 374.000 Personen. Der Aufbau der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung schwächte sich mit einem Anstieg um saisonbereinigt 11.000 Personen im Juni ebenfalls weiter ab. Die Arbeitslosigkeit stieg dagegen im August saisonbereinigt leicht um 4.000 Personen an, in Ursprungszahlen nahm sie auf rund 2,3 Mio. Personen zu. Bei der Unterbeschäftigung zeigte sich ein ähnliches Bild. Die Frühindikatoren signalisieren, dass sich der gemäßigte Beschäftigungsaufbau bei leicht steigender Arbeitslosigkeit fortsetzt.

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  • Viele Unternehmen verfolgen die Diskussion zur Reform der Grundsteuer mit Interesse. In der Anhörung des Bundestages hat sich der DIHK erneut dafür stark gemacht, die Unternehmen durch die Neuregelung – die auch gewerblich genutzte Grundstücke betrifft – nicht zusätzlich zu belasten. Der DIHK bedauert, dass der vorliegende Gesetzentwurf im Kern in der Systematik eines wertorientierten Modells bleibt, dessen hohe Komplexität Betrieben und Finanzverwaltung einen enormen Bürokratieaufwand bescheren würde. Immerhin beinhaltet der Entwurf eine Öffnungsklausel, die den Ländern die Einführung des einfachen Flächenmodells ermöglicht.

    Grundsteuerreform – die Chance zum Bürokratieabbau ist da

    DIHK, Mitteilung vom 12.09.2019

    Viele Unternehmen verfolgen die Diskussion zur Reform der Grundsteuer mit Interesse. Schließlich unterliegen neben Wohngrundstücken auch gewerblich genutzte Grundstücke dieser für die Gemeinden wichtigen Steuer. Der DIHK hat sich in der Anhörung des Deutschen Bundestages am 11. September 2019 erneut dafür stark gemacht, die Unternehmen in Deutschland durch die Reform nicht zusätzlich zu belasten. Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts muss die Neuregelung bis Ende 2019 im Gesetzblatt stehen.

    Zwei Modelle stehen im Gesetzentwurf

    Kern der Diskussion ist, ob die Neuregelung an die Marktwerte von Grundstücken und Gebäuden anknüpft oder ob sie sich allein an den Grundstücks- und Gebäudeflächen orientieren sollte. Der vorliegende Gesetzentwurf bleibt im Kern in der Logik eines wertorientierten Modells. Das ist aus Sicht der Unternehmen eine schlechte Lösung, denn wegen der hohen Komplexität würde ein enormer bürokratischer Aufwand bei Betrieben und Finanzverwaltung verursacht. Die Unternehmen kritisieren das wertabhängige Modell auch deshalb, weil die erforderlichen Bodenrichtwerte von regionalen, sehr unterschiedlich besetzten Gutachterausschüssen festgelegt werden. Dieses Ermittlungsverfahren ist höchst intransparent. Zudem sind die Werte bisher gerichtlich nicht überprüfbar – ein Szenario, das langwierige und aufwendige Gerichtsverfahren erwarten lässt.

    Öffnungsklausel ermöglicht einfaches Flächenmodell

    Immerhin ermöglicht eine Öffnungsklausel den Ländern, ihr eigenes, vom Bundesrecht abweichendes Grundsteuerkonzept umzusetzen. Bayern, auf dessen Drängen hin die Öffnungsklausel in die Gesetzentwürfe aufgenommen wurde, will diese Chance für ein einfacheres Grundsteuerrecht nutzen. Im bayerischen Modell sind nur die Fläche des Grundstückes sowie die Nutzfläche des Gebäudes für die Höhe der Grundsteuer maßgeblich. Im wertabhängigen Modell sind hingegen alle unternehmerischen Immobilien gesondert mit dem sogenannten Sachwertverfahren zu bewerten. Hierfür müssen beispielsweise die Nutzungsart und das Baujahr eines Gebäudes ermittelt werden. Letzteres ist besonders bei Gebäuden schwierig, die in mehreren Etappen entstanden sind. Diese aufwendige Bewertung wäre alle sieben Jahre durchzuführen. Insgesamt müssten die Unternehmen in Deutschland dann schätzungsweise knapp 100 Millionen Euro jährlich allein dafür ausgeben, den aktuellen Wert ihrer Grundstücke und Gebäude ermitteln zu lassen.

    Reform digital umsetzen!

    Ideal wäre es, wenn sich möglichst viele Bundesländer zur Einführung des einfachen, bürokratiearmen Flächenmodells entschlössen. Viele der notwendigen Daten liegen bereits anderen Behörden vor, zum Beispiel in Liegenschafts-, Grundbuch- und Bauämtern. Auf diese Daten sollte in erster Linie zurückgegriffen werden. Dann könnte das Finanzamt den Unternehmen in elektronischer Form eine vorausgefüllte Steuererklärung senden, die die Unternehmen mit einem überschaubaren Aufwand bestätigen beziehungsweise vervollständigt zurücksenden würden.

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  • Das ifo Institut hat seine Prognose für das Wirtschaftswachstum für dieses und kommendes Jahr gesenkt. Statt 0,6 Prozent erwarten die Forscher nun für 2019 nur noch 0,5 Prozent. Der deutschen Wirtschaft drohe eine Rezession. Die Schwäche in der Industrie breite sich wie ein Ölfleck nach und nach in andere Wirtschaftszweige aus, wie beispielsweise in die Logistik.

    ifo Institut senkt Prognose für das Wirtschaftswachstum – es droht eine Rezession

    ifo Institut, Pressemitteilung vom 12.09.2019

    Das ifo Institut hat seine Prognose für das Wirtschaftswachstum für dieses und kommendes Jahr gesenkt. Statt 0,6 Prozent erwarten die Forscher nun für 2019 nur noch 0,5 Prozent. „Der deutschen Wirtschaft droht eine Rezession. Die Schwäche in der Industrie breitet sich wie ein Ölfleck nach und nach in andere Wirtschaftszweige aus, wie beispielsweise in die Logistik, die zu den Dienstleistern zählt“, sagt ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. „Der Ausblick ist mit hohen Unwägbarkeiten verbunden. So unterstellen wir, dass ein harter Brexit oder eine Eskalation des US-Handelskrieges ausbleiben.“

    Nach dem Schrumpfen der Wirtschaft im zweiten Vierteljahr um 0,1 Prozent rechnet das ifo mit ebenfalls minus 0,1 Prozent im dritten Quartal. „Das wäre dann eine technische Rezession“, sagt Wollmershäuser. Eine leichte Erholung im vierten Quartal und die starken plus 0,4 Prozent aus dem ersten Vierteljahr dürften dann plus 0,5 Prozent für das Gesamtjahr bedeuten.

    „Dieser Abschwung wurde durch eine Reihe weltpolitischer Ereignisse ausgelöst, die eine über Jahrzehnte gewachsene, globale Wirtschaftsordnung in Frage stellen“, sagt Wollmershäuser. Auch für das kommende Jahr wurde der Ausblick dunkler: Statt bislang 1,7 Prozent erwartet das ifo Institut jetzt nur noch 1,2 Prozent Wachstum, bereinigt um die vielen Arbeitstage sogar nur 0,8 Prozent. Für 2021 veranschlagen die Forscher jetzt erstmals 1,4 Prozent.

    „Die Konjunkturschwäche hat ihre Spuren mittlerweile auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen“, fügt Wollmershäuser an. Während die Beschäftigung in der Industrie bereits seit dem Frühjahr sinkt, kam der bislang kräftige Zuwachs bei den privaten Dienstleistern und im Baugewerbe im Sommer zum Erliegen. Die Arbeitslosigkeit steigt bereits den vierten Monat in Folge, und der Anteil der Unternehmen, die Kurzarbeit angemeldet haben, hat deutlich zugenommen. Für 2020 erwartet das ifo einen Anstieg der Arbeitslosenzahlen auf 2,313 Millionen, von 2,275 in diesem Jahr. Die Zahl der Beschäftigten soll allerdings weiter langsam zunehmen, von 45,2 Millionen über 45,4 auf 45,5 Millionen im Jahre 2021.

    Die Konjunktur stützen die hohen Einkommenszuwächse der privaten Haushalte, die aus kräftigen Tariflohnsteigerungen und einer Ausweitung der staatlichen Transfer-Leistungen stammen. Der Finanzüberschuss des Staates wird abschmelzen von 45,8 Milliarden Euro in diesem Jahr über 23,1 im kommenden auf 18,6 Milliarden 2021. Der viel kritisierte Überschuss der Leistungsbilanz (Export, Importe, Dienstleistungen, Übertragungen) wird von 245 Milliarden über 258 auf 265 Milliarden Euro 2021 steigen. Das sind in diesem Jahr 7,1 Prozent der Wirtschaftsleistung, im kommenden 7,3 Prozent und 2021 dann 7,2 Prozent.

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  • Die Wahrscheinlichkeit, dass die deutsche Wirtschaft in den kommenden drei Monaten eine Rezession erlebt, ist in den letzten Wochen noch einmal drastisch gestiegen. Das zeigen die neuesten Werte, die der Konjunkturindikator des IMK der Hans-Böckler-Stiftung liefert.

    IMK-Konjunkturindikator springt auf „rot“ – Strategisches Investitionsprogramm kann Folgen einer Rezession mildern

    Hans-Böckler-Stiftung, Pressemitteilung vom 12.09.2019

    Die Wahrscheinlichkeit, dass die deutsche Wirtschaft in den kommenden drei Monaten eine Rezession erlebt, ist in den letzten Wochen noch einmal drastisch gestiegen. Das zeigen die neuesten Werte, die der Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung liefert. Für den Zeitraum von September bis Ende November weist der Indikator, der die aktuellsten verfügbaren Daten über die Wirtschaftslage bündelt, ein Rezessionsrisiko von 59,4 Prozent auf – nach 43 Prozent im August. Das ist der höchste Wert seit dem Winterhalbjahr 2012/2013, als die deutsche Wirtschaft während der Hochphase der Euro-Krise eine technische Rezession durchlief. Ebenfalls stark gewachsen ist die statistische Streuung im Indikator – sie spiegelt die große Verunsicherung vieler Wirtschaftsakteure wider. Deshalb schaltet das nach dem Ampelsystem arbeitende IMK-Frühwarnsystem auf „rot“, was eine akute Rezessionsgefahr anzeigt.

    „Die bisherige Hoffnung, dass die gute Inlandsnachfrage Deutschland vor der Rezession retten kann, schwindet zunehmend“, sagt Prof. Dr. Sebastian Dullien, der wissenschaftliche Direktor des IMK. Nun sei die Wirtschaftspolitik in Deutschland gefragt, um einer Rezession gegenzusteuern oder zumindest ihre Effekte abzumildern. Zudem, so Dullien „erhöht sich der Druck auf die Europäische Zentralbank, die Geldpolitik weiter zu lockern.“

    Der starke Anstieg der Rezessionswahrscheinlichkeit basiert nach Analyse des IMK auf einer breiten Palette von Frühindikatoren. Darunter sind rückläufige Zahlen für die Produktion und für die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe, weniger offene Stellen auf dem deutschen Arbeitsmarkt und eine gedrückte Stimmung in der deutschen Wirtschaft. Stabilisiert wird das Prognoseresultat demgegenüber nur durch die mittelfristig weiter günstigen Finanzierungsbedingungen für Unternehmen sowie durch die etwas bessere Entwicklung der Aktienkurse. Entscheidend für die Eintrübung des Indikators sind laut IMK die beträchtlichen außenwirtschaftlichen Risiken, also ein harter Brexit, die US-Handelskonflikte und geopolitische Spannungen. Hinzu kämen strukturelle Schwächen deutscher Schlüsselindustrien wie der Automobilindustrie, die sich derzeit etwa in verzögerter Markeinführung neuer Modelle, einem Modellportfolio, das nicht der aktuellen Nachfrage entspricht, sowie der Unsicherheit über künftige Antriebstechnologien zeigten.

    „Mit den vorliegenden Ergebnissen mehren sich die Indizien dafür, dass das Bruttoinlandsprodukt auch im dritten Quartal des Jahres zurückgehen wird“, sagt Dr. Thomas Theobald, Experte für Finanzmärkte und Konjunktur am IMK. „Damit wäre Deutschland nach landläufiger Definition in der Rezession angekommen. Damit diese keine tiefen Spuren auf dem Arbeitsmarkt hinterlässt, sollte die Wirtschaftspolitik möglichst zeitnah reagieren. Auch die Ankündigung eines strukturellen Ausbaus der öffentlichen Investitionen wäre jetzt hilfreich, da diese die Nachfrageaussichten der Unternehmen zu einem konjunkturell sinnvollen Zeitpunkt verbessert“, sagt der Forscher.

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  • Die Inflationsrate in Deutschland – gemessen am Verbraucherpreisindex (VPI) – lag im August 2019 um 1,4 % höher als im August 2018. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, schwächte sich die Inflationsrate damit ab (Juli 2019: +1,7 %). Im Vergleich zum Vormonat Juli 2019 sanken die Verbraucherpreise im August 2019 um 0,2 %.

    Verbraucherpreise August 2019: +1,4 % gegenüber August 2018

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 12.09.2019

    Verbraucherpreisindex, August 2019

    • +1,4 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
    • -0,2 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

    Harmonisierter Verbraucherpreisindex, August 2019

    • +1,0 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
    • -0,1 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

    Die Inflationsrate in Deutschland – gemessen am Verbraucherpreisindex (VPI) – lag im August 2019 um 1,4 % höher als im August 2018. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, schwächte sich die Inflationsrate damit ab (Juli 2019: +1,7 %). Im Vergleich zum Vormonat Juli 2019 sanken die Verbraucherpreise im August 2019 um 0,2 %.

    Energieprodukte verteuerten sich von August 2018 bis August 2019 um 0,6 %. Der Preisanstieg war damit deutlich geringer als die Gesamtteuerung. Im Vormonat Juli 2019 hatte die Teuerungsrate bei Energie noch bei +2,4 % zum Vorjahresmonat gelegen. Deutlich teurer als ein Jahr zuvor waren Fernwärme (+4,7 %), Erdgas (+4,6 %) und Strom (+3,8 %). Hingegen gingen die Preise sowohl für leichtes Heizöl (-5,2 %) als auch für Kraftstoffe (-3,3 %) gegenüber August 2018 deutlich zurück. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Inflationsrate im August 2019 bei +1,6 % gelegen, ohne Berücksichtigung der Mineralölprodukte bei +1,7 %.

    Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich im August 2019 mit +2,7 % überdurchschnittlich gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln hat sich damit gegenüber August 2018 im fünften Monat in Folge verstärkt (Juli 2019: +2,1 %). Erheblich teurer als ein Jahr zuvor war im August 2019 Gemüse (+12,8 %). Weitere deutliche Preiserhöhungen gab es bei Fleisch und Fleischwaren (+4,3 %) sowie bei Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchten (+4,0 %). Den Preisanstiegen standen einige wenige Preisrückgänge gegenüber (zum Beispiel Speiseöle und Speisefette: -8,9 %; Obst: -2,6 %).

    Die Preise für Waren insgesamt lagen im August 2019 um 1,3 % höher als im Vorjahresmonat. Neben den genannten Preiserhöhungen bei den Energieprodukten (+0,6 %) und Nahrungsmitteln (+2,7 %) verteuerten sich unter anderem Zeitungen und Zeitschriften (+5,3 %), Tabakwaren (+3,3 %) sowie neue Personenkraftwagen (+2,4 %). Andere Waren wurden hingegen günstiger, insbesondere Geräte der Informationsverarbeitung (-7,7 %) und Telefone (-7,1 %).

    Im Vergleich zu den Waren erhöhten sich die Preise für Dienstleistungen im August 2019 binnen Jahresfrist mit +1,6 % etwas stärker. Bedeutsam für die Preisentwicklung der Dienstleistungen war die Preiserhöhung bei Nettokaltmieten (+1,4 %), da private Haushalte einen großen Teil ihrer Konsumausgaben dafür aufwenden. Deutlich stärker verteuerten sich zum Beispiel Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+5,7 %), die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+4,8 %) sowie Gaststättendienstleistungen in Restaurants, Cafés und im Straßenverkauf (+2,7 %). Daneben erhöhten sich eine Vielzahl von Dienstleistungen mit vergleichsweise geringer Verbrauchsbedeutung ebenfalls deutlich (zum Beispiel Fernbusse: +18,5 %; Briefdienstleistungen: +10,6 %; Bank- und Sparkassengebühren: +4,1 %). Einige Dienstleistungen waren auch günstiger, unter anderem Telekommunikation (-0,7 %).

    Veränderung im August 2019 gegenüber dem Vormonat Juli 2019

    Im Vergleich zum Juli 2019 sank der Verbraucherpreisindex im August 2019 um 0,2 %. Energie insgesamt verbilligte sich binnen Monatsfrist um 1,0 %. Preisrückgänge gab es hier sowohl bei Kraftstoffen (-2,4 %) als auch bei leichtem Heizöl (-2,0 %). Nennenswert sind zudem die Preisrückgänge im Bildungswesen für Dienstleistungen des Elementar- und Primarbereichs (-3,0 %) sowie bei den Pauschalreisen (-2,5 %).

    Harmonisierter Verbraucherpreisindex für Deutschland

    Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für Deutschland lag im August 2019 um 1,0 % über dem Stand von August 2018. Die deutliche Abweichung der Inflationsrate für August 2019 zwischen HVPI und VPI von 0,4 Prozentpunkten resultiert – wie bereits im letzten Monat – aus einem methodischen Sondereffekt bei den Pauschalreisen im HVPI. Im Vergleich zum Juli 2019 sank der HVPI im August 2019 um 0,1 %.

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  • Im 1. Halbjahr 2019 wurden in Deutschland rund 64.000 Betriebe gegründet, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren das 0,7 % mehr als im 1. Halbjahr 2018.

    0,7 % mehr Gründungen größerer Betriebe im 1. Halbjahr 2019

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 12.09.2019

    Im 1. Halbjahr 2019 wurden in Deutschland rund 64.000 Betriebe gegründet, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen. Wie das Statistische Bundesamt nach Auswertung der Gewerbemeldungen weiter mitteilt, waren das 0,7 % mehr als im 1. Halbjahr 2018.

    Gründungen von Kleinunternehmen niedriger als im 1. Halbjahr 2018

    Die Zahl neu gegründeter Kleinunternehmen lag im 1. Halbjahr 2019 mit knapp 86.300 um 4,0 % unter dem Wert des 1. Halbjahrs 2018. Die Zahl der Gründungen von Nebenerwerbsbetrieben hingegen stieg um 5,9 % auf fast 138.400.

    Die Gesamtzahl der Gewerbeanmeldungen stieg im 1. Halbjahr 2019 auf rund 352.200, das waren 0,9 % mehr als im 1. Halbjahr 2018. Gewerbeanmeldungen müssen nicht nur bei Neugründung eines Gewerbebetriebes erfolgen, sondern auch bei Betriebsübernahme (zum Beispiel Kauf oder Gesellschaftereintritt), Umwandlung (zum Beispiel Verschmelzung oder Ausgliederung) oder Zuzug aus einem anderen Meldebezirk.

    Weniger Aufgaben von größeren Betrieben und Kleinunternehmen

    Knapp 51.300 Betriebe mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung gaben im 1. Halbjahr 2019 ihr Gewerbe vollständig auf. Das waren 2,8 % weniger als im 1. Halbjahr 2018. Die Zahl der im 1. Halbjahr 2019 aufgegebenen Kleinunternehmen sank um 7,3 % auf rund 101.200. Geringfügig auf fast 93.800 gestiegen ist dagegen die Zahl der Aufgaben von Nebenerwerbsbetrieben (+0,6 %).

    Insgesamt lag die Zahl der Gewerbeabmeldungen bei den Gewerbeämtern mit knapp 308.800 um 2,9 % unter dem Vorjahreswert. Bei dieser Gesamtzahl handelt es sich nicht nur um Gewerbeaufgaben, sondern auch um Betriebsübergaben (zum Beispiel Verkauf oder Gesellschafteraustritt), Umwandlungen oder Fortzüge in einen anderen Meldebezirk.

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  • Mobiles Arbeiten ohne festen Schreibtisch, flache Hierarchien und Vertrauensarbeitszeit: Die große Mehrheit der Berufstätigen ist offen für moderne Arbeitskonzepte, die auch unter dem Schlagwort „New Work“ zusammengefasst werden. Neun von zehn (92 Prozent) stehen New-Work-Konzepten sehr oder eher aufgeschlossen gegenüber – nur 6 Prozent lehnen diese ab. Das u. a. sind die zentralen Ergebnisse einer repräsentativen Bitkom-Befragung.

    Jeder Zweite will Vertrauensarbeitszeit und Recht auf Homeoffice

    Bitkom, Pressemitteilung vom 11.09.2019

    • Deutsche Berufstätige wünschen sich mehr Selbstverwirklichung im Job und fordern von ihren Arbeitgebern soziale Verantwortung
    • Auch Gleichstellung von Männern und Frauen ist wichtiges Anliegen
    • Jeder Zehnte hat keinen eigenen Schreibtisch mehr, aber Klammeraffen halten sich hartnäckig

    Mobiles Arbeiten ohne festen Schreibtisch, flache Hierarchien und Vertrauensarbeitszeit: Die große Mehrheit der Berufstätigen ist offen für moderne Arbeitskonzepte, die auch unter dem Schlagwort „New Work“ zusammengefasst werden. Neun von zehn (92 Prozent) stehen New-Work-Konzepten sehr oder eher aufgeschlossen gegenüber – nur 6 Prozent lehnen diese ab. Die allermeisten Berufstätigen möchten einer sinnstiftenden Tätigkeit nachgehen und stellen an ihren Arbeitgeber hohe moralische Ansprüche, etwa was die soziale Verantwortung angeht. Eng damit verbunden ist die Digitalisierung der Arbeitswelt: Schon neun von zehn Berufstätigen (91 Prozent) messen digitalen Technologien eine große Bedeutung für ihr Arbeitsleben bei (2017: 80 Prozent). Die Mehrheit (55 Prozent) rechnet damit, dass sich ihr Arbeitsplatz bis 2030 durch neue Technologien verändern wird – Sorge vor einem Job-Verlust haben aber nur die wenigsten (8 Prozent). Insgesamt sehen zwei Drittel (66 Prozent) in der Digitalisierung eine Chance für ihre berufliche Situation, ein Drittel (32 Prozent) eine Gefahr. Das sind die zentralen Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von 1.002 Berufstätigen in Deutschland zwischen 16 und 65 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

    Berg: „Digitalisierung ist Treiber für New Work“

    „Die Digitalisierung ist der Treiber von New Work. Digitale Technologien ermöglichen mobiles und selbstbestimmtes Arbeiten, ohne an feste Zeiten und Orte gebunden zu sein“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Viele Erwerbstätige stellen heutzutage nicht allein die Karriere in den Mittelpunkt, sondern wollen Erfolg im Beruf mit Zeit für Familie und Privatleben verbinden.“ Berg betont die breite Zuversicht, die allgemein mit der Digitalisierung des Arbeitslebens einhergeht: „Eine Zwei-Drittel-Mehrheit der Berufstätigen sieht in der Digitalisierung eine Chance. Und die meisten derjenigen, die eher eine Gefahr sehen, blicken dennoch optimistisch in die Zukunft und halten ihren Arbeitsplatz auch langfristig für sicher.“

    Digitalkompetenz wird immer wichtiger für beruflichen Erfolg

    Im Job wird Digitalkompetenz immer mehr zur Schlüsselqualifikation. Schon drei von zehn Berufstätigen (30 Prozent) meinen, Digitalkompetenz werde künftig die wichtigste Fähigkeit überhaupt für ihren Arbeitsplatz sein. 2017 waren es erst 8 Prozent. Sieben von zehn (68 Prozent; 2017: 77 Prozent) glauben, Digitalkompetenz werde zumindest genauso wichtig sein wie fachliche oder soziale Kompetenz. Dass Digitalkompetenz künftig von untergeordneter Bedeutung sein werde, glaubt mittlerweile niemand mehr (0 Prozent). 2017 waren es noch 11 Prozent. Entsprechend positiv sind die allgemeinen Einstellungen gegenüber der Digitalisierung der Arbeitswelt und des eigenen Arbeitsplatzes. Jeweils eine Mehrheit der Berufstätigen sagt, digitale Technologien seien unerlässlich, um die Arbeit zu erledigen (78 Prozent), würden bei der Arbeit motivieren (67 Prozent) und die Arbeit produktiver machen (62 Prozent). Jeweils eine Minderheit sieht die Nachteile, dass digitale Technologien oft nicht so funktionieren, wie sie sollten (34 Prozent), für zu viele Informationen auf zu vielen Kanälen sorgen (23 Prozent) und Stress hervorrufen (11 Prozent) würden.

    New Work: Persönliche Wünsche und gesellschaftliche Ansprüche

    Mit New Work verbinden Berufstätige persönliche Wünsche und gesellschaftliche Ansprüche. Auf persönlicher Ebene möchten sich nahezu alle (96 Prozent) ihre Arbeitszeit frei einteilen können. 94 Prozent sagen, dass es ihnen wichtig ist, einer sinnstiftenden Tätigkeit nachzugehen. 93 Prozent wünschen sich flache Hierarchien. 90 Prozent möchten ihre Leistungs- und Lernziele selbst festlegen. 82 Prozent wollen eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Und 71 Prozent befürworten regelmäßig wechselnde Arbeitsaufgaben, also Job-Rotation. Auf gesellschaftlicher Ebene haben Berufstätige hohe Ansprüche an Arbeitgeber. 96 Prozent bekräftigen, ihr Arbeitgeber sollte Werte vertreten, mit denen sie sich identifizieren können. 92 Prozent finden, ihr Arbeitgeber sollte gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Und 72 Prozent sind der Ansicht, dass auch Führungskräfte in Teilzeit arbeiten können sollten.

    Gleichstellung ist auch Männern wichtig

    Die Gleichstellung der Geschlechter ist Berufstätigen ein wichtiges Anliegen. Praktisch alle (97 Prozent) fordern, dass Frauen und Männer für gleiche Arbeit auch gleich bezahlt werden sollten. Diese Forderung wird von Frauen und Männern gleichermaßen erhoben. Acht von zehn (79 Prozent) meinen, dass divers zusammengesetzte Teams, etwa mit Unterschieden in Geschlecht, Alter oder Herkunft, bessere Arbeitsergebnisse liefern. In den Chefetagen ist das Thema nach Meinung der meisten angekommen: Neun von zehn (87 Prozent) sagen, ihr Arbeitgeber nehme das Thema Gleichstellung ernst. Allerdings erklären lediglich sechs von zehn (57 Prozent), bei ihrem Arbeitgeber gebe es Frauen in Führungspositionen.

    New-Work-Ansprüche führen zur Umgestaltung von Büroflächen

    Neben kulturellen Aspekten beinhalten New-Work-Konzepte auch die Neugestaltung der Arbeitsräume. Neue Raumkonzepte setzen sich allmählich in deutschen Büros durch. Jeweils drei von zehn abhängig Beschäftigten verfügen am Arbeitsplatz über Rückzugsmöglichkeiten zum Stillarbeiten (31 Prozent), Grünflächen mit Sitzgelegenheiten beziehungsweise eine Dachterrasse (30 Prozent) oder einen Lounge-Bereich (27 Prozent). Eine Seltenheit sind aber weiterhin Design-Thinking-Räume (6 Prozent), Telefonkabinen (5 Prozent) und Sport- oder Fitnessräume (4 Prozent). Häufiger findet man dagegen Klassiker wie Kaffeeküche (94 Prozent) und Kantine (31 Prozent). Das Einzelbüro ist mittlerweile nicht mehr Standard, nur noch jeder vierte Büroarbeiter ist allein in seinem Büro (27 Prozent). Jeder Zehnte (10 Prozent) verfügt nicht einmal mehr über einen festen Arbeitsplatz, sondern nutzt einen sog. Shared Desk oder ein non-territoriales Büro. Die meisten teilen sich ihr Büro mit Kollegen. 37 Prozent haben ihren Arbeitsplatz in einem Mehrpersonenbüro mit zwei bis vier Mitarbeitern, 22 Prozent arbeiten in einem Großraumbüro mit fünf und mehr Mitarbeitern. Großraumbüro-Erfahrungen haben sieben von zehn Büroarbeitern (68 Prozent) bereits gesammelt. Das Konzept ist umstritten: Während die eine Seite in Großraumbüros die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern für besser hält (66 Prozent) und einen stärkeren Zusammenhalt im Team (45 Prozent) und eine größere Zufriedenheit der Mitarbeiter sieht (45 Prozent), bemängelt die andere Seite mehr soziale Kontrolle (56 Prozent) und beklagt eine stärkere Ablenkung und geringere Produktivität (48 Prozent).

    Zettel und Stift sind in deutschen Büros präsenter als Smartphone und Laptop

    Deutsche Büroarbeiter verfügen auch im Jahr 2019 über analoge Vollausstattung: Schreibmaterialien, Locher und Klammeraffe (jeweils 97 Prozent) gibt es quasi an jedem Büroarbeitsplatz. Sieben von zehn Büroarbeiter (69 Prozent) verfügen über Klebezettel, um Nachrichten zu übermitteln oder Notizen zu hinterlassen. Klassische elektronische Geräte wie Drucker (97 Prozent) und Telefon (93 Prozent) sind ebenfalls nicht wegzudenken aus deutschen Büros. Auch das Fax-Gerät ist omnipräsent: An sieben von zehn Büroarbeitsplätzen (72 Prozent) gibt es darauf Zugriff. Die mobilen Arbeitsmittel der digitalen Welt – Smartphone (65 Prozent), Laptop (55 Prozent) und Tablet (34 Prozent) – rangieren teils deutlich dahinter.

    Fast jeder Zweite fordert ein Recht auf Homeoffice

    Mit dem Thema New Work verknüpfen Berufstätige auch konkrete Erwartungen an die Politik. Neun von zehn (91 Prozent) fordern, dass sich auch Selbstständige verpflichtend fürs Alter absichern sollten. Drei Viertel (74 Prozent) sagen, dass die Regelungen zur Beteiligung von Mitarbeitern am finanziellen Erfolg von Unternehmen vereinfacht werden sollten. Knapp zwei Drittel (63 Prozent) befürworten gelockerte Regelungen zum Arbeitsschutz, um Homeoffice zu erleichtern und es Startups leichter zu machen. Sechs von zehn (58 Prozent) wünschen sich die Umstellung von einer täglichen auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit. Und fast die Hälfte (46 Prozent) regt an, dass alle Beschäftigten eine Auszeit nehmen können, um ein eigenes Unternehmen zu gründen, mit dem Recht auf Rückkehr in den alten Job. Ein mögliches Recht auf Homeoffice findet unter vielen Berufstätigen Zuspruch (45 Prozent) – dabei wäre das längst nicht in allen Berufen umzusetzen.

    Frage der Arbeitszeiterfassung spaltet Berufstätige

    Gespalten sind Berufstätige in der Frage, ob ihre Arbeitszeit genau dokumentiert werden sollte oder nicht. Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom Mai 2019 müssen künftig alle Arbeitgeber die Arbeitszeiten ihrer Arbeitnehmer systematisch erfassen. Wenn die Berufstätigen selbst wählen könnten, würde eine Mehrheit (53 Prozent) lieber das Prinzip der Vertrauensarbeitszeit bevorzugen. Dagegen befürworten 41 Prozent die genaue Arbeitszeiterfassung. Die große Mehrheit der abhängig Beschäftigten macht das bereits. 77 Prozent, weil es der Arbeitgeber vorschreibt, und 13 Prozent aus eigenen Stücken.

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  • Der deutschen Wirtschaft steht eines der schwächsten Jahre seit der Finanzkrise bevor. Das IfW Kiel rechnet für 2019 nur noch mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes von 0,4 Prozent, 0,2 Prozentpunkte weniger als bislang prognostiziert. Mitte nächsten Jahres dürfte die Konjunktur aber wieder anziehen. 2021 zeichnet sich erstmals wieder ein Defizit in den öffentlichen Haushalten ab.

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  • Die Unternehmen in Deutschland nehmen sich in der Breite des Themas Digitalisierung an. Knapp 66 % der Unternehmen plant in den kommenden zwei Jahren die Umsetzung von Digitalisierungsvorhaben fest ein. Dies ist das zentrale Ergebnis der Unternehmensbefragung 2019, die die KfW gemeinsam mit Spitzenverbänden sowie Fach- und Regionalverbänden der deutschen Wirtschaft durchgeführt hat.

    Unternehmensbefragung 2019

    Unternehmen in Deutschland gehen Digitalisierung in der Breite an

    KfW, Pressemitteilung vom 10.09.2019

    • Zwei Drittel aller Unternehmen planen Digitalisierungsmaßnahmen in den kommenden zwei Jahren. Die Digitalisierungsvorhaben streuen breit über alle Unternehmensbereiche hinweg.
    • Mit stärkerem Engagement für die Digitalisierung rücken Schwierigkeiten ins Blickfeld.
    • Datensicherheit/-schutz, fehlende IT Kompetenzen inklusive IT-Fachkräftemangel sowie Schwierigkeiten bei der Anpassung der Unternehmens-/Arbeitsorganisation sind die stärksten Hemmnisse.

    Die Unternehmen in Deutschland nehmen sich in der Breite des Themas Digitalisierung an. Knapp 66 % der Unternehmen plant in den kommenden zwei Jahren die Umsetzung von Digitalisierungsvorhaben fest ein. Dies ist das zentrale Ergebnis der Unternehmensbefragung 2019 , die die KfW gemeinsam mit Spitzenverbänden sowie Fach- und Regionalverbänden der deutschen Wirtschaft durchgeführt hat. Gegenüber der Vorjahresbefragung ist dieser Anteil um 7 Prozentpunkte gestiegen. Im Vergleich zum Jahr 2017 nahm er um gut die Hälfte zu. In der aktuellen Befragung schließen 17 % die Durchführung von Digitalisierungsvorhaben in den kommenden zwei Jahren aus, ein Rückgang um 5 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr.

    Der Trend zur Durchführung von Digitalisierungsmaßnahmen ist über alle Unternehmensgrößen hinweg zu beobachten. Vorreiter sind große Firmen (über 50 Mio. Euro Umsatz), von denen 91 % Digitalisierungsvorhaben fest eingeplant haben. Mit 38,8 % verfolgen inzwischen aber auch zwei von fünf kleinen Betrieben (bis 1 Mio. Euro Jahresumsatz) entsprechende Vorhaben. Keinen Bedarf an Digitalisierung sehen aktuell nur noch 9 % der Unternehmen. Dieser Anteil hat sich gegenüber der Befragung von 2017 halbiert.

    Die geplanten Digitalisierungsvorhaben finden sich in nahezu allen Unternehmensbereichen beinahe ähnlich häufig. An der Spitze der Nennungen steht mit 64 % der Vertrieb, gefolgt von Verwaltung und Materialwirtschaft (jeweils 58 %) sowie der Leistungserstellung (z. B. Produktion) mit 57 %. Allerdings sehen sich die Unternehmen bei der Digitalisierung häufiger Problemen gegenüber als noch in der Befragung vor zwei Jahren. Lag der Anteil der Unternehmen, der keine Probleme bei der Digitalisierung wahrnimmt, damals bei 21 %, reduzierte er sich in der Zwischenzeit auf aktuell 13 %.

    Die fünf am häufigsten genannten Digitalisierungshemmnisse sind die Anforderung an Datensicherheit bzw. Datenschutz (46 %), fehlende IT Kompetenzen im Unternehmen in Verbindung mit mangelnder Verfügbarkeit von IT-Fachkräften auf dem Markt (38 %), Schwierigkeiten bei der Anpassung der Unternehmens- und Arbeitsorganisation (36 %), Schwierigkeiten bei der Umstellung bestehender IT-Systeme (35 %) und eine mangelnde Qualität der Internetverbindung (30 %). Finanzierungsprobleme geben vor allem kleine Unternehmen als Digitalisierungshemmnis an. Mit 16 % nennen kleine Unternehmen (bis 1 Mio. Euro Jahresumsatz) Finanzierungsschwierigkeiten mehr als viermal häufiger als große Unternehmen.

    Dr. Volker Zimmermann, Senior Economist bei KfW Research, sagt: „Die Unternehmen in Deutschland packen bei der Digitalisierung an. Mit der steigenden Aufmerksamkeit für dieses Thema geraten aber auch die spezifischen Schwierigkeiten wie etwa die Datensicherheit oder die Anpassung der Unternehmens- und Arbeitsorganisation immer stärker ins Blickfeld. Einigen der wahrgenommenen Hemmnisse, wie etwa dem Mangel an IT-Fachkräften oder bestehenden Finanzierungsschwierigkeiten, sollte durch verbesserte Rahmenbedingungen oder Förderangebote entgegengewirkt werden.“

    Die Unternehmensbefragung 2019 wurde zum 18. Mal unter Unternehmen aller Größenklassen, Wirtschaftszweige, Rechtsformen und Regionen durchgeführt. Die Digitalisierung wurde zum 3. Mal in der Erhebung thematisiert.

    An der Erhebung nahmen knapp 1.300 Unternehmen aus 17 Spitzen-, Fach- und Regionalverbänden der Wirtschaft teil. Sie erfolgte im Zeitraum zwischen Mitte Dezember 2018 und Mitte März 2019.

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  • Im 1. Halbjahr 2019 meldeten die deutschen Amtsgerichte 9.604 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 3,7 % weniger als im 1. Halbjahr 2018.

    Insolvenzen in Deutschland

    1. Halbjahr 2019: 3,7 % weniger Unternehmensinsolvenzen als im 1. Halbjahr 2018

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 11.09.2019

    Im 1. Halbjahr 2019 meldeten die deutschen Amtsgerichte 9.604 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 3,7 % weniger als im 1. Halbjahr 2018.

    Die meisten Unternehmensinsolvenzen gab es im 1. Halbjahr 2019 mit 1.653 Fällen im Wirtschaftsbereich Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen; 1. Halbjahr 2018: 1.739). Unternehmen des Baugewerbes stellten 1.586 Insolvenzanträge (1. Halbjahr 2018: 1.772). Im Gastgewerbe wurden 1.143 (1. Halbjahr 2018: 1.123) und im Bereich der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen 1.032 (1. Halbjahr 2018: 1.037) Insolvenzanträge gemeldet.

    Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmensinsolvenzen beliefen sich nach Angaben der Amtsgerichte im 1. Halbjahr 2019 auf rund 10,2 Milliarden Euro. Im 1. Halbjahr 2018 hatten sie bei 13,1 Milliarden Euro gelegen.

    Zusätzlich zu den Unternehmensinsolvenzen meldeten 43.843 übrige Schuldner im 1. Halbjahr 2019 Insolvenz an (-4,7 % gegenüber dem 1. Halbjahr 2018). Darunter waren 32.757 Insolvenzanträge von Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie 9.094 Insolvenzanträge von ehemals selbstständig Tätigen, die ein Regel- beziehungsweise ein Verbraucherinsolvenzverfahren durchlaufen.

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  • Wie das BMWi mitteilt, ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Juli im Vergleich zum Vormonat um 0,6 % zurückgegangen.

    Wirtschaftliche Entwicklung

    Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im Juli 2019

    BMWi, Pressemitteilung vom 06.09.2019

    Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe im Juli im Vergleich zum Vormonat um 0,6 % zurückgegangen. Während die Erzeugung in der Industrie um 0,8 % abnahm, stieg die Produktion im Baugewerbe um 0,2 %. Innerhalb der Industrie kam es bei Vorleistungs- und Investitionsgütern zu Rückgängen von 0,7 % bzw. 1,2 %, während die Erzeugung von Konsumgütern um 0,6 % zunahm.Im Zweimonatsvergleich Juni/Juli gegenüber April/Mai ergab sich ein Rückgang der Produktion im Produzierenden Gewerbe um 1,4 %. Besonders spürbar ging der Ausstoß in der Industrie (-1,3 %) und der Energieerzeugung (-5,6 %) zurück. Dabei ist der Rückgang in der Industrie breit angelegt. Im Baugewerbe zeigte sich eine Seitwärtsbewegung (-0,2 %).

    Die Industriekonjunktur bleibt schwach. Das Produktionsniveau liegt im Juli etwa 1,4 % unterhalb des Durchschnitts aus dem zweiten Quartal. Angesichts des schwachen Starts in das zweite Halbjahr und der ausbleibenden Erholung bei den Auftragseingängen, ist noch keine Besserung der Industriekonjunktur abzusehen. Die Baukonjunktur ist demgegenüber weiterhin intakt.

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  • Die in den Großunternehmen schon länger unterkühlte Stimmung greift mit rund einem halben Jahr Verzögerung lt. KfW nun auch auf den deutschen Mittelstand über. Das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen fällt im August um 4,2 Zähler auf -1,5 Saldenpunkte – das erste Ergebnis unterhalb der Nulllinie seit Februar 2015.

    Stimmung nun auch im Mittelstand unterkühlt

    KfW, Pressemitteilung vom 09.09.2019

    • Mittelständisches Geschäftsklima sinkt im August erstmals seit viereinhalb Jahren unter die Nulllinie
    • Geschäftslage und -erwartungen mit deutlichen Rückgängen
    • Technische Rezession in Deutschland wohl nicht mehr zu vermeiden

    Die in den Großunternehmen schon länger unterkühlte Stimmung greift mit rund einem halben Jahr Verzögerung nun auch auf den deutschen Mittelstand über. Das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen fällt im August um 4,2 Zähler auf -1,5 Saldenpunkte – das erste Ergebnis unterhalb der Nulllinie seit Februar 2015. Beide Klimakomponenten belegen die schwindende konjunkturelle Widerstandskraft: Die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage verringert sich um beachtliche 5,1 Zähler auf jetzt noch 10,1 Saldenpunkte. Gleichzeitig sinken die mittelständischen Geschäftserwartungen um ebenfalls sehr deutliche 3,5 Zähler gegenüber Juli. Mit nunmehr -12,3 Saldenpunkten rutschen sie noch tiefer ins Minus und nähern sich damit den schon seit dem Frühjahr ausgesprochen pessimistischen Erwartungen der großen Unternehmen an. Auch in den Großunternehmen kühlt das Geschäftsklima im August weiter ab (-2,5 Zähler auf -13,1 Saldenpunkte). Sowohl deren Geschäftslageurteile als auch deren Geschäftserwartungen notieren schwächer (-2,7 Zähler auf -8,3 Saldenpunkte bzw. -2,4 Zähler auf -17,9 Saldenpunkte).

    Der anhaltende Verfall der Lageurteile in Großunternehmen und Mittelstand lässt ein schwaches drittes Quartal befürchten, nachdem die Wirtschaftsleistung schon im zweiten Quartal leicht rückläufig war. Die Erwartungen beider Unternehmensgrößenklassen bringen darüber hinaus einen sehr pessimistischen Blick auf die kommenden sechs Monate zum Ausdruck. Konnte der in der Breite auf das Inland fokussierte Mittelstand bislang von der noch relativ soliden Binnennachfrage profitieren, so bekommt auch er allmählich die direkten und indirekten Folgen des heftigen außenwirtschaftlichen Gegenwinds einschließlich der handelspolitischen Unwägbarkeiten zu spüren. Die Binnenwirtschaft hat sich an der außenwirtschaftlichen Schwäche angesteckt. Von diesen Ansteckungseffekten betroffen sind in erster Linie der an der Schnittstelle von In- und Auslandsmärkten tätige Großhandel und nun auch die Dienstleistungen.

    Vor allem die industrienahen Unternehmensdienstleistungen dürften leiden. Denn in keinem anderen Wirtschaftsbereich ist das Geschäftsklima momentan so schlecht wie im exportstarken Verarbeitenden Gewerbe (Mittelständler: -2,1 Zähler auf -13,3 Saldenpunkte; Großunternehmen: +1,2 Zähler auf -22,4 Saldenpunkte). Ihm machen nicht nur die flaue Weltkonjunktur, die Eskalation der Handelskonflikte und der Brexit Sorgen. Die auf zyklische Investitionsgüter spezialisierte deutsche Industrie hat es auch deshalb schwer, weil viele Unternehmen in Deutschland und weltweit Investitionsentscheidungen zurzeit aufschieben dürften, bis sich der Nebel der politischen Unsicherheit zumindest wieder etwas lichtet.

    „Mit zunehmender Deutlichkeit zeichnet sich für Deutschland eine technische Rezession ab: Nachdem die Wirtschaftsleistung bereits im zweiten Quartal um 0,1 % nachgegeben hat, erwarte ich zumindest für das dritte Quartal einen weiteren leichten Rückgang“, sagt Dr. Klaus Borger, Ökonom bei KfW Research. „Dank des guten Jahresstarts dürfte das Realwachstum im Gesamtjahr 2019 gleichwohl noch 0,4 % betragen und sich im kommenden Jahr leicht auf 0,6 % erholen. Dabei gehe ich davon aus, dass die Brexit-Schäden letztlich begrenzt bleiben, selbst bei einem noch immer möglichen Ausscheiden des Vereinigten Königreichs ohne Vertrag.“ Zudem sollten sich die Handelskonflikte im Vorfeld der für den 3. November 2020 terminierten US-Wahl zumindest etwas entspannen, weil die Trump-Administration im Wahlkampf sicherlich mit guten Konjunktur- und Aktienmarktzahlen glänzen wolle, vermutet Borger.

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  • Die EU-Kommission konsultiert bis zum 15.09.2019 zur Zufriedenheit der Einheitlichen Europäischen Eigenerklärung (EEE) und der genutzten EEE-Dienste.

    Öffentliche Auftragsvergabe: Zufriedenheitsumfrage zur Einheitlichen Europäischen Eigenerklärung

    Die EU-Kommission konsultiert bis zum 15.09.2019 zur Zufriedenheit der Einheitlichen Europäischen Eigenerklärung (EEE) und der genutzten EEE-Dienste.

    Das EEE wurde mit der Vergabe-Richtlinie 2014/24/EU eingeführt. Unternehmen können ihre vorläufige Eignung zur Ausführung des öffentlichen Auftrags und das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen darüber nachweisen. Sie kann über einen elektronischen Dienst (EEE-Dienst) ausgefüllt werden.

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  • Nach einem Rückgang der Exporte im Juni 2019 aufgrund der internationalen Handelsstreitigkeiten und politischen Krisen haben die deutschen Exporte wieder zugelegt. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren die deutschen Exporte im Juli 2019 um 3,8 % höher als im Juli 2018. Gegenüber dem Vormonat Juni 2019 nahmen die Ausfuhren um 0,7 % zu.

    Außenhandel

    Exporte im Juli 2019: +3,8 % zum Juli 2018

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 09.09.2019

    Exporte, Juli 2019

    • 115,2 Milliarden Euro
    • +0,7 % zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)
    • +3,8 % zum Vorjahresmonat

    Importe, Juli 2019

    • 93,7 Milliarden Euro
    • -1,5 % zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)
    • -0,9 % zum Vorjahresmonat

    Außenhandelsbilanz, Juli 2019

    • 21,4 Milliarden Euro
    • 20,2 Milliarden Euro (kalender- und saisonbereinigt)

    Leistungsbilanz nach Berechnungen der Deutschen Bundesbank, Juli 2019

    • 22,1 Milliarden Euro

    Im Juli 2019 wurden von Deutschland Waren im Wert von 115,2 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 93,7 Milliarden Euro importiert. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, waren damit die deutschen Exporte im Juli 2019 um 3,8 % höher und die Importe um 0,9 % niedriger als im Juli 2018. Kalender- und saisonbereinigt nahmen die Exporte gegenüber dem Vormonat Juni 2019 um 0,7 % zu und die Importe um 1,5 % ab.

    Die Außenhandelsbilanz schloss im Juli 2019 mit einem Überschuss von 21,4 Milliarden Euro ab. Im Juli 2018 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz +16,4 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag der Überschuss der Außenhandelsbilanz im Juli 2019 bei 20,2 Milliarden Euro.

    Unter Berücksichtigung der Salden für Warenhandel einschließlich Ergänzungen zum Außenhandel (+23,4 Milliarden Euro), Dienstleistungen (-5,4 Milliarden Euro), Primäreinkommen (+8,7 Milliarden Euro) und Sekundäreinkommen (-4,6 Milliarden Euro) schloss – nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank – die Leistungsbilanz im Juli 2019 mit einem Überschuss von 22,1 Milliarden Euro ab. Im Juli 2018 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 13,9 Milliarden Euro ausgewiesen.

    In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Juli 2019 Waren im Wert von 64,2 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 52,8 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber Juli 2018 sanken die Exporte in die EU-Länder um 0,5 % und die Importe aus diesen Ländern um 1,6 %. In die Länder der Eurozone wurden im Juli 2019 Waren im Wert von 41,3 Milliarden Euro (-0,2 %) exportiert und Waren im Wert von 34,9 Milliarden Euro (-3,4 %) aus diesen Ländern importiert. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im Juli 2019 Waren im Wert von 22,9 Milliarden Euro (-1,1 %) exportiert und Waren im Wert von 18,0 Milliarden Euro (+2,0 %) von dort importiert.

    In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im Juli 2019 Waren im Wert von 51,0 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 40,9 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber Juli 2018 nahmen die Exporte in die Drittländer um 9,8 % zu, die Importe von dort sanken um 0,1 %.

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  • In Deutschland sind die Arbeitskosten je geleistete Arbeitsstunde im Zeitraum vom 2. Quartal 2018 zum 2. Quartal 2019 kalenderbereinigt um 3,2 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, stiegen die Arbeitskosten im Vergleich zum Vorquartal saison- und kalenderbereinigt um 0,8 %.

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  • Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Juli gegenüber dem Vormonat um 2,7 % zurückgegangen. Es gingen vor allem weniger Aufträge aus dem Nicht-Euroraum ein (-6,7 %). Die Bestellungen aus dem Inland nahmen um 0,5 % ab, wohingegen die Orders aus dem Euroraum auf niedrigem Niveau stabil blieben (+0,3 %). Das berichtet das BMWi.

    Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe Berichtsmonat Juli 2019

    BMWi, Pressemitteilung vom 05.09.2019

    Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Juli gegenüber dem Vormonat um 2,7 % zurückgegangen. Es gingen vor allem weniger Aufträge aus dem Nicht-Euroraum ein (-6,7 %). Die Bestellungen aus dem Inland nahmen um 0,5 % ab, wohingegen die Orders aus dem Euroraum auf niedrigem Niveau stabil blieben (+0,3 %). Nach den umfangreichen Großaufträgen im Vormonat war ihr Anteil im Juli wieder durchschnittlich. Ohne Großaufträge nahmen die Bestellungen daher um 0,5 % zu.Im Zweimonatsvergleich Juni/Juli gegenüber April/Mai ergab sich ein leichter Orderzuwachs im Verarbeitenden Gewerbe von 0,3 %. Ohne Großaufträge wurde ein verlangsamter Rückgang um 1,3 % verzeichnet, nach -2,0 % im Mai/Juni.

    Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe starteten insgesamt schwach ins dritte Quartal. Angesichts der weiter schwelenden internationalen Handelskonflikte und der zurückhaltenden Geschäftserwartungen im Verarbeitenden Gewerbe zeichnet sich für die kommenden Monate noch keine grundlegende Besserung der Industriekonjunktur ab.

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  • Die Arbeitszeit der Beschäftigten sinkt etwas. So puffert sie die Konjunkturwirkung auf den Arbeitsmarkt ab. Entsprechend nimmt die Zahl der Erwerbstätigen mitten im Abschwung noch immer leicht zu. Das geht aus Prognosen und gesamtwirtschaftlichen Analysen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

    Leicht sinkende Arbeitszeit der Beschäftigten puffert nachlassende Konjunktur ab

    IAB, Pressemitteilung vom 03.09.2019

    „Die Arbeitszeit der Beschäftigten sinkt etwas. So puffert sie die Konjunkturwirkung auf den Arbeitsmarkt ab. Entsprechend nimmt die Zahl der Erwerbstätigen mitten im Abschwung noch immer leicht zu“, erklärte Enzo Weber, Leiter des Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“ des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), am 03.09.2019 in Nürnberg.

    Die Zahl der Erwerbstätigen stieg im zweiten Quartal 2019 um ein Prozent gegenüber dem Vorjahr und lag somit bei knapp 45,2 Millionen. Insgesamt arbeiteten die Erwerbstätigen in Deutschland im zweiten Quartal 2019 14,8 Milliarden Stunden. Das entspricht dem Wert im zweiten Quartal 2018.

    Die Arbeitszeit pro Erwerbstätigem lag im zweiten Quartal 2019 bei 328,3 Stunden und sank damit um ein Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hier wirkt sich allerdings auch ein Kalendereffekt aus: Im zweiten Quartal 2019 stand aufgrund der Lage der Feiertage ein Arbeitstag weniger zur Verfügung. Gegenüber dem Vorquartal ist die Arbeitszeit pro Erwerbstätigem saison- und kalenderbereinigt um 0,4 Prozent gesunken. Die durchschnittliche vereinbarte Wochenarbeitszeit der Vollzeitbeschäftigten betrug 38,3 und die der Teilzeitbeschäftigten 17,6 Stunden.

    Die Zahl der Teilzeitbeschäftigten stieg im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,3 Prozent, die der Vollzeitbeschäftigten um 1,2 Prozent. Die Teilzeitquote lag mit 38,7 Prozent minimal über dem Stand des Vorjahres (+0,04 Prozentpunkte).

    Die Beschäftigten machten im zweiten Quartal 2019 im Durchschnitt 5,7 bezahlte Überstunden und 6,0 unbezahlte Überstunden. Das sind 0,4 bezahlte Überstunden Stunden weniger und 0,1 unbezahlte Überstunden mehr als im zweiten Quartal 2018.

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  • Laut dem Nachfolgemonitoring der KfW stehen innerhalb der nächsten fünf Jahre rund 500.000 kleine und mittlere Betriebe zur Übergabe an. Um geeignete Nachfolger in der eigenen Belegschaft oder außerhalb des Unternehmens zu finden hat das BMWi eine neue Initiative gestartet. Bis 15.10.2019 können sich wirtschaftsnahe Einrichtungen für ein Modellprojekt bewerben.

    Bundeswirtschaftsminister startet Initiative zur Unternehmensnachfolge

    BMWi, Pressemitteilung vom 30.08.2019

    Im Rahmen seiner Mittelstandsreise gab Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier am 30.08.2019 den Startschuss für die Initative „Unternehmensnachfolge – aus der Praxis für die Praxis“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Die Initiative ist eine Maßnahme der Gründungsoffensive „GO!“, die das BMWi gemeinsam mit den Wirtschaftsverbänden ins Leben gerufen hat.

    Bundesminister Altmaier: „Im deutschen Mittelstand vollzieht sich ein Generationswechsel. Immer mehr Unternehmerinnen und Unternehmer suchen eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger. In Zeiten, in denen Fachkräfte oft stark umworben werden, ist das keine leichte Aufgabe. Angesichts der großen Bedeutung, die viele kleine und mittlere Unternehmen für ihre Region und alle gemeinsam für die deutsche Wirstchaft haben, können wir uns ungeklärte Nachfolgesituationen aber nicht leisten. Deshalb starte ich heute unsere neue Initiative zur Unternehmensnachfolge, mit der wir Unternehmer und potenzielle Nachfolger frühzeitig sensibilisieren und sie bei der Unternehmensübergabe begleiten und unterstützen wollen. So tragen wir dazu bei, die Zukunft vor allem mittelständischer Unternehmen zu sichern und Arbeits- und Ausbildungsplätze sowie Know-How in Deutschland zu erhalten.“

    Laut dem Nachfolgemonitoring der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) stehen innerhalb der nächsten fünf Jahre rund 500.000 kleine und mittlere Betriebe zur Übergabe an. Ungefähr die Hälfte der Unternehmen plant dabei eine Nachfolge innerhalb der Familie. Für die anderen Unternehmerinnen und Unternehmer gilt es, geeignete und interessierte Nachfolgerinnen und Nachfolger in der eigenen Belegschaft oder außerhalb des Unternehmens zu identifizieren. Hier sollen die Modellprojekte der neuen Initiative ansetzen. Die Modellprojekte können sich dabei auch auf die kostenlose Nachfolgebörse stützen, die das BMWi bereits gemeinsam mit der KfW und über 700 engagierten Regionalpartnern betreibt.

    Bis 15. Oktober 2019 können sich wirtschaftsnahe Einrichtungen mit einer Ideenskizze für ein Modellprojekt bewerben.

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  • Die Tarifverdienste in Deutschland sind im 2. Quartal 2019 durchschnittlich 3,8 % gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Berücksichtigt wurden tarifliche Grundvergütungen und tariflich festgelegte Sonderzahlungen wie Einmalzahlungen, Jahressonderzahlungen oder tarifliche Nachzahlungen. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, lag der Anstieg ohne Sonderzahlungen im 2. Quartal 2019 im Vorjahresvergleich bei 2,9 %.

    Statistik

    Tarifverdienste im 2. Quartal 2019: +3,8 % zum Vorjahresquartal

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 29.08.2019

    Die Tarifverdienste in Deutschland sind im 2. Quartal 2019 durchschnittlich 3,8 % gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Berücksichtigt wurden tarifliche Grundvergütungen und tariflich festgelegte Sonderzahlungen wie Einmalzahlungen, Jahressonderzahlungen oder tarifliche Nachzahlungen. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, lag der Anstieg ohne Sonderzahlungen im 2. Quartal 2019 im Vorjahresvergleich bei 2,9 %. Im gleichen Zeitraum stiegen die Verbraucherpreise um 1,6 %.

    Bei der Entwicklung der Tarifverdienste einschließlich Sonderzahlungen bestehen große Unterschiede zwischen den einzelnen Wirtschaftszweigen. Am stärksten stiegen die Tarifverdienste im 2. Quartal 2019 im Vergleich zum Vorjahresquartal im Bereich Kunst, Unterhaltung und Erholung (+6,5 %), bei der Wasserversorgung und Entsorgung (+6,4 %), bei der Erbringung von sonstigen Dienstleistungen (+5,5 %) sowie in der Öffentlichen Verwaltung (+5,3 %).

    Ursache für die überdurchschnittlichen Tarifsteigerungen in diesen Branchen war vor allem ein Doppeleffekt aus dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes des Bundes und der Gemeinden (TVöD). Zusätzlich zu der im April 2019 in Kraft getretenen zweiten Stufenerhöhung in Höhe von 3,09 % wirkte sich hier noch die erste Stufenerhöhung von durchschnittlich 3,19 % (siehe hierzu Pressemitteilung Nr. 465/18 vom 29.11.2018) auf den Vorjahresvergleich aus, die im 3. Quartal 2018 ausgezahlt wurde. Daneben machten sich in diesen Wirtschaftszweigen die Nachzahlungen aus dem Tarifabschluss für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Bereich der Länder (TV-L) bemerkbar. Dieser wurde rückwirkend zum Januar 2019 abgeschlossen, wurde aber erst im 2. Quartal 2019 ausgezahlt.

    Überdurchschnittlich erhöhten sich die Tarifverdienste auch im Baugewerbe (+4,6 %). Hier erhielten die Tarifbeschäftigen unter anderem eine Einmalzahlung in Höhe von 600 Euro, die im Juni 2019 ausgezahlt wurde. Deutlich geringer stiegen die Tarifverdienste im Verarbeitenden Gewerbe (+1,7 %) sowie im Handel (+1,3 %).

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  • Bundeswirtschaftsminister Altmaier hat die Eckpunkte seiner Mittelstandsstrategie vorgestellt. Darüber hinaus seien zahlreiche Maßnahmen geplant, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen und den Mittelstand bei Digitalisierung und Innovationen zu unterstützen und für mehr Flexibilität bei arbeitsrechtlichen Regelungen zu sorgen.

    Mittelstand

    Eckpunkte einer Mittelstandsstrategie – Wertschätzung, Stärkung, Entlastung

    BMWi, Pressemitteilung vom29.08.2019

    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat am 29.08.2019 auf seiner ersten Station seiner dreitägigen Mittelstandsreise in Hannover die Eckpunkte seiner Mittelstandsstrategie vorgestellt.

    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hierzu:

    „Deutschland ist Mittelstand: 99,5 Prozent aller Unternehmen in Deutschland sind Mittelständler. Sie erwirtschaften rund 35 Prozent des gesamten Umsatzes, stellen knapp 60 Prozent aller Arbeitsplätze und über 80 Prozent aller Ausbildungsplätze.

    Wir sind daher wie kaum eine andere Volkswirtschaft von einem starken und wertorientierten Mittelstand geprägt. Ich möchte mit den Eckpunkten meiner Mittelstandsstrategie die starke Stellung des Mittelstands im nationalen und internationalen Wettbewerb auch in Zukunft sicherstellen. 3 Punkte stehen dabei im Vordergrund: Wertschätzung, Stärkung und Entlastung.

    Kernstück meiner Mittelstandsstrategie ist die Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Wir müssen die steuerlichen Belastungen des Mittelstands reduzieren, indem wir den Soli schrittweise vollständig abschaffen und die Unternehmensbesteuerung auf eingehaltene Unternehmensgewinne auf 25 Prozent begrenzen, etwa durch eine bessere Berücksichtigung von reinvestierten Gewinnen. Daneben fordere ich einen „Steuerdeckel“, der die Steuerbelastung von Personenunternehmen bei maximal 45 Prozent festschreibt. Die Sozialabgaben wollen wir langfristig unter 40 Prozent halten und die hohen Rücklagen in der Arbeitslosenversicherung für eine Beitragssenkung nutzen.

    Wir werden zügig ein Bürokratieentlastungsgesetz III auf den Weg bringen, das kleine und mittlere Betriebe um mehr als eine Milliarde Euro entlastet. Weitere Maßnahmen zum Bürokratieabbau etwa bei der Datenschutzgrundverordnung und der sogenannten A1-Bescheinigung werden wir entschlossen angehen.“

    Darüber hinaus enthalten die Eckpunkte zahlreiche Maßnahmen, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen und den Mittelstand bei Digitalisierung und Innovationen zu unterstützen und für mehr Flexibilität bei arbeitsrechtlichen Regelungen zu sorgen. Um dem Querschnittscharakter der Mittelstandspolitik gerecht zu werden, wird der konzertierte Einsatz der gesamten Bundesregierung für den Mittelstand gefordert. Deshalb soll ein „Staatssekretärsausschuss Mittelstand“ eingerichtet werden, der Vorhaben aller Ressorts auf ihre Mittelstandsverträglichkeit überprüft.

    Die Mittelstandsreise führt Minister Altmaier vom 29. bis zum 31. August 2019 durch Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt. Dort macht er sich bei kleinen und großen mittelständischen Unternehmen verschiedenster Branchen ein Bild von den aktuellen Herausforderungen für den Mittelstand in Deutschland. Außerdem besucht Minister Altmaier das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum in Hannover, das die Digitalisierung in den praktischen Alltag der Betriebe tragen soll. Mit der Founders Foundation in Bielefeld sowie dem Spitzencluster „it’s OWL“ – „Intelligente Technische Systeme Ostwestfalen-Lippe“ – in Bielefeld stehen zwei Netzwerke auf dem Programm, die Forschung, etablierten Mittelstand und Newcomer zusammenbringen. Ziel sind mehr innovative Gründungen und die stärkere Anwendung von Schlüsseltechnologien wie Künstlicher Intelligenz in mittelständischen Unternehmen.

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  • Die Stimmung der Verbraucher zeigt im August ein gemischtes Bild. Während die Anschaffungsneigung zunimmt, verliert die Einkommenserwartung leicht. Die Konjunkturerwartung erleidet dagegen deutlichere Einbußen. Für September prognostiziert GfK für das Konsumklima einen gegenüber dem Vormonat unveränderten Wert von 9,7 Punkten.

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  • Die Zahl der in einem Normalarbeitsverhältnis arbeitenden Frauen ist 2018 im Vergleich zum Vorjahr deutlich um rund 300.000 (+2,8 %) gestiegen. Gleichzeitig ist die Zahl der Frauen in atypischer Beschäftigung um ca. 160.000 (-3,1 %) gesunken. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, war diese Veränderung bei den Männern nicht so stark ausgeprägt.

    Statistik

    2,8 % mehr Frauen mit Normalarbeitsverhältnis in 2018

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 28.08.2019

    Die Zahl der in einem Normalarbeitsverhältnis arbeitenden Frauen ist 2018 im Vergleich zum Vorjahr deutlich um rund 300.000 (+2,8 %) gestiegen. Gleichzeitig ist die Zahl der Frauen in atypischer Beschäftigung um ca. 160.000 (-3,1 %) gesunken. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, war diese Veränderung bei den Männern nicht so stark ausgeprägt. Im Jahr 2018 stieg die Zahl der normalbeschäftigten Männer um 150.000 (+1,0 %) gegenüber dem Vorjahr. Demgegenüber waren 45.000 (-1,9 %) weniger Männer atypisch beschäftigt.

    Zu den Normalarbeitnehmerinnen und -arbeitnehmern zählen abhängig Beschäftigte, die in ihrer Haupttätigkeit einer unbefristeten und voll sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen, die eine wöchentliche Arbeitszeit von über 20 Stunden umfasst und direkt für den Arbeitgeber ausgeführt wird. Zu den atypisch Beschäftigten zählen entsprechend Personen, die in ihrer Haupttätigkeit eine geringfügige oder befristete Beschäftigung ausüben, in Teilzeit mit bis zu 20 Wochenstunden oder in Zeitarbeit arbeiten.

    Insgesamt betrachtet, vergrößerte sich der Anteil der Normalbeschäftigten an den Kernerwerbstätigen von 69,3 % im Jahr 2017 auf 70,3 % in 2018. Der Anteil atypisch Beschäftigter ging entsprechend von 20,8 % auf 20,1 % zurück. Diese Veränderungen zeigen sich vor einem insgesamt moderaten Anstieg der Zahl der Kernerwerbstätigen um 123.000 (+0,3 %) im Vergleich zu 2017. Kernerwerbstätige sind Erwerbstätige im Alter von 15 bis 64 Jahren, die sich nicht in Bildung, Ausbildung oder einem Freiwilligendienst befinden. Enthalten sind dabei neben den Normalarbeitnehmerinnen und -arbeitnehmern auch atypisch Beschäftigte und Selbstständige.

    2018 befanden sich 26,2 Millionen Kernerwerbstätige in einem Normalarbeitsverhältnis und 7,5 Millionen waren atypisch beschäftigt. In allen einzelnen Formen atypischer Beschäftigung sinken die Erwerbstätigenzahlen.

    Die wachsende Zahl von Frauen in einem Normalarbeitsverhältnis geht einher mit einem Rückgang der Teilzeitbeschäftigung mit bis zu 20 Wochenstunden und der geringfügigen Beschäftigung. Gleichzeitig gibt es auch eine größere Zahl an Frauen, die Teilzeit, aber mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten. Diese sogenannte substanzielle Teilzeit wird den Normalarbeitsverhältnissen zugeordnet. Diese Zunahme macht immerhin rund 50 % der Zunahme der Normalarbeitsverhältnisse bei den Frauen aus. Der Anteil der Frauen in Teilzeitbeschäftigung bis 20 Stunden an allen Kernerwerbstätigen hat sich moderat verändert und ist von 23,5 % in 2017 auf 22,6 % in 2018 zurückgegangen.

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  • Das reale (preisbereinigte) Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging im 2. Quartal 2019 saison- und kalenderbereinigt um 0,1 % gegenüber dem Vorquartal zurück. Wie das Statistische Bundesamt bereits in seiner Schnellmeldung am 14. August 2019 mitgeteilt hatte, hat sich die deutsche Wirtschaftsleistung somit etwas abgeschwächt. Im 1. Quartal 2019 hatte die deutsche Wirtschaft noch um 0,4 % zugelegt.

    Statistik

    Bruttoinlandsprodukt: Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 2. Quartal 2019

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 27.08.20xx

    Das reale (preisbereinigte) Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging im 2. Quartal 2019 saison- und kalenderbereinigt um 0,1 % gegenüber dem Vorquartal zurück. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) bereits in seiner Schnellmeldung am 14. August 2019 mitgeteilt hatte, hat sich die deutsche Wirtschaftsleistung somit etwas abgeschwächt. Im 1. Quartal 2019 hatte die deutsche Wirtschaft noch um 0,4 % zugelegt.

    Außenwirtschaft bremst das Wachstum, Konsum und Investitionen stützen die Konjunktur

    Die außenwirtschaftliche Entwicklung bremste das Wirtschaftswachstum im 2. Quartal 2019: Die realen Exporte gingen im Vergleich zum Vorquartal saison- und kalenderbereinigt um 1,3 % zurück und damit deutlich stärker als die Importe (-0,3 %).

    Positive Impulse kamen im Vorquartalsvergleich (real, saison- und kalenderbereinigt) nach vorläufigen Berechnungen aus dem Inland: Die privaten Konsumausgaben waren 0,1 % höher als im 1. Quartal 2019, der Staat steigerte seine Konsumausgaben um 0,5 %. Auch die Investitionen legten zu: In Ausrüstungen wurde 0,6 % und in sonstige Anlagen 1,0 % mehr investiert als im Vorquartal. Lediglich die Bauinvestitionen waren im 2. Quartal rückläufig (-1,0 %). Dabei dürfte allerdings auch die milde Witterung zu Beginn des Jahres eine Rolle gespielt haben, die zu einem starken Anstieg der Bauinvestitionen im 1. Quartal (+2,5 %) geführt hatte.

    Stagnation im Vergleich zum Vorjahr, kalenderbereinigt leicht im Plus

    Im Vorjahresvergleich stagnierte das reale BIP. Bereinigt um den Kalendereffekt ergibt sich ein Anstieg um 0,4 %, da im 2. Quartal 2019 ein Arbeitstag weniger zur Verfügung stand als ein Jahr zuvor. Im 1. Quartal 2019 hatte das reale BIP um 0,8 % (kalenderbereinigt: 0,9 %) höher gelegen als im Vorjahresquartal.

    Zahl der Erwerbstätigen auch im 2. Quartal 2019 gestiegen

    Die Wirtschaftsleistung im 2. Quartal 2019 wurde von 45,2 Millionen Erwerbstätigen erbracht, das waren 435 000 Personen oder 1,0 % mehr als ein Jahr zuvor.

    Die gesamtwirtschaftliche Arbeitsproduktivität – gemessen als preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigenstunde – war nach vorläufigen Berechnungen in etwa auf demselben Niveau wie im Vorjahr. Je Erwerbstätigen gerechnet ging die Arbeitsproduktivität um 0,9 % zurück.

    Im Vorjahresvergleich nachlassende Investitionsdynamik

    Im Vorjahresvergleich kamen im 2. Quartal 2019 gemischte Signale aus dem Inland: Die privaten Konsumausgaben stiegen real um 1,5 %, die staatlichen Konsumausgaben um 1,9 %. Die Investitionsdynamik ließ allerdings etwas nach: In Ausrüstungen – darunter fallen hauptsächlich Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge – wurde real nur 1,5 % mehr investiert als im 2. Quartal 2018. Die Bauinvestitionen stiegen um 2,2 %, wobei insbesondere in den Bau von Wohnungen mehr investiert wurde als ein Jahr zuvor. Insgesamt stieg die inländische Verwendung um 1,3 %.

    Stärkster Rückgang der Exporte seit sechs Jahren

    Die Außenwirtschaft bremste auch im Vorjahresvergleich das Wirtschaftswachstum: Vorläufigen Berechnungen zufolge gingen die realen Exporte um 0,8 % zurück und damit so stark wie seit sechs Jahren nicht mehr. Dagegen wurden 1,8 % mehr Waren und Dienstleistungen importiert als vor einem Jahr.

    Bruttowertschöpfung im Produzierenden Gewerbe rückläufig

    Auf der Entstehungsseite des Bruttoinlandsprodukts war die reale Bruttowertschöpfung im 2. Quartal 2019 zwar in fast allen Wirtschaftsbereichen höher als im 2. Quartal 2018. Durch den starken Rückgang der Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe (-4,9 %), das etwas mehr als ein Fünftel der deutschen Bruttowertschöpfung ausmacht, war die reale Bruttowertschöpfung insgesamt aber knapp unter dem Niveau des Vorjahres (-0,1 %). Die größten Zuwachsraten gab es im Bereich Information und Kommunikation (+3,3 %) sowie im Baugewerbe (+2,8 %).

    Arbeitnehmerentgelt kräftig gestiegen

    In jeweiligen Preisen gerechnet war das Bruttoinlandsprodukt im 2. Quartal 2019 um 2,1 % und das Bruttonationaleinkommen um 2,3 % höher als im 2. Quartal 2018. Das Volkseinkommen nahm insgesamt um 2,7 % zu, wobei sich die beiden Komponenten sehr unterschiedlich entwickelten: Während das Arbeitnehmerentgelt mit +4,5 % kräftig zulegte, gingen die Unternehmens- und Vermögenseinkommen ersten vorläufigen Berechnungen zufolge um 1,9 % zurück. Die Bruttolöhne und -gehälter der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer lagen um 4,3 % über dem Niveau des 2. Quartals 2018, die Nettolöhne und -gehälter sogar um 4,8 %. Im Durchschnitt je Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer stiegen die Löhne und Gehälter weniger stark (brutto um 3,1 %, netto um 3,6 %), da auch die Anzahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Vergleich zum Vorjahresquartal weiter zunahm (+1,2 %). Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte erhöhte sich um 3,1 % und damit genauso stark wie die privaten Konsumausgaben in jeweiligen Preisen.

    Hinweise zur Generalrevision der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen

    Neben der Erstberechnung des 2. Quartals 2019 wurden zu diesem Termin die gesamten Berechnungen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) im Rahmen der Generalrevision 2019 grundlegend überprüft und überarbeitet. Um Brüche in den Zeitreihen zu vermeiden, wurden die Ergebnisse für Deutschland zurück bis 1991 neu berechnet, sodass es zu geänderten Ergebnissen in den gesamten Zeitreihen ab 1991 kommen kann. Wie bereits in der Schnellmeldung vom 14. August 2019 berichtet, blieb das konjunkturelle Gesamtbild dabei weitgehend unverändert. Die Veränderungsraten für das reale Bruttoinlandsprodukt wurden insgesamt um durchschnittlich 0,1 Prozentpunkte revidiert (mittlere absolute Revision). In einzelnen Quartalen kam es zu größeren Abweichungen der revidierten Ergebnisse von maximal 0,6 Prozentpunkten. Wie jedes Jahr im August wurden auch neu verfügbare statistische Informationen in die Berechnungen der Ergebnisse der vergangenen vier Jahre (ab 2015) sowie des 1. Quartals 2019 einbezogen.

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  • Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im August um 0,4 Punkte gefallen. Damit zeigt der Trend bereits seit zehn Monaten abwärts. Allerdings weist der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mit 101,2 Punkten nach wie vor einen positiven Stand aus. Grund dafür ist der noch immer günstige Beschäftigungsausblick.

    Arbeitsmarktforschung

    IAB-Arbeitsmarktbarometer: Arbeitsmarkt in der Defensive

    IAB, Pressemitteilung vom 27.08.2019

    Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im August um 0,4 Punkte gefallen. Damit zeigt der Trend bereits seit zehn Monaten abwärts. Allerdings weist der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mit 101,2 Punkten nach wie vor einen positiven Stand aus. Grund dafür ist der noch immer günstige Beschäftigungsausblick.

    Die Arbeitslosenzahlen dürften sich dagegen in den kommenden Monaten saisonbereinigt verschlechtern: Die Arbeitslosigkeitskomponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers ist im August um 0,3 Punkte auf 97,7 Punkte gefallen. Damit liegt der Indikator mittlerweile klar unter der neutralen Marke von 100 Punkten, wenn auch noch nicht sehr weit im negativen Bereich. „Der Arbeitsmarkt befindet sich in der kontrollierten Defensive“ sagt Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“. Grund dafür seien die Auswirkungen des Wirtschaftsabschwungs auf konjunktursensible Bereiche wie Zeitarbeit, Exportindustrie und Logistik.

    Auch der Beschäftigungsausblick hat sich im August verschlechtert: Die Beschäftigungskomponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers ging um 0,5 Punkte zurück. Der aktuelle Stand von 104,8 Punkten liegt zwar deutlich unter den Höchstwerten aus dem vergangenen Jahr, aber noch immer klar im positiven Bereich. Die Beschäftigungsentwicklung insgesamt sei relativ robust gegenüber dem Konjunkturabschwung, so Weber: „Solange der Arbeitsmarkt sich gut schlägt, haben wir keine Krise.“

    Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist ein Frühindikator, der auf einer monatlichen Umfrage der Bundesagentur für Arbeit unter allen lokalen Arbeitsagenturen basiert. Während Komponente A des Barometers die Entwicklung der saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen für die nächsten drei Monate prognostiziert, dient Komponente B der Vorhersage der Beschäftigungsentwicklung. Der Mittelwert aus den Komponenten „Arbeitslosigkeit“ und „Beschäftigung“ bildet den Gesamtwert des IAB-Arbeitsmarktbarometers. Dieser Indikator gibt damit einen Ausblick auf die Gesamtentwicklung des Arbeitsmarkts. Da das Saisonbereinigungsverfahren laufend aus den Entwicklungen der Vergangenheit lernt, kann es zu nachträglichen Revisionen kommen. Die Skala des IAB-Arbeitsmarktbarometers reicht von 90 (sehr schlechte Entwicklung) bis 110 (sehr gute Entwicklung).

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  • Vertreter der Bundesregierung, der Bundesagentur für Arbeit, der Wirtschaftsverbände BDA, BFB, DIHK und ZDH, von Gewerkschaften und Ländern haben im BMWi die neue Vereinbarung der Allianz für Aus- und Weiterbildung 2019 – 2021 unterzeichnet. Mit der Erklärung bekennen sich die Unterzeichner zu einer starken beruflichen Bildung und richten die Handlungsfelder und konkrete Maßnahmen dafür neu aus.

    Aus- und Weiterbildung

    Erfolgsmodell duale Ausbildung weiter stärken – Partner der Allianz für Aus- und Weiterbildung richten ihre Ziele und Maßnahmen neu aus

    BMWi, Pressemitteilung vom26.08.2019

    Vertreter der Bundesregierung, der Bundesagentur für Arbeit, der Wirtschaftsverbände BDA, BFB, DIHK und ZDH, von Gewerkschaften und Ländern haben am 26.08.2019 im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die neue Vereinbarung der Allianz für Aus- und Weiterbildung 2019 – 2021 unterzeichnet. Mit der Erklärung bekennen sich die Unterzeichner zu einer starken beruflichen Bildung und richten die Handlungsfelder und konkrete Maßnahmen dafür neu aus. Das Ende 2014 gegründete Bündnis setzt sich dafür ein, die Attraktivität, Qualität und Leistungsfähigkeit sowie die Integrationskraft der beruflichen Bildung weiter zu stärken.Bundeswirtschaftsminister Altmaier: „Die duale Ausbildung ist zentral für eine passgenaue Fachkräftesicherung unserer Betriebe, gerade auch im Mittelstand. Daher freue ich mich sehr, dass wir unsere bewährte Zusammenarbeit in der Allianz für Aus- und Weiterbildung engagiert fortsetzen. Gemeinsam können wir die Herausforderungen auf dem Ausbildungsmarkt besser meistern, junge Menschen und Ausbildungsbetriebe erfolgreicher zusammenbringen und die duale Ausbildung an die neuen Anforderungen der digitalen Arbeitswelt anpassen“.Bundesarbeitsminister Hubertus Heil: „Die betriebliche Berufsausbildung hat Zukunft. Deshalb wollen wir Auszubildende dort besser unterstützen, wo es nötig ist – unter anderem mit den Leistungen der Arbeitsmarktpolitik. Das ist in unser aller Interesse, denn wir brauchen gut ausgebildete junge Menschen. Deshalb zahlen wir deutlich mehr Berufsausbildungsbeihilfe, wir eröffnen Geflüchteten mehr Zugänge zur Ausbildungsförderung und wir werden die Assistierte Ausbildung fortentwickeln, für mehr Auszubildende öffnen und vor allem verstetigen. Dies alles lebt in und mit der Allianz für Aus- und Weiterbildung.“

    Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: „Die berufliche Bildung bietet jungen Menschen ein solides Fundament für eine erfolgreiche Berufskarriere mit vielfältigen Aufstiegsmöglichkeiten. In der Allianz für Aus- und Weiterbildung wollen wir diese Erfolgsgeschichte gemeinsam fortschreiben. Die Bundesregierung trägt kraftvoll dazu bei: Im Juni hat das Kabinett meinen Gesetzentwurf für ein neues Berufsbildungsgesetz beschlossen. Als nächstes kommt die Modernisierung des Aufstiegs-BAföGs. Die berufliche Bildung soll auch morgen und übermorgen hervorragende Berufsperspektiven eröffnen.“

    DIHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer: „Unsere gemeinsame Allianz hat in den vergangenen vier Jahren erfolgreiche Arbeit geleistet. Trotz des Rückgangs der Schülerzahlen und des Trends zum Studium konnten die Betriebe den Abwärtstrend bei den Ausbildungsverträgen vorerst stoppen. Unser Ziel ist es weiterhin, dass kein Jugendlicher verloren geht, aber möglichst auch kein Ausbildungsplatz. Wir wollen Berufsorientierung und Ausbildungsberatung intensivieren, die hohe Qualität der Beruflichen Bildung weiter sichern und sie auch für Leistungsstarke noch attraktiver machen, z. B. durch den Ausbau von Auslandsaufenthalten und das Werben für unsere hochwertigen Fortbildungsabschlüsse.“

    Der Präsident der Kultusministerkonferenz und Hessischer Kultusminister Professor R. Alexander Lorz: „Die berufliche Bildung ist nicht nur der Garant für die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der deutschen Wirtschaft, sondern auch von elementarer Bedeutung für die soziale Integration unterschiedlichster Zielgruppen. Um diese gesamtgesellschaftliche Funktion zukunftsfest zu machen, bedarf es des gemeinsamen Handelns aller beteiligten Akteure als breit angelegtes politisches Bündnis. Die Länder werden als starker und verlässlicher Partner in der Allianz für Aus- und Weiterbildung ihren Beitrag erbringen, um die Attraktivität und Leistungsfähigkeit des beruflichen Bildungssystems zu stärken.“

    Stellvertretende Bundesvorsitzende des DGB Elke Hannack: „Die Allianz für Aus- und Weiterbildung kann auf eine erfolgreiche Bilanz schauen. Seit 2014 ist die Zahl der betrieblichen Ausbildungsplätze gestiegen. Die Trendwende wurde erreicht. Jetzt wollen wir den nächsten Schritt gehen. Denn es gibt immer noch fast 1,4 Millionen Menschen im Alter von 20 bis 29 Jahren ohne abgeschlossene Ausbildung. Deswegen wollen wir die Assistierte Ausbildung flexibler gestalten und für weitere Zielgruppen öffnen. Deswegen wollen wir auch neue Vorhaben – wie etwa die Verbundausbildung – insbesondere in Regionen mit einem problematischen Ausbildungsmarkt fördern.“

    Mit der neuen Erklärung haben sich die Partner auf zentrale Handlungsfelder und konkrete Maßnahmen verständigt, um möglichst alle Menschen zu einem qualifizierten Berufsabschluss zu bringen. Ziel ist, dass mehr Jugendliche einen betrieblichen Ausbildungsplatz finden und mehr Betriebe ihre Ausbildungsstellen besetzen können.

    Die Mobilität von Jugendlichen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz soll durch verschiedene Maßnahmen unterstützt werden. Die Allianz für Aus-und Weiterbildung will zudem die berufliche Bildung mit ihren modernen Fortbildungsangeboten und Karrierewegen als gleichwertige Alternative zur akademischen Bildung stärken.

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  • Der ifo Geschäftsklimaindex ist im August von 95,81 auf 94,3 Punkte gefallen. Das ist der niedrigste Wert seit November 2012. Die Unternehmen schätzten ihre aktuelle Lage erneut deutlich schlechter ein.

    ifo Geschäftsklima Deutschland

    ifo Geschäftsklimaindex fällt – Ergebnisse der ifo Konjunkturumfragen im August 2019

    Ifo Institut, Pressemitteilung vom 26.08.2019

    Die Sorgenfalten bei den deutschen Unternehmenslenkern werden immer tiefer. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im August von 95,81 auf 94,3 Punkte gefallen. Das ist der niedrigste Wert seit November 2012. Die Unternehmen schätzten ihre aktuelle Lage erneut deutlich schlechter ein. Auch mit Blick auf die kommenden Monate nahm der Pessimismus zu. Die Anzeichen für eine Rezession in Deutschland verdichten sich.

    Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Rückgang des Geschäftsklimaindikators nicht aufzuhalten. Die Zufriedenheit mit der aktuellen Lage hat erneut abgenommen. Die Erwartungen rutschten tiefer in den negativen Bereich. Ein ähnlicher Pessimismus unter den Industriefirmen war zuletzt im Krisenjahr 2009 zu beobachten. Bei keiner der deutschen Schlüsselindustrien zeigten sich Lichtblicke.

    Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima merklich verschlechtert. Dies war auf eine deutlich weniger gute Einschätzung der Geschäftslage zurückzuführen. Zudem nahm die Skepsis für die nahe Zukunft zu.

    Im Handel ist der Indikator in den negativen Bereich gerutscht. Die Indizes zur aktuellen Lage und den Erwartungen gaben nach. Treiber des Rückgangs war vor allem der Großhandel.

    Im Bauhauptgewerbe hat der Geschäftsklimaindikator leicht nachgegeben. Die Baufirmen waren etwas weniger zufrieden mit ihrer aktuellen Lage. Für die kommenden Monate erwarten sie keine größere Änderung der nach wie vor sehr guten Geschäftslage.

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