Wirtschaft

  • Die Stimmung in den deutschen Chefetagen hat sich lt. ifo Institut leicht eingetrübt. Der Index ist im September auf 103,7 Punkte gefallen, nach 103,9 Punkten im August. Die Einschätzungen zur aktuellen Lage haben sich minimal verschlechtert. Sie blieben allerdings auf hohem Niveau.

    ifo Geschäftsklimaindex geht leicht zurück

    ifo Institut, Pressemitteilung vom 24.09.2018

    Die Stimmung in den deutschen Chefetagen hat sich leicht eingetrübt. Der Index ist im September auf 103,7 Punkte gefallen, nach 103,9 Punkten (saisonbereinigt korrigiert) im August. Die Einschätzungen zur aktuellen Lage haben sich minimal verschlechtert. Sie blieben allerdings auf hohem Niveau. Auch die Erwartungen wurden leicht nach unten korrigiert. Die deutsche Wirtschaft zeigt sich stabil, auch wenn die Unsicherheit steigt.

    Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Index wieder gefallen. Dies war einer merklich schlechteren aktuellen Lageeinschätzung geschuldet. Der Lageindex befindet sich aber weiterhin deutlich über seinem langfristigen Durchschnitt. Die Erwartungen stiegen hingegen auf den höchsten Wert seit Februar dieses Jahres. Die Unternehmen planen, die Produktion in den kommenden Monaten auszuweiten.

    Im Dienstleistungssektor ist das Geschäftsklima nahezu unverändert geblieben. Während die Dienstleister mit ihrer aktuellen Lage zufriedener waren, nahm ihr Optimismus mit Blick auf die kommenden sechs Monate ab.

    Im Handel ist der Index erneut gestiegen. Sowohl die Einschätzungen zur aktuellen Lage als auch die Erwartungen wurden nach oben korrigiert. Die treibende Kraft war vor allem der Einzelhandel, während der Großhandel leicht schwächer tendierte.

    Beim Bauhauptgewerbe kennt der Geschäftsklimaindex derzeit nur eine Richtung: nach oben. Das Geschäftsklima und seine Teilkomponenten erreichten neue Rekordniveaus. Die Auftragsbücher sind weiterhin gut gefüllt.

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  • Etwa 2.300 Unternehmen verlagerten zwischen 2014 und 2016 Teile ihrer wirtschaftlichen Aktivitäten innerhalb des Inlands oder in das Ausland. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren dies 3,5 % der rund 67.000 Unternehmen mit 50 und mehr Beschäftigten im Produzierenden, Handels- und Dienstleistungsgewerbe.

    3,5 % der Unternehmen verlagerten wirtschaftliche Aktivitäten zwischen 2014 und 2016 im In- oder Ausland

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 21.09.2018

    Etwa 2.300 Unternehmen verlagerten zwischen 2014 und 2016 Teile ihrer wirtschaftlichen Aktivitäten innerhalb des Inlands oder in das Ausland. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, waren dies 3,5 % der rund 67.000 Unternehmen mit 50 und mehr Beschäftigten im Produzierenden, Handels- und Dienstleistungsgewerbe.

    Die Mehrheit der betroffenen Unternehmen (rund 1.200) verlagerte Teile ihrer wirtschaftlichen Aktivitäten nur innerhalb des Inlands. Bei etwa 850 Unternehmen fanden Verlagerungen in das Ausland statt. Knapp 250 Unternehmen verlagerten wirtschaftliche Aktivitäten sowohl im In- als auch ins Ausland.

    Die häufigste Zielregion für Unternehmen, die wirtschaftliche Aktivitäten in das Ausland verlagert haben, war Europa (85 %), insbesondere die mittel- und osteuropäischen Staaten (63 %). Die Motive waren vorwiegend kostenorientiert. So bewertete die Mehrheit der betroffenen Unternehmen die Verringerung der Lohnkosten (84 %) und anderer Kosten (62 %) als eher wichtig.

    Unter Verlagerung versteht man die vollständige oder teilweise Abgabe von wirtschaftlichen Aktivitäten, die bisher im Unternehmen angesiedelt waren. Verlagerungen können innerhalb oder außerhalb einer Unternehmensgruppe erfolgen.

    Dies sind Ergebnisse einer freiwilligen Sondererhebung zur Organisation wirtschaftlicher Aktivitäten, die das Statistische Bundesamt in Kooperation mit den statistischen Ämtern der Länder und der europäischen Statistikbehörde Eurostat durchgeführt hat.

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  • Trotz zuletzt schwächerer Auftragseingänge aus dem Ausland geht der Aufschwung der deutschen Wirtschaft weiter. Die Aussichten haben sich in den vergangenen Wochen sogar weiter aufgeheitert, signalisiert der Konjunkturindikator des IMK der Hans-Böckler-Stiftung.

    Boom der deutschen Wirtschaft derzeit weitaus wahrscheinlicher als eine Rezession

    Neu: Instrument weist auch Wahrscheinlichkeit einer Hochkonjunktur aus

    Hans-Böckler-Stiftung, Pressemitteilung vom 19.09.2018

    Trotz zuletzt schwächerer Auftragseingänge aus dem Ausland geht der Aufschwung der deutschen Wirtschaft weiter. Die Aussichten haben sich in den vergangenen Wochen sogar weiter aufgeheitert, signalisiert der Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung. Das Risiko, dass Deutschland in den kommenden drei Monaten in eine Rezession gerät, ist spürbar gesunken. Für den Zeitraum von September bis Ende November weist das IMK-Wachstumsradar, das die aktuellsten verfügbaren Daten über die Wirtschaftslage bündelt, eine mittlere Rezessionswahrscheinlichkeit von 5,5 Prozent aus. Im August hatte das Risiko noch 14,2 Prozent betragen. Weitaus höher ist im Vergleich die Wahrscheinlichkeit, dass die deutsche Wirtschaft bis Ende November in eine Boomphase eintritt. Sie liegt bei nunmehr 43,5 Prozent nach 28,7 Prozent im August. Der nach dem Ampelsystem arbeitende Indikator zeigt damit „grün-gelb“. Das steht noch nicht für eine Hochkonjunktur, aber für eine Phase mit fortgesetzt solidem Wachstum.

    „Der Aufschwung unterstreicht erneut seine Qualitäten als Dauerläufer“, sagt Prof Dr. Gustav A. Horn, der wissenschaftliche Direktor des IMK. „Egal ob Schwächephasen in Schwellenländern drohten oder protektionistische Provokationen des US-Präsidenten – bisher hat die konjunkturelle Entwicklung allen Gegenwinden getrotzt. Das zeigt erneut, dass ein balanciertes Wachstum mit starker Binnennachfrage weitaus nachhaltiger ist als ein Modell, das ganz überwiegend am Export hängt.“

    Den kräftigen Rückgang bei der Rezessionswahrscheinlichkeit erklären die IMK-Ökonomen mit der Trendwende beim ifo-Geschäftsklimaindex, der nach einem mehrmonatigen Rückgang zuletzt deutlich angestiegen ist. Hinzu kommt das weiterhin sehr günstige Finanzierungsumfeld für deutsche Unternehmen. Die positiven Entwicklungen fallen nach dem umfangreich geprüften Algorithmus des Indikators stärker ins Gewicht als die etwas schwächere Entwicklung bei den Auslandsaufträgen. „Die Exporteure haben ein solides Nachfragepolster, da ist das vorläufig kein Grund zur Sorge“, erklärt IMK-Konjunkturexperte Peter Hohlfeld.

    Angesichts des positiven Trends des Indikators bekräftigt das IMK seine aktuelle Konjunkturprognose. Die Düsseldorfer gehen von einem anhaltenden moderaten Aufschwung aus, der im Kern von der Binnenwirtschaft getragen wird. Die weiterhin gute Beschäftigungsentwicklung und spürbar steigende Löhne sind wichtige Faktoren dafür, so das IMK.

    In den IMK-Konjunkturindikator fließen zahlreiche Daten aus der Real- und der Finanzwirtschaft ein. Darüber hinaus berücksichtigt das Instrument Stimmungsindikatoren. Das IMK nutzt die Industrieproduktion als Referenzwert für eine Rezession, weil diese rascher auf einen Nachfrageeinbruch reagiert als das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Neu ist, dass der Indikator nicht nur die Wahrscheinlichkeit wirtschaftlicher Turbulenzen ausweist, sondern auch die Wahrscheinlichkeit eines Wirtschaftsbooms.

    Der IMK-Konjunkturindikator wird monatlich aktualisiert.

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  • Der Digitalverband Bitkom setzt sich für ein eigenständiges Berufsbild „Digital Designer“ ein und hat dazu das Digital-Design-Manifest veröffentlicht.

    Digitalisierung braucht Digital Designer

    Bitkom, Pressemitteilung vom 18.09.2018

    • Informatik-Ausbildung muss mehr als technische Fähigkeiten vermitteln
    • Bitkom veröffentlicht Digital-Design-Manifest
    • Konferenz „IT needs Design“ am 5. November in Dortmund

    Wer ein Haus bauen will, der schickt nicht einfach die besten Maurer und Zimmerleute auf eine Baustelle und lässt sie loslegen, sondern engagiert zunächst einmal einen erfahrenen Architekten, der für die Gestaltung des Gebäudes verantwortlich ist. Bei der Gestaltung von Digitalisierungsvorhaben fehlt es bislang in aller Regel an einem solchen Berufsbild. Daher setzt sich der Digitalverband Bitkom für ein eigenständiges Berufsbild „Digital Designer“ ein und hat am 18.09.2018 dazu das Digital-Design-Manifest veröffentlicht. „Software ist der Kern der Digitalisierung und hat immer größeren Einfluss auf unser Leben und die Wirtschaft. Software-Entwicklung ist heute nicht einfach mehr nur das Schreiben von Programmen, es ist zum Gestalten komplexer Systeme geworden – in aller Regel aber ohne dafür gezielt ausgebildetes Personal“, sagt Dr. Frank Termer.

    Das Digital-Design-Manifest will einen Veränderungsprozess in Gang setzen: Technologische Exzellenz in der IT ist notwendig, aber nicht hinreichend für eine erfolgreiche Digitalisierung. „Wenn wir in Deutschland das volle Potenzial der Digitalisierung ausschöpfen wollen, dann müssen wir eine Gestaltungsprofession für die Digitalisierung etablieren. Dazu muss besonders in der Ausbildung ein Umdenken einsetzen und über die reine Vermittlung technischer Fähigkeiten hinausgegangen werden“, so Termer. So legen aktuell 95 Prozent der Informatik-Studiengänge den Fokus allein auf die technologische Kompetenz der Nachwuchskräfte und kommen ohne Gestaltungsanteil aus. Nur bei 5 Prozent der Studiengänge spielen Gestaltungsdisziplinen wie Computervisualistik, Design, Multimedia oder Usability eine Rolle im Lehrplan. „Wir brauchen eine eigenständige und selbstbewusste Gestaltungsprofession für die Digitalisierung, mit einem klaren Berufsbild, definierten Verantwortlichkeiten und einer akademischen Kultur. Diese Gestaltungsprofession soll Digital Design genannt werden“, heißt es in dem Manifest, das mehr als 30 Erstunterzeichner aus Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen zählt. Unter www.digital-design-manifest.de kann jeder, der die Forderung teilt, den Aufruf unterzeichnen. „Die Initiative rund um das Manifest adressiert einen blinden Fleck in der bisherigen Diskussion über Digitalisierung. Sie will damit einen Beitrag leisten, damit Deutschland seine digitale Zukunft aktiv gestalten kann“, so Termer.

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  • Die Kfz-Branche bleibt Deutschlands innovativer Motor, belegt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW Köln). Keine andere Branche meldet hierzulande so viele Patente an. Dabei zeigt sich: Die Unternehmen stellen sich der digitalen Herausforderung – und die Zulieferer spielen eine entscheidende Rolle.

    Kfz-Unternehmen: Die Zukunft fährt digital

    IW Köln, Pressemitteilung vom 18.09.2018

    Die Kfz-Branche bleibt Deutschlands innovativer Motor, belegt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Keine andere Branche meldet hierzulande so viele Patente an. Dabei zeigt sich: Die Unternehmen stellen sich der digitalen Herausforderung – und die Zulieferer spielen eine entscheidende Rolle.Elektromobilität und autonomes Fahren: Diese beiden Megatrends stellen die Fahrzeugbauer seit einigen Jahren vor große Herausforderungen. Die deutschen Kfz-Unternehmen bereiten sich vor allem durch Forschung auf den Strukturwandel vor, rund 40 Prozent aller Patentanmeldungen hierzulande kommen von der Automobilindustrie. Im Bereich Digitalisierung sind es sogar 43 Prozent. „Die Kfz-Unternehmen haben eine Vorreiterrolle beim Thema Digitalisierung“, betont IW-Infrastrukturexperte Thomas Puls.Zulieferer in der Automobilbranche sind besonders wichtig für den Innovationsstandort Deutschland, zeigt die IW-Studie. Auf sie entfallen rund zwei Drittel der Patentanmeldungen im Bereich Kfz. Im Jahr 2015 meldeten die zehn forschungsstärksten Unternehmen der Kfz-Branche insgesamt rund 12.500 Kfz-Patente an, allein Bosch kam auf 3.200. Auf die Schaeffler-Gruppe entfielen 1.800 Anmeldungen. Bei den Autobauern ist die Daimler AG mit rund 1.500 Patenten besonders innovativ, noch vor VW und BMW.

    Seit 2005 steigen die Investitionen der Unternehmen unter anderem in Forschung und Entwicklung merklich an. Ein Trend, der sich noch verstärken wird: „Ein neuer Schwerpunkt entsteht bei Batterietechnologien sowie der Entwicklung von Hybridfahrzeugen“, erklärt Puls.

    Darüber hinaus werden viele Patente für Sensoren angemeldet, die autonomes Fahren ermöglichen sollen: Insgesamt meldet die Kfz-Branche bereits mehr als jedes vierte Patent in den Bereichen Digitalisierung, Elektronik und Sensorik an, zeigt die IW-Studie. „Die deutschen Kraftfahrzeugunternehmen verschlafen den Wandel nicht, sie gestalten ihn mit“, sagt IW-Wissenschaftler Puls.

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  • Die Erschütterungen des digitalen Strukturwandels werden auch die Arbeitsmärkte treffen. Aber: Neue Technologien stellen lt. ZEW in erster Linie keine Bedrohung für Branchen, Arbeitsplätze und den gesellschaftlichen Wohlstand dar, sondern eine Chance.

    Arbeit hat Zukunft, wenn die Chancen der Digitalisierung clever genutzt werden

    ZEW, Pressemitteilung vom 17.09.2018

    Die Erschütterungen des digitalen Strukturwandels werden auch die Arbeitsmärkte treffen. Aber: Neue Technologien stellen in erster Linie keine Bedrohung für Branchen, Arbeitsplätze und den gesellschaftlichen Wohlstand dar, sondern eine Chance. Zwar geht der Trend zur Polarisierung: Qualifikation und Fachkompetenz werden im Zuge der Digitalisierung immer wichtiger, während zugleich die Löhne auseinanderdriften und sich Arbeitsformen auch dahingehend verändern, dass sie weniger sozialer Absicherung bieten. Begegnen lässt sich dem mit einer vorausschauenden Bildungs- und Sozialpolitik, gepaart mit einer Intensivierung der Förderung von Forschung und Entwicklung bei Unternehmen.Mit anderen Worten: Wird der Wandel aktiv gestaltet, lassen sich auch Probleme der Globalisierung und demografischer Wandel in den Griff bekommen. Prof. Achim Wambach, Ph. D., Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, sowie Vorsitzender der Monopolkommission, und Hans Christian Müller, Redakteur beim Handelsblatt, zeigen in ihrem neuen im Campus-Verlag erschienenen Buch „Digitaler Wohlstand für alle – Ein Update der Sozialen Marktwirtschaft ist möglich“, dass die Arbeitsmärkte vor gravierenden Umwälzungen stehen – was aber keinesfalls bedeutet, dass der Menschheit bald Massenarbeitslosigkeit droht.

    Neue Technologieschübe machen manche menschliche Tätigkeiten zwar überflüssig, steigern zugleich aber auch die Produktivität. Das spart Geld, das sich wieder investieren lässt, weitere Neuerungen und Produkte entstehen, für die es Arbeitskräfte braucht – willkommen im Wachstum! Neue Technologien lassen also auch neue Jobs entstehen, und zwar mehr als vernichtet werden, argumentieren die Autoren. Somit wird es künftig eher Kooperation als Konkurrenzkampf mit Robotern geben.

    Der Staat muss Strukturanpassungspolitik betreiben

    Zweifellos wird es – wie bei jedem technologischen Fortschritt – jedoch auch Verlierer neben Gewinnern geben. Die Digitalisierung bringt es mit sich, dass gut ausgebildete Fachkräfte mit hoher Qualifikation zunehmend gefragter und somit auch besser bezahlt sind im Vergleich zu Mittel- und Geringqualifizierten. Während sich so einerseits der Druck auf die Arbeitenden im Konkurrenzkampf untereinander erhöht, wandeln sich zugleich die Formen der Arbeit. Click- oder Crowdworker als „Tagelöhner des digitalen Zeitalters“, so die Autoren, erledigen Klein- und Kleinstaufgaben, die Unternehmen auf Internet-Plattformen ausschreiben. Gravierend dabei ist, dass die Individualität in der digitalen Arbeitswelt immer weiterwächst, klassische Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Verhältnisse in Frage gestellt werden und sozialversicherungspflichtige Angestelltenjobs künftig nicht zwingend der Standard sein müssen. Die Vorteile des Wandels gibt es also nur im Paket mit den Nachteilen, meinen die Autoren.

    Um dem zu begegnen, ist der Staat gefragt, die Nachteile abzufedern und gleichzeitig Entwicklungspotenzial zu schaffen, „also Strukturanpassungspolitik“, heißt es in dem Buch. Abgesehen von der Wettbewerbspolitik, kommt es dabei auf wesentliche Impulse in der Sozial- und Bildungspolitik an. So müssten etwa Mindestbeiträge für Selbständige in der Kranken- und Pflegeversicherung abgeschafft werden. Und während die Weiterbildung von Beschäftigten in puncto digitale Kompetenzen zwar zunächst Sache der Unternehmen ist, braucht es ebenfalls eine staatliche Bildungsoffensive: Mehr Geld für Erstausbildung und Verlagerung eines Teils der Weiterbildung an Universitäten, Berufs- und Fachhochschulen, fordern die Autoren. Kombiniert mit einem Steuerrabatt für forschende Unternehmen wäre das ein wichtiger Beitrag, um die Zukunft der Arbeit zu sichern.

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  • Immer mehr Unternehmen wollen auf Briefpost verzichten und setzen zunehmend auf digitale Kommunikation. So haben 30 Prozent ihre Briefpost bereits digital ersetzt. Vor zwei Jahren waren es 25 Prozent. Bei weiteren 44 Prozent trifft dies in Teilen bereits zu. Das zeigt der Digital Office Index 2018 des Digitalverbands Bitkom.

    Jedes dritte Unternehmen digitalisiert seine Post

    Bitkom, Pressemitteilung vom 17.09.2018

    • Besonders digital in Sachen Kommunikation sind die Großunternehmen

    Immer mehr Unternehmen wollen auf Briefpost verzichten und setzen zunehmend auf digitale Kommunikation. So haben 30 Prozent ihre Briefpost bereits digital ersetzt. Vor zwei Jahren waren es 25 Prozent. Bei weiteren 44 Prozent trifft dies in Teilen bereits zu. Das zeigt der Digital Office Index 2018 – eine repräsentative Befragung von 1.106 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern des Digitalverbands Bitkom. „Unternehmen, die Dokumente digitalisieren, arbeiten nachweislich effizienter“, sagt Nils Britze, Bitkom-Experte für Digitale Geschäftsprozesse. „Klassische Briefpost erzeugt höhere Kosten und belastet die Umwelt. Viele Prozesse innerhalb eines Unternehmens lassen sich dank digitaler Technologien und der richtigen Software ganz ohne Papier abwickeln. Das fängt bei einer simplen E-Mail an und hört bei Systemen zur Digitalisierung der Eingangspost und dem systematischen Enterprise Content Management nicht auf.“

    Nur für 14 Prozent wollen Briefpost nicht digital abwickeln

    Besonders digital aufgestellt in Sachen Kommunikation sind die Großunternehmen mit 500 Mitarbeitern und mehr. Dort sagen bereits 52 Prozent, dass es in ihrem Unternehmen gelingt, Briefpost durch digitale Kommunikation zu ersetzen (2016: 29 Prozent). Bei den kleinen Unternehmen mit 20 bis 99 Mitarbeitern gelingt dies bereits 30 Prozent (2016: 26 Prozent). Bei den Unternehmen mit 100 bis 499 Mitarbeitern haben 24 Prozent (2016: 23 Prozent) schon umgestellt. Nur in 14 Prozent der Unternehmen wird die Umstellung von analoger Briefpost auf digitale Kommunikation aktuell nicht diskutiert.

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  • Die Digitalisierung in den deutschen Unternehmen nimmt lt. KfW Fahrt auf: In der Unternehmensbefragung 2018 planen mehr als die Hälfte der Unternehmen (53 %) in den kommenden zwei Jahren Digitalisierungsmaßnahmen durchzuführen. In der Vorjahresbefragung lag dieser Anteil noch bei 42 %.

    Unternehmen in Deutschland investieren verstärkt in Digitalisierung

    KfW, Pressemitteilung vom 13.09.2018

    • Unternehmensbefragung: Mehr als die Hälfte aller Unternehmen haben Digitalisierungsvorhaben fest eingeplant
    • Große Unternehmen sind Vorreiter, Verarbeitendes Gewerbe sowie Groß- und Außenhandel besonders aktiv
    • Triebfeder für Investitionen ist Effizienzsteigerung
    • Zugang zu Krediten für Digitalisierungsprojekte schwieriger als für andere Investitionen

    Die Digitalisierung in den deutschen Unternehmen nimmt Fahrt auf: In der Unternehmensbefragung 2018, die die KfW gemeinsam mit Spitzenverbänden sowie Fach- und Regionalverbänden der deutschen Wirtschaft durchgeführt hat, planen mehr als die Hälfte der Unternehmen (53 %) in den kommenden zwei Jahren Digitalisierungsmaßnahmen durchzuführen. In der Vorjahresbefragung lag dieser Anteil noch bei 42 %. Der Anteil der Unternehmen, die Digitalisierungsvorhaben ausschließen, ist um 9 Prozentpunkte auf 25 % gesunken.

    Wie stark Unternehmen in die Digitalisierung investieren, hängt von ihrer Größe ab. Vorreiter sind große Unternehmen mit über 50 Mio. Euro Jahresumsatz, von denen 87 % Investitionen in die Digitalisierung fest eingeplant haben. Der entsprechende Anteil der kleinen Unternehmen bis 1 Mio. Euro Jahresumsatz liegt bei 32 %. Nach Wirtschaftszweigen aufgeschlüsselt, sind Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes und des Groß- und Außenhandels mit 69 bzw. 68 % besonders aktiv. Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes digitalisieren vor allem ihre Produktionsanlagen. Im Groß- und Außenhandel steht dagegen die Vernetzung mit anderen Unternehmen im Mittelpunkt.

    Die Triebfeder für geplante Digitalisierungsinvestitionen ist für die Unternehmen die Steigerung der Effizienz, etwa durch die Verknüpfung der IT-Systeme zwischen den Geschäftsbereichen (56 %) oder in der Produktion (55 %). Die Nutzung von Chancen bei der Erschließung neuer Märkte mit Hilfe neuer digitaler Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle ist nur für 34 % ein Motiv für Investitionen in die Digitalisierung.

    Der Chefvolkswirt der KfW, Dr. Jörg Zeuner, zu den Ergebnissen: „Die Digitalisierung bietet die Möglichkeit, Wachstum und Produktivität zu steigern, und hilft dabei, auch zukünftig die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands sicherzustellen. Deshalb ist es erst einmal eine gute Nachricht, dass die Unternehmen stärker in die Digitalisierung investieren. Es reicht aber nicht, damit lediglich die Effizienz des Bestehenden zu verbessern. Vielmehr gilt es, den Blick noch viel stärker auf die Chancen der Digitalisierung für veränderte oder neue Geschäftsmodelle und Märkte zu richten. Hier liegt die eigentliche Herausforderung, um künftig im Wettbewerb zu bestehen.“

    Nur wenig Unternehmen finanzieren ihre Digitalisierungsprojekte über Kredite. Lediglich 9 % der Unternehmen, die Kreditverhandlungen führen, wollen damit Digitalisierungsvorhaben finanzieren. Ein Grund hierfür dürfte sein, dass Unternehmen bislang eher kleine Volumina für ihre Digitalisierungsprojekte ausgeben und die dafür erforderlichen Mittel aus internen Quellen decken können. Mit zunehmender Größe führen Unternehmen häufiger Kreditverhandlungen über Digitalisierungsvorhaben.

    Generell ist es für Unternehmen schwieriger, Kredite für Investitionen in die Digitalisierung zu erhalten als für andere Investitionen, z. B. für Maschinen und Anlagen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Unternehmen den Kreditzugang als „schwierig“ oder „sehr schwierig“ bezeichnen, beträgt bei Unternehmen, die für Digitalisierungsvorhaben nach einem Kredit suchen, 13,7 %. Diese Wahrscheinlichkeit liegt somit gut zwei Drittel höher als bei Krediten für andere Investitionen.

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  • Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lagen die Verbraucherpreise in Deutschland im August 2018 um 2,0 % höher als im August 2017. Damit erreichte die Inflationsrate den vierten Monat in Folge die Zwei-Prozent-Marke. Im Vergleich zum Vormonat Juli 2018 stieg der Verbraucherpreisindex im August 2018 um 0,1 %.

    Verbraucherpreise August 2018: +2,0 % gegenüber August 2017

    Preisanstiege bei Energie halten Inflationsrate bei zwei Prozent

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 13.09.2018

    Verbraucherpreisindex, August 2018

    • +2,0 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
    • +0,1 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

    Harmonisierter Verbraucherpreisindex, August 2018

    • +1,9 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
    • 0,0 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

    Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im August 2018 um 2,0 % höher als im August 2017. Damit erreichte die Inflationsrate – gemessen am Verbraucherpreisindex – den vierten Monat in Folge die Zwei-Prozent-Marke. Im Vergleich zum Vormonat Juli 2018 stieg der Verbraucherpreisindex im August 2018 um 0,1 %. Das Statistische Bundesamt bestätigt somit seine vorläufigen Gesamtergebnisse vom 30. August 2018.

    Maßgeblich beeinflusst wurde die Inflationsrate – wie in den Vormonaten – durch den Preisanstieg bei Energieprodukten. Die Preise für Energie lagen im August 2018 um 6,9 % höher als im August 2017 (Juli 2018: +6,6 %). Insbesondere waren leichtes Heizöl (+29,7 %) und Kraftstoffe (+12,4 %) teurer als ein Jahr zuvor. Den starken Preisanstiegen bei Mineralölprodukten standen vergleichsweise moderate Preisentwicklungen bei anderen Energieprodukten gegenüber (zum Beispiel Umlagen von Zentralheizung und Fernwärme: +2,0 %; Strom: +1,0 %; Gas: -1,5 %). Ohne Berücksichtigung der Preise für Energie hätte die Inflationsrate im August 2018 bei +1,5 % gelegen.

    Die Preise für Nahrungsmittel stiegen von August 2017 bis August 2018 um 2,5 %. Im Vergleich zur Energie erhöhte sich die Gesamtteuerung dadurch nur leicht. Die Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln im August 2018 gegenüber dem Vorjahresmonat betrafen alle Gütergruppen. Teurer als ein Jahr zuvor waren vor allem Obst (+4,7 %) sowie Molkereiprodukte und Eier (+4,0 %). Auch für Gemüse (+3,5 %) sowie für Speisefette und Speiseöle (+3,0 %) mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher binnen Jahresfrist deutlich mehr bezahlen. Ohne Berücksichtigung der Preise für Nahrungsmittel und Energie hätte die Inflationsrate im August 2018 bei +1,3 % gelegen.

    Gemessen an der Gesamtteuerung erhöhten sich die Preise für Waren insgesamt im August 2018 gegenüber dem Vorjahr mit +2,7 % überdurchschnittlich, maßgeblich bestimmt durch die Preisanstiege bei Energie (+6,9 %) und bei Nahrungsmitteln (+2,5 %). Auch andere Waren verteuerten sich binnen Jahresfrist deutlich, zum Beispiel Bier (+5,1 %), Zeitungen und Zeitschriften (+4,5 %) sowie Tabakwaren (+3,2 %). Günstiger für die Verbraucherinnen und Verbraucher wurden vor allem Geräte der Unterhaltungselektronik (-4,8 %).

    Im Vergleich zu den Preisen für Waren erhöhten sich im August 2018 die Preise für Dienstleistungen insgesamt mit +1,4 % gegenüber dem Vorjahresmonat deutlich schwächer. Die Preisentwicklung für Dienstleistungen wirkte somit dämpfend auf die Inflationsrate. Bedeutsam für die Preiserhöhung bei Dienstleistungen waren die Nettokaltmieten (+1,6 %), da private Haushalte einen großen Teil ihrer Konsumausgaben dafür aufwenden. Etwas stärker verteuerten sich zum Beispiel Sport- und Erholungsdienstleistungen (+2,9 %) sowie Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+2,8 %). Günstiger waren hingegen Bildungsdienstleistungen des Elementar- und Primarbereichs (-13,0 %), insbesondere durch den Wegfall der Kinderbetreuungskosten in einigen Bundesländern. Nennenswerte Preisrückgänge gegenüber August 2017 gab es auch bei Flugtickets (-6,2 %).

    Veränderung im August 2018 gegenüber dem Vormonat Juli 2018

    Im Vergleich zum Juli 2018 stieg der Verbraucherpreisindex im August 2018 nur leicht um 0,1 %. Die Preise für Energie insgesamt erhöhten sich binnen Monatsfrist um 0,7 %. Preisanstiege gab es hier sowohl bei leichtem Heizöl (+2,8 %) als auch bei Kraftstoffen (+1,2 %). Deutlicher waren die Preiserhöhungen bei Bekleidungsartikeln (+3,9 %), hier vor allem aufgrund der beginnenden Umstellung auf die Herbst-/Winterkollektion.

    Auffällig war hingegen wie im Jahresvergleich der Preisrückgang bei den Bildungsdienstleistungen des Elementar- und Primarbereichs (-18,2 %) gegenüber dem Vormonat. Deutliche Preisrückgänge binnen Monatsfrist gab es auch bei Pauschalreisen (-3,5 %). Etwas günstiger aus Verbrauchersicht entwickelten sich zudem die Preise für Nahrungsmittel insgesamt (-0,3 %). Hier verbilligten sich vor allem Gemüse (-1,9 %) sowie Speisefette und Speiseöle (-1,3 %).

    Harmonisierter Verbraucherpreisindex für Deutschland

    Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für Deutschland lag im August 2018 um 1,9 % über dem Stand von August 2017. Im Vergleich zum Juli 2018 blieb der HVPI im August 2018 unverändert. Die vorläufigen Ergebnisse für den HVPI vom 30. August 2018 wurden damit bestätigt.

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  • Weniger aufwändiges Suchen in Hängeregistern, weniger Doppelablagen, weniger Briefpost-Versand: Immer mehr Unternehmen in Deutschland verzichten auf Papier. Lediglich jedes vierte Unternehmen (26 Prozent) hat lt. Bitkom noch keine einzige Papierakte eingescannt.

    Jedes vierte Unternehmen hat noch keine einzige Akte digitalisiert

    Bitkom, Pressemitteilung vom 12.09.2018

    • Ein Drittel druckt heute weniger als noch vor einem Jahr
    • Sieben von zehn Unternehmen haben ihre Akten schon teilweise digitalisiert

    Weniger aufwändiges Suchen in Hängeregistern, weniger Doppelablagen, weniger Briefpost-Versand: Immer mehr Unternehmen in Deutschland verzichten auf Papier. Das zeigt der Digital Office Index 2018 – eine repräsentative Befragung von 1.106 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern des Digitalverbands Bitkom. Ein Drittel der Unternehmen (34 Prozent) gibt demnach an, die eigenen Papierakten mittlerweile zumindest teilweise digitalisiert zu haben. Weitere 39 Prozent haben zumindest schon neuere Papierakten digitalisiert. Lediglich jedes vierte Unternehmen (26 Prozent) hat noch keine einzige Papierakte eingescannt. Allerdings ist dieser Anteil rückläufig: 2016 sagten noch 31 Prozent, dass bis zu diesem Zeitpunkt in ihrem Unternehmen noch keine einzige Papierakte digitalisiert worden war. „Wir sehen eine langsame Kehrtwende in den deutschen Büros“, sagt Nils Britze, Bitkom-Referent Digitale Geschäftsprozesse. „Der Umstieg von Papier auf digitale Dokumente birgt zentrale Vorteile für Unternehmen, etwa die schnellere und effizientere Gestaltung von Geschäftsprozessen, Kosteneinsparungen sowie die Schonung der Umwelt.“

    Nicht immer braucht es einen Ausdruck

    In jedem dritten Unternehmen (33 Prozent) wird heute zudem auch weniger ausgedruckt als noch vor einem Jahr. Bei den Großkonzernen ist es sogar bereits knapp die Hälfte (49 Prozent), die zusehends auf Ausdrucke verzichtet. 46 Prozent der Unternehmen geben an, gleich viel auszudrucken als noch vor einem Jahr, bei 19 Prozent sind es sogar mehr ausgedruckte Dokumente. „Digitale Dokumente sparen nicht nur Druck- und Versandkosten in Unternehmen. Sie erleichtern oft auch die Zusammenarbeit mehrerer Mitarbeiter am selben Dokument und ermöglichen den Zugriff von unterwegs, per Smartphone, Tablet oder Laptop“, so Britze.

    Lediglich 6 Prozent aller Unternehmen (2016: 11 Prozent) geben an, dass 100 Prozent ihrer Büro- und Verwaltungsprozesse noch papierbasiert ablaufen. 19 Prozent meinen, dass sie zu circa 75 Prozent papierbasiert arbeiten. Vier von zehn Unternehmen (43 Prozent) schätzen, dass die Hälfte der Prozesse papierbasiert ablaufen. In knapp drei von zehn Unternehmen (28 Prozent) wird noch maximal zu 25 Prozent papierbasiert gearbeitet. Bei den großen Unternehmen mit 500 und mehr Mitarbeitern sind es sogar rund vier von zehn Unternehmen (38 Prozent), die zu nur noch maximal zu 25 Prozent mit Papier arbeiten.

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  • Die deutsche Konjunktur zeigt sich lt. BMWi solide, trotz eines schwachen Welthandels und außenwirtschaftlicher Unwägbarkeiten. Vor allem die binnenwirtschaftlichen Auftriebskräfte tragen gegenwärtig den Aufschwung.

    Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im September 2018

    BMWi, Pressemitteilung vom 12.09.2018

    • Die deutsche Konjunktur zeigt sich solide, trotz eines schwachen Welthandels und außenwirtschaftlicher Unwägbarkeiten. Vor allem die binnenwirtschaftlichen Auftriebskräfte tragen gegenwärtig den Aufschwung.
    • Die Erzeugung des Produzierenden Gewerbes ist zu Beginn des zweiten Quartals gedämpft, wobei auch Sondereffekte eine Rolle spielen. Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe sind ebenfalls rückläufig, aber der Auftragsbestand ist weiterhin sehr hoch. Das Baugewerbe befindet sich in der Hochkonjunktur.
    • Die Entwicklung von Beschäftigung, Einkommen und Konsumnachfrage der privaten Haushalte bleibt aufwärtsgerichtet. Auch die Stimmung im Handel ist gut.
    • Die Erwerbstätigkeit nimmt weiter zu und die Arbeitslosigkeit ab. Allerdings bestehen strukturelle Herausforderungen, z. B. die Verringerung von Langzeitarbeitslosigkeit sowie die Reaktion auf strukturelle Veränderungen.

    Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem soliden Aufschwung, trotz protektionistischer Tendenzen in der Weltwirtschaft. Im ersten Halbjahr 2018 erhöhte sich das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,9 % gegenüber der Vorperiode. Zuvor war das BIP im ersten Halbjahr 2017 um 1,6 % und im zweiten Halbjahr 2017 um 1,1 % gestiegen. Verwendungsseitig kamen die Impulse im ersten Halbjahr ausschließlich von der Binnenwirtschaft, insbesondere von den privaten Konsumausgaben und den Bruttoinvestitionen. Der Aufschwung wird sich im zweiten Halbjahr trotz der Unsicherheiten aus dem außenwirtschaftlichen Umfeld fortsetzen. Die Konjunkturindikatoren senden gegenwärtig allerdings auch gemischte Signale. In der Industrie steht ein deutlich aufgehelltes Geschäftsklima rückläufigen industriellen Auftragseingängen und einer zögerlichen Produktion gegenüber. Dies beruht aber teilweise auf Sondereffekten und ist nicht allein auf die aktuelle Welthandelsflaute zurückzuführen. Die Industrie sollte daher ihre aktuelle Verschnaufpause im weiteren Jahresverlauf wieder überwinden. Wichtige binnenwirtschaftliche Auftriebskräfte entfalten unverändert ihre Wirkung: Die Beschäftigung und Einkommen erhöhen sich weiter kräftig. Insbesondere in den Dienstleistungsbereichen nimmt die Wertschöpfung weiter zu und die Bauwirtschaft boomt.

    Aus dem weltwirtschaftlichen Umfeld kommen gegenwärtig geringere Impulse. Hierauf weisen Indikatoren für den globalen Handel und die Industrieproduktion hin. Bei unterschiedlicher Entwicklung in den Schwellenländern rührt die etwas verlangsamte Dynamik der industriellen Erzeugung vor allem aus den entwickelten Volkswirtschaften. Der gegenwärtig schwache Welthandel geht demgegenüber auf geringere Handelsströme der Schwellenländer insbesondere in Asien zurück. Der IHS Markit Global Composite PMI gab im August den zweiten Monat in Folge nach und der ifo Index zum Weltwirtschaftsklima verschlechterte sich für das dritte Quartal 2018 erneut. Daher gehen nationale sowie internationale Organisationen in ihren jüngsten Prognosen weiter von einer zwar abgeschwächten, aber positiven Entwicklung der Weltwirtschaft aus.

    Unter dem schwierigeren außenwirtschaftlichen Umfeld leiden grundsätzlich auch die deutschen Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen. Im Juli gingen die Exporte saisonbereinigt und in jeweiligen Preisen leicht um 0,6 % zurück. Dieser Rückgang dürfte real durch den Anstieg der Ausfuhrpreise im gleichen Zeitraum etwas stärker ausfallen. Im stabileren Dreimonatsvergleich erhöhten sich die Ausfuhren nominal deutlich um 1,7 %, preisbereinigt dürfte dieses Wachstum jedoch ebenfalls etwas geringer ausfallen. Die ifo Exporterwartungen sind weiterhin abwartend niedrig und deuten noch nicht auf eine deutliche Belebung der Ausfuhren hin. Die nominalen Importe von Waren und Dienstleistungen sind demgegenüber seit März dieses Jahres aufwärtsgerichtet. Im Juli nahmen sie saisonbereinigt um 2,9 % zu. Im Dreimonatsvergleich beträgt der Anstieg der Importe beachtliche 3,8 %. Da die Einfuhrpreise im selben Zeitraum weniger stark zugelegt haben, dürften sich die Importe auch preisbereinigt deutlich positiv entwickelt haben.

    Im Produzierenden Gewerbe zeigt sich eine gedämpfte Entwicklung, wobei auch Sondereffekte eine Rolle spielten. Die Erzeugung in der Industrie nahm im Juli um 1,9 % ab, im Zweimonatsvergleich Juni/Juli gegenüber April/Mai verringerte sie sich um 0,6 %. Die Produktion im Baugewerbe wurde indes im Zweimonatsvergleich um 0,7 % ausgeweitet. Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe nahmen nach einem kräftigen Minus im Juni von 3,9 % im Juli nochmals um 0,9 % ab. Damit ergab sich im Zweimonatsvergleich ein deutlicher Rückgang der Orders um 3,1 %. Während sich die Bestelltätigkeit aus dem Inland um 0,7 % erhöhte, gingen die Aufträge aus dem Euroraum um 2,0 % und aus dem Nicht-Euroraum kräftig um 8,0 % zurück. Neben der Verunsicherung durch die Handelskonflikte dürfte dies auch mit Engpässen bei der Zulassung von Pkw nach dem neuen Fahrzyklus WLTP zusammenhängen. Nach wie vor verfügt das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland jedoch über ein sehr gutes Auftragspolster; im Juni lag die Reichweite unverändert bei 5,6 Monaten. Das Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbes hat sich laut ifo Konjunkturtest zuletzt sogar wieder verbessert und befindet sich deutlich über seinem langjährigen Durchschnitt. Die Industriekonjunktur dürfte daher, sobald sich der Zulassungsstau auflöst, ihren Aufschwung fortsetzen. Die Indikatoren für das Baugewerbe sprechen dafür, dass sich dort der Boom fortsetzt.

    In den letzten Monaten war ein ordentliches Wachstum von Löhnen und Einkommen zu beobachten. Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte lagen im zweiten Quartal um 4,9 % höher als ein Jahr zuvor. Mit der anhaltend guten Beschäftigungsentwicklung bei stabilen Preisen blieben daher die privaten Konsumausgaben im zweiten Quartal eine Stütze der Konjunktur, wenngleich sie nicht mehr so stark wie im Vorquartal expandierten. Weitere Indikatoren für den privaten Konsum senden überwiegend positive Signale. Die Umsätze im Einzelhandel starteten mit -0,4 % schwach ins dritte Quartal, nachdem sie sich im zweiten Quartal um 0,9 % erhöht hatten. Das Geschäftsklima im Handel war laut ifo Geschäftsklimaindex im August stabil zuversichtlich. Das Konsumklima schwächte sich zwar leicht ab, lag aber weiterhin auf hohem Niveau.

    Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter positiv. Im Juli nahm die Erwerbstätigkeit saisonbereinigt um 46.000 Personen zu; auf Jahressicht betrug der Anstieg 1,3 %. Im Juni lag der Zuwachs bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung mit 55.000 Personen etwas über dem durchschnittlichen Niveau der letzten fünf Monate. Die Frühindikatoren signalisieren eine anhaltend starke Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften und einen weiteren moderaten Anstieg der Erwerbstätigkeit. Die Zahl der Arbeitslosen sank im August saisonbereinigt geringfügig um 8.000 Personen; sie stieg nach den Ursprungszahlen ferienbedingt leicht auf 2,35 Mio. Personen. Die schrittweise Verringerung der Arbeitslosigkeit dürfte sich fortsetzen. Die Eindämmung der Langzeitarbeitslosigkeit und die Stärkung der Wirtschaftskraft strukturschwacher Gebiete bleiben langfristig Herausforderungen.

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  • Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland sind im September 2018 um 3,1 Punkte auf einen neuen Wert von minus 10,6 Punkten gestiegen. Der Indikator hat damit nach seinem Tiefpunkt im Juli 2018 innerhalb von zwei Monaten wieder um 14,1 Punkte zugelegt. Trotzdem befindet er sich noch deutlich im negativen Bereich.

    Ergebnisse des Finanzmarkttests September 2018

    Konjunkturerwartungen: Ausblick verbessert sich leicht

    ZEW, Pressemitteilung vom 11.09.2018

    Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland sind im September 2018 um 3,1 Punkte auf einen neuen Wert von minus 10,6 Punkten gestiegen. Der Indikator hat damit nach seinem Tiefpunkt im Juli 2018 innerhalb von zwei Monaten wieder um 14,1 Punkte zugelegt. Trotzdem befindet er sich noch deutlich im negativen Bereich und unterhalb seines langfristigen Durchschnitts von 22,9 Punkten. Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland hat sich um 3,4 Punkte auf 76,0 Punkte verbessert.„Während der Umfrageperiode verstärkten sich die Währungskrisen in der Türkei sowie in Argentinien, außerdem waren die deutsche Industrieproduktion und die Auftragseingänge im Juli überraschend schwach. Trotz dieser ungünstigen Einflüsse hat sich der Ausblick für Deutschland leicht verbessert. Die erheblichen Befürchtungen der Teilnehmer/innen hinsichtlich der Konjunkturentwicklung haben sich somit wieder etwas beruhigt, was auch auf das neue Handelsabkommen zwischen den USA und Mexiko zurückzuführen sein dürfte“, kommentiert ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach, Ph.D.

    Die Erwartungen der Finanzmarktexperten/-innen an die Konjunkturentwicklung in der Eurozone erholen sich ebenfalls. Der Erwartungsindikator für die Eurozone steigt um 3,9 Punkte auf einen neuen Wert von minus 7,2 Punkten. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum geht um 1,7 Punkte leicht nach oben auf einen neuen Wert von 31,7 Punkten. Die Inflationserwartungen für die Eurozone sinken deutlich um 8,7 Punkte. Der neue Wert des Inflationsindikators beträgt nun 24,0 Punkte.

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  • Im ersten Halbjahr 2018 wurden nach Auswertung der Gewerbemeldungen rund 63.600 Betriebe gegründet, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren das 4,3 % weniger als im ersten Halbjahr 2017.

    Gewerbemeldungen

    4,3 % weniger Gründungen größerer Betriebe im ersten Halbjahr 2018 als im ersten Halbjahr 2017

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 12.09.2018

    Im ersten Halbjahr 2018 wurden nach Auswertung der Gewerbemeldungen rund 63.600 Betriebe gegründet, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, waren das 4,3 % weniger als im ersten Halbjahr 2017.Die Zahl neu gegründeter Kleinunternehmen lag im ersten Halbjahr 2018 mit knapp 89.900 um 2,5 % unter dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Gründungen von Nebenerwerbsbetrieben stieg im ersten Halbjahr 2018 um 0,5 % auf rund 130.700. Insgesamt verringerte sich die Gesamtzahl der Gewerbeanmeldungen im ersten Halbjahr 2018 auf rund 349.200, das waren 1,8 % weniger als im ersten Halbjahr 2017. Gewerbeanmeldungen müssen nicht nur bei Gründung eines Gewerbebetriebes erfolgen, sondern auch bei Betriebsübernahme, Umwandlung oder Zuzug.

    Knapp 52.800 Betriebe mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung gaben im ersten Halbjahr 2018 ihr Gewerbe auf. Das entsprach einem Rückgang von 1,5 % gegenüber dem ersten Halbjahr 2017. Die Zahl der im ersten Halbjahr 2018 abgemeldeten Kleinunternehmen lag mit knapp 109.200 um 2,4 % niedriger als im ersten Halbjahr 2017. Rund 93.200 Nebenerwerbsbetriebe meldeten ihr Gewerbe ab, das war ein Plus von 5,3 %. Insgesamt lag die Zahl der Gewerbeabmeldungen bei den Gewerbeämtern mit rund 318.000 auf dem Niveau des ersten Halbjahrs 2017 (-0,2 %). Dabei handelt es sich nicht nur um Schließungen, sondern auch um Betriebsübergaben, Umwandlungen oder Fortzüge.

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  • Der deutsche Mittelstand blickt angesichts des jüngst vereinbarten Waffenstillstands im Handelsstreit der USA mit der EU wieder deutlich optimistischer in die Zukunft, wie das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer zeigt. Das Geschäftsklima der KMU verbessert sich um 2,6 Zähler auf 17,3 Saldenpunkte und somit zum zweiten Mal in Folge.

    KfW-ifo-Mittelstandsbarometer August 2018

    Geschäftsklima: Zukunftsvertrauen kehrt in den Mittelstand zurück

    KfW, Pressemitteilung vom 06.09.2018

    • Geschäftsklima kleiner und mittlerer Firmen steigt weiter
    • Mehr Optimismus auch bei den Großunternehmen
    • Solider Aufschwung, doch weiterhin viele Risiken

    Der deutsche Mittelstand blickt angesichts des jüngst vereinbarten Waffenstillstands im Handelsstreit der USA mit der EU wieder deutlich optimistischer in die Zukunft, wie das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer zeigt. Das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen verbessert sich um 2,6 Zähler auf 17,3 Saldenpunkte und somit zum zweiten Mal in Folge. Dabei steigen die Erwartungen um starke 4,8 Zähler und erreichen mit nun 7,1 Saldenpunkten beinahe schon wieder das ordentliche Niveau vom Jahresbeginn. Die Lageurteile verweilen mit 28,2 Saldenpunkten auf einem historisch hohen Level, was die unverändert große Zufriedenheit der Mittelständler mit den aktuellen Geschäften unterstreicht.

    Auch bei den Großunternehmen hellt sich die Stimmung im August merklich auf (+1,5 Zähler auf 12,6 Saldenpunkte). Die großen Firmen korrigieren ihre Erwartungen um 3,5 Zähler nach oben; mit derzeit 3,3 Saldenpunkten notiert der Erwartungsindikator erstmals seit drei Monaten wieder leicht über seinem langfristigen Durchschnittswert. Zugleich fallen die Urteile zur aktuellen Geschäftslage ungeachtet des kleinen Rücksetzers weiterhin recht positiv aus (-0,9 Zähler auf 22,7 Saldenpunkte).

    Die positive konjunkturelle Stimmung geht über die Exportwirtschaft hinaus. Die Binnenbranchen sind ebenfalls fast durchweg besser gelaunt als im Juli und bezeugen so die ungebrochen lebhafte heimische Nachfrage. Der Bau bestätigt hierbei seine gegenwärtige Sonderstellung einmal mehr, indem das Geschäftsklima sowohl bei den Mittelständlern (+1,5 Zähler auf 38,2 Saldenpunkte) als auch den großen Unternehmen dieser Branche (+6,2 Zähler auf 38,8 Saldenpunkte) auf das zweite neue Allzeithoch in Folge steigt.

    „Der Aufschwung hält unter herausfordernden internationalen Rahmenbedingungen an, ich erwarte ein solides deutsches Wirtschaftswachstum von 1,8 % in diesem Jahr“, sagt Dr. Jörg Zeuner mit Blick auf die guten Ergebnisse des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers im August. Zugleich weist der Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe jedoch darauf hin, dass mit den wieder deutlich optimistischeren Erwartungen nun auch die Messlatte für die weitere Entwicklung in Handelsfragen recht hoch hänge. „Eine keinesfalls auszuschließende erneute Eskalation des Handelsstreits wäre nach den jetzt geweckten Hoffnungen eine herbe Enttäuschung, in deren Folge viele Firmen spürbar auf die Investitionsbremse treten könnten“, so Zeuner. Neben dem US-Protektionismus seien auch der offene Ausgang der Brexit-Verhandlungen, die Fiskalpolitik der italienischen Regierung sowie die Türkei-Krise zentrale Risikofaktoren, die man im Auge behalten müsse.

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  • Unternehmen schaffen lt. Bitkom verstärkt eigene Abteilungen oder Teams, die sich ausschließlich mit der Digitalisierung beschäftigen. Allerdings sagen in Deutschland immer noch rund zwei Drittel (69 Prozent) der Unternehmen mit 20 oder mehr Mitarbeitern, dass sie keine solche organisatorische Einheit geschaffen haben.

    Digitalisierung

    Unternehmen setzen verstärkt auf Digitalisierungs-Teams

    Bitkom, Pressemitteilung vom 07.09.2018

    • Allerdings verzichten weiterhin zwei Drittel auf eine organisatorische Einheit
    • Nur in jedem zehnten Unternehmen gibt es einen Leiter Digitalisierung oder CDO
    • Vor allem kleinere Betriebe sind zurückhaltend

    Unternehmen schaffen verstärkt eigene Abteilungen oder Teams, die sich ausschließlich mit der Digitalisierung beschäftigen. Allerdings sagen in Deutschland immer noch rund zwei Drittel (69 Prozent) der Unternehmen mit 20 oder mehr Mitarbeitern, dass sie keine solche organisatorische Einheit geschaffen haben. Im vergangenen Jahr lag der Anteil mit drei Viertel (77 Prozent) noch höher. So gibt jedes vierte Unternehmen (26 Prozent, 2017: 20 Prozent) an, eine Digitalisierungseinheit innerhalb der IT-Abteilung geschaffen zu haben. Lediglich weitere 4 Prozent (2017: 2 Prozent) haben eine eigenständige Einheit außerhalb der IT-Abteilung aufgebaut. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage zum Stand der Digitalisierung der deutschen Wirtschaft unter 604 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „Digitalisierung bedeutet in erster Linie die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. Unternehmen sollten das nicht nebenbei versuchen, sondern die nötigen personellen und finanziellen Ressourcen bereitstellen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „So wie die Entwicklung einer Digitalstrategie Chefsache sein sollte, so darf die Umsetzung nicht einzelnen Fachabteilungen alleine überlassen werden, sie muss von einem Digitalisierungsteam begleitet werden.“

    Kleine und mittelständische Unternehmen hinken hinterher

    Aktuell besteht die Gefahr, dass vor allem kleine und mittelständische Unternehmen Chancen verspielen und gegenüber größeren Wettbewerbern weiter zurückfallen. So geben 74 Prozent der Unternehmen mit 20 bis 99 Mitarbeitern und 61 Prozent derjenigen mit 100 bis 499 Mitarbeitern an, über keine Digitalisierungseinheit zu verfügen. Bei den Unternehmen mit 500 und mehr Beschäftigten beträgt der Anteil dagegen nur 24 Prozent. Umgekehrt haben 22 Prozent der Großunternehmen eine eigenständige Digitalisierungseinheit außerhalb der IT-Abteilung geschaffen. Unter den mittelständischen Unternehmen mit 100 bis 499 Mitarbeitern sind es gerade einmal 6 Prozent, unter den kleineren mit 20 bis 99 Mitarbeitern sogar nur 2 Prozent.

    Große Mehrheit ohne Chief Digital Officer oder vergleichbare Position

    Die große Mehrheit der deutschen Unternehmen verzichtet zudem darauf, die Position eines Chief Digital Officer (CDO) oder eines Leiters Digitalisierung zu schaffen. Nur in jedem zehnten Unternehmen (10 Prozent) existiert eine entsprechende Stelle. Auch hier gibt es gravierende Unterschiede je nach Unternehmensgröße. Unter den Unternehmen mit 500 und mehr Mitarbeitern beträgt der Anteil 44 Prozent, unter den mittelständischen Unternehmen mit 100 bis 499 Mitarbeitern aber lediglich 24 Prozent und bei den kleineren Unternehmen mit 20 bis 99 Mitarbeitern sogar nur 6 Prozent. „Je kleiner ein Unternehmen ist, umso schwieriger ist es natürlich, Mitarbeiter alleine für den Prozess der Digitalisierung einzusetzen und entsprechende Leitungspositionen zu schaffen“, so Berg. „Aber die Digitalisierung bietet gerade kleineren Unternehmen so viele Chancen und verändert ihre Märkte ebenso wie jene der Großen. Wer heute mutige Entscheidungen trifft, wird davon morgen profitieren.“

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  • Bis 2022 sollen Bund, Länder und Kommunen ihre bislang isolierten Online-Verwaltungsdienste in einer Digitalisierungsplattform zusammenführen und den Unternehmen über ein Servicekonto Zugriff auf sämtliche Angebote eröffnen. Der DIHK sieht darin erhebliches Potenzial für Bürokratieabbau, mahnt aber auch, den Aufwand für die Wirtschaft möglichst gering zu halten. Die größte Entlastungswirkung ergebe sich ohnehin aus einer Digitalisierung der dahinterliegenden Verwaltungsprozesse und Verfahren.

    Digitalisierung

    Plattform für Behördenkontakte kann Wirtschaft von Bürokratie entlasten

    DIHK, Mitteilung vom 06.09.2018

    Die Plattformökonomie wird nicht durch amerikanische Internetgiganten getrieben. Sie ist inzwischen auch für viele deutsche Unternehmen praktizierte Realität. Den Gedanken, alle Leistungen und Kundenbeziehungen über eine einheitliche Plattform abzuwickeln, sollte sich auch die öffentliche Verwaltung zunutze machen. Damit ließe sich die Komplexität für Unternehmen reduzieren und überflüssige Bürokratie abbauen.

    Immerhin ist dieses Ziel bereits im 2017 verabschiedeten Onlinezugangsgesetz (OZG) vorgegeben. Es verpflichtet Bund, Länder und Kommunen, ihre bislang isolierten Online-Verwaltungsdienste bis 2022 in einer Digitalisierungsplattform zusammenzuführen. Der Zugang zu den einzelnen Angeboten der Verwaltungen soll für Bürger und Unternehmen über ein Servicekonto erfolgen, das eine sichere und einmalige Identifizierung für Behördenkontakte aller Art ermöglicht.

    Verwaltungsleistungen unabhängig von Zeit und Zuständigkeiten

    Dieses Vorhaben befreit Unternehmen davon, sich um Zuständigkeiten, Öffnungszeiten etc. der einzelnen Verwaltungen zu kümmern. Entsprechend groß ist das Interesse an einer solchen Behördenplattform mit einem Zugangspunkt für alle Verwaltungsleistungen. Zunächst sind aber nicht nur bei den Behörden, sondern auch bei den Unternehmen Vorarbeiten erforderlich. Dieser Aufwand sollte möglichst gering gehalten werden. Nicht mehrere, sondern ein einziger Zugang (Single Point of Contact) zu elektronischen Dienstleistungen der Verwaltungen bietet sich schon aus Akzeptanzgründen an. Ein föderaler Wettbewerb der Lösungen für ein Servicekonto würde zu erhöhten Anpassungskosten bei den Unternehmen führen, denn diese müssten z. B. Berechtigungen mehrfach abbilden und viele verschiedene Schnittstellen in ihren technischen Systemen schaffen. Es wäre deshalb sinnvoll, dass sich Bund und Länder auf eine übergreifende Lösung für ein Servicekonto verständigen.

    Unterschiedliche Nutzungsanforderungen der Unternehmen technisch abbilden

    Den unterschiedlichen technischen Voraussetzungen der Unternehmen und heterogenen Anwendungsfällen sollte dadurch Rechnung getragen werden, dass das Servicekonto mehrere Zugangsmöglichkeiten zu den Verwaltungsdiensten bietet – zum einen für weniger häufig genutzte Dienste, Web- und Software-Anwendungen sowie zum anderen für Massenanwendungen eine Maschine-zu-Maschine-Schnittstelle.

    Verwaltungsleistungen optimieren und bedarfsgerecht ausgestalten

    Der Zugang zu Verwaltungsleistungen über eine Plattform ist nur ein Baustein moderner Verwaltung. Die Digitalisierung der dahinterliegenden Verwaltungsprozesse und Verfahren selbst birgt die größten Entlastungspotenziale. Angefangen werden sollte bei den Prozessen, die den größten Mehrwert für die Unternehmen generieren. Mit den „Top 100 Wirtschaft“ hat das Bundeswirtschaftsministerium unter Mitwirkung des DIHK eine Priorisierung solcher Verwaltungsleistungen vorgenommen, deren Digitalisierung einen großen Nutzen für Unternehmen aller Größenklassen bringen würde. Auf dieser Basis sollten nun in einem geordneten Verfahren Leistungen der Verwaltungen für Unternehmen digitalisiert und einheitlich online angeboten werden. Es empfiehlt sich, dass Bund, Länder und Kommunen das arbeitsteilige Vorgehen zeitnah vereinbaren. Auf jeden Fall sollte vor der Digitalisierung eine Evaluierung und Optimierung der Prozesse sowie der zugehörigen Fachverfahren erfolgen.

    Die konkreten Anforderungen an die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes mit seiner zentralen Komponente Servicekonto für Unternehmen hat der DIHK in einer Stellungnahme zusammengefasst, die unter der Adresse www.dihk.de/servicekonten abrufbar ist.

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  • Im Juli 2018 wurden von Deutschland Waren im Wert von 111,0 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 94,5 Milliarden Euro importiert. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, waren damit die deutschen Exporte im Juli 2018 um 7,6 % und die Importe um 12,0 % höher als im Juli 2017.

    Außenhandel

    Deutsche Exporte im Juli 2018: +7,6 % zum Juli 2017

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 07.09.2018

    Exporte, Juli 2018

    • 111,0 Milliarden Euro
    • -0,9 % zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)
    • +7,6 % zum Vorjahresmonat

    Importe, Juli 2018

    • 94,5 Milliarden Euro
    • +2,8 % zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)
    • +12,0 % zum Vorjahresmonat

    Außenhandelsbilanz, Juli 2018

    • 16,5 Milliarden Euro
    • 15,8 Milliarden Euro (kalender- und saisonbereinigt)

    Leistungsbilanz der Deutschen Bundesbank, Juli 2018

    • 15,3 Milliarden Euro

    Im Juli 2018 wurden von Deutschland Waren im Wert von 111,0 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 94,5 Milliarden Euro importiert. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, waren damit die deutschen Exporte im Juli 2018 um 7,6 % und die Importe um 12,0 % höher als im Juli 2017. Kalender- und saisonbereinigt sanken die Exporte gegenüber dem Vormonat Juni 2018 um 0,9 % und die Importe nahmen um 2,8 % zu.

    Die Außenhandelsbilanz schloss im Juli 2018 mit einem Überschuss von 16,5 Milliarden Euro ab. Im Juli 2017 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz +18,8 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag der Außenhandelsbilanzüberschuss im Juli 2018 bei 15,8 Milliarden Euro.

    Unter Berücksichtigung der Salden für Warenhandel einschließlich Ergänzungen zum Außenhandel (+17,7 Milliarden Euro), Dienstleistungen (-4,2 Milliarden Euro), Primäreinkommen (+6,5 Milliarden Euro) und Sekundäreinkommen (-4,7 Milliarden Euro) schloss – nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank – die Leistungsbilanz im Juli 2018 mit einem Überschuss von 15,3 Milliarden Euro ab. Im Juli 2017 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 18,7 Milliarden Euro ausgewiesen. In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Juli 2018 Waren im Wert von 64,5 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 53,7 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber Juli 2017 stiegen die Exporte in die EU-Länder um 8,0 % und die Importe aus diesen Ländern um 10,9 %. In die Länder der Eurozone wurden im Juli 2018 Waren im Wert von 41,5 Milliarden Euro (+9,5 %) geliefert und Waren im Wert von 36,1 Milliarden Euro (+14,1 %) aus diesen Ländern bezogen. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im Juli 2018 Waren im Wert von 23,1 Milliarden Euro (+5,5 %) exportiert und Waren im Wert von 17,6 Milliarden Euro (+4,8 %) von dort importiert.

    In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im Juli 2018 Waren im Wert von 46,5 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 40,8 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber Juli 2017 nahmen die Exporte in die Drittländer um 7,1 % zu, die Importe von dort stiegen um 13,6 %.

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  • Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe im Juli im Vergleich zum Vormonat um 1,1 % gesunken. Das teilt das BMWi mit.

    Wirtschaftliche Entwicklung

    Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im Juli 2018

    BMWi, Pressemitteilung vom 07.09.2018

    Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe im Juli im Vergleich zum Vormonat um 1,1 % gesunken. Während die Erzeugung im Baugewerbe um 2,6 % zunahm, ging die Industrieproduktion um 1,9 % zurück. In der Industrie fiel der Rückgang im Bereich Investitionsgüter mit 2,5 % am deutlichsten aus. Bei Vorleistungs- und Konsumgütern wurden Produktionseinbußen von 1,4 % bzw. 0,9 % verzeichnet.

    Im Zweimonatsvergleich ergab sich im Zeitraum Juni/Juli gegenüber April/Mai ein leichter Rückgang der Produktion im Produzierenden Gewerbe von 0,3 %. Während die Industrieproduktion um 0,6 % zurückgefahren wurde, gab es im Baugewerbe eine Zunahme von 0,7 %.

    Das Produzierende Gewerbe startete verhalten in das dritte Quartal. Die aktuelle Produktionsschwäche in der Industrie hängt auch mit temporären Engpässen bei den Zulassungen von Pkw nach dem neuen Fahrzyklus (WLTP) zusammen. Bei gegenwärtig zögerlichen Auftragseingängen, aber hohem Auftragsbestand, dürfte sich der Aufschwung in der Industrie mit der Auflösung des Zulassungsstaus fortsetzen. Der Boom im Baugewerbe hält derweil unvermindert an.

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  • Deutschland tritt in die Endphase des seit fünf Jahren dauernden Aufschwungs ein, mit Beginn des nächsten Jahrzehnts dürfte dann der Abschwung einsetzen. Dies geht aus der Herbstprognose des IfW Kiel hervor. Darin revidieren die Experten ihre Vorhersage für die Zuwachsrate des Bruttoinlandsproduktes für die kommenden beiden Jahre im Vergleich zum Konjunkturausblick im Sommer nochmals leicht nach unten und erwarten nun für das Jahr 2018 eine Rate von 1,9 Prozent und für 2019 eine Rate von 2,0 Prozent.

    IfW-Konjunkturprognose

    Endphase des Aufschwungs zeichnet sich ab

    IfW Kiel, Pressemitteilung vom 06.09.2018

    Die Konjunkturforscher des IfW Kiel revidieren ihre Vorhersage für die Zuwachsrate des BIP für das laufende und das kommende Jahr leicht nach unten. Für 2018 erwarten sie nun einen Zuwachs von 1,9 Prozent, für 2019 von 2,0 Prozent. Damit geht die Hochkonjunktur in Deutschland vorerst weiter, deutlich angespannte Kapazitäten läuten aber wohl mit dem Übergang in das neue Jahrzehnt den Abschwung ein. Die von der Bundesregierung beschlossenen, auf Dauer angelegten Mehrausgaben dürften bereits 2020 dazu führen, dass die schwarze Null strukturell nicht mehr zu halten ist.

    Deutschland tritt in die Endphase des seit fünf Jahren dauernden Aufschwungs ein, mit Beginn des nächsten Jahrzehnts dürfte dann der Abschwung einsetzen. Dies geht aus der heute vorgestellten Herbstprognose des Instituts für Weltwirtschaft (IfW Kiel) hervor. Darin revidieren die Experten ihre Vorhersage für die Zuwachsrate des Bruttoinlandsproduktes (BIP) für die kommenden beiden Jahre im Vergleich zum Konjunkturausblick im Sommer nochmals leicht nach unten und erwarten nun für das Jahr 2018 eine Rate von 1,9 Prozent (-0,1 Prozentpunkte) und für 2019 eine Rate von 2,0 Prozent (-0,3 Prozentpunkte). Vor allem die Exporte sowie die Unternehmensinvestitionen entwickelten sich rückblickend schlechter als zunächst prognostiziert. Hinzu kommen Revisionen in der amtlichen Statistik, die insgesamt auf eine etwas schwächere Konjunkturdynamik schließen lassen.

    Für das Jahr 2020 rechnen die Experten mit einer Zuwachsrate des BIP von 1,9 Prozent, ursächlich für die weiterhin recht hohe Rate ist aber auch die hohe Anzahl an Arbeitstagen. Der um Arbeitstage bereinigte Zuwachs beläuft sich nur auf 1,6 Prozent. „Die Hochkonjunktur in Deutschland ist noch nicht vorbei, zu Beginn des nächsten Jahrzehnts werden die zyklischen Gegenkräfte durch ein weiteres Ausreizen der Kapazitätsreserven aber immer stärker, und Deutschland muss sich auf den Abschwung gefasst machen“, sagte Stefan Kooths, Leiter des Prognosezentrums am IfW Kiel.

    Verfügbare Einkommen steigen kräftig

    Für eine zunächst wieder lebhaftere konjunkturelle Dynamik nach schwächerem Jahresauftakt sprechen die zuletzt wieder deutlich aufgehellten Geschäftsklimawerte in den Dienstleistungsbereichen, der Bauwirtschaft, aber auch im Verarbeitenden Gewerbe, so die Experten. Neben dem Auslandsgeschäft tragen binnenwirtschaftlich vor allem die konsumnahen Bereiche den Aufschwung in sein sechstes und siebtes Jahr. Die günstige Arbeitsmarktlage führt bei den Beschäftigten zu deutlichen Zuwächsen der Lohneinkommen, was für sich genommen typisch ist für die Spätphase eines Aufschwungs. Zusätzlich werden die verfügbaren Einkommen der Haushalte durch Maßnahmen der Bundesregierung erhöht, die ein Absenken von Abgabensätzen und eine Ausweitung von Sozialleistungen, etwa in der Rentenkasse, vorsieht.

    Die Nettolohnsumme dürfte mit 5,3 Prozent im kommenden Jahr so kräftig steigen wie seit dem Wiedervereinigungsboom nicht mehr und auch stärker zunehmen als die entsprechende Bruttogröße. In der Folge werden die privaten Konsumausgaben wohl kräftig expandieren, um 1,5 Prozent in diesem Jahr, um 2,2 Prozent im nächsten Jahr und um 1,9 Prozent im Jahr 2020. Auch der Staat erhöht seine Konsumausgaben wieder deutlicher. Die Inflation dürfte im gesamten Prognosezeitraum bei etwa 2 Prozent liegen.

    Daneben dürften auch die Exporte dank robuster Konjunktur in den deutschen Absatzmärkten wieder deutlich zulegen, sofern nicht durch protektionistische Vorstöße oder andere politische Störmanöver abermals Sand ins weltwirtschaftliche Getriebe gerät. Die IfW-Experten rechnen mit Zuwachsraten der Exporte von 3,2 Prozent (2018), 4,7 Prozent (2019) und 4,8 Prozent (2020).

    Kapazitätsengpässe bremsen Produktion, strukturell rote Null im öffentlichen Haushalt

    „Insgesamt mehren sich die Zeichen, dass die deutsche Wirtschaft in die Spätphase des Aufschwungs eintritt, da deutlich angespannte Kapazitäten, die sich etwa in Engpässen bei Personal sowie Vorleistungs- und Ausrüstungsgütern bemerkbar machen, einer kräftigeren Ausweitung der Produktion im Wege stehen“, so Kooths. „Besonders ausgeprägt zeigt sich die Kapazitätsverknappung in der Bauwirtschaft, die bereits seit mehreren Jahren boomt und zuletzt den seit 25 Jahren höchsten Preisanstieg verzeichnete. Das Bild insgesamt deutlich angespannter Kapazitäten wird auch durch unsere Schätzungen zur gesamtwirtschaftlichen Produktionslücke bestätigt, die wir für das laufende Jahr auf den höchsten Wert seit dem Jahr 2008 veranschlagen.“ (Eine ausführliche Schätzung zum Produktionspotenzial erscheint morgen in der IfW-Mittelfristprojektion.)

    Die öffentlichen Haushalte dürften 2018 aufgrund der starken Konjunktur erneut einen Rekordüberschuss verzeichnen, der sich auf rund 53 Mrd. Euro beläuft, 1,6 Prozent in Relation zum BIP. Im nächsten Jahr führen Steuersenkungen, höhere Investitionen und Leistungsausweitungen der Sozialkassen zu einem Absinken des Budgetsaldos. Im Jahr 2020 sind dann konjunkturbereinigt die Staatsausgaben nicht mehr durch das Abgabenaufkommen gedeckt. „Strukturell werden aus merklichen Haushaltsüberschüssen von heute binnen zwei Jahren eine rote Null“, so Kooths. „Der Bund befeuert mit seiner Abgaben- und Transferpolitik den Boom anstatt ihn zu dämpfen, wie es stabilisierungspolitisch geboten wäre. Vorsorge für die sich abzeichnenden wachstumsschwachen 2020er Jahre sieht anders aus.“

    Euroraum: Aufschwung setzt sich leicht gebremst fort

    Das BIP im Euroraum dürfte im laufenden Jahr um 2,1 Prozent zulegen, in den kommenden beiden Jahren wird sich die Zuwachsrate wohl leicht auf 1,9 Prozent (2019) und 1,7 Prozent (2020) verringern. Zwar hat die Wirtschaft im Euroraum seit Jahresbeginn an Schwung verloren, die Rahmenbedingungen für eine Fortsetzung des Aufschwungs sind aber weiterhin günstig. So wird die Konjunktur auch zukünftig durch niedrige Zinsen und eine leicht expansive Finanzpolitik unterstützt, und viele Frühindikatoren sprechen für eine fortgesetzte Ausweitung der Produktion, wenn auch in moderaterem Tempo als im Vorjahr.

    Die Arbeitslosenquote ist rückläufig und dürfte im Jahr 2020 den Tiefststand von vor der globalen Finanzkrise unterschreiten, was in vielen Ländern zu Anspannungen am Arbeitsmarkt führen dürfte. Die Lohndynamik im Euroraum zeigte zuletzt bereits einen klaren Aufwärtstrend, und die Verbraucherpreisinflation dürfte in den Jahren 2018 bis 2020 bei jeweils 1,7 Prozent liegen.

    Weltwirtschaft: positiver Ausblick trotz erheblicher Risiken

    Der Aufschwung der Weltkonjunktur hat in diesem Jahr etwas an Fahrt verloren. Der wieder recht kräftige Anstieg der Weltproduktion im zweiten Quartal folgte einer schwachen Entwicklung zu Jahresbeginn und überzeichnet wohl die zugrunde liegende konjunkturelle Dynamik. Auch spreizen sich die Konjunkturverläufe international stärker aus als im Vorjahr. Zudem belasten die von den Vereinigten Staaten ausgehenden Handelskonflikte und ein Rückzug von Finanzinvestoren aus den Schwellenländern derzeit den Ausblick. Am Ölmarkt könnte die anstehende Umsetzung der Iran-Sanktionen für einen weiteren Preisschub sorgen. Die Kerninflation dürfte allmählich anziehen. Für das Jahr 2018 erwarten die IfW-Experten dennoch nach wie vor einen Anstieg der Weltproduktion um 3,8 Prozent, für 2019 haben sie die Prognose etwas – um 0,1 Prozentpunkte – auf 3,5 Prozent reduziert.

    Unsicherheiten über wirtschaftspolitischen Kurs der USA und Italiens

    Bedeutende Abwärtsrisiken für diese Prognose bestehen vor allem in einer Zuspitzung der schwelenden internationalen Handelskonflikte. „Hier ist auch die deutsche Politik gefordert“, mahnt Kooths. „Die Bundesregierung sollte angesichts um sich greifender protektionistischer Tendenzen in der Weltwirtschaft klare Signale für offene Märkte senden. Die verschärfte Überwachung ausländischer Investoren bei Unternehmensbeteiligungen in Deutschland kann gerade vor dem Hintergrund erheblicher Leistungsbilanzüberschüsse leicht als protektionistische Abschottung missverstanden werden.“

    Der bevorstehende Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union dürfte nur im Falle einer ausbleibenden Einigung merkliche konjunkturelle Spuren hinterlassen. Ferner droht eine institutionelle Krise im Euroraum, sofern die neue italienische Regierung in der Haushaltspolitik nicht einlenkt. „Ein Währungsraum kann ohne einen grundlegenden monetären Konsens nicht funktionieren. Sofern Italien diesen jetzt aufkündigt, stehen dem Euro turbulente Zeiten bevor“, so Kooths.

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  • Laut BMWi sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Juli gegenüber dem Vormonat um 0,9 % gesunken. Die Bestellungen aus dem Inland erhöhten sich um 2,4 %.

    Wirtschaftliche Entwicklung

    Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Juli 2018

    BMWi, Pressemitteilung vom 06.09.2018

    Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Juli gegenüber dem Vormonat um 0,9 % gesunken. Die Bestellungen aus dem Inland erhöhten sich um 2,4 %. Bei den Aufträgen aus dem Euroraum und dem Nicht-Euroraum kam es zu Rückgängen um 2,7 % bzw. 4,0 %. Der Anteil an Großaufträgen war leicht unterdurchschnittlich.Im Zweimonatsvergleich Juni/Juli gegenüber April/Mai ergab sich ein Orderminus von 3,1 %. Ausschlaggebend hierfür waren die Investitionsgüter mit -4,1 %. Während die Bestellungen im Verarbeitenden Gewerbe aus dem Inland um 0,7 % zunahmen, verringerten sich die aus dem Euroraum und Nicht-Euroraum um 2,0 % bzw. 8,0 %.

    Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe haben sich, nach einem sehr dynamischen zweiten Halbjahr 2017, seit Jahresbeginn merklich abgeschwächt. Dabei dürften die weltweiten Verunsicherungen durch Handelskonflikte eine Rolle gespielt haben. Darüber hinaus gibt es temporäre Engpässe bei der Zulassung nach dem neuen Fahrzyklus für Pkw (WLTP), der am 1. September in der EU in Kraft getreten ist. Der Rückgang der Bestellungen im Wirtschaftszweig Kraftwagen und Kraftwagenteile machte, bezogen auf das gesamte Verarbeitende Gewerbe, etwa 2 Prozentpunkte des Rückgangs von 3,1 % im Juni/Juli aus. Ein Teil davon dürfte nachgeholt werden. Nach wie vor ist der Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe sehr hoch und das Geschäftsklima verbesserte sich zuletzt sogar wieder.

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  • Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft in Ostdeutschland blieb im August unverändert bei 106,7 Punkte. Die Befragungsteilnehmer hoben ihre Geschäftserwartungen den dritten Monat in Folge an.

    ifo Geschäftsklima Ostdeutschland

    ifo Geschäftsklima Ostdeutschland unverändert gut

    ifo Institut, Pressemitteilung vom 30.08.2018

    Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft in Ostdeutschland blieb im August unverändert bei 106,7 Punkte. Die Befragungsteilnehmer hoben ihre Geschäftserwartungen den dritten Monat in Folge an. Gleichzeitig äußerten sich die ostdeutschen Unternehmer aber erstmals wieder weniger zufrieden über ihre laufenden Geschäfte. Trotzdem befindet sich die ostdeutsche Wirtschaft weiter im Aufschwung.

    Im ostdeutschen Verarbeitenden Gewerbe sank die Stimmung im August spürbar. Nachdem die Lageeinschätzungen der Industriebetriebe in den letzten beiden Monaten schon leicht zurückgingen, waren die Befragungsteilnehmer im August deutlich weniger zufriedener mit ihren Geschäften. Ihre Geschäftserwartungen nahmen hingegen den dritten Monat in Folge zu.

    Das Geschäftsklima des ostdeutschen Großhandels blieb im August weiterhin gut. Die Unternehmer hoben ihren Ausblick kräftig an. Gleichzeitig zeigten sie sich jedoch deutlich weniger zufrieden mit den laufenden Geschäften. Die Stimmung im ostdeutschen Einzelhandel nahm im August etwas ab. Während die Lageeinschätzungen leicht sanken, hoben die Befragungsteilnehmer ihren Ausblick geringfügig an.

    Im ostdeutschen Baugewerbe stieg die Stimmung weiterhin merklich und kletterte auf den nächsten Rekordwert. Die Bauunternehmer bewerteten ihre laufenden Geschäfte ähnlich gut wie im Vormonat. Gleichzeitig blickten sie deutlich optimistischer in die Zukunft.

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  • Im Juli 2018 waren nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes rund 44,7 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig.

    Zahl der Erwerbstätigen im Juli 2018 um 1,3 % höher als im Vorjahr

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 30.08.2018

    Im Juli 2018 waren nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) rund 44,7 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig. Gegenüber Juli 2017 nahm die Zahl der Erwerbstätigen um 1,3 % (+565.000 Personen) zu. Auch in den Monaten Mai und Juni 2018 hatte der Anstieg gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat jeweils 1,3 % betragen. Erwerbslos waren im Juli 2018 rund 1,4 Millionen Personen, 129.000 weniger als ein Jahr zuvor.

    Im Vormonatsvergleich stieg die Zahl der Erwerbstätigen nach vorläufigen Ergebnissen der Erwerbstätigenrechnung im Juli 2018 leicht um 4.000 Personen. Der Zuwachs gegenüber dem Vormonat war etwas niedriger als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre (+8.000 Personen). Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausschaltung der üblichen jahreszeitlich bedingten Schwankungen, stieg die Erwerbstätigenzahl im Juli 2018 gegenüber Juni 2018 um 47.000 Personen oder 0,1 %.

    Nach Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung lag die Zahl der Erwerbslosen im Juli 2018 bei 1,44 Millionen Personen. Im Vergleich zum Vormonat nahm sie um 3,4 % oder 47.000 Personen ab. Bereinigt um saisonale und irreguläre Einflüsse betrug die Zahl der Erwerbslosen 1,47 Millionen Personen. Sie war damit um rund 9.000 Personen niedriger als im Vormonat. Die bereinigte Erwerbslosenquote lag im Juli 2018 bei 3,4 %.

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  • Erstmals seit sechs Jahren ist 2017 die Anzahl der Azubis gestiegen. 515.700 neue betriebliche Ausbildungsverträge wurden geschlossen, und damit 5.700 (1,1 %) mehr als 2016. Bundesweit gibt es derzeit etwa 1,32 Mio. Auszubildende, etwa 90 % von ihnen lernen ihren Beruf im Mittelstand. Diese Schätzung basiert auf den Ausbildungsplänen der mittelständischen Firmen im repräsentativen KfW-Mittelstandspanel.

    Mittelstand stemmt größten Teil der Berufsausbildung in Deutschland

    KfW, Pressemitteilung vom 28.08.2018

    Die anhaltend hohe Arbeitsnachfrage in Deutschland belebt auch den Ausbildungsmarkt: Erstmals seit sechs Jahren ist 2017 die Anzahl der Azubis gestiegen. 515.700 neue betriebliche Ausbildungsverträge wurden geschlossen, und damit 5.700 (1,1 %) mehr als 2016. Bundesweit gibt es derzeit etwa 1,32 Mio. Auszubildende, etwa 90 % von ihnen lernen ihren Beruf im Mittelstand. Damit findet der ganz überwiegende Teil der dualen Ausbildung in den 3,71 Mio. kleinen und mittleren Unternehmen statt. „Für das gerade gestartete Ausbildungsjahr 2018 erwarte ich einen weiteren moderaten Zuwachs der Azubi-Zahlen um ca. 1 %“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. Diese Schätzung basiert auf den Ausbildungsplänen der mittelständischen Firmen im repräsentativen KfW-Mittelstandspanel. „Aufgrund der im langfristigen Trend rückläufigen Schülerzahlen und steigender Studierneigung dürfte der aktuelle, moderate Anstieg jedoch ein vorübergehender sein.“

    Auch wenn der Mittelstand in seiner Gesamtheit den Großteil der Berufsausbildung schultert, bildet bei weitem nicht jedes mittelständische Unternehmen in Deutschland aus. Von den 3,71 Mio. Mittelständlern waren zuletzt 470.000 Ausbildungsunternehmen – das entspricht 13 %. Grundsätzlich gilt: Je kleiner ein Unternehmen ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es Lehrlinge in der Belegschaft hat. Unter den Kleinstunternehmen mit weniger als 5 Beschäftigten sind nur 6 % ausbildungsaktiv, bei den Mittelständern mit mehr als 50 Mitarbeitern sind es hingegen 73 %.

    KfW Research hat im Rahmen der aktuellen Sonderauswertung des KfW-Mittelstandspanels zum Thema Ausbildung erstmals auch die Geschlechterunterschiede bei der Berufswahl analysiert. Die betriebliche Ausbildung im Mittelstand wird demnach hauptsächlich von jungen Männern nachgefragt: Quer durch alle Branchen liegt der Frauenanteil nur bei 38 %. „Die duale Ausbildung ist eine Männerdomäne“, sagt KfW-Chefvolkswirt Zeuner. „Junge Frauen entscheiden sich häufiger für eine schulische Ausbildung, in der vor allem Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialberufe gelehrt werden. Von den jährlich rund 175.000 Neuzugängen an Berufsfachschulen sind knapp 80 % Frauen.“

    Berufspräferenzen führen auch innerhalb der betrieblichen Ausbildung zu deutlichen Unterschieden. Das KfW-Mittelstandspanel zeigt: Weibliche Azubis sind im Bausektor und Verarbeitenden Gewerbe selten (14 bzw. 27 % Frauenanteil), im Dienstleistungsbereich hingegen ist ihr Anteil mit 50 % weit überdurchschnittlich. Denn Frauen ziehen nach wie vor Dienstleistungs- und kaufmännische Berufe den technischen vor. Jeder vierte weibliche Azubi lernt den Beruf einer (Zahn-)Medizinischen Fachangestellten oder Kauffrau für Büromanagement. Frauen absolvieren ihre Ausbildung dabei auffallend häufig in Kleinstunternehmen. Der Frauenanteil beträgt hier 47 %, ab fünf Beschäftigten liegt er im Gesamtdurchschnitt. Ein Grund ist, dass der Dienstleistungssektor nicht nur insgesamt weiblich geprägt ist, sondern auch von zahlreichen sehr kleinen Unternehmen.

    Die Konzentration der jungen Frauen in bestimmten Berufen, Branchen und Größenklassen führt zu Gehaltsnachteilen. Weibliche Azubis erhielten 2017 durchschnittlich 860 Euro Tarifvergütung im Monat und damit 25 Euro (3 %) weniger als Männer. Der tatsächliche Gehaltsnachteil dürfte noch etwas größer sein. Denn nicht alle Azubis werden nach Tarif bezahlt. Das gilt besonders für die Kleinstunternehmen – und somit verstärkt für Frauen. „Bereits in der Berufswahl ist ein Teil des ‘Gender Pay Gap’ angelegt”, kommentiert Dr. Jörg Zeuner. „Klar ist aber auch: Der größere Teil der Gehaltsnachteile entsteht später auf den unterschiedlichen Karrierewegen der jungen Männer und Frauen.”

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  • Im August dieses Jahres zeigt die Verbraucherstimmung in Deutschland kein einheitliches Bild. Die Konjunkturaussichten legen zu, während die Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung Einbußen hinnehmen müssen. Folglich prognostiziert GfK für September einen leichten Rückgang des Konsumklimas gegenüber dem Vormonat um 0,1 Zähler auf 10,5 Punkte.

    Erneut leichter Rückgang beim Konsumklima

    Gfk, Pressemitteilung vom 29.08.2018

    Im August dieses Jahres zeigt die Verbraucherstimmung in Deutschland kein einheitliches Bild. Die Konjunkturaussichten legen zu, während die Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung Einbußen hinnehmen müssen. Folglich prognostiziert GfK für September einen leichten Rückgang des Konsumklimas gegenüber dem Vormonat um 0,1 Zähler auf 10,5 Punkte.

    Trotz weltpolitisch turbulenter Zeiten stoppen die Konjunkturerwartungen – zumindest vorerst – ihre mehrmonatige Talfahrt und legen spürbar zu. Die Einkommensaussichten sinken hingegen und auch die Anschaffungsneigung verzeichnet kleine Einbußen. Beide Indikatoren weisen aber nach wie vor ein überaus gutes Niveau auf. Da die Sparneigung in diesem Monat nahezu unverändert ist, geht das Konsumklima somit leicht zurück.

    Konjunkturoptimismus steigt wieder

    Die Konjunkturaussichten setzen ihre Talfahrt, die mit kleinen Unterbrechungen seit Anfang 2018 zu beobachten ist, im August nicht fort. Der Indikator klettert spürbar um 6,5 Zählern auf 22,2 Punkte. Im Vorjahresvergleich steht dennoch ein Minus von gut acht Punkten zu Buche.

    Ob es sich hierbei um eine Trendwende handelt, bleibt abzuwarten. Rückendeckung erhält der Indikator gegenwärtig durch die reale wirtschaftliche Entwicklung. Nach kürzlich veröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamtes zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das zweite Quartal 2018 hat die wirtschaftliche Dynamik in Deutschland zuletzt wieder etwas zugenommen. So stieg das BIP im zweiten Vierteljahr gegenüber der Vorperiode um 0,5 Prozent. Im ersten Quartal hatte es einen etwas schwächeren Anstieg von 0,4 Prozent gegeben. Im Vorjahresvergleich beträgt das Plus preisbereinigt 2,3 Prozent beziehungsweise 2,0 Prozent preis- und kalenderbereinigt (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 299 vom 14.08.2018, www.destatis.de.

    Trotz Handelskonflikt mit den USA sowie anziehender Energiepreise zeigen die deutschen Verbraucher wieder einen größeren Konjunkturoptimismus. Sie sehen die Wirtschaft auf einem soliden Wachstumskurs.

    Einkommenserwartung mit Einbußen

    Im Gegensatz zu den Konjunkturaussichten müssen die Einkommenserwartungen in diesem Monat Einbußen hinnehmen. Der Indikator verliert 4,9 Zähler und sinkt damit auf 52,6 Punkte. Ein niedrigerer Wert wurde zuletzt im November 2017 mit 47,9 Punkten gemessen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat beträgt das Minus 8,8 Punkte. Trotz des aktuellen Rückgangs ist das Niveau des Einkommensindikators nach wie vor ausgesprochen hoch.

    Exakte Gründe für diesen Rückgang sind schwer herauszufiltern. Möglicherweise überlagern die zuletzt höheren Energiepreise, die die Inflation aktuell auf zwei Prozent steigen lassen, die exzellenten Rahmenbedingungen am Arbeitsmarkt und die soliden Einkommenssteigerungen. Angesichts des anhaltend niedrigen Zinsniveaus wird dem einen oder anderem offenbar bewusst, dass Ersparnisse durch die Inflation mehr und mehr an Wert verlieren.

    Anschaffungsneigung weiterhin ohne große Schwankungen

    Auch im August ist die Anschaffungsneigung auf einem überaus hohen Niveau und nahezu unverändert. Der Indikator verliert im August einen Punkt und weist nun 55,2 Zähler auf. Im Vorjahresvergleich wird nur ein Minus von knapp drei Punkten gemessen, was die Stabilität der Konsumneigung unterstreicht.

    Der Indikator verdankt seinen exzellenten Verlauf in erster Linie der sehr guten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Die Anzahl der Erwerbstätigen nimmt stetig zu. Folglich ist die Furcht vor Arbeitsplatzverlust unter den Beschäftigten nach wie vor gering. Dies sorgt für Planungssicherheit bei den Konsumenten, insbesondere wenn es sich um größere Ausgaben handelt.

    Konsumklima mit geringen Verlusten

    GfK prognostiziert für September 2018 einen geringen Rückgang des Konsumklimas gegenüber dem Vormonat um 0,1 Zähler auf 10,5 Punkte. Trotz des zweiten Rückgangs in Folge gehen die Verbraucher aber nach wie vor davon aus, dass die gute Konsumkonjunktur erhalten bleibt, wenn auch die Dynamik möglicherweise etwas nachlassen könnte. Deshalb erwartet GfK, dass der private Konsum in diesem Jahr real um etwa 1,5 Prozent steigen wird und bestätigt damit die zu Jahresanfang getroffene Prognose.

    Die guten Aussichten für die Konsumkonjunktur werden allerdings nur dann erhalten bleiben, solange der Arbeitsmarkt stabil ist, wovon derzeit auszugehen ist und keine weiteren Gefahren von der Preisfront drohen. Ein weiterer Anstieg der Inflation würde dem Konsumklima sicherlich einen Dämpfer versetzen.

    Zur Studie

    Der Befragungszeitraum für die aktuelle Analyse war vom 27. Juli 2018 bis 10. August 2018. Die Ergebnisse sind ein Auszug aus der Studie „GfK-Konsumklima MAXX“ und basieren auf monatlich rund 2.000 Verbraucherinterviews, die im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt werden. In diesem Report werden die Indikatoren grafisch aufbereitet, prognostiziert und ausführlich kommentiert. Darüber hinaus finden sich darin auch Informationen über die Ausgabevorhaben der Verbraucher für 20 Bereiche der Gebrauchsgüter-, Verbrauchsgüter- und Dienstleistungsmärkte. Die GfK-Konsumklimastudie wird seit 1980 durchgeführt.

    Das Konsumklima bezieht sich explizit auf die gesamten privaten Konsumausgaben. Der Einzelhandel macht jedoch – je nach Abgrenzung – lediglich etwa 30 Prozent der privaten Konsumausgaben aus. Der Rest sind Dienstleistungen, Reisen, Miete, Gesundheitsdienstleistungen sowie der gesamte Wellness-Bereich.

    GfK prognostizierte für das vergangene Jahr 2017 einen Anstieg des privaten Konsums von mindestens 1,5 Prozent. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stiegen die Konsumausgaben im Jahr 2017 real um etwa 1,9 Prozent. Auch hierbei geht es nicht um die Einzelhandelsumsätze, sondern um die gesamten Konsumausgaben der Verbraucher.

    Die Anschaffungsneigung ist – wie alle anderen Indikatoren auch – ein Stimmungsindikator. Sie fragt, ob die Verbraucher es derzeit für ratsam halten, größere Anschaffungen zu tätigen. Selbst wenn sie dies mit „Ja“ beantworten, müssen noch zwei weitere Voraussetzungen für einen Kauf vorhanden sein: Der Verbraucher muss das nötige Geld für eine solche größere Anschaffung besitzen und auch eine Notwendigkeit für diese Anschaffung sehen. Zudem handelt es sich hier tatsächlich ausschließlich um langlebige Gebrauchsgüter, die auch ein größeres Budget erfordern.

    Die Ergebnisse der Stimmungsbefragung stammen aus monatlich durchgeführten persönlichen Interviews bei etwa 2.000 Personen, die repräsentativ für die Bevölkerung in Deutschland sind. Dieses Befragungsinstrument unterliegt ständigen Qualitätskontrollen, vor allem auch im Hinblick auf seine Repräsentativität. Die ausgesprochen hohe Qualität dieser Erhebung zeigt sich auch daran, dass sie für Umfragen im Bereich der empirischen Rechtsforschung (z.B. Verwechslungsgefahr von Produkten) verwendet und anerkannt ist. Das heißt, die Ergebnisse haben Gutachterqualität und müssen jeweils vor Gericht standhalten.

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  • Wie das Statistische Bundesamt bereits in seiner Schnellmeldung mitgeteilt hatte, war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal 2018 um 0,5 % höher als im Vorquartal. Die deutsche Wirtschaft ist weiter auf Wachstumskurs.

    Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 2. Quartal 2018

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 24.08.2018

    Die deutsche Wirtschaft ist weiter auf Wachstumskurs: Wie das Statistische Bundesamt bereits in seiner Schnellmeldung am 14. August 2018 mitgeteilt hatte, war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal 2018 – preis-, saison- und kalenderbereinigt – um 0,5 % höher als im Vorquartal. Im ersten Quartal 2018 hatte es einen etwas schwächeren Anstieg des BIP von 0,4 % gegeben.

    Wachstumsimpulse zum Vorquartal kamen aus dem Inland

    Auf der Verwendungsseite des Bruttoinlandsprodukts kamen die positiven Impulse im Vorquartalsvergleich (preis-, saison- und kalenderbereinigt) vor allem aus dem Inland. Die privaten Haushalte steigerten ihre Konsumausgaben um 0,3 %, die staatlichen Konsumausgaben waren um 0,6 % höher als im Vorquartal. Auch die Investitionen legten zu: In Ausrüstungen wurde 0,3 % und in Bauten 0,6 % mehr investiert als im ersten Quartal 2018. Insgesamt stieg die inländische Verwendung im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Jahres deutlich um 0,9 Prozent.

    Im Vergleich zum ersten Quartal 2018 wurden vorläufigen Berechnungen zufolge 0,7 % mehr Waren und Dienstleistungen exportiert. Die Importe stiegen im selben Zeitraum mit + 1,7 % deutlich stärker.

    Vorjahresvergleich zeigt kräftiges Wirtschaftswachstum

    Im Vorjahresvergleich stieg das preisbereinigte BIP im zweiten Quartal 2018 um 2,3 % (erstes Quartal 2018: +1,4 %).

    Bei kalenderbereinigter Betrachtung ergab sich im zweiten Quartal 2018 ein BIP-Wachstum von 2,0 % (nach 2,1 % im ersten Quartal 2018). Es stand ein Arbeitstag mehr zur Verfügung als im zweiten Quartal 2017.

    Anstieg der Zahl der Erwerbstätigen setzt sich auch im 2. Quartal 2018 fort

    Die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal 2018 wurde von 44,8 Millionen Erwerbstätigen im Inland erbracht, das waren 599.000 Personen oder 1,4 % mehr als ein Jahr zuvor (siehe Pressemitteilung 301/18 vom 14. August 2018).

    Die Zahl der durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen stieg nach ersten vorläufigen Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit ebenfalls um 1,4 %. Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen – also die Gesamtzahl der geleisteten Arbeitsstunden aller Erwerbstätigen – erhöhte sich um 2,7 %.

    Die gesamtwirtschaftliche Arbeitsproduktivität – gemessen als preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigenstunde – ging nach vorläufigen Berechnungen gegenüber dem Vorjahr um 0,4 % zurück. Je Erwerbstätigen gerechnet stieg die Arbeitsproduktivität um 1,0 %.

    Wachstumsimpulse kamen auch im Vorjahresvergleich überwiegend aus dem Inland

    Im Vorjahresvergleich kamen im zweiten Quartal 2018 positive Impulse aus dem Inland: Sowohl die privaten Konsumausgaben als auch die staatlichen Konsumausgaben stiegen preisbereinigt um 1,0 %. In Ausrüstungen – darunter fallen hauptsächlich Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge – wurde preisbereinigt 5,4 % mehr investiert als im zweiten Quartal 2017. Die Bauinvestitionen stiegen um 3,2 %, wobei insbesondere in den Bau von Wohnungen mehr investiert wurde als ein Jahr zuvor. Insgesamt stieg die inländische Verwendung um 2,2 %.

    Vorläufigen Berechnungen zufolge legten im zweiten Quartal 2018 neben den Exporten von Waren und Dienstleistungen (+4,2 %) auch die Importe (+4,1 %) gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum zu.

    Bruttowertschöpfung in nahezu allen Wirtschaftsbereichen gestiegen

    Auf der Entstehungsseite des Bruttoinlandsprodukts war die preisbereinigte Bruttowertschöpfung in allen Wirtschaftsbereichen mit Ausnahme der Land- und Forstwirtschaft höher als im zweiten Quartal 2017. Die größten Zuwachsraten gab es im Bereich Information und Kommunikation (+4,8 %) und im Verarbeitenden Gewerbe (+3,8 %). Insgesamt legte die Bruttowertschöpfung in allen Wirtschaftsbereichen um 2,4 % zu.

    Arbeitnehmerentgelt kräftig gestiegen

    In jeweiligen Preisen gerechnet waren sowohl das Bruttoinlandsprodukt als auch das Bruttonationaleinkommen im zweiten Quartal 2018 um 4,2 % höher als im zweiten Quartal 2017. Das Volkseinkommen nahm den ersten vorläufigen Berechnungen zufolge insgesamt um 4,1 % zu, wobei das Arbeitnehmerentgelt mit +4,7 % stärker stieg als die Unternehmens- und Vermögenseinkommen mit +3,0 %. Die Bruttolöhne und -gehälter und die Nettolöhne und -gehälter der Arbeitnehmer lagen jeweils um 4,9 % über dem Niveau des zweiten Quartals 2017. Im Durchschnitt je Arbeitnehmer stiegen die Löhne und Gehälter weniger stark (brutto und netto jeweils um 3,2 %), da auch die Anzahl der Arbeitnehmer im Vergleich zum Vorjahresquartal zunahm (+1,7 %). Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte erhöhte sich um 3,2 % und damit stärker als die privaten Konsumausgaben in jeweiligen Preisen (+2,6 %).

    Überarbeitung der bisherigen Ergebnisse

    Neben der Erstberechnung des zweiten Quartals 2018 wurden – wie jedes Jahr im August – auch die bisher veröffentlichten Ergebnisse der letzten vier Jahre (ab 2014) sowie des ersten Quartals 2018 überprüft und, soweit erforderlich, revidiert. Die ersten vorläufigen Ergebnisse werden mehrmals überarbeitet, um neu verfügbare statistische Informationen einzuarbeiten. Die Datennutzer können somit stets auf bestmögliche Ergebnisse für Analysen und Prognosen zurückgreifen. Wie bereits in der Schnellmeldung vom 14. August 2018 berichtet, ergaben sich dabei preisbereinigte Veränderungsraten des jährlichen und vierteljährlichen BIP, die um bis zu 0,5 Prozentpunkte von den bisher veröffentlichten Ergebnissen abweichen. In einzelnen Komponenten des BIP fallen die Korrekturen deutlich größer aus. Darüber hinaus kann es, wie üblich bei saison- und kalenderbereinigten Reihen, zu geänderten Ergebnissen in der gesamten Zeitreihe ab 1991 kommen.

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  • Laut Pressemitteilung des ifo Instituts, hat sich die Stimmung in den deutschen Chefetagen deutlich verbessert. Der Index ist im August auf 103,8 Punkte gestiegen.

    Geschäftsklimaindex steigt deutlich – Ergebnisse der ifo Konjunkturumfragen im August 2018

    ifo Institut, Pressemitteilungen vom 27.08.2018

    Die Stimmung in den deutschen Chefetagen hat sich deutlich verbessert. Der Index ist im August auf 103,8 Punkte gestiegen, nach 101,7 Punkten im Juli. Die Unternehmer waren erneut etwas zufriedener mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Ihre Erwartungen korrigierten sie merklich nach oben. Neben einer starken Binnenkonjunktur trägt der Waffenstillstand beim Handelskonflikt mit den USA zur besseren Stimmung bei. Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem Sommerhoch. Die aktuellen Zahlen deuten auf ein Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent im dritten Quartal hin.

    Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Index nach zuletzt sechs Rückgängen in Folge gestiegen. Dies ist auf merklich optimistischere Erwartungen der Industriefirmen zurückzuführen, vor allem in der Automobilbranche. Mehr Unternehmen planen die Produktion anzuheben. Die aktuelle Lage schätzten die Unternehmen hingegen etwas weniger gut ein.

    Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima deutlich verbessert. Die Dienstleister waren zufriedener mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Ihre Erwartungen fielen merklich optimistischer aus. Sie stiegen so stark wie zuletzt im Juni 2009.

    Im Handel ist der Index leicht gestiegen. Zwar waren die Händler mit ihrer aktuellen Lage etwas weniger zufrieden als im Vormonat, jedoch nahm die Skepsis mit Blick auf die Geschäftsentwicklung in den kommenden sechs Monaten etwas ab.

    Im Bauhauptgewerbe setzte der Geschäftsklimaindex seine Rekordjagd fort. Die Bauunternehmer waren etwas zufriedener mit ihrer aktuellen Lage. Zudem sind sie deutlich optimistischer für das kommende halbe Jahr.

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  • Der saison-, arbeitstäglich- und preisbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Juni 2018 um 4,3 % niedriger als im Vormonat.

    Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im Juni 2018: -4,3 % saisonbereinigt zum Vormonat

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 24.08.2018

    Der saison-, arbeitstäglich- und preisbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Juni 2018 um 4,3 % niedriger als im Vormonat. Diese rückläufige Entwicklung ist in dem besonders hohen Auftragseingang des Vormonates Mai begründet. Im Dreimonatsvergleich fiel das Volumen der saison-, arbeitstäglich- und preisbereinigten Auftragseingänge von April 2018 bis Juni 2018 gegenüber dem Zeitraum von Januar 2018 bis März 2018 um 3,9 %. Dieser Rückgang ist auf die außergewöhnlich hohen Auftragseingänge im Januar und Februar zurückzuführen.

    Im Vorjahresvergleich war der arbeitstäglich- und preisbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im Juni 2018 um 0,9 % höher. Im ersten Halbjahr 2018 stieg der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe um 2,8 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

    Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe in Betrieben von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen lagen im Juni 2018 nominal mit 7,4 Milliarden Euro um 7,4 % höher als im Juni des Vorjahres. Einen höheren Auftragseingang in einem Juni hatte es zuletzt vor 23 Jahren gegeben (1995: 7,6 Milliarden Euro). Im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2017 stiegen die Auftragseingänge in den ersten sechs Monaten 2018 nominal um 7,5 %.

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  • Das IAB-Arbeitsmarktbarometer liegt im August bei 103,5 Punkten und damit geringfügig um 0,1 Punkte unter dem Niveau des Vormonats. Somit zeigt der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) weiterhin gute Aussichten für den deutschen Arbeitsmarkt in den nächsten drei Monaten an.

    IAB-Arbeitsmarktbarometer: Beschäftigungsaufschwung geht weiter

    IAB-Pressemitteilung vom 28.08.2018

    Das IAB-Arbeitsmarktbarometer liegt im August bei 103,5 Punkten und damit geringfügig um 0,1 Punkte unter dem Niveau des Vormonats. Somit zeigt der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) weiterhin gute Aussichten für den deutschen Arbeitsmarkt in den nächsten drei Monaten an.

    Die Beschäftigungskomponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers hat sich nach vier Rückgängen in Folge stabilisiert und bleibt konstant bei 106,5 Punkten. „Der Beschäftigungsaufschwung in Deutschland geht weiter“, kommentiert Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“, den hohen Stand. Die Rekordentwicklung sei zwar durch die Abkühlung der Konjunktur etwas gedämpft worden, der Aufwärtstrend der Beschäftigung sei aber robust.

    Die Arbeitslosigkeitskomponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers gibt gegenüber dem Vormonat um 0,2 Punkte nach. Der neue Stand von 100,5 Punkten zeigt eine nach wie vor günstige, aber nicht mehr besonders starke Entwicklung der Arbeitslosigkeit an. „Die Arbeitsagenturen halten weitere leichte Rückgänge der Arbeitslosigkeit für möglich, aber ein größerer Schub ist für das zweite Halbjahr nicht zu erwarten“, so Weber.

    Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist ein Frühindikator, der auf einer monatlichen Umfrage der Bundesagentur für Arbeit unter allen lokalen Arbeitsagenturen basiert. Während Komponente A des Barometers die Entwicklung der saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen für die nächsten drei Monate prognostiziert, dient Komponente B der Vorhersage der Beschäftigungsentwicklung. Der Mittelwert aus den Komponenten „Arbeitslosigkeit“ und „Beschäftigung“ bildet den Gesamtwert des IAB-Arbeitsmarktbarometers. Dieser Indikator gibt damit einen Ausblick auf die Gesamtentwicklung des Arbeitsmarkts. Da das Saisonbereinigungsverfahren laufend aus den Entwicklungen der Vergangenheit lernt, kann es zu nachträglichen Revisionen kommen. Die Skala des IAB-Arbeitsmarktbarometers reicht von 90 (sehr schlechte Entwicklung) bis 110 (sehr gute Entwicklung).

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  • Der Staat erzielte im ersten Halbjahr 2018 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes einen Finanzierungsüberschuss von rund 48,1 Milliarden Euro. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen (1.671,8 Milliarden Euro) errechnet sich daraus eine Überschussquote von 2,9 %.

    Staat erzielt im 1. Halbjahr 2018 Überschuss von 48,1 Milliarden Euro

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 24.04.2018

    Der Staat erzielte im ersten Halbjahr 2018 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) einen Finanzierungsüberschuss von rund 48,1 Milliarden Euro. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen (1.671,8 Milliarden Euro) errechnet sich daraus eine Überschussquote von 2,9 %. Hierbei handelt es sich um Daten in der Abgrenzung des Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG) 2010. Die Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung konnten damit weiter von einer günstigen Beschäftigungs- und Wirtschaftsentwicklung sowie einer moderaten Ausgabenpolitik profitieren. Von den Ergebnissen für das erste Halbjahr lassen sich nur begrenzt Rückschlüsse auf das Jahresergebnis ziehen.

    Der Finanzierungsüberschuss ergibt sich aus der Differenz zwischen Einnahmen (761,8 Milliarden Euro) und Ausgaben (713,7 Milliarden Euro) des Staates. Im ersten Halbjahr 2018 trugen alle staatlichen Ebenen zum positiven Budgetsaldo bei: Der Bund hatte mit rund 19,5 Milliarden Euro den größten Finanzierungsüberschuss. Die Länder erzielten ein Plus von 13,1 Milliarden Euro, die Sozialversicherungen von 9,0 Milliarden und die Kommunen von 6,6 Milliarden Euro.

    Die Einnahmen des Staates erhöhten sich im ersten Halbjahr 2018 um 36,5 Milliarden Euro (+5,0 %) gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die wichtigste Einnahmequelle des Staates sind Steuern, die mit 403,5 Milliarden Euro gut die Hälfte der gesamten Einnahmen ausmachten. Der Zuwachs bei den Steuereinnahmen blieb mit +5,2 % im ersten Halbjahr 2018 weiter hoch, wobei der Anstieg bei den Einkommen- und Vermögensteuern (+7,2 %) deutlich höher ausgefallen ist als bei den Produktions- und Importabgaben (+2,7 %). Die gute Beschäftigungsentwicklung sorgte für eine weiterhin dynamische Entwicklung bei den Sozialbeiträgen (+4,2 %). Auch die Einnahmen des Staates aus Zinsen und empfangenen Ausschüttungen (+29,3 %) stiegen, insbesondere weil sich der in den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen gebuchte Bundesbankgewinn von einem niedrigen Niveau im Vorjahr deutlich erhöhte.

    Die Ausgaben des Staates stiegen im ersten Halbjahr 2018 nur mäßig (+1,2 %). Der Bund gab auch aufgrund der Auswirkungen der bis Mitte Juli geltenden vorläufigen Haushaltsführung weniger aus als im Vorjahr. Zudem sind die staatlichen Zinsausgaben wegen des weiterhin sehr niedrigen Zinsniveaus und eines gesunkenen Schuldenstandes erneut zurückgegangen (-8,7 %). Die Investitionsausgaben des Staates entwickelten sich im ersten Halbjahr dagegen überdurchschnittlich (+12,3 %). Ein deutlicher Ausgabenzuwachs zeigte sich auch beim Arbeitnehmerentgelt (+4,0 %). Hier wirkten sich zusätzliches Personal und höhere Entgelte aus.

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  • Eine höhere Transparenz bei der Finanzierung des Haushalts der EU im nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) für die Jahre 2021 bis 2027 ist wünschenswert. Die von der EU-Kommission ins Spiel gebrachten neuen Finanzierungsquellen können aber genau diese höhere Transparenz nicht erbringen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse ZEW.

    Vorschläge für Plastiksteuer und andere neue EU-Finanzierungsquellen sind kaum überzeugend

    ZEW, Pressemitteilung vom 22.08.2018

    Eine höhere Transparenz bei der Finanzierung des Haushalts der Europäischen Union im nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) für die Jahre 2021 bis 2027 ist wünschenswert. Die von der Europäischen Kommission ins Spiel gebrachten neuen Finanzierungsquellen können aber genau diese höhere Transparenz nicht erbringen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse von Prof. Dr. Friedrich Heinemann, Leiter des Forschungsbereichs „Unternehmensbesteuerung und Öffentliche Finanzwirtschaft“ am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim.

    Die Analyse bewertet und ordnet die Vorschläge der EU-Kommission für neue Einnahmequellen im EU-Haushalt ein. Diese Vorschläge umfassen eine Plastiksteuer, Einnahmen aus dem europäischen Handel mit CO2-Emissionsrechten und eine EU-Steuer auf eine künftige gemeinsame Körperschaftsteuerbemessungsgrundlage. Die Analyse kommt zu dem Schluss, dass aus Sicht der EU-Steuerzahler weder Abgaben auf Plastikabfälle, Erlöse aus dem CO2-Zertifikatehandel noch eine EU-Unternehmenssteuer fühlbar sind. Auch wird sich die Hoffnung nicht erfüllen, dass die neuen Steuern das Interesse der EU-Mitgliedsstaaten an möglichst hohen Rückflüssen aus dem EU-Haushalt verringern werden. Das zeigt sich aktuell deutlich daran, dass die Empfängerländer auf der bisherigen europäischen Agrar- und Kohäsionspolitik beharren, obwohl sich die Finanzierungsseite des EU-Haushalts verändern soll.

    Warum die EU-Kommission die neuen Finanzierungsquellen dennoch forciert, erklärt Friedrich Heinemann wie folgt: „Unsere Analyse bestätigt den Verdacht, dass es bei den neuen Eigenmitteln nicht primär um mehr Transparenz, sondern um die Beseitigung von nationalen Widerständen gegen eine Ausweitung des EU-Haushalts geht. Die Vorschläge für eine Plastiksteuer und andere neue EU-Finanzierungsquellen sind daher kaum überzeugend.“

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