Wirtschaft

  • Die deutschen Unternehmen im Ausland erwarten für das kommende Jahr keine Verbesserung der internationalen Konjunktur. Das geht aus den Antworten von rund 3.700 Mitgliedsunternehmen der deutschen Auslandshandelskammern, Delegationen und Repräsentanzen (AHKs) im neuen „AHK World Business Outlook“ hervor.

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  • Der Druck auf die deutsche Wirtschaft nimmt weiter zu. In der DIHK-Konjunkturumfrage Herbst 2019 äußerten sich die Unternehmen so pessimistisch zu ihren Geschäften wie seit der Finanzkrise 2008/2009 nicht mehr. Vor allem das internationale Umfeld bereitet Sorgen. Angesichts der schlechten konjunkturellen Entwicklung sollte die Bundesregierung nach Ansicht des DIHK jetzt dringend Maßnahmen ergreifen, um den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken.

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  • Im August 2019 meldeten die deutschen Amtsgerichte 1.626 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 0,6 % mehr als im August 2018.

    0,6 % mehr Unternehmensinsolvenzen im August 2019 als im Vorjahr

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 19.11.2019

    Im August 2019 meldeten die deutschen Amtsgerichte 1.626 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 0,6 % mehr als im August 2018.

    Die meisten Unternehmensinsolvenzen gab es im August 2019 mit 280 Fällen (August 2018: 273) im Wirtschaftsbereich Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen). Unternehmen des Baugewerbes stellten 266 Insolvenzanträge (August 2018: 267). Im Gastgewerbe wurden 193 (August 2018: 182) und im Bereich der sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen 168 Insolvenzanträge gemeldet (August 2018: 175).

    Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte für August 2019 auf knapp 1,6 Milliarden Euro. Im August 2018 hatten sie bei 2,3 Milliarden Euro gelegen.

    Zusätzlich zu den Unternehmensinsolvenzen meldeten 7.178 übrige Schuldner im August 2019 Insolvenz an (-6,0 % gegenüber dem Vorjahresmonat). Darunter waren 5.239 Insolvenzanträge von Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie 1.594 Insolvenzanträge von ehemals selbstständig Tätigen, die ein Regel- beziehungsweise ein Verbraucherinsolvenzverfahren durchlaufen.

    Auf Basis der bisherigen Entwicklung rechnet das Statistische Bundesamt für das gesamte Jahr 2019 mit rund 19.300 Unternehmensinsolvenzen (2018: 19.302). Weiterhin werden rund 65.600 Verbraucherinsolvenzen für das Jahr 2019 erwartet (2018: 67.597). Die Gesamtzahl der Insolvenzen für das Jahr 2019 wird voraussichtlich bei rund 107.600 Fällen liegen (2018: 109.584).

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  • Die Wahrscheinlichkeit, dass die deutsche Wirtschaft in den kommenden drei Monaten eine Rezession erlebt, ist in den vergangenen Wochen deutlich gesunken. Das zeigen die neuesten Werte, die der IMK-Konjunkturindikator der Hans-Böckler-Stiftung liefert.

    Rezessionswahrscheinlichkeit spürbar rückläufig

    Hans-Böckler-Stiftung, Pressemitteilung vom 14.11.2019

    Die Wahrscheinlichkeit, dass die deutsche Wirtschaft in den kommenden drei Monaten eine Rezession erlebt, ist in den vergangenen Wochen deutlich gesunken. Das zeigen die neuesten Werte, die der Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung liefert. Für die drei Monate von November bis Ende Januar weist der Indikator, der die aktuellsten verfügbaren Daten über die Wirtschaftslage bündelt, ein Rezessionsrisiko von 34,9 Prozent auf – nach 56,5 Prozent im Oktober. Zwar ist die statistische Streuung im Indikator – sie spiegelt die Verunsicherung vieler Wirtschaftsakteure wider – mit 18 Prozent weiterhin relativ hoch. Der starke Rückgang der Rezessionswahrscheinlichkeit sorgt aber dafür, dass das nach dem Ampelsystem arbeitende IMK-Frühwarnsystem von „rot“, was in den vergangenen Monaten eine akute Rezessionsgefahr anzeigte, auf „gelb-rot“ (erhöhte konjunkturelle Unsicherheit) zurückschaltet. In den vergangenen Monaten konnte nicht ausgeschlossen werden, dass Deutschland eine (technische) Rezession durchläuft. Nun steigt laut IMK die Chance, dass die deutsche Wirtschaft die aktuelle Flaute ohne eine tatsächliche Rezession übersteht.

    Der Rückgang der Rezessionswahrscheinlichkeit basiert nach Analyse des IMK in erster Linie auf der Belebung bei den Auftragseingängen aus dem In- und Ausland. Auch das Exportwachstum fiel zuletzt kräftiger aus als erwartet, und die Aktienkurse waren nach Entspannungssignalen im Handelskonflikt der USA mit China aufwärtsgerichtet. Die weiterhin günstigen Finanzierungsbedingungen für Unternehmen wirkten ebenfalls positiv auf den Indikator.

    Die Forscher warnen davor, die Aufhellung schon als Trendwende zum Besseren zu interpretieren. Die weltwirtschaftliche Lage bleibe trotz einiger positiver Signale aus der US-Regierung fragil. Sollten die aktuell vorherrschenden positiveren Erwartungen enttäuscht werden, etwa durch eine Zuspitzung im Handelskonflikt der USA mit der EU, „droht ein „konjunktureller Rückprall“, sagt IMK-Experte Dr. Thomas Theobald. Vielmehr stünden die neuen Ergebnisse im Einklang mit der aktuellen Konjunkturprognose des IMK, nach der das durchschnittliche Wachstum der deutschen Wirtschaft im kommenden Jahr nur knapp oberhalb der Stagnationsschwelle liegen dürfte, wenn man um die höhere Zahl der Arbeitstage bereinigt.

    Gleichwohl sei der aktuelle Trend positiv, betont Prof. Dr. Sebastian Dullien, der Wissenschaftliche Direktor des IMK: „Die aktuellen Daten zeigen die Widerstandsfähigkeit der deutschen Wirtschaft dank der kräftigen Inlandsnachfrage“, so Dullien. „Ohne den kräftigen Konsum, den boomenden Wohnungsbau und die steigenden Staatsausgaben wäre Deutschland angesichts der Industrieschwäche längst in einer tiefen Rezession mit spürbaren Jobverlusten.“

    In den IMK-Konjunkturindikator fließen zahlreiche Daten aus der Real- und der Finanzwirtschaft ein. Darüber hinaus berücksichtigt das Instrument Stimmungsindikatoren. Das IMK nutzt die Industrieproduktion als Referenzwert für eine Rezession, weil diese rascher auf einen Nachfrageeinbruch reagiert als das Bruttoinlandsprodukt.

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  • Die Konjunktur in Deutschland verläuft weiterhin gedämpft. Im dritten Quartal stieg die Wirtschaftsleistung lediglich um 0,1 % gegenüber dem Vormonat an. Das BMWi nimmt zur wirtschaftlichen Entwicklung Stellung.

    Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im November 2019

    BMWi, Pressemitteilung vom 14.11.2019

    • Die gesamtwirtschaftliche Leistung der deutschen Wirtschaft hat im dritten Quartal leicht zugenommen. Das Wachstum bleibt aber weiterhin schwach. Die Indikatoren signalisieren noch keine konjunkturelle Erholung, aber die Geschäftsklimaindikatoren senden erste Hoffnungsschimmer.
    • Die Produktion in der Industrie ist tendenziell weiter rückläufig, die Bauproduktion bewegt sich auf hohem Niveau und die Dienstleistungen expandieren. Die industriellen Auftragseingänge lassen auf eine Bodenbildung hoffen.
    • Die deutschen Ausfuhren haben im dritten Quartal deutlich zugenommen, während die Einfuhren stagnierten.
    • Am Arbeitsmarkt erfolgte der Beschäftigungsaufbau konjunkturbedingt langsamer und die Arbeitslosigkeit hat sich von niedrigem Niveau aus leicht erhöht.

    Die Konjunktur in Deutschland verläuft weiterhin gedämpft. Im dritten Quartal stieg die Wirtschaftsleistung lediglich um 0,1 % gegenüber dem Vormonat an. Zuvor war sie im ersten Quartal 2019 unterstützt durch Sondereffekte aufwärts revidiert um 0,5 % gestiegen und im zweiten Quartal abwärts revidiert um 0,2 % zurückgegangen. Die deutsche Wirtschaft ist auch im dritten Quartal weiterhin gekennzeichnet durch einen Abschwung in der Industrie, dem eine florierende Baukonjunktur und solide wachsende Dienstleistungen gegenüberstehen. Auf der Verwendungsseite waren zunehmende private und staatliche Konsumausgaben, steigende Bauinvestitionen sowie ein positiver Wachstumsbeitrag des Außenhandels zu verbuchen. Die einschlägigen Konjunkturindikatoren deuten noch nicht auf eine grundlegende Veränderung der konjunkturellen Situation hin, es gibt aber erste leichte Hoffnungsschimmer. Von den Geschäftsklimaindikatoren, insbesondere den Erwartungskomponenten, kommen erste Anzeichen einer möglichen konjunkturellen Aufhellung. Hierzu würde eine Verbesserung des außenwirtschaftlichen Umfelds beitragen.

    Die weltwirtschaftliche Dynamik wird weiterhin durch die Handelskonflikte und den Abschwung der globalen Industriekonjunktur gedämpft. Der Welthandel hat sich im Juli und August etwas belebt, sein Volumen ist aber weiterhin geringer als vor einem Jahr. Die globale Industrieproduktion tritt weiter mehr oder weniger auf der Stelle, wobei sich ein schwacher Anstieg in den aufstrebenden Volkswirtschaften und eine leichte Drosselung in den entwickelten Ländern in etwa ausgleichen. Derweil gab der zusammengesetzte globale Markit-Einkaufsmanagerindex im Oktober erneut nach, liegt dabei aber noch deutlich oberhalb seiner Wachstumsschwelle. Der Teilindex für die Industrie verbesserte sich allerdings den dritten Monat in Folge, weist aber noch ein niedriges Niveau auf. Angesichts der Indikatorenlage gehen die internationalen Organisationen für das laufende und kommende Jahr von einer zwar wenig dynamischen, aber weiterhin aufwärtsgerichteten Entwicklung der Weltwirtschaft aus. Eine Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China könnte dem Welthandel etwas neuen Schwung verleihen.

    Die schwachen Impulse aus dem weltwirtschaftlichen Umfeld dämpfen grundsätzlich auch den deutschen Außenhandel. Die Exporte von Waren und Dienstleistungen sind von August auf September saisonbereinigt und in jeweiligen Preisen dennoch um 1,7 % gestiegen. Im dritten Quartal ergab sich immerhin ein Plus von 1,1 %, das preisbereinigt noch etwas stärker ausgefallen sein dürfte. Mit einer merklichen Belebung der Ausfuhren in den kommenden Monaten rechnen die Unternehmen den ifo Exporterwartungen zufolge aber nicht. Die Importe von Waren und Dienstleistungen nahmen im September saisonbereinigt und in jeweiligen Preisen um 1,8 % zu. Ungeachtet der robusten Binnenkonjunktur war im dritten Quartal lediglich Stagnation zu verzeichnen (+0,1 %). In realer Rechnung dürften die Importe in etwa auf dem Niveau des zweiten Quartals gelegen haben. Unter dem Strich ging im dritten Quartal damit vom Außenhandel ein spürbarer Impuls für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung aus.

    Während die Baukonjunktur weiterhin floriert gibt es für die Industrie erste Anzeichen, die auf eine gewisse Stabilisierung hindeuten. Die Produktion im Produzierenden Gewerbe insgesamt verringerte sich im September um 0,6 %. Während die Herstellung in der Industrie um 1,3 % abnahm, verzeichnete das Baugewerbe eine Zunahme um 1,8 %. Im Quartalsvergleich ging die Herstellung im Verarbeitenden Gewerbe nochmals um 1,1 % zurück. Innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes verzeichneten alle drei Hauptgruppen Rückgänge. Die Entwicklungen bei den vorlaufenden Indikatoren zeigen Anzeichen für eine Bodenbildung. Die industriellen Auftragseingänge erhöhten sich im September um 1,3 % und lagen damit um 0,7 % über ihrem durchschnittlichen Wert im dritten Quartal. Außerdem blicken die Industrieunternehmen laut ifo spürbar weniger pessimistisch in die nähere Zukunft. Die konjunkturelle Grunddynamik im Verarbeitenden Gewerbe bleibt aber vorerst schwach.

    Die privaten Konsumausgaben sind eine verlässliche Stütze der binnenwirtschaftlichen Entwicklung. Im September stagnierten die Umsätze im Einzelhandel ohne Kfz, die etwa ein Drittel der privaten Konsumausgaben ausmachen, im Vormonatsvergleich nahezu (+0,1 %). Im gesamten dritten Quartal nahmen sie aber um 0,6 % zu. Die Neuzulassungen von Pkw erhöhten sich im dritten Quartal um 3,5 %. Auch die Umsätze des Kfz-Handels lagen in den vorliegenden Monaten Juli und August merklich über dem Umsatzdurchschnitt des Vorquartals. Das Geschäftsklima im Einzelhandel ist per Saldo weiterhin positiv, auch wenn es im Oktober leicht nachgab.

    Die seit Februar zu beobachtende Abschwächung des Beschäftigungsaufbaus setzte sich im September fort. Der Anstieg der Erwerbstätigkeit gegenüber dem Vormonat betrug saisonbereinigt nur 10.000 Personen. Der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr hat sich binnen 1 ½ Jahren auf 338.000 Personen (Ursprungzahlen) in etwa halbiert. Auch der Aufbau der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung war im August mit einem Anstieg um saisonbereinigt 27.000 Personen gegenüber dem Vormonat eher gering. Die Arbeitslosigkeit erhöhte sich im Oktober um 6.000 Personen. In Ursprungszahlen ging sie im Zuge der Herbstbelebung aber auf rund 2,2 Mio. Personen zurück. Sie lag, wenn auch nur geringfügig, erstmals seit Ende 2013 über ihrem Vorjahresniveau. Die Unterbeschäftigung hingegen verringerte sich im Oktober um 4.000 Personen. Die Frühindikatoren signalisieren, dass sich der verlangsamte Beschäftigungsaufbau bei leicht steigender Arbeitslosigkeit fortsetzen dürfte.

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  • Die Digitalisierung hat dem Handel online wie offline zahlreiche neue Möglichkeiten eröffnet. Dabei geht es lt. Bitkom nicht nur um einzelne Services, die den Kunden angeboten werden, sondern auch um die Entwicklung ganz neuer Geschäftsmodelle. So bietet mehr als jedes zweite Handelsunternehmen in Deutschland infolge der Digitalisierung komplett neue Produkte bzw. Dienstleistungen an.

    Digitalisierung sorgt für neue Geschäftsmodelle im Handel

    Bitkom, Pressemitteilung vom 13.11.2019

    • Jedes zweite Unternehmen bietet neue Produkte oder Dienstleistungen an
    • 4 von 10 Händlern verfolgen eine zentrale Strategie für die Digitalisierung

    Beratung via Chat, Lieferung bis an die Haustür oder Click-and-Collect im Geschäft: Die Digitalisierung hat dem Handel online wie offline zahlreiche neue Möglichkeiten eröffnet. Dabei geht es nicht nur um einzelne Services, die den Kunden angeboten werden, sondern auch um die Entwicklung ganz neuer Geschäftsmodelle. So bietet mehr als jedes zweite Handelsunternehmen in Deutschland (53 Prozent) infolge der Digitalisierung komplett neue Produkte bzw. Dienstleistungen an. 6 von 10 Unternehmen (63 Prozent) haben ihren Service deutlich verändert, um den Kunden eine nahtlose und kanalübergreifende Kommunikation zu ermöglichen. 41 Prozent prognostizieren, ihr Umsatz werde infolge der Digitalisierung langfristig stark wachsen. Das hat eine repräsentative Befragung des Digitalverbands Bitkom von 504 stationär und online tätigen Groß- und Einzelhändlern in Deutschland ergeben. Demnach geben außerdem 56 Prozent an, infolge der Digitalisierung neue Kunden hinzugewonnen zu haben. Ein Drittel (36 Prozent) konnte das eigene Geschäft ins Ausland erweitern.

    „Die Ansprüche der Kunden haben sich mit der Digitalisierung massiv verändert – nicht nur beim Online-Shopping, sondern auch in stationären Ladengeschäften, wo zunehmend smarte und digitale Services erwartet werden. Wichtig ist, dass der Handel mit diesen Erwartungen Schritt hält“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Viele Unternehmen haben diese Notwendigkeit bereits erkannt. Händler, die bislang noch nicht aktiv wurden, sollten ihr Geschäftsmodell jetzt dringend auf den digitalen Prüfstand stellen. Dadurch werden die Unternehmen nicht nur serviceorientierter, sie bleiben vor allem wettbewerbsfähig – auch international.“ Immerhin 4 von 10 Unternehmen (40 Prozent) verfolgen eine zentrale Strategie für die Bewältigung des digitalen Wandels. Weitere 30 Prozent verfügen in einzelnen Unternehmensbereichen über eine entsprechende Strategie. 27 Prozent geben jedoch an, keinerlei Strategie für die Digitalisierung ihres Unternehmens zu haben. „Digitalisierung erfordert finanzielle und personelle Anstrengungen, aber es lohnt sich“, so Rohleder.

    Jedes zweite Unternehmen (51 Prozent), das ganz oder teilweise eine Digitalisierungsstrategie verfolgt, hat diese in Kooperation mit mittelständischen oder großen IT-Unternehmen entwickelt. 41 Prozent geben in der Bitkom-Studie an, externe Berater, etwa von Unternehmensberatungen oder der Industrie- und Handelskammer, in Anspruch genommen zu haben. Jeder dritte Händler (32 Prozent) mit Digitalstrategie hat diese mit seinem eigenen Personal, etwa einem Chief Digital Officer, erarbeitet.

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  • Die Inflation in Deutschland hat sich im Oktober 2019 weiter abgeschwächt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, lagen die Lebenshaltungskosten 1,1 Prozent über dem Stand vom Vorjahr.

    Verbraucherpreise im Oktober 2019 um 1,1 % höher als im Vorjahr

    Preise für Mineralölprodukte dämpfen erneut die Inflationsrate

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 13.11.2019

    Verbraucherpreisindex, Oktober 2019

    • +1,1 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
    • +0,1 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

    Harmonisierter Verbraucherpreisindex, Oktober 2019

    • +0,9 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
    • +0,1 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

    Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im Oktober 2019 um 1,1 % höher als im Oktober 2018. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, schwächte sich die Inflationsrate – gemessen am Verbraucherpreisindex (VPI) – damit erneut ab (September 2019: +1,2 %). Im Vergleich zum Vormonat September 2019 stiegen die Verbraucherpreise im Oktober 2019 um 0,1 %.

    Energieprodukte verbilligten sich von Oktober 2018 bis Oktober 2019 um 2,1 %. Der Preisrückgang bei Energie hat sich damit verstärkt (September2019: -1,1 %). Vor allem die Preisentwicklung bei Mineralölprodukten wirkte sich im Oktober 2019 dämpfend auf die Inflationsrate aus: Sowohl die Preise für leichtes Heizöl (-15,8 %) als auch für Kraftstoffe (-7,5 %) gingen erheblich zurück. Einige Energieprodukte verteuerten sich binnen Jahresfrist hingegen deutlich (zum Beispiel Erdgas: +5,1 %; Strom: +3,9 %). Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Inflationsrate im Oktober 2019 bei +1,4 % gelegen, ohne Berücksichtigung der Mineralölprodukte sogar bei +1,6 %.

    Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich im Oktober 2019 gegenüber dem Vorjahresmonat um +1,1 %. Teurer als ein Jahr zuvor waren unter anderem Fleisch und Fleischwaren (+4,9 %), Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte (+3,3 %) sowie Brot und Getreideerzeugnisse (+2,6 %). Die Preise für Speiseöle und Speisefette (-11,6 %) gingen hingegen auffällig stark zurück. Auch für Gemüse (-2,8 %) mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher binnen Jahresfrist weniger bezahlen.

    Die Preise für Waren insgesamt lagen im Oktober 2019 um 0,4 % höher als im Vorjahresmonat. Neben der eher moderaten Preiserhöhung bei Nahrungsmitteln (+1,1 %) verteuerten sich unter anderem Zeitungen und Zeitschriften (+5,1 %) sowie Tabakwaren (+4,1 %). Günstiger wurden neben den Mineralölprodukten (-9,1%) insbesondere Geräte der Informationsverarbeitung (-7,1 %), der Unterhaltungselektronik (-5,4 %) und Telefone (-5,1 %).

    Im Vergleich zu den Waren (+0,4 %) erhöhten sich die Preise für Dienstleistungen im Oktober 2019 binnen Jahresfrist mit +1,7 % deutlich stärker. Die Preisentwicklung für Dienstleistungen wirkte somit erhöhend auf die Inflationsrate. Bedeutsam für die Preisentwicklung der Dienstleistungen war die Preiserhöhung bei Nettokaltmieten (+1,4 %), da private Haushalte einen großen Teil ihrer Konsumausgaben dafür aufwenden. Stärker verteuerten sich zum Beispiel Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+5,2 %), die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+5,0 %), Friseurleistungen und andere Leistungen für Körperpflege (+3,0 %) sowie Gaststättendienstleistungen (+2,8 %). Einige Dienstleistungen wurden auch günstiger, unter anderem Telekommunikationsdienstleistungen (-0,5 %).

    Veränderung im Oktober 2019 gegenüber dem Vormonat September 2019

    Im Vergleich zum September 2019 stieg der Verbraucherpreisindex im Oktober 2019 nur gering um 0,1 %. Preiserhöhungen im Vormonatsvergleich gab es zum Beispiel bei Schuhen und Schuhzubehör (+2,3 %) sowie Bekleidungsartikeln (+0,9 %). Die Preise für Energie insgesamt sanken gering um 0,1 %, insbesondere wurde leichtes Heizöl günstiger (-0,8 %).

    Die Preise für Nahrungsmittel insgesamt gingen im Oktober 2019 gegenüber dem Vormonat um 0,4 % zurück. Binnen Monatsfrist wurde vor allem Gemüse (-3,8 %) preiswerter.

    Harmonisierter Verbraucherpreisindex für Deutschland

    Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für Deutschland lag im Oktober 2019 um 0,9 % über dem Stand von Oktober 2018. Im Vergleich zum September 2019 stieg der HVPI im Oktober 2019 um 0,1 %.

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  • Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland steigen im November 2019 sehr stark an. In der aktuellen Umfrage hat sich die Einschätzung der konjunkturellen Lage für Deutschland um 0,6 Punkte erneut leicht verbessert.

    ZEW-Indikator liegt bei minus 2,1 Punkten

    Starker Anstieg der Konjunkturerwartungen

    ZEW, Pressemitteilung vom 12.11.2019

    Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland steigen im November 2019 sehr stark an. Der neue Wert der Konjunkturerwartungen liegt bei minus 2,1 Punkten und ist damit 20,7 Punkte höher als im Vormonat. In der aktuellen Umfrage hat sich die Einschätzung der konjunkturellen Lage für Deutschland um 0,6 Punkte erneut leicht verbessert. Der neue Wert des Lageindikators beträgt minus 24,7 Punkte.

    „Die Hoffnung steigt, dass sich das internationale wirtschaftspolitische Umfeld in der näheren Zukunft verbessern wird. Dies ist der Grund für den starken Anstieg der ZEW-Konjunkturerwartungen im November. Die Chancen auf ein Abkommen zwischen Großbritannien und der EU und damit auf einen geregelten Austritt Großbritanniens sind inzwischen erkennbar größer geworden. Hinzu kommt, dass Strafzölle auf Autoimporte aus der EU in die Vereinigten Staaten weniger wahrscheinlich sind als vor einigen Wochen. Auch eine Einigung im Handelskonflikt zwischen den USA und China scheint etwas näher zu rücken“, ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach, Ph.D.

    Die Erwartungen der Finanzmarktexperten/-innen an die Konjunkturentwicklung in der Eurozone steigen ebenfalls ganz erheblich. Der Erwartungsindikator für das Eurogebiet liegt im November bei minus 1,0 Punkten. Dies sind 22,5 Punkte mehr als im Oktober. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Eurogebiet steigt um 6,8 Punkte deutlich an. Der neue Wert des Indikators beträgt minus 19,6 Punkte.

    Die Erwartungen zur Inflationsentwicklung und zu den kurzfristigen Zinsen im Eurogebiet sind ebenfalls stark gestiegen. Der Inflationsindikator liegt aktuell bei 12,2 Punkten, 11,2 Punkte mehr als im Vormonat. Der Indikator für die Erwartungen zu den kurzfristigen Zinsen steigt um 13,4 Punkte auf einen Stand von minus 11,7 Punkten. Allerdings rechnet die Mehrheit von 84,1 Prozent der Teilnehmer/-innen mit unveränderten Zinsen auf Sicht von sechs Monaten.

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  • Das ifo Weltwirtschaftsklima hat sich erneut verschlechtert. Der Indikator fiel im vierten Quartal von minus 10,1 auf minus 18,8 Punkte. Sowohl die Lagebeurteilung als auch die Erwartungen gaben deutlich nach. Die Weltkonjunktur kühlt sich weiter ab.

    Erneut Eintrübung des ifo Weltwirtschaftsklimas

    ifo Institut, Pressemitteilung vom 11.11.2019

    Das ifo Weltwirtschaftsklima hat sich erneut verschlechtert. Der Indikator fiel im vierten Quartal von minus 10,1 auf minus 18,8 Punkte. Sowohl die Lagebeurteilung als auch die Erwartungen gaben deutlich nach. Die Weltkonjunktur kühlt sich weiter ab.Das Wirtschaftsklima verschlechterte sich in nahezu allen Regionen. In den Schwellenländern fiel insbesondere die Lage ungünstiger aus. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften verschlechterten sich vor allem die Einschätzungen für die kommenden Monate. In den Schwellenländern kommt die Abwärtsbewegung im Wesentlichen aus Asien, in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften hauptsächlich aus den USA.

    Die Experten erwarten ein deutlich schwächeres Wachstum des Welthandels, einen schwächeren privaten Konsum und eine niedrigere Investitionstätigkeit. Gegenüber dem Frühjahr stiegen jeweils die Anteile der Experten merklich, die die gesamtwirtschaftliche Nachfrage sowie die Innovationstätigkeit als unzureichend bewerten.

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  • Die deutsche Exportwirtschaft ist im September 2019 wieder deutlich angestiegen. Es wurden Waren im Wert von 114,2 Mrd. Euro aus Deutschland exportiert, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

    Deutsche Exporte im September 2019 um 4,6 % gestiegen

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 08.11.2019

    Exporte, September 2019

    • 114,2 Milliarden Euro
    • +1,5 % zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)
    • +4,6 % zum Vorjahresmonat

    Importe, September 2019

    • 93,0 Milliarden Euro
    • +1,3 % zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)
    • +2,3 % zum Vorjahresmonat

    Außenhandelsbilanz, September 2019:

    • 21,1 Milliarden Euro
    • 19,2 Milliarden Euro (kalender- und saisonbereinigt)

    Leistungsbilanz nach Berechnungen der Deutschen Bundesbank, September 2019

    • 25,5 Milliarden Euro

    Im September 2019 wurden von Deutschland Waren im Wert von 114,2 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 93,0 Milliarden Euro importiert. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, waren damit die deutschen Exporte im September 2019 um 4,6 % und die Importe um 2,3 % höher als im September 2018. Kalender- und saisonbereinigt nahmen die Exporte gegenüber dem Vormonat August 2019 um 1,5 % und die Importe um 1,3 % zu.

    Die Außenhandelsbilanz schloss im September 2019 mit einem Überschuss von 21,1 Milliarden Euro ab. Im September 2018 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz +18,2 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag der Überschuss der Außenhandelsbilanz im September 2019 bei 19,2 Milliarden Euro.

    Unter Berücksichtigung der Salden für Warenhandel einschließlich Ergänzungen zum Außenhandel (+22,9 Milliarden Euro), Dienstleistungen (-3,2 Milliarden Euro), Primäreinkommen (+9,2 Milliarden Euro) und Sekundäreinkommen (-3,4 Milliarden Euro) schloss – nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank – die Leistungsbilanz im September 2019 mit einem Überschuss von 25,5 Milliarden Euro ab. Im September 2018 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 18,9 Milliarden Euro ausgewiesen.

    In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im September 2019 Waren im Wert von 68,4 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 53,6 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber September 2018 stiegen die Exporte in die EU-Länder um 5,6 % und die Importe aus diesen Ländern um 2,1 %. In die Länder der Eurozone wurden im September 2019 Waren im Wert von 43,0 Milliarden Euro (+4,8 %) exportiert und Waren im Wert von 34,4 Milliarden Euro (+1,4 %) aus diesen Ländern importiert. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im September 2019 Waren im Wert von 25,4 Milliarden Euro (+7,0 %) exportiert und Waren im Wert von 19,2 Milliarden Euro (+3,3 %) von dort importiert.

    In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im September 2019 Waren im Wert von 45,7 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 39,4 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber September 2018 nahmen die Exporte in die Drittländer um 3,2 % zu, die Importe von dort stiegen um 2,5 %.

    Die Ergebnisse des Berichtsjahres 2018 sind nun endgültig.

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  • Wie das BMWi mitteilt, ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im September im Vergleich zum Vormonat um 0,6 % gesunken. Dabei ist die Erzeugung in der Industrie um 1,3 % gefallen, während sich die Produktion im Baugewerbe um 1,8 % erhöhte.

    Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im September 2019

    BMWi, Pressemitteilung vom 07.11.2019

    Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe im September im Vergleich zum Vormonat um 0,6 % gesunken. Dabei ist die Erzeugung in der Industrie um 1,3 % gefallen, während sich die Produktion im Baugewerbe um 1,8 % erhöhte. Innerhalb der Industrie verzeichneten die Produzenten von Vorleistungs- und Investitionsgütern (-1,3 % bzw. -1,5 %) deutlichere Rückgänge als die Erzeuger von Konsumgütern (-0,5 %).

    Für das dritte Quartal ergibt sich ein ähnliches Bild. Der Rückgang der Industrieproduktion (-1,1 %) im Vergleich zum Vorquartal hat sich leicht abgeschwächt. Die Bauproduktion bleibt auf dem Niveau des Vorquartals (0,0 %). Die industrielle Schwächephase ist über die Wirtschaftszweige breit verteilt. Zurückgefahren wurde die Erzeugung in gewichtigen Bereichen wie Chemie (-2,3 %), Metallerzeugnisse (-1,6 %), elektrische Ausrüstungen (-2,2 %), Maschinenbau (-0,8 %) oder Kfz und Kfz-Teile (-2,8 %).

    Die Schwäche der Industriekonjunktur ist noch nicht überwunden. Die aktuelle leichte Besserung bei den Auftragseingängen und den Geschäftserwartungen haben den Ausblick auf das vierte Quartal aber ein wenig aufgehellt.

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  • Die nationalen Förderinstitute haben eine Studie zu den Herausforderungen der Digitalisierung für europäische KMU vorgestellt.

    Digitalisierung stellt KMU in Europa vor Herausforderungen

    – aber unverzichtbar für ihre künftige Wettbewerbsfähigkeit

    KfW, Pressemitteilung vom 06.11.2019

    • Die nationalen Förderinstitute BGK, Bpifrance, British Business Bank, ICO und die KfW stellen in Brüssel die Ergebnisse einer gemeinsamen Studie zu kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Europa vor.
    • Ca. 54 % der KMU betrachten die Einführung neuer Technologien als maßgeblich für den Erhalt ihrer Wettbewerbsfähigkeit.
    • KMU in Frankreich, Deutschland, Polen, Spanien und Großbritannien sehen sich bei der Digitalisierung mit einer Vielzahl von Hindernissen konfrontiert.

    Die nationalen Förderinstitute von Frankreich (Bpifrance), Deutschland (KfW), Polen (BGK), Spanien (ICO) und dem Vereinigten Königreich (British Business Bank) stellten am 06.11.2019 in Brüssel eine Studie zu den Herausforderungen der Digitalisierung für europäische KMU vor. Die Studie basiert auf einer erstmalig durchgeführten gemeinsamen Befragung von mehr als 2.500 KMU in den beteiligten Ländern, der European SME Survey.

    KMU, die das Rückgrat der Volkswirtschaft bilden und einen beträchtlichen Teil der Arbeitnehmer in Europa beschäftigen, sind insgesamt gut aufgestellt und erzielen robustes Umsatzwachstum. Dies haben sie nicht zuletzt ihrer Wettbewerbsfähigkeit auf nationalen sowie internationalen Märkten zu verdanken. So erzielten laut der Studie mehr als die Hälfte der KMU, die Auslandsgeschäfte betreiben, im vergangenen Jahr Umsatzsteigerungen von mindestens 5 %.

    Um ein Motor der europäischen Volkswirtschaft zu bleiben, müssen KMU zunehmend in die Digitalisierung investieren. Durchschnittlich sind rund 54 % der KMU in Frankreich, Deutschland, Polen, Spanien und Großbritannien überzeugt, dass die Einführung neuer Technologien zur Erhaltung ihrer künftigen Wettbewerbsfähigkeit unerlässlich ist. Für etwa 76 % der KMU hat die Digitalisierung strategische Priorität.

    Europäische KMU nutzen in vielfältiger Weise digitale Anwendungen: Diese reichen vom E-Commerce über Cloud Computing bis zu Social Media. Am weitesten verbreitet ist elektronische Rechnungsstellung, die von etwa 60 % aller KMU genutzt wird. Fortschrittlichere Technologien sind bislang weniger verbreitet, dürften jedoch an Bedeutung gewinnen: Aktuell analysieren nur 32 % der europäischen KMU große Datenmengen (Big Data) zur Optimierung ihrer Arbeitsprozesse und lediglich 20 % nutzen künstliche Intelligenz, doch weitere 30 % der KMU planen, in den nächsten beiden Jahren entsprechende Anwendungen einzuführen.

    Damit europäische KMU bei der Digitalisierung weiter Fortschritte machen, müssen verschiedene Hemmnisse überwunden werden, unter anderem im Hinblick auf IT-Sicherheit und digitale Infrastruktur. Ein Viertel der KMU betrachtet mangelnde Finanzierungsmöglichkeiten als wesentliche Hürde für die Digitalisierung in ihrem Unternehmen. Ein weiteres Problem aus Sicht europäischer KMU ist fehlendes digitales Know-how – sowohl bei den eigenen Mitarbeitern als auch auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.

    Zwar gehen zahlreiche KMU davon aus, dass infolge der Digitalisierung einige Aufgaben in ihrem Unternehmen wegfallen werden, doch die Mehrheit von ihnen erwartet, dass die Zahl der Mitarbeiter auch in Zukunft stabil bleiben – oder sogar zunehmen – wird. „Der digitale Wandel ist eine enorme Herausforderung, besonders für KMU, die im Vergleich zu größeren Firmen über weniger finanzielle oder personelle Ressourcen verfügen. Diese anzugehen wird eine Schlüsselaufgabe für die Politik, aber auch für nationale Förderinstitute sein“, so Nicolas Dufourcq, Generaldirektor von Bpifrance, Dr. Günther Bräunig, Vorstandsvorsitzender der KfW, Beata Daszyńska-Muzyczka, Präsidentin der Geschäftsleitung von BGK, José Carlos García de Quevedo, Vorsitzender des Instituto de Crédito Oficial, sowie Keith Morgan, Chief Executive Officer der British Business Bank, in einer gemeinsamen Erklärung.

    Wie die Unternehmen in den anderen Ländern sehen sich auch die KMU in Deutschland einer Reihe von Hemmnissen bei ihren Digitalisierungsanstrengungen gegenüber. Hierzu nennen sie neben langsamen Internetgeschwindigkeiten (27 %) vor allem den Mangel an eigenen Mitarbeitern mit dem erforderlichen IT-Wissen (24 %) sowie an IT-Fachleuten auf dem externen Arbeitsmarkt (23 %). Dabei fehlen aus Sicht der KMU Programmierkenntnisse genauso wie Kompetenzen zur Analyse komplexer Daten oder zum Management digitaler Projekte. Um ihr digitales Know-how auszubauen, sind die deutschen KMU im internationalen Vergleich besonders aktiv: 58 % von ihnen führen Weiterbildungsmaßnahmen für die eigenen Mitarbeiter durch – ein deutlich höherer Anteil als in den übrigen untersuchten Ländern.

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  • Wie das BMWi mitteilt, sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im September gegenüber dem Vormonat um 1,3 % gestiegen. Die Bestellungen aus dem Inland und aus dem Nicht-Euroraum erhöhten sich um 1,6 % bzw. 3,0 %. Aus dem Euroraum hingegen gingen weniger Aufträge ein (-1,8 %).

    Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im September 2019

    BMWi, Pressemitteilung vom 06.11.2019

    Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im September gegenüber dem Vormonat um 1,3 % gestiegen. Die Bestellungen aus dem Inland und aus dem Nicht-Euroraum erhöhten sich um 1,6 % bzw. 3,0 %. Aus dem Euroraum hingegen gingen weniger Aufträge ein (-1,8 %). Nach durchschnittlichen Großaufträgen im Vormonat war ihr Anteil im September wieder überdurchschnittlich. Ohne Großaufträge nahmen die Bestellungen um 1,5 % zu.

    Im dritten Quartal insgesamt ergab sich gegenüber dem Vorquartal eine Abnahme der Ordereingänge im Verarbeitenden Gewerbe um 1,0 %. Dabei waren die Auftragseingänge am Ende des dritten Quartals etwas umfangreicher als im Durchschnitt des Quartals.

    Aus dem Verlauf der Ordereingänge im Verarbeitenden Gewerbe ergibt sich eine eher günstige Ausgangsposition für das Jahresschlussquartal. Auch haben sich die zurückhaltenden Geschäftserwartungen zuletzt etwas aufgehellt. Beides könnte auf eine Bodenbildung bei den Bestellungen hindeuten.

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  • Fast 70 % des weltweiten Handelsvolumens werden in globalen Wertschöpfungsketten erwirtschaftet. Der zunehmende Protektionismus und die handelspolitischen Konflikte belasten allerdings zunehmend diese weltweiten Partnerschaften. Darunter leiden neben den Großunternehmen lt. IfM Bonn auch die KMU.

    Folgen des Protektionismus auf die kleinen und mittleren Unternehmen

    IfM Bonn, Pressemitteilung vom 04.11.2019

    Fast 70 % des weltweiten Handelsvolumens werden in globalen Wertschöpfungsketten erwirtschaftet. Diese agieren in einem Spannungsfeld zwischen (kostenbezogener) Effizienz und Planungssicherheit sowie Verlässlichkeit der Zulieferbeziehungen.

    Der zunehmende Protektionismus und die handelspolitischen Konflikte belasten allerdings zunehmend diese weltweiten Partnerschaften. Darunter leiden neben den Großunternehmen auch die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), die Produkte zuliefern – oder sogar selbst an der Spitze einer Wertschöpfungskette stehen. So erzielten die KMU in 2017 noch ein Exportumsatzvolumen von gut 214 Milliarden Euro.

    „Prinzipiell ist jede Internationalisierung eine Investitionsentscheidung, bei der die erwarteten Kosten und Erträge auch unter dem Aspekt der Unsicherheit über die zukünftigen handels- und wirtschaftspolitischen Entwicklungen abgewogen werden müssen“, erklärt Michael Holz. „Da die KMU über eine geringere Ressourcenausstattung, niedrigere Risikotragfähigkeit und weniger internationale Erfahrung verfügen, fällt es ihnen im Allgemeinen schwerer als Großunternehmen, negative Einflüsse wie beispielsweise Zölle zu kompensieren.“ Nach Beobachtungen der IfM-Wissenschaftler nehmen aber auch digitale Handelshemmnisse wie die Zensur von Online-Inhalten, das Blockieren von Webseiten oder Einschränkungen bei der grenzüberschreitenden Verarbeitung und Speicherung von produktbezogenen Daten zu.

    Wie stark ein Unternehmen von Protektionismus und wirtschaftspolitischen Konflikten betroffen wird, hängt von verschiedenen Aspekten ab: So wird es beispielsweise umso weniger unter protektionistischen Maßnahmen leiden, je kundenspezifischer die Produkteigenschaften, je diversifizierter die Produktpalette und je flexibler die Produktionsprozesse sind. Der IfM-Wissenschaftler empfiehlt daher neben einer ausführlichen Risikobewertung mit verschiedenen Szenarien, die Außenwirtschaftsaktivitäten auf mehrere Ländergruppen und Produktkategorien zu verteilen. „Auch sollte weiterhin ein besonderes Augenmerk auf die Kundennähe und die nichtpreisliche Wettbewerbsfähigkeit gelegt werden“, so Michael Holz. Im Vergleich zu ausländischen Wettbewerbern verfügen deutsche KMU auf diesen Gebieten häufig über Wettbewerbsvorteile, sodass es ihnen leichter fällt, einen Teil der protektionismusbedingten Kosten über höhere Verkaufspreise an die Abnehmer weiterzugeben. „Insgesamt betrachtet, ist es für die KMU zudem von immensem Vorteil, dass die deutsche Volkswirtschaft Teil des EU-Wirtschaftsraums ist und die EU gezielt Freihandelsverträge mit anderen Staatengruppen schließt. Dadurch können negative Folgen der weltweiten Handelskonflikte gemildert werden.“ Man könne daher davon ausgehen, dass die EU und Deutschland aufgrund ihrer verlässlichen Rahmenbedingungen als Wirtschaftsstandorte weiter an Attraktivität gewinnen und auch Unternehmen aus Drittländern verstärkt anziehen werden.

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  • In der deutschen Industrie hat sich ein erster Hoffnungsschimmer gebildet. Der Abschwung beim Auftragseingang hat sich verlangsamt. Das ist das Ergebnis der ifo-Konjunkturumfragen.

    Erster Hoffnungsschimmer für die deutsche Industrie

    ifo Institut, Pressemitteilung vom 05.11.2019

    In der deutschen Industrie hat sich ein erster Hoffnungsschimmer gebildet. Der Abschwung beim Auftragseingang hat sich verlangsamt. Das ist das Ergebnis der ifo-Konjunkturumfragen. Demnach stieg die Bewertung des Auftragseingangs von minus 15,8 Punkte im September auf nur noch minus 4,4 Punkte im Oktober. Die Zahl der Pessimisten nimmt ab, überwiegt aber noch.

    Gleichzeitig dürfte die Produktion aber wegen der geschwundenen Aufträge aus der Vergangenheit in den kommenden drei Monaten noch etwas weiter sinken. Die Produktionserwartungen der Industrie sanken im Oktober auf minus 7,4, nach minus 6,1 im September. Im Maschinenbau sitzen dabei besonders viele Pessimisten: Der Wert sank dort von minus 12,8 auf minus 14,0.

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  • Das deutsche Bruttoinlandsprodukt hat nach einer aktuellen Berechnung des IfW Kiel im 3. Quartal 2019 stagniert. Darauf lässt die von Eurostat veröffentlichte vorläufige Schnellschätzung für die Wirtschaftsleistung im Euroraum im dritten Quartal 2019 schließen.

    Bruttoinlandsprodukt

    Deutsche Wirtschaftsleistung stagniert im dritten Quartal

    IfW Kiel, Pressemitteilung vom 01.11.2019

    Das deutsche Bruttoinlandsprodukt hat nach einer aktuellen Berechnung von Forschern des Prognosezentrums am Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel) im dritten Quartal des laufenden Jahres stagniert. Darauf lässt die von Eurostat veröffentlichte vorläufige Schnellschätzung für die Wirtschaftsleistung im Euroraum im dritten Quartal 2019 schließen, der zufolge die Wirtschaftsleistung im Euroraum insgesamt um 0,2 Prozent gestiegen ist. Die Schätzung basiert auf Angaben von 17 Mitgliedstaaten, die 93 Prozent der Wirtschaftsleistung des Währungsraums abdecken. Darin sind auch vorläufige, bislang unveröffentlichte Daten zum deutschen BIP eingeflossen. Die Bekanntgabe der amtlichen Schnellschätzung zu den deutschen Zahlen erfolgt in knapp zwei Wochen (14. November) durch das Statistische Bundesamt.

    Bereits veröffentlichte preis- und saisonbereinigte Expansionsraten für Frankreich (+0,3 Prozent), Italien (+0,1 Prozent), Spanien (+0,4 Prozent), Belgien (+0,4 Prozent) und Österreich (+0,2 Prozent), die zusammen mehr als die Hälfte der Wirtschaftsleistung des Euroraums ausmachen, lassen recht verlässliche Rückschlüsse auf die deutsche BIP-Entwicklung zu. Für die neben Deutschland neun Länder, für die ebenfalls noch keine Schnellschätzungen vorliegen, ergeben die Kurzfristprognosemodelle des IfW Kiel einen Zuwachs von knapp 0,4 Prozent. Für Deutschland errechnet sich damit eine saison- und kalenderbereinigte BIP-Entwicklung von 0,0 Prozent gegenüber dem Vorquartal.

    Kommentar von Stefan Kooths, Leiter des Prognosezentrums am IfW Kiel:

    „Die Konjunktur in Deutschland zeigte sich im Sommer geringfügig fester als bislang erwartet worden war. Insgesamt setzte sich der Abschwung aber fort, denn die gesamtwirtschaftliche Auslastung ist weiter gesunken. Die ohnehin wenig belangvolle Frage nach einer technischen Rezession steht auf der Kippe. Wenn überhaupt, fiele sie homöopathisch aus. Die Wertschöpfung in der Industrie dürfte über die Sommermonate das fünfte Quartal in Folge nachgegeben haben.“

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  • Das ifo Wirtschaftsklima im Euroraum hat sich im vierten Quartal verschlechtert. Es sank von minus 6,7 auf minus 16,3 Punkte. Die Lageeinschätzung der Experten gab das siebte Quartal in Folge nach. Auch die Erwartungen trübten sich ein. Die Abkühlung im Euroraum setzt sich fort.

    Ergebnisse des ifo World Economic Survey (WES) vom 4. Quartal 2019

    ifo Wirtschaftsklima Euroraum verschlechtert

    ifo Institut, Pressemitteilung vom 04.11.2019

    Das ifo Wirtschaftsklima im Euroraum hat sich im vierten Quartal verschlechtert. Es sank von minus 6,7 auf minus 16,3 Punkte. Es fiel damit auf den niedrigsten Wert seit dem Frühjahr 2013. Die Lageeinschätzung der Experten gab das siebte Quartal in Folge nach. Auch die Erwartungen trübten sich ein. Die Abkühlung im Euroraum setzt sich fort.

    Das Wirtschaftsklima in Deutschland, Spanien, Österreich und Finnland fiel weiter. Die WES-Experten schätzten sowohl die aktuelle Lage als auch die Erwartungen schlechter ein als im Vorquartal. Während es in Frankreich und Belgien kaum Änderungen gab, wurden die Befragten in Italien zunehmend optimistischer, ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau.

    Die Experten im Euroraum senkten insbesondere ihre Erwartungen für die Exporte und Importe deutlich. Die Investitionserwartungen trübten sich ebenfalls weiter ein. Mehr Befragte stuften fehlende Nachfrage und Handelsbarrieren als problematisch ein. Die Inflationserwartungen für dieses Jahr sanken von 1,5 auf 1,3 Prozent, die mittelfristigen für das Jahr 2024 von 1,9 auf 1,8 Prozent.

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  • Die Steuerquote im Verhältnis zum BIP, d. h. die Summe aller Steuern, Abgaben und Nettosozialbeiträge in Prozent des Bruttoinlandsprodukts, belief sich in der EU im Jahr 2018 auf 40,3 %, ein leichter Anstieg gegenüber 2017 (40,2 %). Im Euroraum lag die Steuerquote im Verhältnis zum BIP im Jahr 2018 bei 41,7 %, ein Anstieg gegenüber 41,5 % im Jahr 2017. Das resultiert aus einer Veröffentlichung von Eurostat.

    Steuern und Sozialbeiträge im Jahr 2018 – Steuerquote im Verhältnis zum BIP in der EU auf 40,3 % gestiegen

    Eurostat, Pressemitteilung vom 30.10.2019

    Die Steuerquote im Verhältnis zum BIP, d. h. die Summe aller Steuern, Abgaben und Nettosozialbeiträge in Prozent des Bruttoinlandsprodukts, belief sich in der Europäischen Union (EU) im Jahr 2018 auf 40,3 %, ein leichter Anstieg gegenüber 2017 (40,2 %). Im Euroraum lag die Steuerquote im Verhältnis zum BIP im Jahr 2018 bei 41,7 %, ein Anstieg gegenüber 41,5 % im Jahr 2017.Diese Informationen stammen aus einer Veröffentlichung von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union. Die auf der Grundlage des Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG 2010) erhobenen harmonisierten Steuerindikatoren ermöglichen einen genauen Vergleich der Steuersysteme und Steuerpolitik der EU-Mitgliedstaaten.

    Höchste Steuerquote im Verhältnis zum BIP in Frankreich, Belgien und Dänemark. Die Steuerquote im Verhältnis zum BIP ist in den einzelnen Mitgliedstaaten sehr unterschiedlich. Die höchsten Anteile von Steuern und Sozialbeiträgen in Prozent des BIP wurden 2018 in Frankreich (48,4 %), Belgien (47,2 %) und Dänemark (45,9 %) verzeichnet, gefolgt von Schweden (44,4 %), Österreich (42,8 %), Finnland (42,4 %) und Italien (42,0 %).

    Die niedrigsten Quoten wurden hingegen in Irland (23,0 %) und Rumänien (27,1 %) registriert, gefolgt von Bulgarien (29,9 %), Litauen (30,5 %) und Lettland (31,4 %). Größter Anstieg der Steuerquote in Luxemburg, stärkster Rückgang in Dänemark

    Im Vergleich zum Jahr 2017 ist die Steuerquote im Verhältnis zum BIP 2018 in sechzehn Mitgliedstaaten gewachsen, wobei der größte Anstieg in Luxembourg (von 39,1 % im Jahr 2017 auf 40,7 % im Jahr 2018) registriert wurde, gefolgt von Rumänien (von 25,8 % auf 27,1 %) und Polen (von 35,0 % auf 36,1 %). Rückgänge waren dagegen in sieben Mitgliedstaaten zu beobachten, insbesondere in Dänemark (von 46,8 % im Jahr 2017 auf 45,9 % im Jahr 2018), Ungarn (von 38,4 % auf 37,6 %) und Finnland (von 43,1 % auf 42,4 %).

    Unterschiedliche Steuerpolitik in den EU-Mitgliedstaaten

    Im Jahr 2018 hatten die Produktions- und Importabgaben den größten Anteil am Steuer- und Abgabenaufkommen in der EU (13,6 % des BIP), dicht gefolgt von den Nettosozialabgaben (13,3 %) und den Einkommen- und Vermögensteuern (13,2 %). Für den Euroraum ergibt sich eine etwas andere Reihenfolge der Abgabekategorien. Hier entfiel der größte Anteil des Steuer- und Abgabenaufkommens auf die Nettosozialabgaben (15,2 %); dahinter folgten die Produktions- und Importabgaben (13,3 %) und die Einkommen- und Vermögensteuern (13,0 %).

    Bei der Betrachtung der Hauptabgabenkategorien zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den EU-Mitgliedstaaten. Im Jahr 2018 war der Anteil der Produktions- und Importabgaben am höchsten in Schweden (mit 22,4 % des BIP), Kroatien (20,1 %) und Ungarn (18,6 %). Am geringsten war dieser Anteil dagegen in Irland (8,0 %), Rumänien (10,7 %) und Deutschland (10,8 %).

    Einkommen- und Vermögensteuern waren in Dänemark mit einem Anteil von 28,9 % des BIP die größte Quelle des Steuer- und Abgabenaufkommens, dahinter folgten Schweden (18,6 %), Belgien (16,8 %) und Luxemburg (16,4 %). Am niedrigsten lag die Quote der Einkommen- und Vermögensteuern im Verhältnis zum BIP dagegen in Rumänien (4,9 %), Litauen (5,7 %) und Bulgarien (5,8 %).

    Nettosozialabgaben machten in Frankreich (18,0 %) und Deutschland (17,1 %) einen beträchtlichen Anteil des BIP aus, während die niedrigsten Anteile in Dänemark (0,9 % des BIP), Schweden (3,4 %) und Irland (4,2 %) verzeichnet wurden.

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  • Die Importpreise waren im September 2019 um 2,5 % niedriger als im September 2018. Im August 2019 hatte die Jahresveränderungsrate bei -2,7 % gelegen, im Juli 2019 bei -2,1 %. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, stiegen die Importpreise im September 2019 gegenüber August 2019 im Durchschnitt um 0,6 %.

    Importpreise im September 2019: -2,5 % gegenüber September 2018

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 28.10.2019

    Die Importpreise waren im September 2019 um 2,5 % niedriger als im September 2018. Im August 2019 hatte die Jahresveränderungsrate bei -2,7 % gelegen, im Juli 2019 bei -2,1 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stiegen die Importpreise im September 2019 gegenüber August 2019 im Durchschnitt um 0,6 %.

    Der Rückgang der Importpreise gegenüber September 2018 war vor allem durch die Entwicklung der Importpreise für Energie bedingt. Sie lagen im Durchschnitt 19,1 % unter dem Stand des Vorjahresmonats, stiegen aber um 5,0 % gegenüber dem Vormonat. Erdgas hatte mit -32,9 % gegenüber September 2018 den größten Einfluss auf die Jahresveränderungsrate für Energie. Der Importpreisindex ohne Energie war im September 2019 gegenüber September 2018 unverändert (+0,2 % gegenüber August 2019). Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Importpreisindex um 1,6 % unter dem Stand des Vorjahres (+0,4 % gegenüber August 2019).

    Die Preise für importierte Vorleistungsgüter lagen im Durchschnitt 1,1 % unter dem Stand von September 2018 (+0,2 % gegenüber dem Vormonat). Im Vergleich zum Vorjahresmonat verbilligten sich unter anderem Holz- und Zellstoff (-17,2 %), elektronische Bauelemente (-10,2 %) sowie Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (-7,7 %). Dagegen lagen die Preise für Edelmetalle und Halbzeug daraus (+39,0 %) sowie für Eisenerze (+33,3 %) deutlich über dem Niveau von September 2018.

    Die Preise für importierte Investitionsgüter waren im September 2019 um 0,1 % höher als im September 2018. Gegenüber dem Vormonat stiegen sie ebenfalls leicht um 0,1 %. Während Smartphones (-11,2 %) und Tablets (-7,1 %) im Vorjahresvergleich billiger waren, wurden unter anderem Maschinen (+1,7 %) zu höheren Preisen importiert als im September 2018.

    Die Importpreise für Konsumgüter (Gebrauchs- und Verbrauchsgüter) erhöhten sich im September 2019 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,3 % (+0,2 % gegenüber dem Vormonat). Verbrauchsgüter waren im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 % teurer. Die Importpreise für Gebrauchsgüter stiegen im Durchschnitt um 1,3 %.

    Importierte landwirtschaftliche Güter waren im Durchschnitt um 2,3 % teurer als im Vorjahr (+1,5 % gegenüber dem Vormonat). Während sich lebende Schweine (+42,0 %) gegenüber September 2018 deutlich verteuerten, wurden Paprika (-13,4 %), Äpfel (-10,7 %), Zitrusfrüchte (-10,6 %) und Getreide (-9,1 %) zu niedrigeren Preisen importiert.

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  • Wie schon im September verbesserte sich auch im Oktober 2019 das Geschäftsklima in Ostdeutschland leicht. Der ifo Geschäftsklimaindex für die gesamte regionale Wirtschaft stieg von 100,3 auf 100,6 Punkte und liegt damit um einen Punkt höher als im Sommer des Jahres. Während die befragten Unternehmer ihre Lageeinschätzungen leicht senkten, hoben sie ihre Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate deutlich an.

    ifo Geschäftsklimaindex Ostdeutschland steigt weiter

    ifo Institut, Pressemitteilung vom 29.10.2019

    Wie schon im September verbesserte sich auch im Oktober das Geschäftsklima in Ostdeutschland leicht. Der ifo Geschäftsklimaindex für die gesamte regionale Wirtschaft stieg von 100,3 auf 100,6 Punkte und liegt damit um einen Punkt höher als im Sommer des Jahres. Während die befragten Unternehmer ihre Lageeinschätzungen leicht senkten, hoben sie ihre Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate deutlich an.Im ostdeutschen Verarbeitenden Gewerbe stieg die Stimmung etwas. Die befragten Unternehmer bewerteten ihre laufenden Geschäfte merklich besser als noch im Vormonat. Allerdings revidierten sie ihre Erwartungen für die kommenden sechs Monate spürbar nach unten.Auch im ostdeutschen Dienstleistungssektor hellte sich das Geschäftsklima geringfügig auf. Während die befragten Dienstleister ihre Lageeinschätzungen kräftig nach unten korrigierten, hoben sie ihre Geschäftserwartungen deutlich an.

    Im ostdeutschen Handel stieg die Stimmung nach dem Abwärtstrend der Vormonate erstmals wieder. Maßgeblich hierfür waren die optimistischeren Beurteilungen der laufenden Geschäfte. Die Geschäftserwartungen verharrten auf dem niedrigen Stand des Vormonats.

    Im ostdeutschen Bauhauptgewerbe stieg der Geschäftsklimaindex etwas. Die befragten Bauunternehmer senkten ihre Lageeinschätzungen gegenüber dem Vormonat leicht. Gleichzeitig stiegen ihre Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate merklich.

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  • Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sprach mit Gründern aus der Region im BaseCamp Bonn über Chancen und Hindernisse bei Existenzgründungen. Mit einer breit angelegten Gründungsoffensive will das BMWi zusätzliche Impulse geben, zum Gründen ermutigen und den Gründer- und Unternehmergeist in Deutschland stärken.

    #StartupGOwest: Vierte Regionalkonferenz der Gründungsoffensive „GO!“

    BMWi, Pressemitteilung vom 28.10.2019

    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sprach am 28.10.2019 mit Gründerinnen und Gründern aus der Region im BaseCamp Bonn über Chancen und Hindernisse bei Existenzgründungen. Über 300 Teilnehmer werden zur Regionalkonferenz West der bundesweiten Gründungsoffensive „GO!“ erwartet, zu der das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, die Handwerkskammer zu Köln und der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg eingeladen hatten. Mit einer breit angelegten Gründungsoffensive will das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zusätzliche Impulse geben, zum Gründen ermutigen und den Gründer- und Unternehmergeist in Deutschland stärken.

    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier: „Mit der Gründungsoffensive „GO!“ wollen Politik und Wirtschaft gemeinsam ein kraftvolles Zeichen für mehr Gründungen in Deutschland setzen. Dabei ist es mir besonders wichtig, die Leistungen und das hohe persönliche Engagement der mutigen Unternehmerinnen und Unternehmer anzuerkennen. Denn Start-ups, Unternehmensgründungen und -nachfolgen, ob im Handel, im Dienstleistungsbereich, im Handwerk, in den freien Berufen oder im verarbeitenden Gewerbe, machen die Regionen fit, den Wirtschaftsstandort Deutschland stark und die Soziale Marktwirtschaft zukunftsfähig. Deshalb freue ich mich auf den Dialog mit Gründerinnen und Gründern sowie erfolgreichen Unternehmerinnen und Unternehmern, um zu erfahren, wie wir künftig mehr Menschen für die eigene Firma oder die Selbständigkeit begeistern und zielgerichtet unterstützen können.“

    In ihrer gemeinsamen Erklärung zur Gründungsoffensive „GO!“ im November 2018 hatten das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie die Wirtschaftsverbände die Durchführung von vier Regionalkonferenzen vereinbart. Nach den Regionalkonferenzen in Saarbrücken, Rottweil und Chemnitz bietet die heutige Veranstaltung in Bonn mit rund 250 Gründerinnen und Gründern sowie Unternehmen und Gründungsinitiativen aus der Region die Möglichkeit zum individuellen Austausch zwischen Wirtschaft und Politik.

    IHK-Präsident Stefan Hagen hebt den aktuellen Zahlen für die Region Bonn/Rhein-Sieg hervor. Im ersten Halbjahr 2019 wurden 4.050 Gewerbeanmeldungen verzeichnet bei 3.428 Gewerbeabmeldungen. „Der Saldo ist positiv und gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. Dennoch brauchen wir mehr unternehmerischen Nachwuchs; mehr Unternehmen für einen gesunden und nachhaltigen Mittelstand in der Region“, so Hagen.

    Die Handwerkskammer kritisiert die hohe Bürokratiebelastung der Unternehmen und wünscht sich mehr Fortschritte bei der Digitalisierung der staatlichen Verwaltung. Der Ausbau von E-Government könne „zu einem gründerfreundlichen Klima beitragen“, betont Hans Peter Wollseifer, Präsident der Handwerkskammer. Ziel müsse sein, dass Existenzgründer „sämtliche Anmeldeformalitäten auch online erledigen können“.

    Bei einem Rundgang mit Netzwerkpartnern und Vertretern von Politik, Verwaltung und Wirtschaft aus der Region informierte sich Bundeswirtschaftsminister Altmaier beim „Markt der Möglichkeiten“ über die Geschäftsideen von billyard, Bonn Memo, Die mobile Brillenwerkstatt, Einfach Himmlisch, Eislabor, FITMIT5, Grillmais, Hair by Farahani, Instant Help, Litello, Monsieur Dumonde, Pflegenio, Plastikalternative, Unity Effect, VARIAND sowie die Schülerfirma des städtischen Siebengebirgsgymnasiums Bad Honnef mit der Kältekompresse „Gelo-Pack“ als Sieger des business@school-Deutschlandfinales. Schülerinitiative . Unter diesen Gründern wurden auch die Preisträger „BestofGOwest“ gekürt sowie von Thomas Meyer (Präsident von IHK NRW), Garrelt Duin (Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer zu Köln) und IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Hubertus Hille ausgezeichnet.

    Die regionalen Gründungsakteure Digital Hub Bonn, Handwerkskammer zu Köln, Hochschule Bonn/Rhein-Sieg, Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg, Social Impact Lab Bonn und die Universität Bonn sowie die Förderberatung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, die Initiative FRAUENunternehmen und die Gründerwoche Deutschland standen den Besuchern für Fragen zur Verfügung.

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  • Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im Oktober um 0,5 Punkte gefallen. Nach einer vorübergehenden Stabilisierung im September setzt der Frühindikator des IAB damit seinen Abwärtstrend fort. Allerdings weist das IAB-Arbeitsmarktbarometer mit 101,4 Punkten nach wie vor einen positiven Stand aus. Grund dafür ist der noch immer günstige Beschäftigungsausblick.

    IAB-Arbeitsmarktbarometer sinkt um 0,5 Punkte

    IAB, Pressemitteilung vom 28.10.2019

    Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im Oktober um 0,5 Punkte gefallen. Nach einer vorübergehenden Stabilisierung im September setzt der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) damit seinen Abwärtstrend fort. Allerdings weist das IAB-Arbeitsmarktbarometer mit 101,4 Punkten nach wie vor einen positiven Stand aus. Grund dafür ist der noch immer günstige Beschäftigungsausblick.

    Die Arbeitslosenzahlen dürften sich dagegen in den kommenden Monaten saisonbereinigt verschlechtern: Die Arbeitslosigkeitskomponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers ist im Oktober um 0,7 auf 98,2 Punkte gefallen. Damit liegt der Indikator klar unter der neutralen Marke von 100 Punkten, wenn auch nicht sehr weit im negativen Bereich. „Die Arbeitslosigkeit wird tendenziell zunehmen, solange der Wirtschaftsabschwung anhält. Mit einer Erholung der Konjunktur dürfte sich die Arbeitslosigkeit aber mittelfristig wieder verringern“, sagt Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“.

    Auch der Beschäftigungsausblick hat sich im Oktober verschlechtert: Die Beschäftigungskomponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers ging um 0,3 Punkte zurück. Der aktuelle Stand von 104,7 Punkten liegt zwar deutlich unter den Höchstwerten aus dem vergangenen Jahr, aber noch immer klar im positiven Bereich. Die Beschäftigungsentwicklung insgesamt sei relativ robust gegenüber dem Konjunkturabschwung, so Weber: „Trotz des erneuten Dämpfers erwarten die Arbeitsagenturen weiter steigende Beschäftigung.“

    Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist ein Frühindikator, der auf einer monatlichen Umfrage der Bundesagentur für Arbeit unter allen lokalen Arbeitsagenturen basiert. Während Komponente A des Barometers die Entwicklung der saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen für die nächsten drei Monate prognostiziert, dient Komponente B der Vorhersage der Beschäftigungsentwicklung. Der Mittelwert aus den Komponenten „Arbeitslosigkeit“ und „Beschäftigung“ bildet den Gesamtwert des IAB-Arbeitsmarktbarometers. Dieser Indikator gibt damit einen Ausblick auf die Gesamtentwicklung des Arbeitsmarkts. Da das Saisonbereinigungsverfahren laufend aus den Entwicklungen der Vergangenheit lernt, kann es zu nachträglichen Revisionen kommen. Die Skala des IAB-Arbeitsmarktbarometers reicht von 90 (sehr schlechte Entwicklung) bis 110 (sehr gute Entwicklung).

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  • Die Stimmung der Verbraucher zeigt im Oktober ein weniger optimistisches Bild. Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartung wie auch die Anschaffungsneigung müssen Einbußen hinnehmen. Für November prognostiziert GfK für das Konsumklima einen Wert von 9,6 Punkten und damit 0,2 Zähler weniger als der revidierte Oktoberwert (9,8 Punkte).

    Konsumklima gerät etwas unter Druck

    GfK, Pressemitteilung vom 25.10.2019

    Die Stimmung der Verbraucher zeigt im Oktober ein weniger optimistisches Bild. Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartung wie auch die Anschaffungsneigung müssen Einbußen hinnehmen. Für November prognostiziert GfK für das Konsumklima einen Wert von 9,6 Punkten und damit 0,2 Zähler weniger als der revidierte Oktoberwert (9,8 Punkte). Das sind Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für Oktober 2019.

    Neben den bekannten Risikofaktoren wie globale Konjunkturschwäche, Handelskonflikte und Brexit-Chaos häufen sich Meldungen zum Arbeitsplatzabbau, beispielsweise in der Automobilindustrie oder im Finanzmarkt. „Die Stimmung der Verbraucher ist durch diese Ereignisse wieder stärker getrübt und der Optimismus schwindet. Folglich rutscht das Konsumklima mit einem Wert von 9,6 Punkten auf den niedrigsten Stand seit November 2016“ erklärt Rolf Bürkl, GfK Konsumexperte. „Dennoch wird der private Konsum in diesem Jahr eine wichtige Stütze der deutschen Wirtschaft bleiben – unter der Voraussetzung, dass die gegenwärtigen Krisenherde nicht weiter eskalieren und Politik und Wirtschaft der zunehmenden Angst vor Jobverlust entgegentreten.“

    Die Zuversicht in die Konjunktur schwindet wieder

    Konnten sich die Konjunkturaussichten im Vormonat noch leicht erholen, so setzen sie im Oktober ihren Abwärtstrend fort. Der Indikator Konjunkturerwartung verliert 4,8 Zähler und rutscht damit auf -13,8 Punkte. Ein niedrigerer Wert wurde zuletzt vor fast sieben Jahren, im Dezember 2012, gemessen. Damals standen -14,0 Punkte zu Buche.

    Das Risiko, dass Deutschland in eine Rezession rutschen könnte, ist nach Einschätzung der Verbraucher zuletzt wieder größer geworden. Die globale Abkühlung der Konjunktur, die vor allem die stark exportorientierte deutsche Wirtschaft trifft, in Verbindung mit dem Handelskonflikt wird auch die deutsche Wirtschaft nicht unbeeindruckt lassen. So haben eine Reihe von Automobilherstellern sowie deren Zulieferer bereits den Abbau von Arbeitsplätzen angekündigt. Dieser Wegfall von Jobs wird künftig bei den Autobauern durch den anstehenden Wandel hin zur Elektromobilität noch verstärkt. Durch die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) kommen zunehmend die Banken in Schieflage. Wie das Beispiel Deutsche Bank zeigt, reagieren sie mit Filial- und Stellenabbau.

    Sinkende Konjunkturaussichten beeinflussen Einkommenserwartung

    Zeigten sich die Einkommensaussichten bislang im Großen und Ganzen unbeeindruckt von den seit Anfang 2018 tendenziell fallenden Konjunkturerwartungen, so verliert der Indikator Einkommenserwartung im Oktober deutliche 7,8 Zähler. Der aktuelle Wert von 39,0 Punkten ist der niedrigste Wert seit fast sechs Jahren. Noch niedriger zeigte sich der Indikator im Dezember 2013 mit 35,6 Zählern. Das Niveau der Einkommensstimmung ist immer noch zufriedenstellend, da der aktuelle Wert deutlich über dem langjährigen Durchschnittswert von etwa null Punkten liegt. Nach wie vor gehen die Konsumenten davon aus, dass sich ihre finanzielle Lage auch künftig positiv entwickeln wird. Die zuletzt herrschende Euphorie hat nun allerdings mit drei Rückgängen in Folge einen ersten Dämpfer erhalten.

    Anschaffungsneigung verliert leicht

    Trotz leichter Verluste behauptet die Anschaffungsneigung auch im Oktober ihr exzellentes Niveau. Der Indikator gibt mit einem Minus von 3,4 Zählern etwas mehr als die Hälfte seiner Vormonatsgewinne von 6,3 Punkten wieder ab. Aktuell weist die Konsumstimmung beachtliche 51,7 Punkte auf und liegt damit nur gut drei Zähler unter dem entsprechenden Wert des Vorjahres. Die Anschaffungsneigung stemmt sich bislang erfolgreich gegen den konjunkturellen Abschwung.

    Die Konsumlaune profitiert offenbar zum einen von der guten Arbeitsmarktlage und Einkommensentwicklung sowie von einer nach wie sehr geringen Sparneigung. Die Niedrigzinspolitik der EZB macht die bewusste Geldanlage wenig attraktiv und stützt damit die Konsumneigung.

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  • Die Stimmung in den deutschen Chefetagen ist im Oktober unverändert geblieben. Der ifo Geschäftsklimaindex verharrte bei 94,6 Punkten. Die Unternehmer schätzten ihre aktuelle Lage etwas weniger gut ein als im Vormonat. Ihre Erwartungen hingegen hellten sich etwas auf. Die deutsche Konjunktur stabilisiert sich.

    ifo Geschäftsklima unverändert

    ifo Institut, Pressemitteilung vom 25.10.2019

    Die Stimmung in den deutschen Chefetagen ist im Oktober unverändert geblieben. Der ifo Geschäftsklimaindex verharrte bei 94,6 Punkten. Die Unternehmer schätzten ihre aktuelle Lage etwas weniger gut ein als im Vormonat. Ihre Erwartungen hingegen hellten sich etwas auf. Die deutsche Konjunktur stabilisiert sich.

    Im Verarbeitenden Gewerbe konnte der Abwärtstrend beim Geschäftsklima vorerst gestoppt werden. Der Index stieg. Dies war auf merklich weniger pessimistische Erwartungen der Industriefirmen zurückzuführen. Die aktuelle Lage schätzten sie aber etwas schlechter ein. Die Kapazitätsauslastung sank um 1,3 Prozentpunkte auf 82,6 Prozent. Sie liegt damit erstmals seit dem dritten Quartal 2013 unter ihrem langfristigen Durchschnitt von 83,7 Prozent.

    Im Dienstleistungssektor ist das Geschäftsklima nahezu unverändert geblieben. Die Dienstleister bewerteten ihre aktuelle Lage weniger gut. Ihre Erwartungen hellten sich hingegen auf.

    Im Handel hat sich das Geschäftsklima verbessert. Dies war deutlich gestiegenen Erwartungen im Großhandel geschuldet. Die aktuellen Lageeinschätzungen fielen sowohl im Groß- als auch im Einzelhandel etwas weniger gut aus.

    Im Bauhauptgewerbe ist der Geschäftsklimaindikator gefallen. Die Unternehmen waren zwar weiterhin sehr zufrieden mit ihrer aktuellen Geschäftslage, aber weniger als noch im September. Die Erwartungen fielen ebenfalls zurückhaltender aus.

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  • Plattformen wie Amazon, YouTube, Spotify, Alibaba und Booking.com verändern derzeit die Welt, viele Unternehmen in Deutschland stehen digitalen Plattformen aber skeptisch gegenüber. Zwar geben lt. Bitkom 4 von 10 Unternehmen an, dass sie digitale Plattformen eher als Chance für das eigene Unternehmen sehen, zugleich halten sie aber 3 von 10 für ein Risiko.

    Deutsche Unternehmen zögern bei Plattformen

    Bitkom, Pressemitteilung vom 24.10.2019

    • 4 von 10 Unternehmen sehen digitale Plattformen als Chance, aber ebenso viele nutzen sie nicht
    • Jedes dritte Unternehmen will 2020 verstärkt in digitale Plattformen investieren
    • Bitkom legt Studie über Digitale Plattformen zum Digital-Gipfel vor

    Plattformen wie Amazon, YouTube, Spotify, Alibaba und Booking.com verändern derzeit die Welt, viele Unternehmen in Deutschland stehen digitalen Plattformen aber skeptisch gegenüber. Zwar geben 4 von 10 Unternehmen (45 Prozent) an, dass sie digitale Plattformen eher als Chance für das eigene Unternehmen sehen, zugleich halten sie aber 3 von 10 (30 Prozent) für ein Risiko. Jedes fünfte Unternehmen (22 Prozent) misst digitalen Plattformen keine Bedeutung für das eigene Geschäft zu. Zum Vergleich: 96 Prozent halten ganz allgemein die Digitalisierung für eine Chance für das eigene Unternehmen, nur 3 Prozent sehen in ihr ein Risiko. Das ist das Ergebnis einer Studie im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 500 Unternehmen in Deutschland mit 20 oder mehr Mitarbeitern. Sie wurde von Bitkom-Präsident Achim Berg am 24.10.2019 im Vorfeld des diesjährigen Digital-Gipfels der Bundesregierung (28./29. Oktober) vorgestellt. Insgesamt zeigen sich die Unternehmen mit Blick auf Plattformen gespalten. Rund zwei Drittel (63 Prozent) nehmen an, dass die Nutzung digitaler Plattformen insgesamt mehr Vorteile als Nachteile für sie bringt, aber jedes vierte (27 Prozent) sagt: Digitale Plattformen gefährden unsere Existenz. „Jede Branche und jedes Unternehmen muss sich mit digitalen Plattformen beschäftigen. Die Bedeutung und gerade auch die Chancen digitaler Plattformen werden in der deutschen Wirtschaft immer noch unterschätzt“, sagte Berg. „Manager und Unternehmer, die heute noch glauben, dass die Plattform-Ökonomie keine Auswirkungen auf ihr Unternehmen hat, müssen aufwachen.“

    Digitale Plattformen können für mehr Kunden und höhere Umsätze sorgen

    Als wichtigste Vorteile digitaler Plattformen gelten in der deutschen Wirtschaft die Schaffung eines breiteren Angebots (74 Prozent), die Erschließung neuer Kundengruppen (72 Prozent) und die Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens (68 Prozent). Dahinter folgen die Steigerung der Bekanntheit (63 Prozent) und die Förderung von Innovationen (62 Prozent). Aber auch die Einnahmen spielen eine wichtige Rolle. So sehen 57 Prozent eine Steigerung des Umsatzes bei bestehenden Produkten und 42 Prozent zusätzliche Umsätze mit neuen Produkten. Fast jedes zweite Unternehmen (47 Prozent) verspricht sich durch die Gewinnung von Daten Vorteile. Sorgen machen den Unternehmen demgegenüber der einfache Marktzutritt für neue Wettbewerber (65 Prozent), ein erhöhter Preisdruck sowie der Verlust der direkten Kundenbeziehung (je 55 Prozent). Dahinter folgen schrumpfende Margen durch Gebühren (48 Prozent). Viele Unternehmen fürchten eine starke Stellung des Plattformbetreibers. So haben 42 Prozent Sorgen, dass sie in Abhängigkeit vom Plattformbetreiber geraten und jedes dritte Unternehmen (33 Prozent) sieht die Weitergabe von Kundendaten an den Plattform-Betreiber kritisch. Jedes Vierte (23 Prozent) beklagt darüber hinaus einen unklaren Rechtsrahmen, etwa bei Kooperationen für den Aufbau von Plattformen.

    Eine häufig geäußerte Sorge in der Diskussion über digitale Plattformen ist die Monopolbildung. Jedes zweite Unternehmen (52 Prozent) glaubt, dass sich auf Dauer nur eine Plattform für einen Zweck auf dem Markt halten kann und so ein Monopol entstünde. „Die Geschichte vom Plattform-Monopol ist ein Märchen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. So gebe es im E-Commerce-Markt, auf dem sich die Entwicklung von Plattformen gut verfolgen lässt, zwar nur wenige globale Player, die einen großen Marktanteil auf sich vereinen. Dahinter sei aber eine ganze Reihe von nationalen Anbietern entstanden und eine Vielzahl von Plattformen besetzten zudem größere oder kleinere Nischenmärkte. Berg: „Auf jedem Markt gibt es Platz für mehr als eine digitale Plattform. Und die Karten werden in der digitalen Welt ständig neu gemischt – selbst heute führende Plattformen können in einigen Jahren von neuen Wettbewerbern überholt werden.“

    Von digitalen Plattformen profitieren nicht nur die Anbieter

    Als besonderes Merkmal von Plattform-Märkten gilt, dass alle Beteiligten aus der Plattform Vorteile ziehen – und das sehen auch die allermeisten deutschen Unternehmen so. Ganz oben in der Liste der Nutznießer stehen dabei die Plattformbetreiber selbst (98 Prozent), aber 79 Prozent sehen auch Vorteile für die Anbieter auf der entsprechenden Plattform und 73 Prozent für die Kunden, die die Plattform nutzen. Mehr als jeder Zweite (53 Prozent) ist sogar überzeugt, dass die gesamte Branche von einer digitalen Plattform Vorteile hat.

    Obwohl Plattformen im Allgemeinen diese ausgesprochen hohe Bedeutung zugemessen wird, geben 3 von 10 Unternehmen (30 Prozent) an, dass sie für ihr eigenes Unternehmen nicht relevant sind. Jedes elfte Unternehmen (9 Prozent) hat zwar die Bedeutung von Plattformen für sich erkannt, nutzt sie aber bisher nicht. Etwas weniger als die Hälfte der Unternehmen ist Anbieter auf Plattformen (45 Prozent), fast genauso viele (44 Prozent) fragen Produkte oder Dienstleistungen auf digitalen Plattformen nach. Und nur jeweils 5 Prozent aller Unternehmen geben an, dass sie selbst eine digitale Plattform alleine bzw. mit einem Partner betreiben.

    Von den Unternehmen, die Plattformen bislang links liegen lassen, schließen zwei Drittel (66 Prozent) ihre Nutzung auch für die Zukunft aus. Umgekehrt sind die Plattform-Nutzer von ihrer Entscheidung überzeugt: 93 Prozent derjenigen, die bereits Plattformen nutzen, würden bei einem Jobwechsel auch ihrem neuen Unternehmen empfehlen, auf digitale Plattformen zu setzen. „Plattformen überzeugen ganz offensichtlich diejenigen, die sie nutzen. Daraus kann man nur eine Empfehlung ableiten: Wirklich jeder sollte den Schritt in die Welt der digitalen Plattformen tun“, sagte Berg.

    Als größte Hemmnisse für den Einsatz digitaler Plattformen nennen die Plattform-Nutzer Anforderungen an den Datenschutz (64 Prozent), Anforderungen an die IT-Sicherheit (55 Prozent) und fehlendes qualifiziertes Personal (54 Prozent). Ein unzureichendes Budget (19 Prozent) oder fehlender wirtschaftlicher Nutzen (11 Prozent) spielen demgegenüber nur eine geringe Rolle, dies sind jedoch für die Nicht-Nutzer von Plattformen gewichtige Hemmnisse: 60 Prozent geben fehlendes Know-how, 52 Prozent fehlenden wirtschaftlichen Nutzen und 39 Prozent ein unzureichendes Budget als Gründe an, Plattformen nicht einzusetzen.

    Bei Investitionen in digitale Plattformen wollen die deutschen Unternehmen weiter zulegen. Jedes zweite Unternehmen (55 Prozent) gibt an, dass die Plattform-Investitionen in diesem Jahr zugenommen haben, bei 37 Prozent sind sie unverändert geblieben und nur bei 2 Prozent haben sie abgenommen. Im kommenden Jahr will jedes Dritte (34 Prozent) die Ausgaben erhöhen, jedes Zweite (54 Prozent) möchte sie konstant halten, aber 8 Prozent wollen sie reduzieren.

    84 Prozent: Politik soll den Aufbau deutscher und europäischer Plattformen fördern

    Eine große Mehrheit (84 Prozent) der Unternehmen fordert, dass die Politik den Aufbau deutscher und europäischer digitaler Plattformen fördern sollte. Als konkrete politische Maßnahmen werden europaweit einheitliche Regeln (53 Prozent) sowie mehr Rechtssicherheit für digitale Plattformen (50 Prozent) gefordert. Berg: „Wir brauchen einen Rechtsrahmen, der neue, plattformbasierte Geschäftsmodelle fördert und nicht erschwert.“ Öffentliche Mittel zum Aufbau digitaler Plattformen wünscht sich nur eine Minderheit von 36 Prozent, 32 Prozent plädieren für Unterstützung bei Kooperationen mit anderen Unternehmen, um gemeinsam digitale Plattformen aufzubauen. Ähnlich viele würden Impulse durch Lockerungen beim Datenschutz (29 Prozent) begrüßen. Aber nicht nur die Politik sei gefordert, laut Berg müsse sich vor allem die Wirtschaft selbst bewegen. 82 Prozent der Befragten unterstützen die Aussage, deutsche Unternehmen sollten viel häufiger zu Plattformanbietern werden. Immerhin jeder Vierte (25 Prozent) ist dagegen der Meinung, deutsche Unternehmen sollten sich nicht um das Thema Plattformen kümmern, sondern täten besser daran, sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren.

    Dabei herrscht große Einigkeit, dass die Bedeutung von digitalen Plattformen künftig weiter zunehmen wird. So sind jeweils 9 von 10 Unternehmen überzeugt, dass in zehn Jahren digitale Plattformen für die weltweite (90 Prozent) wie auch für die deutsche Wirtschaft (89 Prozent) sehr wichtig oder eher wichtig sein werden. 83 Prozent stimmen der Aussage für die eigene Branche zu und immerhin 75 Prozent für das eigene Unternehmen. „Die Unternehmen haben erkannt, dass digitale Plattformen eine wachsende Bedeutung haben und wünschen sich, dass es viel mehr davon in Deutschland und Europa gibt – aber im eigenen Unternehmen wollen sich noch zu wenige damit beschäftigen“, sagte Berg. „Wir sollten viel öfter über die Chancen und faszinierenden Möglichkeiten von Plattformen gerade für ein rohstoffarmes Land wie Deutschland sprechen. Es gibt viele Beispiele, die beweisen: Deutschland und Europa können Plattformen.“

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