Wirtschaft

  • Die zweijährige Übergangsfrist für die Umsetzung der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) ist fast abgelaufen – doch nur rund ein Viertel der Unternehmen in Deutschland ist bis zum 25. Mai 2018 aus eigener Perspektive vollständig konform mit den neuen Regeln. Knapp jedes dritte Unternehmen wird sie größtenteils umgesetzt haben, ebenso viele zumindest teilweise. Ganz am Anfang stehen auch am Stichtag noch 4 Prozent der Unternehmen. 2 Prozent sagen, sie werden bis dahin nicht einmal mit ersten Schritten beginnen. So die Ergbnisse einer Befragung durch Bitkom.

    3 von 4 Unternehmen verfehlen die Frist der Datenschutz-Grundverordnung

    Bitkom, Pressemitteilung vom 17.05.2018

    • Nur ein Viertel wird die Umsetzung rechtzeitig abschließen
    • 58 Prozent erwarten dauerhaft mehr Aufwand
    • Fast jedes zehnte Unternehmen sieht sein Geschäftsmodell gefährdet

    Die zweijährige Übergangsfrist für die Umsetzung der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) ist fast abgelaufen – doch nur ein Viertel (24 Prozent) der Unternehmen in Deutschland ist bis zum 25. Mai 2018 aus eigener Perspektive vollständig konform mit den neuen Regeln. Jedes dritte Unternehmen (32 Prozent) wird sie größtenteils umgesetzt haben, ebenso viele (33 Prozent) zumindest teilweise. Ganz am Anfang stehen auch am Stichtag noch 4 Prozent der Unternehmen. 2 Prozent sagen, sie werden bis dahin nicht einmal mit ersten Schritten beginnen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung unter mehr als 500 Unternehmen aus Deutschland. „Viele Unternehmen haben sich in der Vergangenheit zu wenig um den Datenschutz gekümmert und haben deshalb Nachholbedarf“, erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg. Gleichzeitig seien auch die Aufsichtsbehörden in der Pflicht. „Bei der Auslegung der Datenschutz-Grundverordnung mangelt es von offizieller Seite bis heute an praktischen Hilfestellungen.“

    Auch deshalb wäre der Wirtschaft ein kulantes Verhalten der Behörden willkommen. So plädieren vier von zehn befragten Unternehmen (41 Prozent) für eine verlängerte Schonfrist nach dem 25. Mai, bei der mögliche Sanktionen ausgesetzt würden. Die Hälfte (49 Prozent) von ihnen wünscht sich, dass die Aufsichtsbehörden bei Verstößen zunächst nur zu Nachbesserungen auffordern sollten. Nur jedes hundertste Unternehmen sagt, dass die vorgeschriebenen Sanktionen ausgeschöpft werden sollten. „Auch für die Behörden muss das Motto zunächst einmal lauten: helfen statt bestrafen“, so Berg. Die zum Teil vagen Formulierungen der Verordnung dürften den Unternehmen nicht zum Nachteil ausgelegt werden.

    Laut Umfrage sehen zwei von drei Unternehmen (66 Prozent), die sich mit der DS-GVO auseinandergesetzt haben, als größte Herausforderung bei der Umsetzung den schwer abschätzbaren Aufwand an. Im vergangenen Jahr sagten dies erst 54 Prozent. Mehr als die Hälfte (56 Prozent) beklagt Rechtsunsicherheit (2017: 42 Prozent). Der Mangel an qualifizierten Mitarbeitern ist für ein Viertel (24 Prozent) eine große Herausforderung, im Jahr 2017 gaben dies 17 Prozent an. Auch nach der abgeschlossenen Umsetzung der DS-GVO planen viele Unternehmen mehr Ressourcen für den Datenschutz ein. Sechs von Zehn (58 Prozent) erwarten dauerhaft mehr Aufwand wegen der neuen Datenschutzregeln, ein Drittel (32 Prozent) sogar deutlich mehr Aufwand. Ähnlich viele (34 Prozent) sehen einen gleichbleibenden Aufwand, ein deutlicher Rückgang zum Vorjahr. Damals rechnete noch fast die Hälfte (45 Prozent) mit einem ähnlichen Pensum wie zuvor. Kein einziges Unternehmen erwartet weniger Arbeit durch die neuen Datenschutzregeln. Berg: „Gerade für kleine und mittlere Unternehmen wird die DS-GVO auch langfristig zu deutlichen Belastungen führen.“

    Bei der grundsätzlichen Bewertung der Datenschutz-Grundverordnung ergibt sich ein gespaltenes Meinungsbild. So erwarten sieben von zehn Unternehmen (70 Prozent), dass die DS-GVO zu einheitlicheren Wettbewerbsbedingungen in der EU führt. Gut die Hälfte (51 Prozent) sagt, dass sie ein Wettbewerbsvorteil für europäische Unternehmen ist und dass die DS-GVO sogar dem eigenen Unternehmen Vorteile bringt (43 Prozent). Demgegenüber steht auch Kritik. Die Hälfte glaubt (50 Prozent), dass Geschäftsprozesse komplizierter werden. Mehr als jeder dritte Befragte (38 Prozent) rechnet damit, dass die DS-GVO die Digitalisierung in Europa bremst. Ebenfalls jeder Dritte (34 Prozent) sieht einen Wettbewerbsnachteil für europäische Unternehmen. Für 9 Prozent stellt die Verordnung sogar eine Gefahr für die eigene Geschäftstätigkeit dar. „Das Recht des Einzelnen auf Datenschutz muss wirksam gewahrt werden“, sagt Berg. „Entscheidend ist, dass auch künftig nützliche innovative Anwendungen auf den Markt gebracht werden können. Nur so kann die Datenschutz-Grundverordnung zu einem Standortvorteil für Europa werden.“

    Zu den wichtigsten Punkten der DS-GVO hat Bitkom „Fragen und Antworten“ (FAQs) veröffentlicht, die einen ersten Überblick über die Veränderungen zur bisherigen Rechtslage geben. Außerdem hat Bitkom vier Praxisleitfäden erstellt, wie verschiedene Verpflichtungen aus der Verordnung im Unternehmen umgesetzt werden können: „Datenübermittlung in Drittstaaten“, „Verarbeitungsverzeichnis“, „Risk Assessment und Datenschutzfolgenschutzabschätzung“ sowie die „Mustervertragsanlage zur Auftragsverarbeitung“. Alle Informationen stehen auf der Bitkom-Webseite zum kostenlosen Download bereit: www.bitkom.org/Themen/Datenschutz-Sicherheit/DSGVO.html .

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  • Das Risiko, dass die deutsche Wirtschaft in den kommenden drei Monaten in konjunkturelle Turbulenzen gerät, ist nach einem deutlichen Anstieg im April zuletzt wieder etwas zurückgegangen. Das signalisiert der Konjunkturindikator der Hans-Böckler-Stiftung.

    Gefahr einer Rezession leicht gesunken

    Konjunkturampel schaltet von „gelb“ auf „grün“

    Hans-Böckler-Stiftung, Pressemitteilung vom 15.05.2018

    Das Risiko, dass die deutsche Wirtschaft in den kommenden drei Monaten in konjunkturelle Turbulenzen gerät, ist nach einem deutlichen Anstieg im April zuletzt wieder etwas zurückgegangen. Das signalisiert der Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung. Für den Zeitraum von Mai bis Ende Juli weist das Frühwarninstrument, das die aktuellsten verfügbaren Daten über die Wirtschaftslage bündelt, eine mittlere Rezessionswahrscheinlichkeit von 27,3 Prozent aus. Im April hatte das Rezessionsrisiko bei 32,4 Prozent gelegen.

    Der nach dem Ampelsystem arbeitende Indikator springt von „gelb“ wieder auf „grün“ und signalisiert damit keine Rezessionsgefahr (Rezessionswahrscheinlichkeit unter 30 Prozent). Allerdings ist nach Einschätzung von Prof. Dr. Gustav A. Horn, dem wissenschaftlichen Direktor des IMK, noch nicht sicher einzuschätzen, wie der Trend in den kommenden Monaten aussehen wird. „Die gute Nachricht ist: Die Befürchtung, dass die deutsche Konjunktur in einen raschen Abschwung geraten könnte, hat sich nicht bestätigt. Wir sehen in den Daten sogar einige Indizien dafür, dass das Rezessionsrisiko in den kommenden Monaten weiter langsam sinkt. Die deutsche Wirtschaft profitiert nach wie vor davon, dass gute Arbeitsmarktdaten und steigende Löhne die Binnennachfrage antreiben. Deshalb ist der Aufschwung weitaus unempfindlicher gegen weltwirtschaftliche Verwerfungen als noch vor zehn Jahren und wenn diese Stabilitätskräfte weiter wirken, sind wir optimistisch, dass er sich fortsetzt“, sagt Horn. „Die schlechte Nachricht hat einen Namen: Donald Trump. Geopolitische Unsicherheiten und auch die weiter schwebende Entscheidung über US-Importzölle trüben zumindest die Stimmung in der Wirtschaft weiterhin ein. Hält dieser Prozess an, werden die Sorgen um die Konjunktur wieder zunehmen.“

    Die aktuelle leichte Entspannung beim Rezessionsrisiko erklärt das IMK mit einem Mix aus drei Faktoren: der Industrieproduktion, die sich zuletzt etwas erholt hat, einem leichten Anstieg der Auftragseingänge aus dem Inland und dem weiterhin ausgesprochen günstigen Finanzierungsumfeld für deutsche Unternehmen. Unverändert negativ wirken sich Stimmungsindikatoren wie der ifo-Index auf den IMK-Indikator aus.

    In den IMK-Konjunkturindikator fließen zahlreiche Daten aus der Real- und der Finanzwirtschaft ein. Darüber hinaus berücksichtigt das Instrument Stimmungsindikatoren. Das IMK nutzt dabei die Industrieproduktion als Referenzwert für eine Rezession, weil diese rascher auf einen Nachfrageeinbruch reagiert als das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Das Frühwarnsystem signalisiert eine Rezession, wenn die Industrieproduktion in einem Zeitraum von fünf Monaten um mindestens ein Prozent schrumpft.

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  • Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im April 2018 um 1,6 % höher als im April 2017. Im März 2018 hatte die Inflationsrate – gemessen am Verbraucherpreisindex – ebenfalls bei +1,6 % gelegen. Im Vergleich zum Vormonat März 2018 blieb der Verbraucherpreisindex im April 2018 unverändert. Das Statistische Bundesamt bestätigt somit seine vorläufigen Gesamtergebnisse vom 30. April 2018.

    Verbraucherpreise April 2018: +1,6 % gegenüber April 2017

    Inflationsrate trotz steigender Nahrungsmittel- und Energiepreise unverändert

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 16.05.2018

    Verbraucherpreisindex, April 2018

    • +1,6 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
    • 0,0 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

    Harmonisierter Verbraucherpreisindex, April 2018

    • +1,4 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
    • -0,1 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

    Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im April 2018 um 1,6 % höher als im April 2017. Im März 2018 hatte die Inflationsrate – gemessen am Verbraucherpreisindex – ebenfalls bei +1,6 % gelegen. Im Vergleich zum Vormonat März 2018 blieb der Verbraucherpreisindex im April 2018 unverändert. Das Statistische Bundesamt bestätigt somit seine vorläufigen Gesamtergebnisse vom 30. April 2018.

    Im April 2018 waren Energieprodukte im Vergleich zu April 2017 um 1,3 % teurer. Der Preisanstieg bei Energie lag damit unterhalb der Gesamtteuerung. In den beiden Vormonaten war die Teuerungsrate für Energie noch deutlich niedriger ausgefallen (März 2018: +0,5 %; Februar 2018: +0,1 %). Von April 2017 bis April 2018 verteuerte sich vor allem leichtes Heizöl (+8,0 %). Teurer als ein Jahr zuvor waren auch Strom (+1,6 %), Kraftstoffe (+0,6 %) sowie Umlagen von Zentralheizung und Fernwärme (+0,6 %). Hingegen verbilligten sich im gleichen Zeitraum feste Brennstoffe (-1,9 %) und Gas (-1,3 %). Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Inflationsrate im April 2018 ebenfalls bei +1,6 % gelegen.

    Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich von April 2017 bis April 2018 mit +3,4 % überdurchschnittlich. Der Preisanstieg binnen Jahresfrist hat sich damit im April 2018 verstärkt (März 2018: +2,9 %). Teurer als ein Jahr zuvor waren vor allem Speisefette und Speiseöle (+15,4 %). Diese Erhöhung ist im Wesentlichen durch steigende Butterpreise (+30,2 % gegen über April 2017) bedingt. Durchweg mehr mussten die Verbraucher für Molkereiprodukte und Eier (+8,9 %) bezahlen. Deutlich teurer wurde auch Obst (+8,6 %). Weitere Preiserhöhungen binnen Jahresfrist gab es unter anderem bei Fisch und Fischwaren (+2,5 %) sowie Fleisch und Fleischwaren (+2,4 %), nennenswerte Preisrückgänge hingegen bei Gemüse (-4,5 %). Ohne Berücksichtigung der Preise für Energie und Nahrungsmittel hätte die Inflationsrate im April 2018 nur bei +1,4 % gelegen.

    Die Preise für Waren insgesamt lagen im April 2018 um +1,6 % über dem Vorjahresmonat. Neben den Preisanstiegen bei Energie (+1,3 %) und Nahrungsmitteln (+3,4 %) verteuerten sich insbesondere Zeitungen und Zeitschriften (+4,8 %), Bier (+4,7 %) und Tabakwaren (+4,4 %) deutlich. Günstiger hingegen wurden zum Beispiel Geräte der Unterhaltungselektronik (-3,8 %) und Informationsverarbeitungsgeräte (-3,0 %).

    Mit +1,5 % erhöhten sich von April 2017 bis April 2018 die Preise für Dienstleistungen fast im gleichen Maße wie für Waren. Bedeutsam für die Preiserhöhung bei Dienstleistungen waren die Nettokaltmieten (+1,6 % gegenüber April 2017), da private Haushalte einen großen Teil ihrer Konsumausgaben dafür aufwenden. Noch etwas stärker verteuerten sich binnen Jahresfrist zum Beispiel Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+3,2 %) sowie Dienstleistungen für Verpflegung in Restaurants, Cafés und Straßenverkauf (+2,2 %). Günstiger für die Verbraucher waren unter anderem Telekommunikationsdienstleistungen (-0,7 %) und Pauschalreisen (-1,1 %).

    Veränderung im April 2018 gegenüber dem Vormonat März 2018

    Im Vergleich zum März 2018 blieb der Verbraucherpreisindex im April 2018 unverändert. Im Vormonatsvergleich stiegen die Energiepreise um 1,7 %, insbesondere mussten die Verbraucher mehr für leichtes Heizöl (+5,4 %) und Kraftstoffe (+3,3 %, darunter Superbenzin: +3,6 %; Dieselkraftstoff: +2,6 %) bezahlen. Die Preise für alle anderen Energieprodukte blieben hingegen nahezu unverändert (zum Beispiel Strom: +0,2 %; Gas: -0,1 %). Deutlich teurer wurden binnen Monatsfrist auch Tabakwaren (+2,0 %).

    Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich im April 2018 gegenüber dem Vormonat nur geringfügig um 0,1 %. Im Einzelnen standen zum Beispiel den Preiserhöhungen bei Obst (+0,6 %) und Süßwaren (+0,6 %) Preissenkungen bei Gemüse (-0,5 %) und Molkereiprodukten (-0,5 %) gegenüber.

    Abgemildert wurde der Preisanstieg im April 2018 durch einige sinkende Preise unter anderem für zahnärztliche Dienstleistungen (-1,1 %), Erzeugnisse und Verbrauchsgüter für Gartenpflege (-0,9 %) sowie Telefone (-0,8 %).

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  • Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft setzte sich im ersten Quartal 2018 fort. Die Konjunktur schwächte sich zwar etwas ab, hierbei waren aber auch Sondereffekte maßgeblich. Der Aufschwung bleibt intakt. Das BMWi hat die Zahlen zur wirtschaftlichen Entwicklung im Mai 2018 veröffentlicht.

    Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Mai 2018

    BMWi, Pressemitteilung vom 15.05.2018

    • Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft setzte sich im ersten Quartal 2018 fort. Die Konjunktur schwächte sich zwar etwas ab, hierbei waren aber auch Sondereffekte maßgeblich. Der Aufschwung bleibt intakt.
    • Das Produzierende Gewerbe legt im ersten Quartal eine Verschnaufpause ein. Die industriellen Auftragseingänge waren sogar rückläufig. Das Geschäftsklima bleibt aber überdurchschnittlich gut.
    • Die Konsumnachfrage der privaten Haushalte bleibt rege. Der Handel zeigt sich angesichts guter Rahmenbedingungen zuversichtlich.
    • Die weiterhin hohe Nachfrage nach Arbeitskräften in weiten Teilen der Wirtschaft sorgt für eine stetig steigende Beschäftigung. Die Herausforderungen für Arbeitgeber bei der Mitarbeitersuche bleiben groß. Die Verringerung der höheren Arbeitslosigkeit in strukturschwachen Gebieten und die Langzeitarbeitslosigkeit bleiben Aufgaben.

    Die deutsche Wirtschaft ist auch im ersten Quartal des Jahres 2018 gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt erhöhte sich preisbereinigt um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Die Rate liegt erwartungsgemäß unter dem für die deutsche Wirtschaft recht hohen durchschnittlichen Quartalswachstum von 0,7 Prozent im Jahr 2017. Die Nachfrage nach industriellen Produkten sowohl aus dem Inland als auch aus Ländern außerhalb des Euroraums fiel geringer aus als im Vorquartal und senkte die Exporte. Hinzu kamen einige Sondereffekte, die vorübergehend dämpfend wirkten. Neben der Grippewelle, den vermehrten Streiks und der frühen Lage der Osterferien dürfte sich die vorläufige Haushaltsführung des Bundes spürbar ausgewirkt haben. Die Gründe für die schwächere Auslandsnachfrage sind sicherlich vielfältig. Inwieweit hierzu eine mögliche Verunsicherung durch die seit Beginn des Jahres schärferen außen- und handelspolitischen Töne der Regierung der Vereinigten Staaten beitrug, ist derzeit noch schwer zu beurteilen. Insgesamt bleibt der Aufschwung der deutschen Wirtschaft aber intakt. Die Weltwirtschaft ist weiterhin grundsätzlich in guter Verfassung und die deutsche Wirtschaft bleibt, wenn man zum Beispiel ihre Nachfrage nach Arbeitskräften zugrunde legt, auf Wachstum ausgerichtet. Die einschlägigen Geschäftsklimaindikatoren sind zwar nicht mehr ganz so positiv wie zum Jahreswechsel, ihr überdurchschnittliches Niveau spricht aber deutlich für die Fortsetzung des Aufschwungs, wenn vielleicht auch mit etwas angepasster Dynamik.

    Die Weltwirtschaft expandiert trendmäßig mit hohem Tempo. Die Weltindustrieproduktion startete allerdings mit wenig Dynamik in das neue Jahr, lag im Februar dennoch um 3,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Die stärksten Impulse kommen über ein Jahr gesehen von den asiatischen Schwellenländern, die Produktion der entwickelten Volkswirtschaften wurde aber ebenfalls spürbar ausgeweitet. Die weiteren Aussichten für den regional breit angelegten globalen Aufschwung bleiben positiv, auch wenn sich sein Wachstumstempo kaum mehr steigern dürfte. Der globale Markit Einkaufsmanagerindex erhöhte sich im April und lag deutlich in seiner Wachstumszone. Das ifo Weltwirtschaftsklima indes schwächte sich im zweiten Quartal, insbesondere hinsichtlich der Geschäftserwartungen, ab. IWF und OECD rechnen für die Weltwirtschaft für die Jahre 2018 und 2019 mit einem Wachstum von jeweils 3,9 Prozent.

    Die deutschen Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen haben sich angesichts des weniger dynamischen außenwirtschaftlichen Umfelds zuletzt schwächer entwickelt. Sie gingen im ersten Quartal 2018 gegenüber dem Vorquartal in jeweiligen Preisen um 0,3 Prozent zurück. Auch die ifo Exporterwartungen im Verarbeitenden Gewerbe sind im April weiter gesunken. Dabei könnte die aktuelle Handelspolitik der USA eine Rolle gespielt haben. Die nominalen Importe von Waren und Dienstleistungen haben sich im ersten Quartal gegenüber dem Vorquartal nicht verändert. Sie dürften angesichts der steigenden Binnennachfrage im weiteren Verlauf aufwärtsgerichtet bleiben.

    Die Industrie startete verhalten in das neue Jahr. Ihre Produktion nahm im gesamten ersten Quartal lediglich um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu, trotz Anstieg um 1,0 Prozent im März. Die Produktion im Baugewerbe stieg im März um 0,6 Prozent und im gesamten ersten Quartal ebenfalls nur um 0,1 Prozent. Während innerhalb der Industrie die Investitionsgüter im ersten Quartal um 0,2 Prozent und die Konsumgüter um 2,0 Prozent zulegten, wurde die Produktion von Vorleistungsgütern um 0,9 Prozent zurückgenommen. Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe verzeichneten im März ein Minus von 0,9 Prozent, was vor allem auf einen geringeren Anteil von Großaufträgen zurückging. Im gesamten ersten Quartal wurden sogar 2,4 Prozent weniger Aufträge registriert. Sowohl die Nachfrage aus dem Inland (-2,1 Prozent) als auch vor allem die aus Staaten außerhalb des Euroraums (-3,6 Prozent) war rückläufig. Der Aufschwung in der Industrie bleibt aber intakt, zumal im ersten Quartal Sondereffekte wie vermehrte Streiks, die Grippewelle sowie die Lage der Osterfeiertage die Produktion gedämpft haben dürften. Das außenwirtschaftliche Umfeld ist insgesamt positiv, der Auftragsbestand auf Rekordniveau und das Geschäftsklima überdurchschnittlich gut. Auch vom Bauhauptgewerbe kommen eher positive Nachrichten. Nach einer ruhigeren Phase wird die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe daher wieder Fahrt aufnehmen.

    Die Indikatoren für den privaten Konsum sind zwar gemischt, zeichnen insgesamt aber ein leicht positives Bild. Die Umsätze im Einzelhandel gingen im März zwar nochmal um 0,6 Prozent zurück. Damit ergab sich für das erste Quartal ein Minus zum Vorquartal von 0,8 Prozent. Die Zahl der Neuzulassungen von Kraftfahrzeugen insbesondere bei den privaten Haltergruppen entwickelt sich im ersten Quartal demgegenüber sehr günstig. Das ifo Geschäftsklima für den Einzelhandel hat sich im April wieder etwas aufgehellt, der prognostizierte GfK-Konsumklimaindex für Mai ging dagegen leicht zurück. Beide Indikatoren bewegen sich auf überdurchschnittlichem Niveau. Angesichts der günstigen Einkommens- und Beschäftigungsentwicklung dürfte der private Konsum daher weiter zum Wachstum beitragen.

    Die positiven Entwicklungen am Arbeitsmarkt setzen sich mit der üblichen Frühjahrsbelebung fort. Die Frühindikatoren signalisieren auch nach dem jüngsten leichten Dämpfer eine weiterhin hohe Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften. Im März nahm die Erwerbstätigkeit saisonbereinigt um 32.000 Personen zu und auch auf Jahressicht blieb der Beschäftigungszuwachs (+1,4 Prozent) sehr hoch. Der Zuwachs bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung war im Februar nicht mehr so hoch wie in den Vormonaten, aber nach wie vor sehr kräftig (+53.000 Personen). Die Zahl der Arbeitslosen sank im April weiter und unterschritt nach den Ursprungszahlen die Marke von 2,4 Mio. Personen. Gegenüber März ging sie um 7.000 Personen zurück. Die Unterbeschäftigung, die zudem Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt, nahm stärker ab. Die Eindämmung der Langzeitarbeitslosigkeit und die höhere Arbeitslosigkeit in strukturschwachen Gebieten bleiben als Herausforderungen bestehen.

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  • Die deutsche Wirtschaft ist auch zum Jahresbeginn gewachsen, das Tempo hat sich aber abgeschwächt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal 2018 – preis-, saison- und kalenderbereinigt – um 0,3 % höher als im vierten Quartal 2017.

    Bruttoinlandsprodukt im 1. Quartal 2018 um 0,3 % gestiegen

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 15.05.2018

    Die deutsche Wirtschaft ist auch zum Jahresbeginn gewachsen, das Tempo hat sich aber abgeschwächt. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal 2018 – preis-, saison- und kalenderbereinigt – um 0,3 % höher als im vierten Quartal 2017. Es ist damit bereits das 15. Mal in Folge im Vergleich zum Vorquartal gestiegen; das ist die längste Aufschwungphase seit 1991. Im vergangenen Jahr war das BIP stärker gestiegen, zuletzt +0,7 % im dritten und +0,6 % im vierten Quartal 2017.

    Positive Impulse kamen im Vorquartalsvergleich – preis-, saison- und kalenderbereinigt – nach vorläufigen Berechnungen aus dem Inland. Die Investitionen legten kräftig zu: Vor allem in Bauten, aber auch in Ausrüstungen wurde deutlich mehr investiert als im vierten Quartal 2017. Die privaten Haushalte erhöhten ihre Konsumausgaben zum Jahresbeginn leicht. Die Konsumausgaben des Staates waren dagegen erstmals seit knapp fünf Jahren rückläufig und dämpften das Wirtschaftswachstum. Daneben verlor nach vorläufigen Berechnungen die außenwirtschaftliche Entwicklung an Dynamik, weil sowohl die Exporte als auch die Importe im Vergleich zum Vorquartal rückläufig waren.

    Auch im Vorjahresvergleich hat sich das Wirtschaftswachstum etwas abgeschwächt: Das preisbereinigte BIP war im ersten Quartal 2018 um 1,6 % höher als im ersten Quartal 2017. Korrigiert um den vergleichsweise starken Kalendereinfluss aufgrund der Lage der Feiertage ergab sich ein Anstieg des BIP um 2,3 %. Im dritten Quartal 2017 war das kalenderbereinigte BIP um 2,7 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen, im vierten Quartal 2017 um 2,9 %.

    Die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2018 wurde von 44,3 Millionen Erwerbstätigen erbracht, das waren 609.000 Personen oder 1,4 % mehr als ein Jahr zuvor.

    Neben der Erstberechnung des ersten Quartals 2018 hat das Statistische Bundesamt auch die bisher veröffentlichten Ergebnisse der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen für die Quartale und das Jahr 2017 überprüft. Dabei ergaben sich für das Bruttoinlandsprodukt keine Änderungen der bisherigen Ergebnisse.

    Ausführlichere Ergebnisse für das erste Quartal 2018 gibt das Statistische Bundesamt am 24. Mai 2018 bekannt.

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  • Mehr als jedes zweite Startup (56 Prozent) hat bereits die Erfahrung gemacht, dass es eine Stelle nicht besetzen konnte, weil sich keine geeigneten Kandidaten finden ließen. In Deutschland fehlen aktuell rund 55.000 IT-Spezialisten. Das ist u. a. das Ergebnis einer Umfrage von Bitkom.

    Viele Startups finden keine geeigneten Mitarbeiter

    Bitkom, Pressemitteilung vom 14.05.2018

    • Startups beschäftigen im Durchschnitt 16 Mitarbeiter – und haben 5 offene Stellen
    • Breite Unterstützung für ein Fachkräfte-Einwanderungsgesetz

    Der einsame Gründer vor dem Computerbildschirm, der eine weltverändernde Web-Plattform programmiert – so sehen Startups selbst im Kino nicht mehr aus. Im Durchschnitt beschäftigen Startups hierzulande 16 Mitarbeiter, rund jedes fünfte Startup (21 Prozent) hat dabei sogar 20 oder mehr Beschäftigte. Drei Viertel (73 Prozent) wollen im laufenden Jahr zusätzliche Mitarbeiter einstellen, gerade einmal 1 Prozent rechnet mit Stellenabbau. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 300 Startups. „Startups sind nicht nur von herausragender Bedeutung für Innovationen und die erfolgreiche Gestaltung der Digitalisierung unserer Wirtschaft. Startups sind inzwischen auch bedeutende Arbeitgeber“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

    Aktuell haben 6 von 10 Startups offene Stellen, die sie gerne besetzen würden. Jedes Zweite (50 Prozent) gibt an, dass ein bis fünf Positionen vakant sind, 6 Prozent haben sechs bis zehn offene Stellen und 4 Prozent sogar elf oder mehr. Im Durchschnitt haben Startups 5 offene Stellen – aber längst nicht alle werden sich besetzen lassen. Mehr als jedes zweite Startup (56 Prozent) hat bereits die Erfahrung gemacht, dass es eine Stelle nicht besetzen konnte, weil sich keine geeigneten Kandidaten finden ließen. „In Deutschland fehlen aktuell rund 55.000 IT-Spezialisten. Wer offene Stellen für Informatiker oder Ingenieure hat, der konkurriert mit einer Vielzahl von Unternehmen um dieselben Kandidaten – und Startups können in aller Regel nicht jene Gehälter zahlen, die etablierte Unternehmen anbieten“, so Berg. „Startups müssen Bewerbern ein attraktives Gesamtpaket anbieten und sich möglichst auch international um geeignete Mitarbeiter bemühen.“

    Allerdings ist gerade die Rekrutierung von Mitarbeitern aus Ländern außerhalb der EU immer noch mit hohem bürokratischem Aufwand verbunden, der gerade für kleine Startups nur schwer zu stemmen ist. Eine breite Mehrheit der Startups unterstützt daher die Forderung nach einem Fachkräfteeinwanderungsgesetz, das den Zuzug qualifizierter Arbeitskräfte aus Nicht-EU-Ländern erleichtert. Rund drei Viertel (72 Prozent) sind der Überzeugung, ein solches Gesetz wäre für ihr eigenes Startup hilfreich. „Wir brauchen bei Startups und letztlich in Unternehmen jeder Größe und Branche IT-Spezialisten, damit wir die Digitalisierung aktiv und erfolgreich gestalten können. Dabei stehen wir im Wettbewerb mit anderen Nationen, die die Bedeutung von Tech-Startups erkannt haben und ganz konsequent handeln“, so Berg. So ermöglicht die französische Regierung mit dem „French Tech Visa“ Startup-Gründern, -mitarbeitern und -investoren aus dem außereuropäischen Ausland unkompliziert eine Aufenthaltsgenehmigung und Arbeitserlaubnis für vier Jahre zu beantragen. Berg: „SPD und Union haben im Koalitionsvertrag ein Fachkräftezuwanderungsgesetz versprochen. Es muss die Bedürfnisse und oft eingeschränkten Möglichkeiten von Startups berücksichtigen und so schnell wie möglich entworfen, verabschiedet und umgesetzt werden.“

    Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 302 IT- und Internet-Startups in Deutschland befragt. Die Fragestellungen lauteten „Wie viele Mitarbeiter sind aktuell in Eurem Startup beschäftigt?“, „Wie wird sich die Anzahl der Mitarbeiter in Eurem Startup im Jahr 2018 voraussichtlich entwickeln?“, „Wie viele offene Stellen gibt es aktuell in Eurem Startup?“, „Ist es bereits vorgekommen, dass eine Stelle in Eurem Startup nicht besetzt werden konnte, weil kein geeigneter Kandidat gefunden werden konnte?“ und „Wie hilfreich werden die jeweiligen Maßnahmen Deiner Meinung nach für Euer Startup sein?“

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  • Betriebsvereinbarungen zwischen Betriebsrat und Management spiegeln die tiefgreifenden Veränderungen in deutschen Unternehmen wider. Wichtige Themen sind Arbeitszeit, Datenschutz und Gesundheit, ergibt eine neue Auswertung der Hans-Böckler-Stiftung.

    Arbeitszeit, Datenschutz und psychische Belastungen sind Top-Themen bei Betriebsvereinbarungen

    Hans-Böckler-Stiftung, Pressemitteilung vom 14.05.2018

    Betriebsvereinbarungen zwischen Betriebsrat und Management spiegeln die tiefgreifenden Veränderungen in deutschen Unternehmen wider. Wichtige Themen sind Arbeitszeit, Datenschutz und Gesundheit, ergibt eine neue Auswertung der Hans-Böckler-Stiftung. Den stärksten Zuwachs gab es in den letzten Jahren bei Vereinbarungen zum Schutz vor psychischen Belastungen.

    Was bedeutet Arbeiten 4.0 im betrieblichen Alltag? Und wie wird die Digitalisierung in Unternehmen umgesetzt? In Betrieben mit Betriebsrat haben die Beschäftigten darauf einen gesetzlich gesicherten Einfluss und können Regeln für die Arbeitswelt von morgen mitgestalten. Aktuell schließen Betriebsräte am häufigsten Vereinbarungen zu Arbeitszeit und Datenschutz ab. Außerdem kommen viele Betriebsvereinbarungen hinzu, die der Gesundheit der Beschäftigten dienen und vor psychischen Belastungen schützen sollen. Dies zeigt eine Analyse von Helge Baumann aus dem Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) sowie Dr. Manuela Maschke und Sandra Mierich aus dem Institut für Mitbestimmung und Unternehmensführung (I.M.U) der Hans-Böckler-Stiftung. Die Experten haben Daten der WSI-Betriebsrätebefragungen 2015 und 2017 und aus dem Archiv Betriebliche Vereinbarungen ausgewertet. Die Betriebsrätebefragung ist repräsentativ für mitbestimmte Betriebe aus allen Branchen mit mehr als 20 Beschäftigten.

    Am häufigsten geht es der Analyse zufolge in Betriebsvereinbarungen um das Thema Arbeitszeit. So haben beispielsweise rund 71 Prozent aller Betriebe mit Arbeitnehmervertretung ein gültiges Abkommen zu Arbeitszeitkonten (siehe auch die Infografik; Link unten). „Soll Arbeitszeit flexibler gestaltet werden, dann sind Arbeitszeitkonten das notwendige Instrument“, heißt es in der Analyse. Hinzu kommen weitere Vereinbarungen, die sich mit flexiblen Arbeitszeitmodellen wie etwa Gleitzeit, Vertrauensarbeitszeit oder Wochenendarbeit befassen. Einerseits sollen diese Regelungen den Beschäftigten ermöglichen, selbstbestimmter über ihre Arbeitszeit zu entscheiden, gleichzeitig müssen Betriebsräte einer Entgrenzung der Arbeit entgegentreten. Nicht zuletzt müssen betriebliche Erfordernisse oft berücksichtigt werden – die meisten Betriebsvereinbarungen zum Thema Arbeitszeit enthalten eine entsprechende Einschränkung.

    Hohe Priorität hat für Betriebsräte der Datenschutz – in 70 Prozent der Betriebe existieren dazu Vereinbarungen. Sie sollen zum Beispiel die lückenlose Überwachung durch Arbeitgeber verhindern. Das bedeutet konkret, Leistungs- und Verhaltenskontrollen zu begrenzen, die Auswertung von Protokollen zu regulieren und die private Nutzung von Anwendungen zu regeln.

    Ein weiteres Thema, das aktuell stark an Bedeutung gewinnt: Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung. Mittlerweile gibt es dazu in etwa 55 Prozent der Betriebe eine Vereinbarung – deutlich mehr als noch im Jahr 2015, damals waren es nur 42 Prozent. „Zwischen wachsender Arbeits- und Leistungsverdichtung und dem vermehrten Abschluss von Betriebsvereinbarungen zu Gesundheitsschutz kann man einen Zusammenhang vermuten“, schreiben Baumann, Maschke und Mierich. „Nicht zuletzt sind gesetzliche und tarifvertragliche Regeln zum Schutz der Gesundheit darauf angewiesen, dass sie in den Betrieben umgesetzt werden.“

    Offenbar erkennen immer mehr Unternehmen, dass aufgrund zunehmender Arbeitsverdichtung und Entgrenzung in der digitalisierten Arbeitswelt dringender Handlungsbedarf besteht. Das zeigt sich auch daran, dass psychische Belastungen stärker in den Fokus rücken. Inzwischen gibt es in rund 30 Prozent der mitbestimmten Betriebe eine Vereinbarung zu psychischen Gefährdungsbeurteilungen. Mehr als die Hälfte dieser Vereinbarungen wurde seit 2015 abgeschlossen. Gefährdungsbeurteilungen psychischer Belastungen seien das „Trendthema Nummer 1″, heißt es in der Analyse. „Vor allem Betriebsräte mit einem hohen Anteil von Hochqualifizierten und einem hohen Anteil von neu gewählten Mitgliedern holen bei diesem Thema auf.“

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  • Der Fachkräftemangel macht sich nun auch im Handel deutlich bemerkbar. Das hat die Konjunktur-Umfrage des ifo Instituts ergeben.

    Fachkräftemangel jetzt auch im Handel deutlich bemerkbar

    ifo Institut, Pressemitteilung vom 09.05.2018

    Der Fachkräftemangel macht sich nun auch im Handel deutlich bemerkbar. Das hat die Konjunktur-Umfrage des ifo Instituts ergeben. „Danach antworteten 23,9 Prozent der Unternehmen im Großhandel (ohne Autos), dass ihnen Fachkräfte fehlen. Vor einem Jahr waren es erst 18,2 Prozent. Beim Einzelhandel (ohne Autos) waren es sogar 25,7 Prozent, gegenüber nur 18,0 Prozent vor einem Jahr. Auch im Autohandel fehlen 25,4 Prozent der Betriebe Fachkräfte, nach bereits 22,5 Prozent vor einem Jahr.

    „Der hohen Anzahl der Beschäftigten steht ein deutlich gestiegener Anteil an offenen Arbeitsstellen gegenüber, zunehmend schwieriger wird es für die Firmen diese offenen Stellen zu besetzen. Im Großhandel sind vor allem die Investitionsgüter betroffen, mit 28 Prozent der Firmen“, sagt ifo-Referentin Sabine Rumscheidt, die die Daten ausgewertet hat. In der Branche „Sonstige Maschinen und Ausrüstungsgegenstände“ lag der Anteil sogar bei einem Drittel. Die Ergebnisse in den baunahen Großhandelsbranchen, wie Holz, Baustoffe und Sanitärkeramik oder Möbel, Einrichtungsgegenstände und Bodenbeläge weisen ebenfalls auf Engpässe bei der Besetzung der Stellen hin.

    Auch im Einzelhandel liegt der Anteil der Firmen mit Arbeitskräftemangel bei den Gebrauchsgütern (25 Prozent) höher als beispielsweise beim Einzelhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln (20 Prozent). In den baunahen Einzelhandelsbranchen, wie Möbeleinzelhandel (28 Prozent) oder Einzelhandel mit Haushaltsgeräten, Heimwerker- und Einrichtungsbedarf (26 Prozent) verhält sich das Ergebnis ähnlich wie im Großhandel. „Ein verstärkter Lohnanstieg ist innerhalb der Branche jedoch nicht festzustellen“, sagt Rumscheidt.

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  • Das ifo Weltwirtschaftsklima hat sich verschlechtert. Der Indikator sank im zweiten Quartal von 26,0 auf 16,5 Punkte und befindet sich damit in etwa wieder auf dem Niveau des vierten Quartals 2017.

    ifo Weltwirtschaftsklima verschlechtert sich

    ifo Institut, Pressemitteilung vom 08.05.2018

    Das ifo Weltwirtschaftsklima hat sich verschlechtert. Der Indikator sank im zweiten Quartal von 26,0 auf 16,5 Punkte und befindet sich damit in etwa wieder auf dem Niveau des vierten Quartals 2017. Die Beurteilungen der Experten zur aktuellen Wirtschaftslage bleiben unverändert günstig. Ihre Erwartungen sind deutlich weniger optimistisch als noch im Quartal zuvor. Der Aufschwung der Weltkonjunktur bleibt weiter intakt, jedoch schwächt er sich ab.

    Das Wirtschaftsklima verschlechtert sich nahezu in allen Regionen. Sowohl die Beurteilung der aktuellen Lage als auch die Erwartungen fallen in den USA deutlich. In der Europäischen Union, in Lateinamerika, in den GUS Staaten, im Nahen Osten und in Nordafrika kühlen sich die Erwartungen ebenfalls ab. Die Lage-Einschätzung verbessert sich dagegen abermals. Auch in den asiatischen Schwellen- und Entwicklungsländern trüben sich die Erwartungen ein. Die Lagebeurteilung bleibt hingegen in etwa unverändert.

    Einhergehend mit steigenden Inflationserwartungen werden sich die kurz- und langfristigen Zinsen in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften in den nächsten sechs Monaten erhöhen. Die Experten erwarten zudem ein deutlich schwächeres Wachstum des Welthandels, auch weil sie mit stärkeren Handelsbarrieren rechnen. Insgesamt rechnen die Experten mit einem Anstieg des Welt-Bruttoinlandsprodukts von 3,9 Prozent in diesem Jahr.

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  • Im Februar 2018 meldeten die deutschen Amtsgerichte 1.624 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 2,8 % mehr als im Februar 2017.

    Februar 2018: 2,8 % mehr Unternehmensinsolvenzen als im Februar 2017

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 09.05.2018

    Im Februar 2018 meldeten die deutschen Amtsgerichte 1.624 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 2,8 % mehr als im Februar 2017.

    Im Baugewerbe gab es im Februar 2018 mit 306 Fällen die meisten Unternehmensinsolvenzen. 276 Insolvenzanträge stellten Unternehmen des Wirtschaftsbereichs Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen). Im Gastgewerbe wurden 195 Insolvenzanträge gemeldet.

    Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte für Februar 2018 auf rund 3,6 Milliarden Euro. Im Februar 2017 hatten sie bei 1,2 Milliarden Euro gelegen.

    Zusätzlich zu den Unternehmensinsolvenzen meldeten 7.211 übrige Schuldner im Februar 2018 Insolvenz an (-5,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat). Darunter waren 5.450 Insolvenzanträge von Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie 1.425 Insolvenzanträge von ehemals selbstständig Tätigen, die ein Regel- beziehungsweise ein Verbraucherinsolvenzverfahren durchlaufen.

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  • Laut einer Studie der IAB in der Vermittlungsfachkräfte von Arbeitsagenturen befragt wurden, sind gesundheitliche Einschränkungen, zu geringe oder veraltete EDV-Kenntnisse und Vorbehalte von Arbeitgebern die häufigsten Hürden für die Rückkehr älterer Menschen in Beschäftigung.

    Wiederbeschäftigungschancen älterer Arbeitsloser

    Ältere Arbeitslose: die häufigsten Hürden sind laut Vermittlern gesundheitliche Probleme, fehlende EDV-Kenntnisse und Vorbehalte von Arbeitgebern

    IAB, Pressemitteilung vom 08.05.2018

    Rund eine halbe Million Arbeitslose sind 55 Jahre und älter. Laut Experteninterviews mit 61 Vermittlungsfachkräften der Arbeitsagenturen sind gesundheitliche Einschränkungen, zu geringe oder veraltete EDV-Kenntnisse und Vorbehalte von Arbeitgebern die häufigsten Hürden für die Rückkehr Älterer in Beschäftigung. Die Befragten befürworten eine intensivere Betreuung, spezielle Beratungs- und Förderangebote für Ältere und mehr Marketingkampagnen und Messen mit dem Schwerpunkt Ältere. Das geht aus einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.Arbeitslose ab 55 haben es deutlich schwerer als jüngere Arbeitslose, wieder eine Stelle zu finden. Betrachtet man Personen, die vor der Arbeitslosigkeit mindestens zwei Jahre durchgehend beschäftigt waren, zeigt sich: Bei den 47- bis 49-Jährigen haben nach zwei Jahren 80 Prozent zumindest zeitweise wieder sozialversicherungspflichtig gearbeitet. Bei den 55- bis 57-Jährigen sind es rund 60 Prozent, bei den 58- bis 60-Jährigen rund 35 Prozent und bei den 61- und 62-Jährigen weniger als 15 Prozent.

    Den Vermittlungsfachkräften stehen derzeit nur wenige Angebote speziell für ältere Arbeitslose zur Verfügung. So gibt es beispielsweise eine längere Fördermöglichkeit Älterer mit Eingliederungszuschüssen (EGZ) an Unternehmen. Fast neun von zehn der befragten Vermittlungsfachkräfte wünschen sich mehr Ressourcen und arbeitsmarktpolitische Instrumente, um Ältere zurück in Beschäftigung zu bringen.

    Laut der Befragung wäre etwa mehr Zeit für die Arbeit mit älteren Arbeitslosen hilfreich. Zudem sollten spezielle Beratungsangebote entwickelt werden. Diese könnten ähnlich wie die Angebote für Wiedereinsteigerinnen in den Arbeitsmarkt gestaltet werden. So werden beispielsweise im Programm „Perspektive Wiedereinstieg“ Berufsrückkehrerinnen bei der Arbeitsuche mithilfe von Aktivierungs-, Beratungs- und Qualifizierungsmaßnahmen sowie einem begleitenden Coaching unterstützt.

    „Um einem der schwerwiegendsten Vermittlungshemmnisse Älterer entgegenzuwirken – nämlich den Vorbehalten der Unternehmen gegen ältere Arbeitskräfte – würden sich knapp zwei Drittel der Vermittlungsfachkräfte mehr überregionale Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Marketingkampagnen oder Messen mit dem Schwerpunkt Ältere wünschen“, erklärt die IAB-Forscherin Pia Homrighausen. Beinahe ebenso viele Vermittlungsfachkräfte empfehlen zusätzliche finanzielle Anreize durch Förderinstrumente speziell für Ältere. Hier wurde von den Befragten oftmals als ein Beispiel der frühere Lohnzuschuss „Entgeltsicherung für ältere Arbeitnehmer“ genannt. Er verringerte für zwei Jahre die Einkommensverluste bei der Aufnahme einer Beschäftigung mit geringerem Verdienst im Vergleich zur letzten Stelle vor der Arbeitslosigkeit. Anders als die Eingliederungszuschüsse wurde er direkt an die Arbeitnehmer statt an die Arbeitgeber bezahlt. Der Lohnzuschuss konnte bis Ende 2011 beantragt werden, wurde allerdings vergleichsweise selten in Anspruch genommen: Es gab nur rund 10.000 bis 20.000 neu Geförderte pro Jahr.

    Ein Experiment im Jahr 2011 zeigte jedoch, dass alleine schon der Versand einer Informationsbroschüre an die potenziell Förderberechtigten den Bekanntheitsgrad und die Inanspruchnahme des Instruments erhöhen kann. Auf die Wiederbeschäftigungsrate wirkte sich der Versand der Broschüre aber nur bei den 55- bis 59-Jährigen aus: In dieser Altersgruppe stieg die Beschäftigungswahrscheinlichkeit um 23 Prozent. 27 Prozent von ihnen waren ein gutes Jahr später in Beschäftigung. In einer Kontrollgruppe, die die Broschüre nicht zugesendet bekam, waren es dagegen nur 22 Prozent.

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  • Wie das BMWi mitteilt, hat die Produktion im Produzierenden Gewerbe nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im März im Vergleich zum Vormonat um 1,0 % zugelegt.

    Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im März 2018

    BMWi, Pressemitteilung vom 08.05.2018

    Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat die Produktion im Produzierenden Gewerbe im März im Vergleich zum Vormonat um 1,0 % zugelegt. Die Erzeugung in der Industrie stieg um 1,1 % und die des Baugewerbes um 0,6 %. Innerhalb der Industrie stachen die Investitionsgüterproduzenten mit einem Plus von 2,6 % hervor. Die Produktion von Vorleistungsgütern wurde um 0,6 % zurückgenommen, die von Konsumgütern um 1,1 % erhöht.

    Im gesamten ersten Quartal stieg die Produktion sowohl in der Industrie als auch im Baugewerbe mit jeweils +0,1 % geringfügig über das Vorquartalsniveau. Innerhalb der Industrie verzeichneten die Konsum- und Investitionsgüterproduzenten Zuwächse um 2,0 % bzw. 0,2 %, während 0,9 % weniger Vorleistungen erzeugt wurden.

    Nach dem starken Aufwuchs im Jahresverlauf 2017 hat die Produktion im Produzierenden Gewerbe im ersten Quartal eine Verschnaufpause eingelegt. In der Industrie schwächten sich die Auftragseingänge und die Geschäftserwartungen ebenfalls etwas ab. Der Aufschwung bleibt intakt, zumal im ersten Quartal Sondereffekte wie vermehrte Streiks, die Grippewelle sowie die Lage der Osterfeiertage die Produktion gedämpft haben dürften. Das außenwirtschaftliche Umfeld ist insgesamt positiv, der Auftragsbestand auf Rekordniveau und das Geschäftsklima überdurchschnittlich gut. Auch vom Bauhauptgewerbe kommen eher positive Nachrichten. Nach einer ruhigeren Phase wird die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe daher im weiteren Jahresverlauf wieder Fahrt aufnehmen.

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  • Im März 2018 wurden von Deutschland Waren im Wert von 116,1 Mrd. Euro exportiert und Waren im Wert von 90,9 Mrd. Euro importiert. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren damit die deutschen Exporte im März 2018 um 1,8 % und die Importe um 2,3 % niedriger als im März 2017.

    Deutsche Exporte im März 2018: -1,8 % zum März 2017

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 08.05.2018

    Exporte, März 2018

    • 116,1 Milliarden Euro
    • +1,7 % zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)
    • -1,8 % zum Vorjahresmonat

    Importe, März 2018

    • 90,9 Milliarden Euro
    • -0,9 % zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)
    • -2,3 % zum Vorjahresmonat

    Außenhandelsbilanz, März 2018

    • 25,2 Milliarden Euro
    • 22,0 Milliarden Euro (kalender- und saisonbereinigt)

    Leistungsbilanz der Deutschen Bundesbank, März 2018

    • 29,1 Milliarden Euro

    Im März 2018 wurden von Deutschland Waren im Wert von 116,1 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 90,9 Milliarden Euro importiert. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, waren damit die deutschen Exporte im März 2018 um 1,8 % und die Importe um 2,3 % niedriger als im März 2017. Kalender- und saisonbereinigt nahmen die Exporte gegenüber dem Vormonat Februar 2018 um 1,7 % zu, die Importe sanken um 0,9 %.

    Die Außenhandelsbilanz schloss im März 2018 mit einem Überschuss von 25,2 Milliarden Euro ab. Im März 2017 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz +25,1 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag der Außenhandelsbilanzüberschuss im März 2018 bei 22,0 Milliarden Euro.

    Unter Berücksichtigung der Salden für Warenhandel einschließlich Ergänzungen zum Außenhandel (+26,8 Milliarden Euro), Dienstleistungen (-0,9 Milliarden Euro), Primäreinkommen (+6,9 Milliarden Euro) und Sekundäreinkommen (-3,8 Milliarden Euro) schloss – nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank – die Leistungsbilanz im März 2018 mit einem Überschuss von 29,1 Milliarden Euro ab. Im März 2017 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 32,7 Milliarden Euro ausgewiesen.

    In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im März 2018 Waren im Wert von 68,7 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 53,3 Milliarden Euro von dort importiert. Somit stiegen gegenüber März 2017 die Exporte in die EU-Länder um 1,3 % und die Importe aus diesen Ländern um 0,4 %. In die Länder der Eurozone wurden im März 2018 Waren im Wert von 44,2 Milliarden Euro (+4,4 %) geliefert und Waren im Wert von 35,0 Milliarden Euro (+1,7 %) aus diesen Ländern bezogen. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im März 2018 Waren im Wert von 24,5 Milliarden Euro (-3,9 %) exportiert und Waren im Wert von 18,3 Milliarden Euro (-2,0 %) von dort importiert.

    In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im März 2018 Waren im Wert von 47,4 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 37,5 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber März 2017 nahmen die Exporte in die Drittländer um 5,9 % ab, die Importe von dort sanken ebenfalls um 5,9 %.

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  • Die Bundesregierung will die öffentlichen Investitionen auf allen Ebenen stärken. Dies sichert sie in ihrem „Nationalen Reformprogramm“ zu.

    Regierung will Investitionen stärken

    Deutscher Bundestag, Mitteilung vom 07.05.2018

    Die Bundesregierung will die öffentlichen Investitionen auf allen Ebenen stärken. Dies sichert die Regierung in ihrem als Unterrichtung ( 19/1870 ) vorgelegtem „Nationalen Reformprogramm“ zu. Darin heißt es, Investitionen seien der wesentliche Schlüssel dafür, um Wachstums- und Beschäftigungspotenziale der deutschen Wirtschaft langfristig zu sichern. „Um die Wettbewerbsfähigkeit und Wachstumskräfte in Deutschland zu stärken, müssen insbesondere Investitionen in die Infrastruktur, in Schlüsseltechnologien und in Innovationen oben auf der Agenda stehen“, heißt es in der Unterrichtung, in der darauf hingewiesen wird, dass in diesem Jahr investive Ausgaben in Höhe von 36,4 Milliarden Euro geplant seien. Bedarfsorientierte, effizient umgesetzte öffentliche Investitionen könnten die Wirtschaftsleistung dauerhaft stärken und damit auch zur Tragfähigkeit der öffentlichen Haushalte beitragen. Außerdem sollen die privaten Investitionen gestärkt werden. „Von höheren Investitionen in Deutschland kann auch die Wirtschaft des Euroraums profitieren“, schreibt die Regierung.

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  • Wie das BMWi mitteilt, sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im März gegenüber dem Vormonat um 0,9 Prozent gesunken. Dies geht vor allem auf weniger Bestellungen von Investitionsgütern zurück (-1,8 Prozent).

    Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im März 2018

    BMWi, Pressemitteilung vom 07.05.2018

    Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im März gegenüber dem Vormonat um 0,9 Prozent gesunken. Dies geht vor allem auf weniger Bestellungen von Investitionsgütern zurück (-1,8 Prozent). Während die Aufträge aus dem Ausland um 2,6 Prozent abnahmen, gingen aus dem Inland 1,5 Prozent mehr Aufträge ein. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen war die Entwicklung insgesamt im März günstiger (-0,1 Prozent).

    In der Tendenz war die Entwicklung der Aufträge ebenfalls rückläufig. Im ersten Quartal 2018 gingen die Ordereingänge um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal zurück. Insbesondere die Bestelltätigkeit aus Ländern außerhalb des Euroraums verringerte sich deutlich.

    Nach einem dynamischen Aufwuchs der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe insbesondere im zweiten Halbjahr 2017 kam es im ersten Vierteljahr 2018 zu einer absehbar ruhigeren Entwicklung. Die Auftragsbücher der Unternehmen sind aber weiterhin sehr gut gefüllt. Im Februar lag die Reichweite des Orderbestands bei 5,6 Monaten, dem höchsten Wert seit Beginn der Erhebung der Statistik im Jahr 2015. Trotz des leichten Dämpfers bei den Aufträgen im ersten Quartal dürfte die Industriekonjunktur aufwärtsgerichtet bleiben.

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  • Die EU ist Deutschlands wichtigster Handelsmarkt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden im Jahr 2017 Waren im Wert von 749,7 Mrd. Euro in die anderen 27 EU-Mitgliedstaaten exportiert. Das waren 58,6 % der gesamten Exporte.

    58,6 % der deutschen Exporte gingen im Jahr 2017 in die Europäische Union

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 07.05.2018

    Die Europäische Union (EU) ist Deutschlands wichtigster Handelsmarkt. Wie das Statistische Bundesamt anlässlich des Europatages am 9. Mai mitteilt, wurden im Jahr 2017 Waren im Wert von 749,7 Milliarden Euro in die anderen 27 EU-Mitgliedstaaten exportiert. Das waren 58,6 % der gesamten Exporte. Aus der Europäischen Union importiert wurden Waren im Wert von 590,5 Milliarden Euro oder 57,1 % aller Importe. Unter den zehn wichtigsten Handelspartnern Deutschlands waren im Jahr 2017 sowohl bei den Exporten als auch bei den Importen sieben EU-Mitgliedstaaten.Frankreich war mit 105,3 Milliarden wichtigstes Exportland innerhalb der EU und lag damit hinter den USA auf Gesamtplatz 2. In die Niederlande wurden 2017 Waren im Wert von 85,8 Milliarden Euro exportiert (Gesamtplatz 4), ins Vereinigte Königreich gingen Exporte in Höhe von 84,4 Milliarden Euro (Gesamtplatz 5). Importseitig waren die Niederlande mit 91,3 Milliarden Euro wichtigster EU-Handelspartner (Gesamtplatz 2 hinter China), vor Frankreich mit 64,1 Milliarden Euro (Gesamtplatz 3) und Italien mit 55,9 Milliarden Euro (Gesamtplatz 5).

    Wichtigste deutsche Exportgüter in die Mitgliedstaaten der Europäischen Union waren im Jahr 2017 Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile im Wert von 126,2 Milliarden Euro, gefolgt von Maschinen für 90,1 Milliarden Euro. Aus den 27 EU-Mitgliedstaaten importiert wurden hauptsächlich ebenfalls Kraftfahrzeuge (89,0 Milliarden Euro). Auf Rang zwei der wichtigsten Importgüter lagen chemische Erzeugnisse mit einem Wert von 52,2 Milliarden Euro.

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  • Nur noch drei Wochen Zeit – dann müssen alle Unternehmen die Vorgaben der EU-Datenschutz-Grundverordnung umgesetzt haben. Ebenso wie viele große und mittelständische Unternehmen sind auch die meisten Startups davon aber noch ein gutes Stück entfernt, wie eine aktuelle Umfrage von Bitkom Research unter mehr als 300 Startups zeigt.

    Datenschutz-Grundverordnung stellt viele Startups vor Probleme

    Bitkom, Pressemitteilung vom 04.05.2018

    • Jedes Zweite setzt die DS-GVO bereits um, jedes Dritte fängt derzeit an, sich damit zu beschäftigen

    Nur noch drei Wochen Zeit – dann müssen alle Unternehmen die Vorgaben der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) umgesetzt haben. Ebenso wie viele große und mittelständische Unternehmen sind auch die meisten Startups davon aber noch ein gutes Stück entfernt, wie eine aktuelle Umfrage von Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 300 Startups zeigt. Demnach gibt jedes Elfte (9 Prozent) an, die Umsetzung bereits abgeschlossen zu haben. Weitere 41 Prozent haben zumindest bereits erste Maßnahmen begonnen oder umgesetzt. In jedem dritten Startup (32 Prozent) ist man bislang aber gerade erst dabei, sich mit dem Thema zu beschäftigen, ohne Maßnahmen eingeleitet zu haben. Und rund jedes Siebte (15 Prozent) hat noch großen Nachholbedarf: 11 Prozent haben zwar von der DS-GVO gehört, aber noch nichts unternommen, 3 Prozent wissen gar nichts von den neuen Regeln und 1 Prozent ist informiert, hat sich aber bewusst entschieden, sich nicht weiter damit zu beschäftigen. „Es ist erfreulich, dass für die große Mehrheit aller Startups die neuen Datenschutzregeln ein Thema sind. Viele werden es aber nicht schaffen, die Vorgaben bis zum Stichtag vollständig zu erfüllen, auch weil in den jungen Unternehmen häufig nur wenige Mitarbeiter und geringe Ressourcen zur Verfügung stehen“, sagte Bitkom-Präsident Achim Berg. „Wichtig ist auf jeden Fall, die Umsetzung konsequent voranzutreiben und nicht weiter auf die lange Bank zu schieben. Es ist allemal besser vorweisen zu können, dass man mitten in der Umsetzung ist, als einer Aufsichtsbehörde mit leeren Händen gegenüberzustehen. Zugleich sollten die Behörden mit Augenmaß vorgehen, damit auch mit dem neuen Datenschutz innovative Geschäftsmodelle möglich sind und Gründern das Leben hierzulande nicht unnötig erschwert wird.“

    Ab 25. Mai 2018 droht Unternehmen, die die Vorgaben der DS-GVO nach einer zweijährigen Umsetzungsfrist nicht einhalten, ein Bußgeld in Höhe von bis zu 4 Prozent des jährlichen weltweiten Umsatzes. Viele Unternehmen müssen dazu erst einmal ein Verarbeitungsverzeichnis für Personendaten erstellen, das sie eigentlich schon nach alter Rechtslage hätten haben müssen. Außerdem müssen sie Prozesse in der Produktentwicklung anpassen, um dem neuen Grundsatz des Privacy by Design gerecht zu werden. Darüber hinaus müssen sie zusätzliche Informationspflichten gegenüber Kunden berücksichtigen.

    Für den Einstieg in die DS-GVO hat Bitkom „Fragen und Antworten“ (FAQ) veröffentlicht, die einen ersten Überblick über die Veränderungen zur heutigen Rechtslage geben. Außerdem hat Bitkom vier Praxisleitfäden erstellt, wie verschiedene Verpflichtungen aus der Verordnung im Unternehmen umgesetzt werden können: „Datenübermittlung in Drittstaaten“, „Verarbeitungsverzeichnis“, „Risk Assessment und Datenschutzfolgenschutzabschätzung“ sowie die „Mustervertragsanlage zur Auftragsverarbeitung“.

    Am 17. Mai wird Bitkom im Rahmen einer telefonischen Pressekonferenz eine Studie über den Umsetzungsstand der DS-GVO in der deutschen Wirtschaft vorstellen.

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  • 2017 haben die Wachstumsraten für die EU und das Euro-Währungsgebiet die Erwartungen übertroffen und mit 2,4 Prozent den höchsten Stand seit 10 Jahren erreicht. Dieser Trend dürfte sich lt. EU-Kommission 2018 fortsetzen und auch 2019 nur leicht nachlassen.

    Frühjahrsprognose 2018: Aufschwung hält trotz neuer Risiken an

    EU-Kommission, Pressemitteilung vom 03.05.2018

    2017 haben die Wachstumsraten für die EU und das Euro-Währungsgebiet die Erwartungen übertroffen und mit 2,4 Prozent den höchsten Stand seit 10 Jahren erreicht. Dieser Trend dürfte sich 2018 fortsetzen und auch 2019 nur leicht nachlassen. Erwartet werden 2,3 und 2,0 Prozent sowohl für die EU als auch für das Euro-Währungsgebiet. „Der Wirtschaftsaufschwung wird sich in Europa in diesem und im nächsten Jahr voraussichtlich mit solidem Tempo fortsetzen, sodass weitere Arbeitsplätze geschaffen werden können. Gleichzeitig nehmen aber auch die Risiken zu. Deshalb sollten wir die derzeit günstige Konjunkturlage nutzen und unsere Volkswirtschaften widerstandsfähiger machen“, sagte Kommissionsvizepräsident Valdis Dombrovskis.Der private Konsum ist nach wie vor stark. Gleichzeitig haben Exporte und Investitionen zugenommen. Die Arbeitslosigkeit geht weiter zurück und befindet sich derzeit in etwa auf Vorkrisenniveau. Die Wirtschaft ist aber in höherem Maße externen Risikofaktoren ausgesetzt, die sich verstärkt haben und sich auch stärker negativ auswirken.

    Das kräftige Wachstum begünstigt den weiteren Abbau der gesamtstaatlichen Defizite und öffentlichen Schuldenstände und verbessert die Arbeitsmarktbedingungen. So liegt das Gesamthaushaltsdefizit im Euro-Währungsgebiet derzeit bei weniger als 1 Prozent des BIP und dürfte in diesem Jahr in allen beteiligten Mitgliedstaaten unter die 3-Prozent-Marke fallen.

    Valdis Dombrovskis, Vizepräsident für den Euro und den sozialen Dialog, der auch für Finanzstabilität, Finanzdienstleistungen und Kapitalmarktunion zuständig ist, erklärte weiter: „Wir sollten Kapitalpuffer bilden, unsere Volkswirtschaften reformieren, um Produktivität und Investitionen zu fördern, und unser Wachstumsmodell integrativer gestalten. Dazu gehört auch, dass wir die Fundamente unserer Wirtschafts- und Währungsunion ausbauen.“

    Pierre Moscovici, EU-Kommissar für Wirtschafts- und Finanzangelegenheiten, Steuern und Zoll, fügte hinzu: „Europa verzeichnet weiterhin ein solides Wachstum, was es ermöglicht hat, die Arbeitslosigkeit auf den niedrigsten Stand seit zehn Jahren zu senken. Die Investitionen steigen und die Lage der öffentlichen Finanzen bessert sich. So dürfte das Defizit im Euro-Währungsgebiet in diesem Jahr auf nur 0,7 Prozent des BIP fallen. Das größte Risiko für diese rosigen Aussichten ist der Protektionismus. Er darf nicht zu unserem neuen Alltag werden, denn das würde diejenigen Bürgerinnen und Bürger am härtesten treffen, die am meisten Schutz benötigen.“

    Nach wie vor starkes Wachstum, allerdings mit leicht sinkender Tendenz

    Nachdem die Wirtschaft an Fahrt aufgenommen hatte, erreichte das reale BIP-Wachstum 2017 in der EU und im Euro-Währungsgebiet 2,4 Prozent. Unterstützt wurde das Wachstum durch ein hohes Maß an Vertrauen seitens der Verbraucher und Unternehmen, ein kräftigeres Weltwirtschaftswachstum, niedrige Finanzierungskosten, gesündere Bilanzen im Privatsektor und bessere Arbeitsmarktbedingungen. Die kurzfristigen Indikatoren deuten auf eine konjunkturelle Abkühlung Anfang 2018 hin, die aber teilweise vorübergehender Natur sein dürfte.

    Das Wachstumstempo dürfte aufgrund des anhaltenden Verbrauchs und der starken Export- und Investitionstätigkeit stabil bleiben. Sowohl für die EU insgesamt als auch für das Euro-Währungsgebiet wird dieses Jahr von einer Wachstumsrate von 2,3 Prozent ausgegangen. 2019 wird sich das Wachstum in beiden Gebieten auf 2,0 Prozent verlangsamen, da in einigen Ländern und Branchen Engpässe stärker zutage treten werden, weil die geldpolitischen Maßnahmen an die jeweiligen Umstände angepasst werden und weil sich der Welthandel etwas langsamer entwickeln wird.

    Beschäftigung ist so hoch wie nie zuvor – auf einigen Arbeitsmärkten wird es eng

    Die Arbeitslosigkeit geht weiter zurück und befindet sich derzeit in etwa auf Vorkrisenniveau. In der EU dürfte sie noch abnehmen: von 7,6 Prozent im Jahr 2017 auf 7,1 Prozent im Jahr 2018 und 6,7 Prozent im Jahr 2019. Für das Euro-Währungsgebiet wird davon ausgegangen, dass die Arbeitslosenquote von 9,1 Prozent im Jahr 2017 auf 8,4 Prozent im Jahr 2018 und 7,9 Prozent im Jahr 2019 sinken wird.

    Die Zahl der Erwerbstätigen im Euro-Währungsgebiet ist derzeit auf dem höchsten Stand seit der Einführung des Euro, doch ist der Arbeitsmarkt dort noch immer nicht ganz ausgelastet. In bestimmten Mitgliedstaaten ist nach wie vor hohe Arbeitslosigkeit zu beobachten, in anderen dagegen wird es bereits schwieriger, freie Stellen zu besetzen.

    Inflation nimmt langsam zu, da der zugrunde liegende Preisdruck wächst

    Die Verbraucherpreisinflation schwächte sich im ersten Quartal dieses Jahres ab, dürfte aber unter anderem aufgrund des jüngsten Anstiegs der Ölpreise in den kommenden Quartalen leicht zunehmen. Durch die zu beobachtende Arbeitskräfteknappheit und das schnellere Lohnwachstum in vielen Mitgliedstaaten nimmt auch der zugrunde liegende Preisdruck zu. Insgesamt ist zu erwarten, dass die Inflation im Euro-Währungsgebiet 2018 wie schon 2017 bei 1,5 Prozent liegen und 2019 auf 1,6 Prozent ansteigen wird. In der EU ist das gleiche Muster zu erwarten, allerdings mit einer im Vergleich zum Vorjahr unveränderten Inflationsrate von 1,7 Prozent und einem Anstieg auf 1,8 Prozent im Jahr 2019.

    Verbesserung der öffentlichen Finanzen: Kein Defizit über 3 Prozent des BIP

    Gemessen am BIP gingen das gesamtstaatliche Defizit und die öffentlichen Schuldenstände im Euro-Währungsgebiet im Jahr 2017 zurück, was unter anderem durch ein kräftiges Wirtschaftswachstum und niedrige Zinsen begünstigt wurde. Da die Haushalte der Mitgliedstaaten von den sich verbessernden Arbeitsmarktbedingungen und den damit zusammenhängenden geringeren Transferzahlungen profitieren, dürfte 2018 das erste Jahr seit Beginn der Wirtschafts- und Währungsunion sein, in dem alle Länder Haushaltsdefizite von weniger als 3 Prozent des BIP aufweisen werden, wie es der Vertrag vorsieht.

    Den jüngsten Prognosen zufolge wird das gesamtstaatliche Defizit im Euro-Währungsgebiet im Jahr 2018 auf 0,7 Prozent und 2019 auf 0,6 Prozent des BIP fallen. In der EU dürfte es 2018 und 2019 bei 0,8 Prozent liegen. Die Schuldenquote des Euro-Währungsgebiets dürfte 2019 auf 84,1 Prozent des BIP zurückgehen, wobei für fast alle Mitgliedstaaten ein Rückgang prognostiziert wird.

    Risiken beeinflussen die Prognose

    Insgesamt ist die Prognose vermehrt mit Abwärtsrisiken behaftet. Die jüngsten Indikatoren lassen es unwahrscheinlicher erscheinen, dass das Wachstum in Europa in naher Zukunft kräftiger ausfallen könnte als erwartet. Die in den vergangenen Monaten auf den Auslandsmärkten verzeichnete Finanzmarktvolatilität dürfte in Zukunft zu einem dauerhafteren Phänomen werden, das zur Unsicherheit beitragen wird. Die prozyklischen Konjunkturmaßnahmen in den USA dürften zwar das kurzfristige Wachstum ankurbeln, aber auch das Risiko einer Überhitzung sowie die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass die Zinssätze in den USA schneller steigen als derzeit angenommen. Darüber hinaus stellt eine Eskalation des Handelsprotektionismus eindeutig eine Gefahr für die Entwicklungsperspektiven der Weltwirtschaft dar. All diese Risiken sind miteinander verknüpft und das Euro-Währungsgebiet ist durch seine Offenheit besonders anfällig, wenn diese Risiken eintreten sollten.

    Rein technische Annahmen für 2019 beim Vereinigten Königreich

    Um Vergleiche über längere Zeiträume zu ermöglichen, enthält die Prognose für die EU für das Jahr 2019 die Zahlen für alle 28 Mitgliedstaaten, einschließlich des Vereinigten Königreichs.

    Da die Verhandlungen über die genauen Bedingungen für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU noch nicht abgeschlossen sind, beruhen die Prognosen der Kommission für die Zeit nach dem Brexit auf der rein technischen Annahme, dass die Handelsbeziehungen zwischen der EU-27 und dem Vereinigtes Königreich unverändert bleiben werden. Dies dient einzig und allein Prognosezwecken und lässt die laufenden Gespräche im Rahmen des Verfahrens nach Artikel 50 unberührt.

    Hintergrund

    Die Prognose basiert auf einer Reihe technischer Annahmen für Wechselkurse, Zinssätze und Rohstoffpreise mit Stichtag 23. April. Bei allen anderen herangezogenen Daten, auch den Annahmen zu staatlichen Maßnahmen, wurden in dieser Prognose Informationen bis einschließlich 23. April berücksichtigt. Den Projektionen liegt die Annahme einer unveränderten Politik zugrunde, es sei denn, es wurden politische Maßnahmen angekündigt, die einerseits glaubwürdig und andererseits hinreichend spezifiziert sind.

    Ab diesem Jahr wird die Europäische Kommission anstelle der drei umfassenden jährlichen Prognosen, die sie seit 2012 im Winter, Frühjahr und Herbst veröffentlicht hat, jedes Jahr wieder zwei umfassende Prognosen (im Frühjahr und Herbst) und zwei Zwischenprognosen (im Winter und Sommer) vorlegen. Die Zwischenprognosen enthalten jährliche und vierteljährliche BIP- und Inflationszahlen für das laufende Jahr und die Folgejahre für alle Mitgliedstaaten und das Euro-Währungsgebiet sowie die aggregierten Zahlen für die EU insgesamt. Durch die Rückkehr zum alten Prognose-Rhythmus werden die Prognosen der Kommission zeitlich wieder mit denen anderer Organisationen (wie der Europäischen Zentralbank, des Internationalen Währungsfonds oder der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)) zusammenfallen.

    Im Juli wird die Europäische Kommission die nächste Prognose veröffentlichen: die Zwischenprognose Sommer 2018.

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  • Die Inflationsrate in Deutschland – gemessen am Verbraucherpreisindex – wird im April 2018 lt. Statistischem Bundesamt voraussichtlich 1,6 % betragen.

    Verbraucherpreise im April 2018 voraussichtlich um 1,6 % höher als im April 2017

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 30.04.2018

    Verbraucherpreisindex, April 2018:

    • +1,6 % zum Vorjahresmonat (vorläufig)
    • 0,0 % zum Vormonat (vorläufig)

    Harmonisierter Verbraucherpreisindex, April 2018:

    • +1,4 % zum Vorjahresmonat (vorläufig)
    • -0,1 % zum Vormonat (vorläufig)

    Die Inflationsrate in Deutschland – gemessen am Verbraucherpreisindex – wird im April 2018 voraussichtlich 1,6 % betragen. Wie das Statistische Bundesamt nach bisher vorliegenden Ergebnissen weiter mitteilt, bleiben die Verbraucherpreise gegenüber März 2018 voraussichtlich unverändert.

    Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex für Deutschland hat sich im April 2018 im Vorjahresvergleich voraussichtlich um 1,4 % erhöht, gegenüber März 2018 sinkt er voraussichtlich um 0,1 %.

    Die endgültigen Ergebnisse für April 2018 werden am 16. Mai 2018 veröffentlicht.

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  • Auf eine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat die Bundesregierung mitgeteilt, dass kleine Unternehmen in Deutschland nach einem leichten Rückgang zuletzt wieder mehr Geld für Innovationen ausgegeben haben. Das hat der Deutsche Bundestag mitgeteilt.

    Innovationen in Kleinunternehmen

    Deutscher Bundestag, Mitteilung vom 30.04.2018

    Kleine Unternehmen in Deutschland haben nach einem leichten Rückgang zuletzt wieder mehr Geld für Innovationen ausgegeben. Wie aus der Antwort der Bundesregierung ( 19/1769 ) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen ( 19/955 ) hervorgeht, gaben Firmen mit bis zu 49 Beschäftigten im Jahr 2016 mehr als 12,9 Milliarden Euro für Innovationen aus – etwa 20 Prozent als im Jahr zuvor. Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigte hingegen gaben mit knapp 13,3 Milliarden Euro etwa so viel aus wie im Durchschnitt der vergangenen Jahre. Betriebe mit bis zu 250 Beschäftigten und weniger als 50 Millionen Euro Umsatz pro Jahr gelten als kleines und mittleres Unternehmen (KMU); die Bundesregierung widmet sich ihnen mit verschiedenen Förderprogrammen. Deren Evaluation und Daten sind in der Antwort detailliert aufgelistet

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  • Die Bundesregierung hat auf eine Anfrage der Fraktion Die Linke mitgeteilt, dass kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Deutschland 99,4 Prozent aller Unternehmen der Privatwirtschaft ausmachen. Darüber hat der Deutsche Bundestag informiert.

    Kleinere Firmen in Deutschland

    Deutscher Bundestag, Mitteilung vom 30.04.2018

    Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) machen in Deutschland 99,4 Prozent aller Unternehmen der Privatwirtschaft aus. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung ( 19/1801 ) auf eine Kleine Anfrage ( 19/1496 ) der Fraktion Die Linke hervor. Als KMU gelten Unternehmen mit weniger als 50 Millionen Euro Umsatz pro Jahr und mit bis zu 250 Beschäftigten. 63,7 Prozent aller Beschäftigten arbeiteten in solchen Unternehmen 2017; die Quote steigt seit Jahren leicht an. EU-weit liegt sie mit 66,6 Prozent etwas höher. Mit 47,03 Prozent leisteten sie fast die Hälfte der Bruttowertschöpfung von Privatunternehmen insgesamt, dieser Anteil pendelt seit mehreren Jahren etwa um diesen Wert. In der Antwort schlüsselt die Bundesregierung darüber hinaus die Umsätze von KMU nach verschiedenen Richtgrößen auf sowie Fördergelder und die Teilnahme an Bürgschaftsprogrammen.

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  • Die Stimmung der ostdeutschen Unternehmer hellte sich lt. ifo Institut im April erneut leicht auf. Der Geschäftsklimaindex der gewerblichen Wirtschaft Ostdeutschlands stieg von 105,2 auf 105,5 Punkte. Die ostdeutschen Unternehmer bleiben auch zu Beginn des zweiten Quartals hoch zufrieden.

    ifo Geschäftsklimaindex Ostdeutschland steigt leicht

    ifo Institut, Pressemitteilung vom 27.04.2018

    Die Stimmung der ostdeutschen Unternehmer hellte sich im April erneut leicht auf. Der Geschäftsklimaindex der gewerblichen Wirtschaft Ostdeutschlands stieg von 105,2 auf 105,5 Punkte. Die Lageeinschätzungen der Befragungsteilnehmer blieben auf dem hohen Niveau des Vormonats. Ihre Geschäftserwartungen verbesserten sich abermals etwas. Die ostdeutschen Unternehmer bleiben auch zu Beginn des zweiten Quartals hoch zufrieden.

    Die Stimmung im ostdeutschen Verarbeitenden Gewerbe hellte sich im April weiter auf. Die befragten Industrieunternehmer äußerten sich spürbar zufriedener über ihre laufenden Geschäfte. Ihre Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate fielen aber etwas weniger optimistisch aus.

    Im ostdeutschen Großhandel ließ die Stimmung im April etwas nach. Zwar waren die Großhändler mit Blick auf die kommenden sechs Monate merklich optimistischer. Ihre Lageeinschätzungen gingen jedoch erneut spürbar zurück. Die Stimmung der ostdeutschen Einzelhändler hellte sich leicht auf. Die befragten Einzelhändler äußerten sich etwas weniger zufrieden über die laufenden Geschäfte, ihr Ausblick auf die kommenden sechs Monate verbesserte sich hingegen.

    Das Geschäftsklima des Bauhauptgewerbes in Ostdeutschland blieb im April unverändert gut. Während sich die Geschäftslage leicht verbesserte, gingen die Geschäftserwartungen leicht zurück.

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  • Deutsche Unternehmen sind für China zunehmend attraktiv. Seit gut zwei Jahren kaufen chinesische Investoren vermehrt deutsche Unternehmen mit entsprechendem Knowhow. Während im Jahr 2009 nur zwei Fusionen und Übernahmen (Mergers & Acquisitions, M&A) deutscher Unternehmen durch China verzeichnet wurden, stieg die Anzahl chinesischer Übernahmen im Jahr 2016 auf 21 und im Jahr 2017 auf 20. Zu diesen und anderen Ergebnissen kommen aktuelle Untersuchungen des ZEW.

    Deutsche Unternehmen stehen bei chinesischen Käufern hoch im Kurs

    Die Anzahl der Übernahmen deutscher Unternehmen durch chinesische Investoren hat sich von 2009 bis 2017 verzehnfacht.

    ZEW, Pressemitteilung vom 26.04.2018

    Deutsche Unternehmen sind für China zunehmend attraktiv. Seit gut zwei Jahren kaufen chinesische Investoren vermehrt deutsche Unternehmen mit entsprechendem Knowhow. Während im Jahr 2009 nur zwei Fusionen und Übernahmen (Mergers & Acquisitions, M&A) deutscher Unternehmen durch China verzeichnet wurden, stieg die Anzahl chinesischer Übernahmen im Jahr 2016 auf 21 und im Jahr 2017 auf 20 – eine Verzehnfachung der M&A-Aktivitäten. In den vergangenen zwei Jahren stieg zudem das Übernahmevolumen deutlich an und erreichte mit rund fünf Milliarden Euro im Jahr 2017 einen Rekordwert. Zu diesen Ergebnissen kommen aktuelle Untersuchungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, auf Basis der Zephyr-Datenbank von Bureau van Dijk.

    Im Jahr 2017 lag China auf Platz neun der Länder, die in deutsche Firmen investierten. Ganz vorne waren die USA, die Schweiz und Frankreich mit jeweils 83, 41 und 40 Übernahmen. In diese Spitzengruppe könnte China mittelfristig hineinstoßen. „China beginnt sich mehr und mehr für deutsche Technologien zu interessieren. Vor allem kleine bis mittelgroße Technologiefirmen, sogenannte ‚Hidden Champions‘, ziehen das Interesse chinesischer Investoren auf sich“, erklärt Niklas Dürr, Wissenschaftler im ZEW-Forschungsbereich „Innovationsökonomik und Unternehmensdynamik“ und Projektleiter für den halbjährlich erscheinenden M&A-Report, die Untersuchungsergebnisse.

    Insbesondere das Übernahmevolumen stieg in den vergangenen zwei Jahren auf aktuell rund fünf Milliarden Euro an. Insbesondere die Übernahme des Roboterherstellers KUKA mit 3,7 Milliarden Euro im Januar 2017 zog dabei große öffentliche Aufmerksamkeit auf sich.

    Weitere Branchen werden für chinesische Investoren interessant

    Insgesamt war China – gemessen an der Anzahl – zwar nur für etwa fünf Prozent aller Übernahmen deutscher Firmen durch ausländische Investoren im Jahr 2017 verantwortlich, verzeichnete allerdings beim Übernahmevolumen knapp 21 Prozent. Weitere wichtige chinesische Firmenkäufe betrafen 2017 allesamt die Technologiebranche und unterstreichen das sich wandelnde chinesische Selbstbild hin zu einer Wirtschaft, die Wertschöpfung durch Innovationen erreicht.

    „Dieser Trend scheint sich fortzusetzen, denn alleine im Januar und Februar 2018 wurden drei deutsche Automobilzulieferer an chinesische Investoren verkauft. Die Übernahmegerüchte um den Bekleidungskonzern C&A zeigen außerdem, dass weitere Branchen für chinesische Investoren interessant werden“, so Niklas Dürr.

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  • Die Einfuhrpreise waren im März 2018 um 0,1 % niedriger als im März 2017. Im Februar 2018 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr bei -0,6 % und im Januar 2018 bei +0,7 % gelegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, veränderten sich die Importpreise im März 2018 gegenüber Februar 2018 nicht.

    Importpreise im März 2018: -0,1 % gegenüber März 2017

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 27.04.2018

    Einfuhrpreise, März 2018

    • 0,0 % zum Vormonat
    • -0,1 % zum Vorjahresmonat

    Ausfuhrpreise, März 2018

    • +0,2 % zum Vormonat
    • +0,7 % zum Vorjahresmonat

    Die Einfuhrpreise waren im März 2018 um 0,1 % niedriger als im März 2017. Im Februar 2018 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr bei -0,6 % und im Januar 2018 bei +0,7 % gelegen. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, veränderten sich die Importpreise im März 2018 gegenüber Februar 2018 nicht.

    Die Entwicklung der einzelnen Produktgruppen verlief sehr unterschiedlich. Einem deutlichen Preisanstieg bei importierten Energieträgern gegenüber dem Vorjahr (+7,1 %) standen moderate Preisrückgänge für die meisten anderen Produktgruppen gegenüber. Dies führte zu dem leichten Rückgang der Importpreise insgesamt.

    Die Einfuhrpreise für Konsumgüter (Gebrauchs- und Verbrauchsgüter) lagen im Durchschnitt um 1,8 % unter denen des Vorjahresmonats (+0,1 % gegenüber dem Vormonat). Konsumgüter stehen für gut 20 % des gesamten Warenimportwertes.

    Auch die eingeführten Investitionsgüter hatten einen dämpfenden Einfluss auf den Gesamtindex. Sie verbilligten sich um 1,2 % gegenüber März 2017 (keine Veränderung gegenüber Februar 2018). Insbesondere Speichereinheiten und andere Datenspeicher (-17,4 %) sowie Geräte und Einrichtungen der Telekommunikationstechnik (-5,5 %) wurden gegenüber März 2017 zu niedrigeren Preisen importiert.

    Importierte landwirtschaftliche Güter waren ebenfalls gegenüber März 2017 billiger, im Durchschnitt um 5,5 % (+0,5 % gegenüber dem Vormonat). Während sich unter anderem Naturkautschuk (-35,9 %) und Rohkaffee (-23,3 %) stark verbilligten, wurde insbesondere Kern- und Steinobst (+15,0 %) zu höheren Preisen importiert.

    Dagegen waren Energieträger im März 2018 mit +7,1 % deutlich teurer als im März 2017. Gegenüber dem Vormonat veränderten sich die Preise im Durchschnitt nicht.

    Während insbesondere rohes Erdöl (+9,6 %) und Mineralölerzeugnisse (+8,6 %) im Vorjahresvergleich mehr kosteten, lagen die Preise für Steinkohle unter dem Niveau des Vorjahres (-1,4 %).

    Der Einfuhrpreisindex ohne Energie war im März 2018 um 1,0 % niedriger als im März 2017 (+0,1 % gegenüber dem Februar 2018). Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Einfuhrpreisindex um 0,9 % unter dem Stand des Vorjahres (unverändert gegenüber Februar 2018).

    Die Preise für importierte Vorleistungsgüter (Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden) veränderten sich im März 2018 im Vergleich zum Vorjahresmonat nicht. Gegenüber dem Vormonat fielen die Preise um 0,2 %. Im Vergleich zu März 2017 sanken unter anderem die Preise für Eisenerze (-17,2 %) und elektronische Bauelemente (-10,9 %). Dagegen verteuerten sich insbesondere Holz- und Zellstoff (+13,4 %) sowie Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (+8,2 %).

    Der Index der Ausfuhrpreise lag im März 2018 um 0,7 % über dem Stand von März 2017. Im Februar 2018 hatte die Jahresveränderungsrate bei +0,5 % gelegen, im Januar 2018 ebenfalls bei +0,7 %. Gegenüber dem Vormonat Februar 2018 stiegen die Ausfuhrpreise im Durchschnitt um 0,2 %.

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  • Das Konjunkturbarometer des DIW Berlin bleibt in luftiger Höhe, signalisiert aber eine Abschwächung der Wachstumsrate. Für das erste Quartal liegt es bei 126 Punkten, für das zweite Quartal zeigt es noch 121 Punkte an, weiter deutlich über der 100-Punkte-Marke, die für ein durchschnittliches Wachstum steht.

    Konjunkturaufschwung geht mit gedrosseltem Tempo weiter

    DIW Berlin, Pressemitteilung vom 26.04.2018

    Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) bleibt in luftiger Höhe, signalisiert aber eine Abschwächung der Wachstumsrate. Für das erste Quartal liegt es bei 126 Punkten, für das zweite Quartal zeigt es noch 121 Punkte an, weiter deutlich über der 100-Punkte-Marke, die für ein durchschnittliches Wachstum steht.

    Im Februar kam es aufgrund der Folgen der Grippewelle, vieler Streiktage und überdurchschnittlich vieler Ferientage zu Produktionsausfällen, die in den darauffolgenden Monaten nachgeholt werden dürften. Die deutsche Wirtschaft könnte daher im zweiten Quartal, anders als vom DIW Konjunkturbarometer angezeigt, etwas dynamischer wachsen als zum Jahresauftakt: Der Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt dürfte mit rund 0,7 Prozent im zweiten Quartal höher ausfallen als im ersten, für das das DIW Berlin ein Plus von 0,4 Prozent erwartet. Im ersten Halbjahr dieses Jahres fällt das Tempo aber alles in allem etwas geringer aus als zuvor: „Die deutsche Wirtschaft geht etwas vom Gas“, kommentiert DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner.

    Damit tritt die deutsche Wirtschaft jedoch nicht in eine Phase der Abkühlung ein. „Die deutsche Wirtschaft wird weiter spürbar zulegen, denn sie profitiert von der weltweit kräftigen Nachfrage“, so Simon Junker, DIW-Experte für die Konjunktur in Deutschland. Und auch wenn der Beschäftigungsaufbau wohl an Fahrt verlieren wird: Die Zahl der Erwerbstätigen steigt weiter spürbar und angesichts zunehmender Knappheiten auf dem Arbeitsmarkt dürften auch die Löhne beschleunigt zulegen.

    Das nächste DIW Konjunkturbarometer erscheint am Mittwoch, den 30. Mai 2018.

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  • Die deutschen Unternehmen planen seltener, neues Personal einzustellen. Das ifo Beschäftigungsbarometer sank im April auf 103,3 Punkte, nach 103,9 Punkten im März. Der Job-Boom der vergangenen Monate kühlt sich ab.

    Arbeitnehmersuche stößt an ihre Grenzen

    ifo Institut, Pressemitteilung vom 26.04.2018

    Die deutschen Unternehmen planen seltener, neues Personal einzustellen. Das ifo Beschäftigungsbarometer sank im April auf 103,3 Punkte, nach 103,9 Punkten im März. Der Job-Boom der vergangenen Monate kühlt sich ab.

    Ein Grund für den Rückgang ist, dass es zunehmend schwieriger wird, geeignete Arbeitskräfte für die zahllosen offenen Stellen zu finden. Das Beschäftigungsbarometer stieg leicht im Verarbeitenden Gewerbe und im Handel. Ein deutlicher Rückgang wurde jedoch im Dienstleistungssektor beobachtet. Die Beschäftigungsdynamik bleibt jedoch positiv. Gleiches gilt für den Bau, obwohl sich auch hier mehr Zurückhaltung bei den Einstellungen bemerkbar macht.

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  • Die zunehmend unsichere geopolitische Lage scheint nun auch die Stimmung der Verbraucher zu beeinflussen. Die Konjunkturerwartung verliert spürbar im April, während die Einkommenserwartung nur vergleichsweise geringe Einbußen hinnehmen muss. Dagegen behauptet sich die Anschaffungsneigung auf sehr hohem Niveau. GfK prognostiziert für Mai einen Rückgang des Konsumklimas gegenüber dem Vormonat um 0,1 Zähler auf 10,8 Punkte.

    Verunsicherung lässt Konsumklima leicht sinken

    GfK, Pressemitteilung vom 26.04.2018

    Die zunehmend unsichere geopolitische Lage scheint nun auch die Stimmung der Verbraucher zu beeinflussen. Die Konjunkturerwartung verliert spürbar im April, während die Einkommenserwartung nur vergleichsweise geringe Einbußen hinnehmen muss. Dagegen behauptet sich die Anschaffungsneigung auf sehr hohem Niveau. GfK prognostiziert für Mai einen Rückgang des Konsumklimas gegenüber dem Vormonat um 0,1 Zähler auf 10,8 Punkte.

    Die Konfrontation des Westens mit Russland im Syrienkonflikt verschärft sich und sorgt bei den Verbrauchern offenbar für zunehmende Verunsicherung im Hinblick auf die weiteren konjunkturellen Aussichten Deutschlands. Die Konjunkturerwartung muss im April einen spürbaren Dämpfer hinnehmen. In deren Schlepptau verliert auch die Einkommenserwartung, jedoch in weitaus geringerem Umfang. Dagegen behauptet die Anschaffungsneigung ihr ohnehin sehr hohes Niveau.

    Verunsicherung lässt Konjunkturoptimismus schwinden

    Nach der stabilen Entwicklung im Vormonat erleidet der Konjunkturoptimismus im April einen Rückschlag. Der Indikator Konjunkturerwartung verliert 8,5 Zähler und sinkt auf 37,4 Punkte. Damit liegt er nur noch knapp sieben Zähler über seinem entsprechenden Vorjahresniveau.

    Die Zuspitzung der Syrienkrise sowie die protektionistische Handelspolitik der USA beunruhigen die Verbraucher und könnten nun doch auch die bislang exzellenten wirtschaftlichen Aussichten Deutschlands beeinträchtigen. Verschärft wird die Entwicklung zudem durch die starken Schwankungen an den Aktienmärkten, die ebenfalls auf eine aufkommende Verunsicherung der Marktteilnehmer und turbulentere Zeiten hindeuten.

    Mit dem sinkenden Optimismus stehen die Konsumenten jedoch nicht alleine. Auch die Unternehmen sowie die Finanzanalysten zeigen sich beunruhigt, wie die Entwicklung des ifo-Geschäftsklimas bzw. der ZEW-Konjunkturerwartungen belegen.

    Dabei sind die Rahmenbedingungen im Inland nach wie vor überaus günstig. Die Beschäftigung verzeichnet Monat für Monat neue Rekordstände und die Arbeitslosigkeit sinkt. Folglich haben die Experten ihre Wachstumsprognosen für dieses Jahr zuletzt sogar noch angehoben und gehen in der Mehrzahl davon aus, dass das letztjährige Wachstum von 2,2 Prozent in 2018 sogar noch übertroffen werden kann.

    Einkommenserwartung im Sog der Konjunkturaussichten

    Die Einkommenserwartung kann sich im April dem Abwärtstrend der Konjunkturaussichten nicht ganz entziehen. Jedoch sind die Verluste vergleichsweise gering. Der Einkommensindikator sinkt um 1,4 Zähler und weist immer noch stolze 53,5 Punkte auf. Allerdings steht nun im Vergleich zum Vorjahr erstmals seit Januar wieder ein Minus zu Buche (-4 Punkte).

    Im Sog sinkender Konjunkturerwartungen büßen damit auch die Einkommensaussichten etwas ein. Trotz der leichten Verluste bleibt aber der generelle Einkommensoptimismus nach wie vor erhalten. Stabile Beschäftigungsaussichten sorgen für gute Einkommenszuwächse bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Dank der anhaltend moderaten Inflation verbleibt den Beschäftigten auch real mehr in ihren Geldbeuteln. Von der positiven Lohnentwicklung werden auch die Rentner profitieren können, deren Bezüge ab Juli dieses Jahres um gut drei Prozent steigen werden.

    Anschaffungsneigung kann sich behaupten

    Von sinkenden Konjunktur- und Einkommenserwartungen unbeirrt, behauptet die Konsumlaune der Bundesbürger ihr überaus gutes Niveau. Nach einem kleinen Plus von 0,9 Zählern steigt die Anschaffungsneigung auf 60 Punkte. Der Index hat damit fast exakt sein Vorjahresniveau erreicht. Im April 2017 wurden 60,2 Punkte gemessen.

    Die Konsumlaune ist weiterhin überaus hoch. Die Konsumenten sind nach wie vor bereit, ihre Geldbeutel für Konsumausgaben zu öffnen. Zum einen herrscht aufgrund der exzellenten Beschäftigungslage nur geringe Angst, den Job zu verlieren. Dies sorgt für Planungssicherheit, was in erster Linie größeren Ausgaben zugutekommen dürfte. Da außerdem die Niedrigzinsphase im Euroraum noch anhalten wird, ist das Sparen keine attraktive Alternative. Eine moderate Preisentwicklung wird die Konsumlaune zudem stützen.

    Verunsicherung dämpft Konsumklima

    Nach 10,9 Zählern im April prognostiziert GfK für Mai 2018 einen Wert von 10,8 Punkten. Damit sind die Gewinne des Vormonats wieder verschwunden. Das Konsumklima weist momentan eine auf gutem Niveau stagnierende Entwicklung auf. GfK bestätigt seine zu Beginn dieses Jahres vorgenommene Prognose, wonach der reale private Konsum 2018 um etwa zwei Prozent zulegen wird, und damit etwa so stark wie im vergangenen Jahr.

    Dies setzt allerdings voraus, dass die aufgekommene Verunsicherung der Verbraucher nicht weiter gefördert wird. Wird der Handelskonflikt mit den USA schnell beigelegt sowie eine politische Lösung des Syrienkonflikts gefunden, steigen auch die Chancen, dass die Verunsicherung an den Finanzmärkten wieder schwindet und damit auch deren Volatilität.

    Eine weitere Verschärfung dieser Konflikte würde auch das Konsumklima nachhaltig beeinträchtigen. Vor allem zunehmender Protektionismus im internationalen Handel würde die Exportnation Deutschland treffen, die Angst vor Jobverlust der Beschäftigten und damit die Kaufzurückhaltung wieder steigen lassen. In diesem Falle wäre die Konsumprognose sicherlich nicht zu halten.

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  • Der Stimmung unter den deutschen Exporteuren hat sich leicht verschlechtert. Die ifo Exporterwartungen der Industrie sind im April auf 15,6 Saldenpunkte gesunken, von 15,8 Saldenpunkten im März. Bei den deutschen Exporteuren kehrt nach und nach Normalität ein.

    Exporterwartungen im April gesunken

    ifo Institut, Pressemitteilung vom 25.04.2018

    Der Stimmung unter den deutschen Exporteuren hat sich leicht verschlechtert. Die ifo Exporterwartungen der Industrie sind im April auf 15,6 Saldenpunkte gesunken, von 15,8 Saldenpunkten im März. Bei den deutschen Exporteuren kehrt nach und nach Normalität ein.

    Nach einer sehr guten Entwicklung im Vormonat gaben die Exporterwartungen in der Textil- und Bekleidungsbranche wieder deutlich nach. Auch die Unternehmen aus der Metallindustrie gehen von einem geringeren Exportwachstum aus. Hier spiegelt sich die aktuelle Zolldebatte wider. Die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen hingegen gehen vermehrt von einem Anstieg ihres Auslandsgeschäfts aus.

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  • Sie generieren Daten, kommunizieren untereinander und geben dank Sensoren wichtige Hinweise zu Produktion und Bedienung: Jede vierte Maschine in deutschen Fabriken ist heute smart und arbeitet vernetzt. Das ergibt eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

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  • Immer mehr Unternehmen setzen in der Weiterbildung auf digitales Lernen. Zugleich erhöht die Digitalisierung aber auch den Bedarf an Weiterbildung, zeigt eine Studie des IW Köln.

    Digitalisierung erleichtert die Weiterbildung

    IW Köln, Pressemitteilung vom 24.04.2018

    Immer mehr Unternehmen setzen in der Weiterbildung auf digitales Lernen. Zugleich erhöht die Digitalisierung aber auch den Bedarf an Weiterbildung, zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

    Wie die Befragung von rund 1.700 Unternehmen belegt, greifen Firmen, die weitgehend digitalisiert sind, besonders häufig auf neue Lernmethoden zurück. Das können beispielsweise Lernvideos, Web-Seminare – sog. Webinare – oder speziell für die Bedürfnisse der Unternehmen programmierte Online-Plattformen sein. Im Jahr 2016 nutzten rund 43 Prozent der digitalisierten Unternehmen solche Lernformen mehrfach. Unter den nicht-digitalisierten Unternehmen waren es nur 18 Prozent.

    Die Vorteile der digitalen Weiterbildung liegen auf der Hand: Unternehmen und Mitarbeiter können Lerninhalte individuell zusammenstellen und schnell und kostengünstig an ihren Bedarf anpassen. Vor allem aber können Mitarbeiter die Inhalte zeitlich und räumlich flexibel abrufen. „Der größte Vorteil des digitalen Lernens ist, dass es sich leicht in den Arbeitsalltag integrieren lässt – zum Beispiel dann, wenn gerade weniger zu tun ist“, sagt IW-Wissenschaftlerin Susanne Seyda. Selbst Unternehmen, die in ihrem Kerngeschäft kaum digitale Technologien einsetzen, können mit dem mediengestützten Lernen individuell auf den Weiterbildungsbedarf ihrer Mitarbeiter reagieren.

    Doch die Digitalisierung erleichtert das Lernen nicht nur – sie steigert auch den Wissensbedarf. Denn durch die Umstellung von Arbeitsabläufen und Herstellungsverfahren in den Firmen entstehen neue Tätigkeiten, für die die Beschäftigten qualifiziert werden müssen. Vor allem IT-Kenntnisse sowie Kompetenzen im Bereich Selbstständigkeit, Planungs- und Organisationsfähigkeit sind gefragte Lerninhalte. Digitalisierte Unternehmen investieren deshalb mehr Zeit und Geld in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter als andere Betriebe. „Kleine Unternehmen haben beim digitalen Lernen noch Nachholbedarf“, sagt Seyda. „Sie könnten mehr mit anderen Firmen zusammenarbeiten, die gleiche Weiterbildungsinhalte benötigen, und somit die Entwicklungskosten senken.“

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  • Wie das IfM Bonn mitteilt, wagten in Deutschland in 2017 nach amtlichen Angaben wieder mehr Personen den Weg in die Selbständigkeit (+0,8 %) als im Vorjahr. Dieser Anstieg ging allerdings allein auf die Freien Berufe zurück: So stieg die Anzahl der freiberuflichen Existenzgründungen um 5.900 auf 94.700 Personen. Dagegen sank die Anzahl der gewerblichen Gründungen weiter leicht um 1,2 % auf 279.000.

    Talsohle bei den Existenzgründungen könnte 2017 erreicht worden sein

    Mehr Existenzgründungen in den Freien Berufen – weniger im gewerblichen Bereich

    IfM Bonn, Mitteilung vom 23.04.2018

    In Deutschland wagten in 2017 nach amtlichen Angaben wieder mehr Personen den Weg in die Selbständigkeit (+0,8 %) als im Vorjahr. Dieser Anstieg ging allerdings allein auf die Freien Berufe zurück: So stieg die Anzahl der freiberuflichen Existenzgründungen um 5.900 auf 94.700 Personen. Dagegen sank die Anzahl der gewerblichen Gründungen weiter leicht um 1,2 % auf 279.000. Damit hat sich der gegensätzliche Trend zwischen den Gründungen im gewerblichen Bereich und den freiberuflichen Gründungen in 2017 fortgesetzt.

    „Dies ist der erste Anstieg seit der Erfassung der gesamten Existenzgründungen im Jahr 2012. Ob jedoch damit die Talsohle bei den Existenzgründungen insgesamt erreicht ist, muss sich erst noch zeigen“, hebt Dr. Rosemarie Kay, stellvertretende Geschäftsführerin des IfM Bonn, hervor. „Positiv hervorzuheben ist, dass die Anzahl der Unternehmensschließungen im gewerblichen Bereich weiter gesunken ist. Auch ist die Zahl der Betriebsgründungen von Hauptniederlassungen, die in der Regel neue Arbeitsplätze mit sich bringen, in 2017 weiter leicht gestiegen.“

    Gleichwohl variiert die Gründungsneigung regional: Die Existenzgründungsintensität (Gründungen je 10.000 Erwerbspersonen) in den Stadtstaaten Berlin und Hamburg liegt weit über dem Bundesdurchschnitt, vor allem die der ostdeutschen Bundesländer bleibt weit dahinter zurück.

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  • Die Hochstimmung in den deutschen Chefetagen verfliegt. Der ifo Geschäftsklimaindex Deutschland ist im April auf 102,1 Punkte gesunken, nach 103,3 im März. Auch die Erwartungen sind gesunken. Die deutsche Wirtschaft nimmt Tempo raus.

    ifo Geschäftsklimaindex sinkt erneut

    ifo Institut, Pressemitteilung vom 24.04.2018

    Die Hochstimmung in den deutschen Chefetagen verfliegt. Der ifo Geschäftsklimaindex Deutschland ist im April auf 102,1 Punkte gesunken, nach 103,3 im März. Der Indikator zur aktuellen Lage gab nach. Auch die Erwartungen sind gesunken. Die deutsche Wirtschaft nimmt Tempo raus.

    Im Verarbeitenden Gewerbe hat sich das Geschäftsklima das dritte Mal in Folge verschlechtert. Die aktuelle Lageeinschätzung ist gefallen, liegt aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Erwartungen gaben auf den niedrigsten Wert seit August 2016 nach. Die Kapazitätsauslastung sank um 0,3 Prozentpunkte auf nun 87,7 Prozent. Sie liegt jedoch weiterhin deutlich über dem langfristigen Durchschnitt von 83,6 Prozent.

    Im Dienstleistungssektor ist der Geschäftsklimaindex merklich gesunken. Dies war vor allem auf deutlich weniger optimistische Erwartungen zurückzuführen. Auch die Einschätzungen zur aktuellen Lage gaben nach. Diese liegen jedoch weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.

    Auch im Handel gab der Index nach. Die Händler waren sowohl mit ihrer aktuellen Lage als auch mit dem Ausblick auf die kommenden Monate weniger zufrieden als im März.

    Im Bauhauptgewerbe ist der Geschäftsklimaindex auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Die Baufirmen korrigierten ihre Erwartungen merklich nach oben, während sie ihre aktuelle Lage nahezu unverändert einschätzten.

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  • Digitale Vertriebskanäle gewinnen im deutschen Mittelstand an Bedeutung, wie eine repräsentative Sonderauswertung von KfW Research auf Basis des KfW-Mittelstandspanels 2017 zeigt: Rund 780.000 kleine und mittlere Unternehmen nutzen mittlerweile digitale Marktplätze, Onlineshops, Beschaffungsplattformen o. ä., um Kunden ihre Produkte sowie Dienstleistungen anzubieten.

    E-Commerce im Mittelstand gewinnt an Bedeutung

    KfW, Pressemitteilung vom 20.04.2018

    • Jedes fünfte kleine und mittlere Unternehmen nutzt Online-Vertrieb
    • Online-Umsätze um ein Drittel auf 200 Mrd. Euro gestiegen
    • Anteil am Gesamtumsatz des Mittelstands dennoch weiterhin gering
    • Vor allem junge Unternehmen sind Vorreiter

    Digitale Vertriebskanäle gewinnen im deutschen Mittelstand an Bedeutung, wie eine repräsentative Sonderauswertung von KfW Research auf Basis des KfW-Mittelstandspanels 2017 zeigt: Rund 780.000 kleine und mittlere Unternehmen nutzen mittlerweile digitale Marktplätze, Onlineshops, Beschaffungsplattformen o. ä., um Kunden ihre Produkte sowie Dienstleistungen anzubieten. Das ist jeder fünfte Mittelständler. Im Jahr 2016 stieg der via E-Commerce erwirtschaftete Gesamtumsatz auf insgesamt 201 Mrd. Euro an – ein Plus von 49 Mrd. Euro bzw. 32 % gegenüber dem Vorjahr (2015: 153 Mrd. Euro).

    Das erhebliche Umsatzplus aus digitalem Vertrieb hat zwei Gründe: Gegenüber dem Vorjahr gibt es zum einen eine deutliche Zunahme der online-aktiven Mittelständler (+200.000). Zum anderen erwirtschaften diese Firmen mit durchschnittlich 23 % einen höheren Anteil ihres Gesamtumsatzes über Online-Kanäle (2015: 20 %). Im direkten Endverbrauchergeschäft (B2C) ist der E-Commerce dabei mit geschätzten 20 Mrd. Euro in der Breite noch nicht angekommen. Der Großteil des Onlineumsatzes im Mittelstand dürfte auf Transaktionen im Geschäftskundenbereich (B2B-Geschäft) entfallen. KfW Research geht von schätzungsweise 90 % (181 Mrd. Euro) des gesamten Online-Umsatzes aus.

    „Die Digitalisierung von Geschäftsabläufen gewinnt im Mittelstand zunehmend an Bedeutung – mehr und mehr Unternehmen nutzen digitale Vertriebswege. Das schlägt sich in steigenden Onlineumsätzen nieder“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. „In Relation zum Gesamtumsatz des Mittelstands von rund 4.500 Mrd. Euro jährlich ist der via E-Commerce erwirtschaftete Anteil mit 4,4 % zwar nach wie vor gering – aber der Trend zeigt eindeutig nach oben. Zu Recht – denn die mit den digitalen Kanälen verbundenen Chancen sind zu groß, als dass kleine und mittlere Firmen dies ausblenden könnten.“

    Derzeit wächst vor allem diejenige Gruppe von Unternehmen am stärksten, die ihren Umsatz ausschließlich über digitale Kanäle erzielt. Besonders jüngere Firmen, die weniger als 10 Jahre am Markt sind, setzen nach den Erkenntnissen von KfW Research verstärkt auf Online-Vertrieb: „In der jungen Unternehmergeneration finden sich häufig Vorreiter in Sachen E-Commerce: Sie erwirtschaften im Schnitt bereits 43 % ihres Umsatzes über digitalen Vertrieb – und kommen somit im Vergleich zum Durchschnitt aller Unternehmen auf einen nahezu doppelt so hohen Online-Anteil.“

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  • Wie ist es um die Innovationstätigkeit im Mittelstand bestellt? Wie gut sind Mittelständler für mögliche disruptive Entwicklungen gerüstet? Dazu wurden die jüngsten Forschungsergebnisse des IfM Bonn zum Thema „Innovation“ und „Digitalisierung“ vorgestellt.

    Disruptiven Gefahren entgegenwirken

    IfM Bonn, Pressemitteilung vom 20.04.2018

    Wie ist es um die Innovationstätigkeit im Mittelstand bestellt? Wie gut sind Mittelständler für mögliche disruptive Entwicklungen gerüstet? Auf dem „Finanztag Mittelstand 2018“ Mitte April auf dem Petersberg/Königswinter stellte Dr. Rosemarie Kay in ihrer Keynote die jüngsten Forschungsergebnisse des IfM Bonn zum Thema „Innovation“ und „Digitalisierung“ vor. Dabei ermutigte sie insbesondere die Führungskräfte kleiner Unternehmen, regelmäßig sowohl das eigene Digitalisierungspotenzial als auch das Geschäftsmodell zu überprüfen, um nicht von disruptiven Entwicklungen überrascht zu werden.

    Als eine mögliche Innovationsstrategie zeigte die stellvertretende Geschäftsführerin des IfM Bonn die Kooperation mit Start-ups auf, da die etablierten Mittelständler hierdurch Zugang zu neuen Technologien bekämen bzw. ohne großen Kapitalaufwand gezielt technische Probleme lösen könnten.

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